Der Börsen-Tag
2. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
10:05 Uhr

Benzin und Diesel so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr

Die Eskalation im Nahen Osten treibt auch die Preise an deutschen Tankstellen. Bisher fällt der Ausschlag aber vergleichsweise gering aus, wie Zahlen des ADAC zeigen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter Super E10 1,6 Cent mehr als am Freitag, dem letzten Tag vor den Angriffen. Diesel verteuerte sich um 1,3 Cent. Aussagen zum Montag sind angesichts der im Tagesverlauf stark schwankenden Spritpreise bisher noch kaum aussagekräftig. Die Tagesdurchschnitte von 1,794 Euro pro Liter E10 und 1,759 Euro pro Liter Diesel sind die höchsten Werte seit fast zwei Jahren. E10 war zuletzt Ende Mai 2024 teurer, Diesel zuletzt Anfang April 2024.

Der bisherige Anstieg bei den Spritpreisen fiel dabei deutlich schwächer aus als bei Rohöl oder Heizöl, die jeweils deutlich zulegten. Dazu könnte beigetragen haben, dass der Spritpreis zuletzt nach damaliger Einschätzung des ADAC im Vergleich zu Ölpreis und Dollarkurs bereits verhältnismäßig hoch war. Dennoch sei zu befürchten, dass die Preise noch weiter steigen würden, sagte ein Sprecher aktuell.

Benzin und Diesel so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr
09:56 Uhr

Kursverluste auch in London und Paris - Dax stabilisiert

Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die Aktienkurse an wichtigen Börsen in Europa in den ersten Handelsminuten kräftig gefallen. Nicht nur der Dax blutet, sondern auch die Börsen in Paris und London rauschten runter. Der französische Leitindex CAC-40 fiel um 1,8 Prozent, der britische FTSE-100 sackte um 0,8 Prozent ab.

Der Dax hat sich mittlerweile etwas beruhigt und Verluste abbauen können. Der deutsche Leitindex notierte "nur" noch 1,8 Prozent tiefer bei 24.819 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 2,2 Prozent auf 6003 Stellen.

Kursverluste auch in London und Paris - Dax stabilisiert
09:52 Uhr

Dollar steigt auf Mehrwochenhoch

Der Dollar steigt gegenüber einem Währungskorb auf ein Fünfwochenhoch, da der Konflikt im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbelt. Präsident Trump und Israel haben am Wochenende Angriffe auf den Iran gestartet, bei denen eine große Anzahl der führenden iranischen Politiker, darunter der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei, getötet wurden. Der Iran hat Vergeltungsschläge im gesamten Nahen Osten gestartet. Obwohl der Konflikt viele unvorbereitet getroffen haben dürfte, könnten die unmittelbaren Auswirkungen relativ begrenzt sein, da diese Risikoprämie bereits teilweise in die Märkte eingepreist gewesen sei und der Angriff bei geschlossenen Märkten stattgefunden habe, erklärt Matthew Ryan von Ebury. "Dennoch dürfte der risikoscheue Handel vorerst dominieren."

Dollar steigt auf Mehrwochenhoch
09:31 Uhr

"Gradmesser der Angst": Goldpreis zieht spürbar an

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Der Goldpreis zieht wieder an. (Foto: picture alliance / dpa)

Für den Goldpreis als "sicheren Hafen" geht es mit den Angriffen auf den Iran nach oben. "Gold bleibt der deutlichste Gradmesser für die Angst der Anleger", erklärt Josh Gilbert von eToro. Das Edelmetall sei über 5400 US-Dollar je Unze gestiegen und habe seit Jahresbeginn um rund 22 Prozent zugelegt, was seine Rolle als bevorzugter sicherer Hafen bei eskalierenden geopolitischen Risiken unterstreicht, so der Marktanalyst.

"Gradmesser der Angst": Goldpreis zieht spürbar an
09:14 Uhr

Dax büßt mehr als zwei Prozent ein

Mit spürbaren Abschlägen startet der Dax in den heutigen Handel zum Wochenstart. Der deutsche Börsenleitindex, der mit 25.284 Punkten ins Wochenende gegangen war, notiert aktuell im Bereich von 24.670 Zählern etwa 2,4 Prozent leichter.

ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist auf die Eskalation im Nahen Osten, wo die USA und Israel den Iran angegriffen haben. Der Iran reagierte und attackierte seinerseits US-Stützpunkte etwa in Kuwait und Katar. Die Ölpreise schossen zeitweise um bis zu 15 Prozent nach oben, kamen im Anschluss aber wieder zurück und notieren nun im Bereich eines Aufschlags von 7 Prozent. "Die Aktienmärkte sind unter Druck, aber nicht so stark wie vielleicht zunächst befürchtet", so Wohlfeil. "Die Leitindizes in Tokio und Hongkong büßen zwischen ein und zwei Prozent ein."

Dax büßt mehr als zwei Prozent ein
08:59 Uhr

Iran verhandlungsbereit – Asien-Anleger auf der Hut

Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sorgen zu Wochenbeginn für teils kräftige Abgaben an den ostasiatischen Aktienmärkten. Im Gegenzug legen die Ölpreise stark zu und die Anleger schichten verstärkt in "sichere Häfen" wie Gold um. Die deutlichsten Abgaben verzeichnen die Börsen in Hongkong und Tokio, wo es für den Hang-Seng-Index und den Nikkei um jeweils 1,6 Prozent abwärts geht. In Hongkong belasten zusätzlich Abgaben bei den Technologie-Werten.

Der Iran möchte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen, nur einen Tag nach der Tötung des islamistischen Regime-Führers Ayatollah Ali Khamenei. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden, also werde ich mit ihnen sprechen", sagte Trump dem US-Politikmagazin The Atlantic. Trump nannte aber keinen Zeitplan für Gespräche, gab allerdings an, dass einige der iranischen Offiziellen, die zuvor an Gesprächen mit den USA beteiligt waren, nun tot sind.

Besonders deutlich fällt die Reaktion auf die Angriffe gegen den Iran am Ölmarkt aus. Die Preise für Brent und WTI legen um jeweils 6,2 Prozent zu. In der Spitze waren es auch schon knapp 10 Prozent. Die Ölpreise könnten kurzfristig weiter steigen, so Norbert Rucker von Julius Bär. Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft hingen vom Öl- und Gasfluss durch die Straße von Hormus ab, so der Leiter für Volkswirtschaft und Next Generation Research. "In den kommenden Wochen ist unser Basisszenario das übliche Muster eines kurzlebigen, aber diesmal intensiveren Öl- und Gaspreisanstiegs", so Rucker.

Der Shanghai Composite zeigt sich wenig verändert. Die Angriffe der USA und Israel auf den Iran könnten für China "ein größeres Problem" darstellen als die US-Operationen in Venezuela, so die Natixis-Ökonomin Alicia Garcia Herrero. Das Risiko für Chinas Energiesicherheit sei erheblich größer, da China mehr Öl aus dem Iran als aus Venezuela importiere, merkt sie an. Zudem habe der Iran verbilligtes Rohöl geliefert, das die US-Sanktionen umgehe.

Iran verhandlungsbereit – Asien-Anleger auf der Hut
08:32 Uhr

Deutsche Telekom will KI-Assistenten starten

Ob Live-Übersetzung, Fahrplan-Infos oder Gesprächszusammenfassungen nach dem Auflegen: Bei Telefonaten im Handynetz der Deutschen Telekom sollen die Gesprächsteilnehmer künftig auf eine Künstliche Intelligenz zurückgreifen können. Der Bonner Konzern kündigte zum Auftakt der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona an, noch in diesem Jahr eine entsprechende Assistenzfunktion in sein Netz zu integrieren. "Es geht zeitnah los", sagt Telekom-Technikvorstand Abdu Mudesir. Ob der "Magenta AI Call Assistant" etwas kostet, ist noch offen.

Die KI soll im Telefonat auf Abruf als Stimme präsent sein, sie wird mit "Hey Magenta" aktiviert. Es geht um das Handynetz der Telekom, nicht um das Festnetz. Die Funktion ist auch nutzbar, wenn ein Telekom-Kunde bei einem O2- oder Vodafone-Kunden anruft. Die Telekom ist nach eigenen Angaben der erste Telekommunikationskonzern weltweit, der KI-Dienste in sein Netz integriert.

Deutsche Telekom will KI-Assistenten starten
08:17 Uhr

Panik oder geordneter Abverkauf?

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsbeginn in Europa im Minus erwartet. So wird der Dax bei 24.900 Punkten gesehen nach einem Schluss am Freitag bei 25.284 Zählern. "Wir erwarten zum Wochenstart einen geordneten Abverkauf, allerdings keine Panik", sagt ein Marktteilnehmer am Morgen. Anleihen als sichere Häfen werden am Morgen leicht höher gehandelt, während der Wechselkurs Euro zum Dollar auf den am Wochenende durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gestarteten Krieg kaum reagiert und bei knapp 1,18 umgesetzt wird. Am stärksten reagiert Öl, das am Morgen 6,5 Prozent höher handelt.

Am Aktienmarkt in Europa dürfte es deutlich nach unten gehen, vor allem mit zyklischen Branchen und Sektoren, die von der Veränderung der Energiepreise am stärksten beeinflusst sind, wie Fluglinien oder auch Chemie. Auf der anderen Seite dürfte Rüstung besser als der Gesamtmarkt laufen, aber auch Grundstoffe dürften von Investoren nun höher gewichtet werden.

Die Volatilität, und damit die Prämien am Terminmarkt, dürften nochmals deutlicher nach oben schießen, obwohl sich am Freitagnachmittag der Kriegsbeginn im Nahen Osten bereits abzeichnete. Dies dürfte übergeordnet für Abgabedruck sorgen. "Es bleibt abzuwarten, wann erste Käufer an den Markt kommen", so ein Händler am Morgen. Denn teils werde davon ausgegangen, dass der Krieg im Nahen Osten bereits schnell an Schrecken verlieren und es zu keinem Flächenbrand in der Region kommen werde.

Panik oder geordneter Abverkauf?
07:58 Uhr

Iranische Angriffe haben Folgen für Seehandel

Die iranischen Angriffe haben bereits spürbare Folgen für den Seehandel. Die dänische Reederei Maersk kündigte an, Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas umzuleiten. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und Gastanker, lagen Schiffsdaten zufolge vor der Meerenge vor Anker. Das japanische Handelshaus Itochu teilte mit, es gebe bereits "einige Auswirkungen" auf seine Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus der Golfregion.

Mit den iranischen Vergeltungsmaßnahmen, die sich nun zu Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus entwickeln, ist die Bedrohung für die Ölversorgung erheblich gestiegen", so ANZ-Analyst Daniel Hynes. Die Experten der Citigroup erwarten, dass der Brent-Preis in dieser Woche zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Das Ölkartell OPEC+ hatte am Sonntag eine geringfügige Fördererhöhung beschlossen. Die Nutzung zusätzlicher Kapazitäten sei jedoch "stark eingeschränkt, wenn wichtige Wasserstraßen unpassierbar gemacht werden", sagte RBC-Capital-Analystin Helima Croft. Die Internationale Energieagentur (IEA) teilte mit, sie beobachte die Lage, um im Notfall strategische Ölreserven freigeben zu können.

Iranische Angriffe haben Folgen für Seehandel
07:41 Uhr

Reiche mahnt zur Gelassenheit

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mahnt mit Blick auf die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas zur Gelassenheit. Bezogen auf Flüssiggas würden "keine signifikanten Mengen" über die Straße von Hormus nach Deutschland importiert, sagte die CDU-Politikerin. Gas beziehe Deutschland vor allem über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. "Es kann zu Preissteigerungen kommen", schloss Reiche für Deutschland jedoch nicht aus.

Auslöser der jüngsten Eskalation in Nahost ist der Tod des obersten geistlichen Führers des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, am Samstag. Israel hatte daraufhin am Sonntag eine neue Angriffswelle auf Teheran gestartet, worauf der Iran mit weiteren Raketenangriffen reagierte.

Reiche mahnt zur Gelassenheit
07:24 Uhr

Ölpreisschock schickt Kurse in Tokio auf Talfahrt

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten belastet die asiatischen Börsen. Anleger flüchten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,4 Prozent niedriger bei 3881,71 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert.

Besonders die Börse in Japan leidet unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den größten Verlierern zählen daher die Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest und Tokyo Electron mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt sind hingegen Energieaktien. So sprangen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex um sieben Prozent in die Höhe. "Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung (...) ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus", sagt Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.

Gegen den Trend halten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verweisen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC und PetroChina sowie bei Rüstungsfirmen gleichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China aus. In Hongkong hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, geht es bergab.

Ölpreisschock schickt Kurse in Tokio auf Talfahrt
07:05 Uhr

Dollar als sicherer Hafen gesucht

Am Devisenmarkt ist der Dollar als sicherer Hafen gefragt. Die US-Währung profitiert davon, dass die USA ein Netto-Energieexporteur sind. Der Dollar gewinnt 0,2 Prozent auf 156,26 Yen und legt 0,2 Prozent auf 6,8691 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7679 Franken vor. Parallel dazu fält der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1791 Dollar und gibt um 0,4 Prozent auf 0,9055 Franken nach.

Dollar als sicherer Hafen gesucht
06:52 Uhr

Nahost-Krieg lässt Asiens Airline-Kurse abstürzen

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat die Aktienkurse asiatischer Fluggesellschaften einbrechen lassen. Die Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines gaben um mehr als fünf Prozent nach. Auslöser waren die großangelegten Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Wochenende. Die Ölpreise stiegen infolgedessen um sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten. Die Aktien von Qantas fielen zeitweise um 10,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Auch die Papiere anderer asiatischer Fluggesellschaften wie ANA Holdings, der chinesischen Airlines Air China, China Southern und China Eastern sowie der malaysischen AirAsia X verloren mindestens vier Prozent.

Wichtige Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai und Doha blieben den dritten Tag in Folge geschlossen. Dies führte weltweit zu erheblichen Störungen im Flugverkehr. Cathay Pacific strich bis auf Weiteres alle Flüge in den Nahen Osten. Singapore Airlines sagte Flüge von und nach Dubai bis zum 7. März ab, während Japan Airlines seine Verbindungen zwischen Tokio und Doha vorerst aussetzte.

Nahost-Krieg lässt Asiens Airline-Kurse abstürzen
06:33 Uhr

Japans Industrie wächst so stark wie seit Jahren nicht

Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich einer Umfrage aus dem Privatsektor zufolge im Februar so stark aufgehellt wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg auf 53,0 Punkte von 51,5 Zählern im Januar, wie das Institut zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Mai 2022. Werte von über 50,0 Punkten signalisieren Wachstum, während Werte darunter auf ein Schrumpfen hindeuten.

Angetrieben wurde die Entwicklung von einer robusten Nachfrage. Die Produktion, die Neuaufträge und die Beschäftigung legten so stark zu wie seit Januar 2022 nicht mehr. Das Neugeschäft im Export wuchs so schnell wie seit Juni 2021 nicht mehr, wobei eine stärkere Nachfrage aus Europa und Asien verzeichnet wurde.

Japans Industrie wächst so stark wie seit Jahren nicht
06:18 Uhr

Ölpreise schießen nach oben

Die Ölpreise sind nach Angriffen auf Tanker im Nahen Osten um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA, die den Öltransport in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, den höchsten Stand seit Januar 2025. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg zeitweise auf 75,33 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit Juni 2025.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen. Zudem erklärte der Iran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sei gesperrt. Bei den Angriffen wurden Reedereikreisen und Behördenvertretern zufolge mindestens drei Tanker beschädigt und ein Seemann getötet. Konkret wurde nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia der Öltanker "MKD VYOM" vor der Küste Omans beschossen, wobei ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.

Ölpreise schießen nach oben
06:00 Uhr

Krieg, Trump, Klage: Anleger vor turbulenter Woche

Ein neues Dax-Allzeithoch hat in der Luft gelegen: Am Freitag fehlten dazu nur knapp 100 Punkte. Doch nun scheint der Rekordstand von 25.507,79 Zählern erst einmal weit weg. Bereits zum vergangenen Wochenschluss, der deutsche Börsenleitindex verabschiedete sich mit 25.284 Stellen ins Wochenende, hatte das Börsenbarometer wieder an Schwung verloren. Nach den Angriffen der israelischen und US-Luftstreitkräfte auf die Führung des Iran und den anschließenden Reaktionen des Teheraner Regimes erscheint ein Dax-Angriff auf das Allzeithoch erst einmal illusorisch.

Wie wird die Reaktion der Märkte auf den Krieg gegen den Iran ausfallen? Das wird die Anleger heute beschäftigen. Daneben lohnt sich aber auch ein Blick auf zwei weitere Termine: So bricht wenige Tage nach seiner China-Reise Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Besuch bei US-Präsident Donald Trump auf. Im Mittelpunkt der Gespräche in Washington dürften die von Trump angekündigten neuen Zölle und deren Auswirkungen stehen. Die Bundesregierung setzt allerdings auf eine mit den EU-Partnern abgestimmte Reaktion. Trump hatte die neuen Zölle als Antwort auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA angekündigt, der einen Großteil der 2025 verhängten Einfuhrgebühren gekippt hatte. Die EU hatte daraufhin die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA auf Eis gelegt.

Auf Unternehmensseite rückt zudem der Automobilsektor in den Fokus. Der Grund: Der Bundesgerichtshof verhandelt über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Automobilhersteller BMW und Mercedes-Benz. Die Umweltorganisation will gerichtlich durchsetzen, dass die beiden Konzerne nach 2030 keine Pkw mit Verbrennungsmotoren mehr verkaufen dürfen. Das OLG München und das OLG Stuttgart hatten die Klagen abgewiesen und die Revision zunächst nicht zugelassen. Der BGH hat die Fälle nach einer Nichtzulassungsbeschwerde der DUH an sich gezogen und die Revisionen zugelassen. Ein Urteil am selben Tag gilt als unwahrscheinlich.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Krieg, Trump, Klage: Anleger vor turbulenter Woche