Kann Apple die Nische erweitern?
Faltbare Smartphones sind bisher nach wie vor eine Nischen-Kategorie - obwohl unter anderem Samsung, Huawei und Google mit seinen Pixel-Telefonen solche Geräte seit Jahren anbieten. Die Marktforschungsfirma IDC prognostiziert, dass Apple trotz des späten Starts binnen zwölf Monaten die Führung in dem Marktsegment übernehmen wird.
2027 werde Apple bei faltbaren Smartphones 31 Prozent des Marktes nach Stückzahlen und 44 Prozent beim Umsatz halten, prognostiziert IDC. Aktuell sei dies Huawei. Vom chinesischen Konzern kommt demnach etwa jedes zweite verkaufte Auffalt-Smartphone - obwohl Huawei wegen US-Sanktionen keine Google-Dienste oder mit amerikanischer Beteiligung entwickelte Chips in seinen Geräten verwenden kann und damit weitgehend aus westlichen Märkten herausgedrängt wurde.
Tech-Rally beflügelt Asiens Börsen
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich trotz der eskalierenden Lage im Nahen Osten robust. In Tokio legt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 65.495,23 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notiert 0,3 Prozent höher bei 4063,61 Zählern. Auch in China greifen die Anleger zu: Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 3953,13 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,3 Prozent auf 4571,03 Punkte.
In Japan verdrängte die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) die Sorgen über den sich ausweitenden Krieg im Nahen Osten. Ein milliardenschwerer Glasfaser-Deal zwischen den US-Konzernen Verizon und Corning beflügelte heimische Kabelhersteller. "Halbleiter- und KI-bezogene Aktien entwickeln sich stark und leisten einen positiven Beitrag zum Nikkei", erklärt Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zu den größten Gewinnern zähle Furukawa Electric mit einem Plus von 13,2 Prozent.
In China rücken derweil die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die heimische Wirtschaft in den Fokus. Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien sowie US-Schläge gegen iranische Öltanker trieben die Energiekosten in die Höhe, was die Inflation im August anheizte. Die Erzeugerpreise stiegen um 3,8 Prozent, die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.
Inflation in China zieht an
In China hat sich der Preisauftrieb im August beschleunigt. Hohe Energiepreise infolge von Lieferrisiken und Störungen des Seeverkehrs im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt trieben sowohl die Erzeuger- als auch die Verbraucherpreise in die Höhe, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Der Erzeugerpreisindex stieg im Jahresvergleich um 3,8 Prozent. Im Juli hatte das Plus noch bei 3,5 Prozent gelegen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von 3,6 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat legten die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent zu.
Die Verbraucherpreise stiegen im August um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat, nach einem Plus von 0,5 Prozent im Juli. Damit trafen sie genau die Erwartungen der Experten. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent an, während Analysten hier lediglich ein Plus von 0,3 Prozent erwartet hatten. Im Juli waren sie noch um 0,1 Prozent gefallen. Lebensmittel verbilligten sich im Jahresvergleich um 1,4 Prozent, während die Preise für andere Güter um 1,2 Prozent stiegen.
Euro rückt am Devisenmarkt in den Fokus
Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Yen von Spekulationen auf baldige Zinserhöhungen der japanischen Notenbank. Der Dollar verliert 0,3 Prozent auf 153,55 Yen und legt leicht auf 6,7083 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8093 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro im Vorfeld der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) fast unverändert bei 1,1628 Dollar und zieht leicht auf 0,9410 Franken an.
Es wird sehr hochpreisig …
Der Dax bewegt sich in dieser Handelswoche um die 26.000-Punkte-Marke herum. Mal notiert er drunter, mal drüber. Gestern stützten etwas nachgebende Renditen bei US-Staatsanleihen, sodass der deutsche Börsenleitindex am Ende mit einem Stand von 26.008 Zählern in den Feierabend gehen konnte. Zudem stabilisierten sich die Ölpreise – aber auf hohem Niveau und bei der Nordsee-Sorte Brent nur unweit der 100-Dollar-Marke.
Heute stehen zwei große Themen auf der Agenda. Zum einen stellt die Europäische Kommission einen Gesetzentwurf vor, um der Wohnungsnot in Touristenhochburgen entgegenzuwirken. Die geplanten Vorschriften zielen auf Plattformen für Kurzzeitvermietungen wie Airbnb ab, die in Städten wie Paris, Barcelona und Venedig bereits mit lokalen Einschränkungen konfrontiert sind. Der sogenannte "Affordable Housing Act", den Kommissionsvizepräsidentin Teresa Ribera präsentiert, soll EU-weit einheitliche Kriterien festlegen, ab wann Behörden wegen eines angespannten Wohnungsmarktes regulierend eingreifen dürfen. Der Entwurf muss in den kommenden Monaten noch mit den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament abgestimmt werden, bevor er in Kraft treten kann.
Zum anderen lädt Apple zu seiner alljährlichen Produktvorstellungsveranstaltung ein. Dabei wird der neue Konzernchef John Ternus voraussichtlich das erste faltbare iPhone präsentieren. Analysten versprechen sich von diesem kleinen, aber wachstumsstarken Markt für hochpreisige Smartphones steigende Gewinnmargen. Im vergangenen Jahr hatte Apple unter anderem das besonders dünne iPhone Air vorgestellt.
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