Der Börsen-Tag
2. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Iran-Krieg setzt Dax massiv zu

Die Eskalation der Lage im Nahen Osten hat den deutschen Aktienindex zu Wochenbeginn ausgebremst und an den Aktienmärkten die Furcht vor einem Ölpreisschock geschürt. "Die Reaktion, die im Zentrum von allem steht, ist die des Ölmarktes", kommentierte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Denn ein massiver und länger andauernder Ölpreisanstieg hätte ohne Frage schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft."

An der Frankfurter Börse rauschte der Dax bis auf 24.577 Punkte runter. Am Ende schloss der deutsche Leitindex 2,6 Prozent tiefer bei 24.638 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 2,3 Prozent tiefer bei 5995 Stellen. Deutlich gerupft präsentierte sich auch der Euro, der um 1,2 Prozent auf 1,1678 US-Dollar nachgab.

"Der Dax startet trotz einer beispiellosen geopolitischen Eskalation in einer der wichtigsten ölproduzierenden Regionen der Erde ohne Panik in die neue Woche", konstatierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Reaktionen zeigten, dass Anleger mit einer kurzen militärischen Auseinandersetzung rechneten, sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Angesichts der möglichen Tragweite dieser Auseinandersetzung sind die initialen Kursverluste sehr moderat."

Aus den Depots der Anleger flogen auch Papiere von Hotel- und Reisekonzernen. TUI rauschten um 9,9 Prozent in die Tiefe. Analysten von Oddo BHF und MWB wiesen auf die besondere Situation von TUI hin. Der Reisekonzern sei durch den Einsatz von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen am Persischen Golf sowie durch die starke Nutzung der Luftkorridore im Nahen Osten für Langstreckenflüge vom Nahost-Konflikt betroffen. Lufthansa sackten um 5,2 Prozent ab.

Iran-Krieg setzt Dax massiv zu
17:12 Uhr

Wie stabil ist der Bitcoin?

Die geopolitische Eskalation in Nahost bringt die Märkte in einen Risk-Off-Modus. Dennoch geben die Kryptowährungen nur leicht nach. Wie das insgesamt den Markt beeinflusst, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Dirk Heß von NxtAssets.

Wie stabil ist der Bitcoin?
17:00 Uhr

Britische Aktien profitieren von geopolitischem Absicherungsstatus

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(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Britische Aktien werden sich besser entwickeln als globale Vergleichswerte, da Anleger auf der Suche nach einer Absicherung gegen geopolitische Risiken auf in London notierte Aktien ausweichen, wie die Analysten der Citi schreiben. Die US-Bank stuft ihren Ausblick für europäische Aktien von Untergewichten auf Übergewichten hoch. Eine Zunahme des Risikos infolge der schweren Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Wochenende werde die Aktienmärkte auf breiter Front unter Druck setzen, schreiben die Analysten.

Allerdings profitiere Großbritannien von seiner Ausrichtung auf Rohstoff- und Verteidigungswerte, so die Analysten. Obwohl der FTSE 100 um 0,75 Prozent nachgibt, fällt er weniger stark als andere europäische Blue-Chip-Indizes. Energie- und Rohstoffaktien legen in London zu, wobei die Öl-Supermajors Shell und BP um 3,0 beziehungsweise 2,5 Prozent zulegen.

Britische Aktien profitieren von geopolitischem Absicherungsstatus
16:08 Uhr

Klares Minus an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Die US-Börsen starten mit Kursverlusten in die neue Woche, nachdem die USA und Israel am Wochenende begonnen haben, Ziele im Iran anzugreifen. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,9 Prozent auf 48.547 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,7 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 0,6 Prozent. Dass sich das Minus in Grenzen hält, dürfte daran liegen, dass die Kurse an der Wall Street schon am Freitag in Erwartung eines Militärschlags nachgegeben hatten. Nutznießer der jüngsten Eskalation des Konflikts sind vor allem die Ölpreise. Die Erwartung einer Angebotsverknappung für den Fall, dass der Iran die Straße von Hormus und damit einen wichtigen Seeweg für den Öltransport blockiert, treibt die Preise für Brent und WTI steil nach oben. Das wiederum nährt Inflationsängste und dämpft Zinssenkungserwartungen. Am Anleihemarkt steigen daher die Renditen, im Zehnjahresbereich um sechs Basispunkte auf 4,02 Prozent.

Im Gefolge des Ölpreises legen Branchenwerte wie Exxon Mobil oder Chevron um 2,6 beziehungsweise 1,0 Prozent zu. Dagegen werden die Aktien von Fluggesellschaften verkauft. Sie werden einerseits vom gestiegenen Ölpreis belastet, andererseits davon, dass Flüge nach oder über Nahost gestrichen oder umgeleitet werden. American Airlines verbilligen sich um 6,4 Prozent und United Airlines um 5,4 Prozent.

Klares Minus an der Wall Street
15:58 Uhr

ADAC: Benzin- und Dieselpreis heute weiter gestiegen

Die Preise für Benzin und Diesel an Deutschlands Tankstellen sind wegen des Iran-Kriegs bis zum Nachmittag weiter gestiegen. Eine Sprecherin des ADAC teilte mit, im bundesweiten Vergleich lag der Preis für einen Liter Super E10 um 14.30 Uhr bei 1,849 Euro und damit rund sieben Cent über dem Preis am Freitagnachmittag. Ein Liter Diesel kostete am heutigen Nachmittag 1,824 Euro, das waren rund acht Cent mehr als am Freitagnachmittag um 14.30 Uhr.

ADAC: Benzin- und Dieselpreis heute weiter gestiegen
15:36 Uhr

Bankaktien mit höchsten Verlusten seit US-Zollschock

Nach der Eskalation des Nahost-Konflikts steuern die europäischen Bankaktien auf den größten Tagesverlust seit der Einführung der historisch hohen US-Zölle im April 2025 zu. Der Branchenindex rutschte um 3,5 Prozent ab und gehörte damit zu den größten Verlierern im breit gefassten europäischen Index Stoxx 600.

Besonders stark unter Druck stehen die britischen Institute angesichts ihres umfangreichen Geschäfts im Nahen Osten: HSBC, Barclays und Standard Chartered verbilligten sich an der Börse in London um knapp fünf bis knapp sechs Prozent. Andere Geldhäuser wie die Deutsche Bank, BNP Paribas, Banco Bilbao und die Commerzbank büßen zwischen gut drei und mehr als vier Prozent ein. Auch der europäische Index für die Versicherungsbranche gibt fast zwei Prozent nach. In den USA verlieren Großbanken wie Bank of America und Citigroup im vorbörslichen Handel zwischen rund zwei und drei Prozent.

Bankaktien mit höchsten Verlusten seit US-Zollschock
15:15 Uhr

Starker Franken zwingt SNB zum Handeln

Der durch den Nahostkonflikt anziehende Franken ruft die Schweizerische Nationalbank (SNB) auf den Plan. "Angesichts der internationalen Entwicklung ist unsere Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht", erklärte die Notenbank am Montag. "Wir sind bereit, am Devisenmarkt zu intervenieren, um eine rasche und übermäßige Aufwertung des Frankens abzudämpfen, die die Preisstabilität in der Schweiz gefährdet." Eine solche verbale Intervention hatte die SNB zuletzt 2016 nach dem Votum Großbritanniens für den Austritt aus der Europäischen Union vorgenommen.

Zuvor hatte die Flucht von Anlegern in die als sicher geltende Währung wegen des Nahost-Konflikts den Euro auf 0,9037 Franken fallen lassen. Das ist der niedrigste Stand seit dem sogenannten Frankenschock im Januar 2015. Analysten erwarten, dass die SNB nun Franken verkaufen wird, um die Aufwertung der Währung zu verlangsamen, den Leitzins von aktuell null Prozent jedoch nicht antasten wird.

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(Foto: imago/Eibner)
Starker Franken zwingt SNB zum Handeln
14:50 Uhr

Pharma-Aktie schießt nach oben

Die Aktie von Xeris Biopharma hat zugelegt, nachdem das Unternehmen eine Jahresumsatzprognose veröffentlichte, die über den Erwartungen der Analysten lag. Die Aktie sprang im vorbörslichen Handel um 8,5 Prozent auf 6,64 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bis zum Börsenschluss am Freitag 22 Prozent an Wert verloren.

Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 11,1 Millionen Dollar, was sechs Cent je Aktie entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 5,11 Millionen Dollar beziehungsweise drei Cent je Aktie zu Buche gestanden. Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 375 Millionen bis 390 Millionen Dollar. Analysten rechnen für 2026 mit einem Umsatz von 368 Millionen Dollar.

Pharma-Aktie schießt nach oben
14:36 Uhr

Risikoprämien ziehen deutlich an

Die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen sind nach dem Anstieg am Freitag zum Start in die Woche nochmals deutlich nach oben gegangen. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe: Zum einen der Angriff der USA und Israels auf den Iran, dieser war mit dem Anstieg am Freitag allenfalls zum Teil eingepreist. Die steigenden Preise für Öl und Fracht dürften die Margen der Unternehmen belasten, wie auch die Zurückhaltung der Konsumenten. Maßgeblich wird sein, wie lange der Konflikt im Nahen Osten anhält und wie weit er sich regional ausbreitet.

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(Foto: imago/McPHOTO)

Zum anderen treibt aber auch die Entwicklung am US-Kreditmarkt die Risikoprämien. Der KBW Nasdaq Bank Index war am Freitag um mehr als fünf Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember gefallen. Betroffen waren sowohl Regional- als auch Großbanken. Parallel dazu weiteten sich die Kreditaufschläge im "Investment Grade"-Segment deutlicher aus, was auf eine Verschärfung der Finanzierungsbedingungen hinweist.

Risikoprämien ziehen deutlich an
14:18 Uhr

Bitcoin steigt

Bitcoin legt zwar zu, bleibt aber schwach, da die geopolitische Unsicherheit die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen begrenzt. Die Kryptowährung habe am Wochenende, als die meisten Märkte geschlossen waren, als Barometer für die Risikostimmung gedient und sei zunächst gefallen, nachdem die USA und Israel Militärschläge mit dem Iran ausgetauscht hätten, schreiben die Analysten der Deutschen Bank in einem Kommentar. Einige Berichte hätten jedoch die Hoffnung auf ein Ende des Konflikts geweckt, fügen sie hinzu. Präsident Trump habe der "New York Times" gesagt, er sei offen für eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, während das WSJ berichtet habe, dass der iranische Sicherheitschef Ali Larijani einen neuen Vorstoß zur Wiederaufnahme der Atomgespräche mit Washington unternommen habe. Bitcoin steigt um 0,7 Prozent auf 66.024 US-Dollar, bleibt aber fast 50 Prozent unter seinem im Oktober erreichten Hoch von 126.223 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Bitcoin steigt
13:50 Uhr

Fast 600 Punkte weg: Dax bekommt nun Prügel

Vor Beginn des Handels an der Wall Street hat der deutsche Aktienmarkt seine Verluste ausgebaut. Der Dax verlor nunmehr 2,4 Prozent oder fast 600 Punkte auf 24.688 Zähler. MDax, SDax und TecDax büßten 1,6 bis 2,3 Prozent ein. Der EuroStoxx50 gab um 2,0 Prozent auf 6018 Stellen nach.

Fast 600 Punkte weg: Dax bekommt nun Prügel
13:37 Uhr

US-Tech-Aktien fallen - Händler fürchten Inflationsschock

Der technologielastige Nasdaq führt die US-Standardwerte-Indizes vorbörslich ins Minus, da die Anleger das Risiko eines Inflationsschocks infolge des Konflikts im Nahen Osten abwägen, schreibt Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. "Ein anhaltender Ölpreisanstieg könne die Inflationserwartungen und die Anleiherenditen in die Höhe treiben und die Bewertungen von Wachstumsaktien mit langer Laufzeit unter Druck setzen, indem er die Abzinsungssätze anhebe", meint Ozkardeskaya. "Das sei für Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Apple und Alphabet von Bedeutung, deren Multiplikatoren auf künftige Einnahmen und reale Renditen reagierten."

Nvidia fallen vorbörslich um 1,6 Prozent, während Alphabet und Apple um 2,7 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent nachgeben. Die Futures auf den Nasdaq geben um 1,5 Prozent nach.

US-Tech-Aktien fallen - Händler fürchten Inflationsschock
13:13 Uhr

Gold-Rally bringt Schweizer Notenbank Megagewinn

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im Geschäftsjahr 2025 dank einer massiven Aufwertung ihrer Goldreserven einen Gewinn von 26,1 Milliarden Franken erzielt. Der Bewertungsgewinn auf dem Goldbestand belief sich auf 36,3 Milliarden Franken, wie die Notenbank mitteilte. Im Vorjahr hatte der Gewinn jedoch noch 80,7 Milliarden Franken betragen. Belastet wurde das Ergebnis durch Verluste bei den Fremdwährungspositionen. Bund und Kantone erhalten eine Ausschüttung von insgesamt vier Milliarden Franken.

Gold-Rally bringt Schweizer Notenbank Megagewinn
12:55 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt präsentieren sich zum Wochenstart kaum verändert. Weltweit sehen sich die Zentralbanken mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich Wachstums und Inflation konfrontiert, insbesondere im Zusammenhang mit internationalen Handelsbeziehungen und Geopolitik. Die Zinsstrategen der UBS gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen auf absehbare Zeit bei 2,0 Prozent belassen werde, wobei das Prognoserisiko für 2027 eher nach oben gerichtet sei.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,88 - 2,08 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,88 - 2,08 (1,92 - 2,12), 1-Monats-Geld: 1,93 - 2,13 (1,96 - 2,16), 3-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,02 - 2,22), 6-Monats-Geld: 2,15 - 2,30 (2,11 - 2,31), 12-Monats-Geld: 2,06 - 2,18 (2,15 - 2,35), Euribors: 27.02. 26.02. 3 Monate: 2,0130 2,0130, 6 Monate: 2,1280 2,1340, 12 Monate: 2,2220 2,2170

Neues vom Geldmarkt
12:34 Uhr

Vorbörsliche Kurseinbrüche in den USA

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

US-Reiseunternehmen geben vorbörslich nach, da die Anleger auf den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten reagieren. Sowohl United Airlines als auch Delta fallen um rund sechs Prozent, da der Konflikt Flughäfen in der gesamten Region lahmgelegt hat. Der Dubai International Airport und der Zayed-Flughafen in Abu Dhabi wurden beide bei Angriffen getroffen. An beiden wichtigen internationalen Drehkreuzen bleibt der Flugverkehr eingestellt.

Unterdessen brechen die Aktien von Kreuzfahrtunternehmen ein, da die Anleger mit Unterbrechungen im Schiffsverkehr infolge des Konflikts rechnen. Die Futures der Kreuzfahrtunternehmen Carnival Corp und Royal Caribbean Group fallen um 7,2 Prozent beziehungsweise 6,6 Prozent. Die Aktie von Norwegian Cruise Line bricht vorbörslich um sieben Prozent ein.

Vorbörsliche Kurseinbrüche in den USA
12:13 Uhr

Iran-Krieg als Inflationstreiber

Ein länger andauernder Krieg im Nahen Osten könnte die Inflation in der Eurozone um einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntelprozentpunkte dämpfen. Darauf weist Jörg Krämer von der Commerzbank hin. Wenn der Krieg jedoch nur wenige Wochen dauere, werde die Wirtschaft der Eurozone nicht wesentlich beeinträchtigt, meint er. Bislang hat der Preis für Rohöl der Sorte Brent nur moderat auf den Krieg und die faktische Schließung der Straße von Hormus reagiert. Die Märkte schöpfen Hoffnung, dass iranische Vertreter verhandeln wollen könnten, wobei der Ölpreis im asiatischen Handel mit knapp über 80 US-Dollar seinen Höchststand erreicht habe, erklärt Krämer. Ein längerer Krieg könne die Ölpreise in Richtung 100 US-Dollar pro Barrel treiben, was etwa 40 Prozent höher als Mitte Februar sei, so Krämer.

Iran-Krieg als Inflationstreiber
11:55 Uhr

Dax verliert Hunderte Punkte - Euro weicher - Ölpreise steigen stark

Update von der Frankfurter Börse: Dort haben sich die Kurse mittlerweile auf niedrigerem Niveau eingependelt. Der Dax fiel am Mittag um 1,7 Prozent oder rund 450 Punkte auf 24.861 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 1,8 Prozent auf 6026 Stellen ab. Der Euro lag 0,6 Prozent leichter bei 1,1738 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um 7,3 beziehungsweise 7,0 Prozent.

Dax verliert Hunderte Punkte - Euro weicher - Ölpreise steigen stark
11:31 Uhr

Reiseaktien tiefrot

Die Eskalation im Nahen Osten lässt Aktien aus der Reisebranche einbrechen. Der Touristikkonzern TUI büßt 8,6 Prozent ein. Lufthansa-Aktien rutschen um 6,7 Prozent ab. Wegen des Konflikts im Nahen Osten ist der Ölpreis nach oben geschossen. Lufthansa hat bis zum 8. März zahlreiche Flüge in die Region gestrichen; auch Reiseveranstalter haben Angebote in der Region abgesagt.

Reiseaktien tiefrot
11:16 Uhr

Anleiherenditen im Euroraum steigen - Iran-Krieg schürt Inflationssorgen

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone sind zusammen mit denen von US-Staatsanleihen gestiegen. Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten hat die Ölpreise in die Höhe getrieben und damit Inflationssorgen geschürt. Der Renditeanstieg hält sich jedoch in Grenzen, da die Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran auch die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbeln.

"Bislang reagieren die Märkte relativ geordnet auf die Eskalation im Nahen Osten", schreibt Rainer Guntermann von der Commerzbank in einer Research Note. Allerdings dürfte die Risikoaversion zunehmen, während die stark steigenden Ölpreise nur begrenzte Auswirkungen auf Bundesanleihen haben dürften, so Guntermann. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe steigt laut Tradeweb um 1,5 Basispunkte auf 2,665 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe legt um einen Basispunkt auf 3,970 Prozent zu.

Anleiherenditen im Euroraum steigen - Iran-Krieg schürt Inflationssorgen
11:01 Uhr

Börsen zwischen Zollchaos und KI-Hype

Das Zollchaos in den USA hält die globale Wirtschaft weiter in Atem. Die Börsen scheint das allerdings bislang weitestgehend kalt zu lassen. Woher kommt diese Widerstandskraft und wie lange kann sich diese Zuversicht noch halten? Auch die Techbranche ist im Umbruch. Nach der ersten Euphorie scheint sich der KI-Hype nun einem Realitätscheck stellen zu müssen. Wie wird das die Techbranche verändern, wer wird langfristig zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehören? Über mögliche Strategien für Anleger diskutiert Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley und Andreas Woelfl von Imaps.

Börsen zwischen Zollchaos und KI-Hype
10:40 Uhr

Europäische Gaspreise schnellen in die Höhe

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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

Die Erdgaspreise in Europa sind im Zuge des Angriffs auf den Iran um rund 25 Prozent gestiegen. Nach Aussage von Marktbeobachter ist der Kontinent gegenüber dem Konflikt mit dem Iran hochgradig anfällig. Die Invasion in der Ukraine hatte Europa zu einer aggressiven Abkehr von russischer Energie gezwungen. Inzwischen stammt ein erheblicher Teil des europäischen Flüssigerdgases (LNG) aus Katar und wird durch die Straße von Hormus transportiert - ein maritimes Nadelöhr, an dem der kommerzielle Verkehr nahezu zum Erliegen gekommen ist. Europa ist dabei besonders exponiert. Die winterliche Heizperiode hat die regionalen Gasvorräte erschöpft, weshalb Europa große Mengen an LNG importieren muss, um seine Reserven wieder aufzubauen.

Europäische Gaspreise schnellen in die Höhe
10:26 Uhr

Deutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex signalisiert Steigerung

Die Aktivität in der deutschen Industrie ist im Februar stärker als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg in zweiter Veröffentlichung auf 50,9 von 49,1 Punkten im Januar. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 50,7 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

Der Einkaufsmanagerindex landete damit zum ersten Mal seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder in der Wachstumszone, maßgeblich angetrieben von einem stärkeren Anstieg sowohl bei der Produktion als auch den Neuaufträgen. Auch die langsameren Rückgänge bei der Beschäftigung und den Vormateriallagern hatten einen positiven Einfluss. Beim Geschäftsausblick setzte sich der Aufwärtstrend fort, sodass dieser den höchsten Stand seit Februar 2022 erreichte.

Deutscher Industrie-Einkaufsmanagerindex signalisiert Steigerung
10:05 Uhr

Benzin und Diesel so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr

Die Eskalation im Nahen Osten treibt auch die Preise an deutschen Tankstellen. Bisher fällt der Ausschlag aber vergleichsweise gering aus, wie Zahlen des ADAC zeigen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter Super E10 1,6 Cent mehr als am Freitag, dem letzten Tag vor den Angriffen. Diesel verteuerte sich um 1,3 Cent. Aussagen zum Montag sind angesichts der im Tagesverlauf stark schwankenden Spritpreise bisher noch kaum aussagekräftig. Die Tagesdurchschnitte von 1,794 Euro pro Liter E10 und 1,759 Euro pro Liter Diesel sind die höchsten Werte seit fast zwei Jahren. E10 war zuletzt Ende Mai 2024 teurer, Diesel zuletzt Anfang April 2024.

Der bisherige Anstieg bei den Spritpreisen fiel dabei deutlich schwächer aus als bei Rohöl oder Heizöl, die jeweils deutlich zulegten. Dazu könnte beigetragen haben, dass der Spritpreis zuletzt nach damaliger Einschätzung des ADAC im Vergleich zu Ölpreis und Dollarkurs bereits verhältnismäßig hoch war. Dennoch sei zu befürchten, dass die Preise noch weiter steigen würden, sagte ein Sprecher aktuell.

Benzin und Diesel so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr
09:56 Uhr

Kursverluste auch in London und Paris - Dax stabilisiert

Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die Aktienkurse an wichtigen Börsen in Europa in den ersten Handelsminuten kräftig gefallen. Nicht nur der Dax blutet, sondern auch die Börsen in Paris und London rauschten runter. Der französische Leitindex CAC-40 fiel um 1,8 Prozent, der britische FTSE-100 sackte um 0,8 Prozent ab.

Der Dax hat sich mittlerweile etwas beruhigt und Verluste abbauen können. Der deutsche Leitindex notierte "nur" noch 1,8 Prozent tiefer bei 24.819 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 2,2 Prozent auf 6003 Stellen.

Kursverluste auch in London und Paris - Dax stabilisiert
09:52 Uhr

Dollar steigt auf Mehrwochenhoch

Der Dollar steigt gegenüber einem Währungskorb auf ein Fünfwochenhoch, da der Konflikt im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbelt. Präsident Trump und Israel haben am Wochenende Angriffe auf den Iran gestartet, bei denen eine große Anzahl der führenden iranischen Politiker, darunter der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei, getötet wurden. Der Iran hat Vergeltungsschläge im gesamten Nahen Osten gestartet. Obwohl der Konflikt viele unvorbereitet getroffen haben dürfte, könnten die unmittelbaren Auswirkungen relativ begrenzt sein, da diese Risikoprämie bereits teilweise in die Märkte eingepreist gewesen sei und der Angriff bei geschlossenen Märkten stattgefunden habe, erklärt Matthew Ryan von Ebury. "Dennoch dürfte der risikoscheue Handel vorerst dominieren."

Dollar steigt auf Mehrwochenhoch
09:31 Uhr

"Gradmesser der Angst": Goldpreis zieht spürbar an

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Der Goldpreis zieht wieder an. (Foto: picture alliance / dpa)

Für den Goldpreis als "sicheren Hafen" geht es mit den Angriffen auf den Iran nach oben. "Gold bleibt der deutlichste Gradmesser für die Angst der Anleger", erklärt Josh Gilbert von eToro. Das Edelmetall sei über 5400 US-Dollar je Unze gestiegen und habe seit Jahresbeginn um rund 22 Prozent zugelegt, was seine Rolle als bevorzugter sicherer Hafen bei eskalierenden geopolitischen Risiken unterstreicht, so der Marktanalyst.

"Gradmesser der Angst": Goldpreis zieht spürbar an
09:14 Uhr

Dax büßt mehr als zwei Prozent ein

Mit spürbaren Abschlägen startet der Dax in den heutigen Handel zum Wochenstart. Der deutsche Börsenleitindex, der mit 25.284 Punkten ins Wochenende gegangen war, notiert aktuell im Bereich von 24.670 Zählern etwa 2,4 Prozent leichter.

ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist auf die Eskalation im Nahen Osten, wo die USA und Israel den Iran angegriffen haben. Der Iran reagierte und attackierte seinerseits US-Stützpunkte etwa in Kuwait und Katar. Die Ölpreise schossen zeitweise um bis zu 15 Prozent nach oben, kamen im Anschluss aber wieder zurück und notieren nun im Bereich eines Aufschlags von 7 Prozent. "Die Aktienmärkte sind unter Druck, aber nicht so stark wie vielleicht zunächst befürchtet", so Wohlfeil. "Die Leitindizes in Tokio und Hongkong büßen zwischen ein und zwei Prozent ein."

Dax büßt mehr als zwei Prozent ein
08:59 Uhr

Iran verhandlungsbereit – Asien-Anleger auf der Hut

Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sorgen zu Wochenbeginn für teils kräftige Abgaben an den ostasiatischen Aktienmärkten. Im Gegenzug legen die Ölpreise stark zu und die Anleger schichten verstärkt in "sichere Häfen" wie Gold um. Die deutlichsten Abgaben verzeichnen die Börsen in Hongkong und Tokio, wo es für den Hang-Seng-Index und den Nikkei um jeweils 1,6 Prozent abwärts geht. In Hongkong belasten zusätzlich Abgaben bei den Technologie-Werten.

Der Iran möchte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen, nur einen Tag nach der Tötung des islamistischen Regime-Führers Ayatollah Ali Khamenei. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden, also werde ich mit ihnen sprechen", sagte Trump dem US-Politikmagazin The Atlantic. Trump nannte aber keinen Zeitplan für Gespräche, gab allerdings an, dass einige der iranischen Offiziellen, die zuvor an Gesprächen mit den USA beteiligt waren, nun tot sind.

Besonders deutlich fällt die Reaktion auf die Angriffe gegen den Iran am Ölmarkt aus. Die Preise für Brent und WTI legen um jeweils 6,2 Prozent zu. In der Spitze waren es auch schon knapp 10 Prozent. Die Ölpreise könnten kurzfristig weiter steigen, so Norbert Rucker von Julius Bär. Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft hingen vom Öl- und Gasfluss durch die Straße von Hormus ab, so der Leiter für Volkswirtschaft und Next Generation Research. "In den kommenden Wochen ist unser Basisszenario das übliche Muster eines kurzlebigen, aber diesmal intensiveren Öl- und Gaspreisanstiegs", so Rucker.

Der Shanghai Composite zeigt sich wenig verändert. Die Angriffe der USA und Israel auf den Iran könnten für China "ein größeres Problem" darstellen als die US-Operationen in Venezuela, so die Natixis-Ökonomin Alicia Garcia Herrero. Das Risiko für Chinas Energiesicherheit sei erheblich größer, da China mehr Öl aus dem Iran als aus Venezuela importiere, merkt sie an. Zudem habe der Iran verbilligtes Rohöl geliefert, das die US-Sanktionen umgehe.

Iran verhandlungsbereit – Asien-Anleger auf der Hut
08:32 Uhr

Deutsche Telekom will KI-Assistenten starten

Ob Live-Übersetzung, Fahrplan-Infos oder Gesprächszusammenfassungen nach dem Auflegen: Bei Telefonaten im Handynetz der Deutschen Telekom sollen die Gesprächsteilnehmer künftig auf eine Künstliche Intelligenz zurückgreifen können. Der Bonner Konzern kündigte zum Auftakt der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona an, noch in diesem Jahr eine entsprechende Assistenzfunktion in sein Netz zu integrieren. "Es geht zeitnah los", sagt Telekom-Technikvorstand Abdu Mudesir. Ob der "Magenta AI Call Assistant" etwas kostet, ist noch offen.

Die KI soll im Telefonat auf Abruf als Stimme präsent sein, sie wird mit "Hey Magenta" aktiviert. Es geht um das Handynetz der Telekom, nicht um das Festnetz. Die Funktion ist auch nutzbar, wenn ein Telekom-Kunde bei einem O2- oder Vodafone-Kunden anruft. Die Telekom ist nach eigenen Angaben der erste Telekommunikationskonzern weltweit, der KI-Dienste in sein Netz integriert.

Deutsche Telekom will KI-Assistenten starten
08:17 Uhr

Panik oder geordneter Abverkauf?

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsbeginn in Europa im Minus erwartet. So wird der Dax bei 24.900 Punkten gesehen nach einem Schluss am Freitag bei 25.284 Zählern. "Wir erwarten zum Wochenstart einen geordneten Abverkauf, allerdings keine Panik", sagt ein Marktteilnehmer am Morgen. Anleihen als sichere Häfen werden am Morgen leicht höher gehandelt, während der Wechselkurs Euro zum Dollar auf den am Wochenende durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gestarteten Krieg kaum reagiert und bei knapp 1,18 umgesetzt wird. Am stärksten reagiert Öl, das am Morgen 6,5 Prozent höher handelt.

Am Aktienmarkt in Europa dürfte es deutlich nach unten gehen, vor allem mit zyklischen Branchen und Sektoren, die von der Veränderung der Energiepreise am stärksten beeinflusst sind, wie Fluglinien oder auch Chemie. Auf der anderen Seite dürfte Rüstung besser als der Gesamtmarkt laufen, aber auch Grundstoffe dürften von Investoren nun höher gewichtet werden.

Die Volatilität, und damit die Prämien am Terminmarkt, dürften nochmals deutlicher nach oben schießen, obwohl sich am Freitagnachmittag der Kriegsbeginn im Nahen Osten bereits abzeichnete. Dies dürfte übergeordnet für Abgabedruck sorgen. "Es bleibt abzuwarten, wann erste Käufer an den Markt kommen", so ein Händler am Morgen. Denn teils werde davon ausgegangen, dass der Krieg im Nahen Osten bereits schnell an Schrecken verlieren und es zu keinem Flächenbrand in der Region kommen werde.

Panik oder geordneter Abverkauf?
07:58 Uhr

Iranische Angriffe haben Folgen für Seehandel

Die iranischen Angriffe haben bereits spürbare Folgen für den Seehandel. Die dänische Reederei Maersk kündigte an, Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas umzuleiten. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und Gastanker, lagen Schiffsdaten zufolge vor der Meerenge vor Anker. Das japanische Handelshaus Itochu teilte mit, es gebe bereits "einige Auswirkungen" auf seine Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus der Golfregion.

Mit den iranischen Vergeltungsmaßnahmen, die sich nun zu Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus entwickeln, ist die Bedrohung für die Ölversorgung erheblich gestiegen", so ANZ-Analyst Daniel Hynes. Die Experten der Citigroup erwarten, dass der Brent-Preis in dieser Woche zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Das Ölkartell OPEC+ hatte am Sonntag eine geringfügige Fördererhöhung beschlossen. Die Nutzung zusätzlicher Kapazitäten sei jedoch "stark eingeschränkt, wenn wichtige Wasserstraßen unpassierbar gemacht werden", sagte RBC-Capital-Analystin Helima Croft. Die Internationale Energieagentur (IEA) teilte mit, sie beobachte die Lage, um im Notfall strategische Ölreserven freigeben zu können.

Iranische Angriffe haben Folgen für Seehandel
07:41 Uhr

Reiche mahnt zur Gelassenheit

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mahnt mit Blick auf die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas zur Gelassenheit. Bezogen auf Flüssiggas würden "keine signifikanten Mengen" über die Straße von Hormus nach Deutschland importiert, sagte die CDU-Politikerin. Gas beziehe Deutschland vor allem über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. "Es kann zu Preissteigerungen kommen", schloss Reiche für Deutschland jedoch nicht aus.

Auslöser der jüngsten Eskalation in Nahost ist der Tod des obersten geistlichen Führers des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, am Samstag. Israel hatte daraufhin am Sonntag eine neue Angriffswelle auf Teheran gestartet, worauf der Iran mit weiteren Raketenangriffen reagierte.

Reiche mahnt zur Gelassenheit
07:24 Uhr

Ölpreisschock schickt Kurse in Tokio auf Talfahrt

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten belastet die asiatischen Börsen. Anleger flüchten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,4 Prozent niedriger bei 3881,71 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert.

Besonders die Börse in Japan leidet unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den größten Verlierern zählen daher die Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest und Tokyo Electron mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt sind hingegen Energieaktien. So sprangen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex um sieben Prozent in die Höhe. "Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung (...) ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus", sagt Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.

Gegen den Trend halten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verweisen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC und PetroChina sowie bei Rüstungsfirmen gleichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China aus. In Hongkong hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, geht es bergab.

Ölpreisschock schickt Kurse in Tokio auf Talfahrt
07:05 Uhr

Dollar als sicherer Hafen gesucht

Am Devisenmarkt ist der Dollar als sicherer Hafen gefragt. Die US-Währung profitiert davon, dass die USA ein Netto-Energieexporteur sind. Der Dollar gewinnt 0,2 Prozent auf 156,26 Yen und legt 0,2 Prozent auf 6,8691 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7679 Franken vor. Parallel dazu fält der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1791 Dollar und gibt um 0,4 Prozent auf 0,9055 Franken nach.

Dollar als sicherer Hafen gesucht
06:52 Uhr

Nahost-Krieg lässt Asiens Airline-Kurse abstürzen

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat die Aktienkurse asiatischer Fluggesellschaften einbrechen lassen. Die Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines gaben um mehr als fünf Prozent nach. Auslöser waren die großangelegten Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Wochenende. Die Ölpreise stiegen infolgedessen um sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten. Die Aktien von Qantas fielen zeitweise um 10,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Auch die Papiere anderer asiatischer Fluggesellschaften wie ANA Holdings, der chinesischen Airlines Air China, China Southern und China Eastern sowie der malaysischen AirAsia X verloren mindestens vier Prozent.

Wichtige Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai und Doha blieben den dritten Tag in Folge geschlossen. Dies führte weltweit zu erheblichen Störungen im Flugverkehr. Cathay Pacific strich bis auf Weiteres alle Flüge in den Nahen Osten. Singapore Airlines sagte Flüge von und nach Dubai bis zum 7. März ab, während Japan Airlines seine Verbindungen zwischen Tokio und Doha vorerst aussetzte.

Nahost-Krieg lässt Asiens Airline-Kurse abstürzen
06:33 Uhr

Japans Industrie wächst so stark wie seit Jahren nicht

Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich einer Umfrage aus dem Privatsektor zufolge im Februar so stark aufgehellt wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg auf 53,0 Punkte von 51,5 Zählern im Januar, wie das Institut zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Mai 2022. Werte von über 50,0 Punkten signalisieren Wachstum, während Werte darunter auf ein Schrumpfen hindeuten.

Angetrieben wurde die Entwicklung von einer robusten Nachfrage. Die Produktion, die Neuaufträge und die Beschäftigung legten so stark zu wie seit Januar 2022 nicht mehr. Das Neugeschäft im Export wuchs so schnell wie seit Juni 2021 nicht mehr, wobei eine stärkere Nachfrage aus Europa und Asien verzeichnet wurde.

Japans Industrie wächst so stark wie seit Jahren nicht
06:18 Uhr

Ölpreise schießen nach oben

Die Ölpreise sind nach Angriffen auf Tanker im Nahen Osten um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA, die den Öltransport in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, den höchsten Stand seit Januar 2025. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg zeitweise auf 75,33 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit Juni 2025.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen. Zudem erklärte der Iran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sei gesperrt. Bei den Angriffen wurden Reedereikreisen und Behördenvertretern zufolge mindestens drei Tanker beschädigt und ein Seemann getötet. Konkret wurde nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia der Öltanker "MKD VYOM" vor der Küste Omans beschossen, wobei ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.

Ölpreise schießen nach oben
06:00 Uhr

Krieg, Trump, Klage: Anleger vor turbulenter Woche

Ein neues Dax-Allzeithoch hat in der Luft gelegen: Am Freitag fehlten dazu nur knapp 100 Punkte. Doch nun scheint der Rekordstand von 25.507,79 Zählern erst einmal weit weg. Bereits zum vergangenen Wochenschluss, der deutsche Börsenleitindex verabschiedete sich mit 25.284 Stellen ins Wochenende, hatte das Börsenbarometer wieder an Schwung verloren. Nach den Angriffen der israelischen und US-Luftstreitkräfte auf die Führung des Iran und den anschließenden Reaktionen des Teheraner Regimes erscheint ein Dax-Angriff auf das Allzeithoch erst einmal illusorisch.

Wie wird die Reaktion der Märkte auf den Krieg gegen den Iran ausfallen? Das wird die Anleger heute beschäftigen. Daneben lohnt sich aber auch ein Blick auf zwei weitere Termine: So bricht wenige Tage nach seiner China-Reise Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Besuch bei US-Präsident Donald Trump auf. Im Mittelpunkt der Gespräche in Washington dürften die von Trump angekündigten neuen Zölle und deren Auswirkungen stehen. Die Bundesregierung setzt allerdings auf eine mit den EU-Partnern abgestimmte Reaktion. Trump hatte die neuen Zölle als Antwort auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA angekündigt, der einen Großteil der 2025 verhängten Einfuhrgebühren gekippt hatte. Die EU hatte daraufhin die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA auf Eis gelegt.

Auf Unternehmensseite rückt zudem der Automobilsektor in den Fokus. Der Grund: Der Bundesgerichtshof verhandelt über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Automobilhersteller BMW und Mercedes-Benz. Die Umweltorganisation will gerichtlich durchsetzen, dass die beiden Konzerne nach 2030 keine Pkw mit Verbrennungsmotoren mehr verkaufen dürfen. Das OLG München und das OLG Stuttgart hatten die Klagen abgewiesen und die Revision zunächst nicht zugelassen. Der BGH hat die Fälle nach einer Nichtzulassungsbeschwerde der DUH an sich gezogen und die Revisionen zugelassen. Ein Urteil am selben Tag gilt als unwahrscheinlich.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Krieg, Trump, Klage: Anleger vor turbulenter Woche