Der Börsen-Tag
26. August 2024
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

"Mini-Crash ist ausgebügelt" - DAX stoppt Vormarsch

Nach den Gewinnen der vergangenen Tage ist es heute an der Frankfurter Börse ruhiger zugegangen. Die Umsätze litten dabei einerseits unter dem Bankfeiertag in London, dort blieben die Märkte geschlossen. Daneben warteten die Marktteilnehmer offensichtlich ab, ob die Rally nun weitergeht, nachdem die Indizes die Allzeithochs nun fast wieder erreicht haben. Der schwächere Ifo-Geschäftsklima-Index tangierte den DAX kaum.

Der DAX fiel um 0,1 Prozent und ging mit 18.617 Punkten aus dem Xetra-Handel. Der EUROSTOXX50 gab um 0,2 Prozent auf 4898 Zähler nach.

"Der Mini-Crash der ersten August-Tage ist nun ausgebügelt", so ein Marktteilnehmer. Da war der DAX innerhalb von nur drei Tagen von gut 18.500 auf fast 17.000 Punkte gefallen, vor allem wegen aufgelöster Carry-Trades aufgrund eines kräftigen Anstiegs des japanischen Yen. Nun ist der DAX wieder an das Niveau von Ende Juli zurückgekehrt. Das liegt vor allem an der verfestigten Zinssenkungsfantasie: "Der September dürfte der Monat der Zinssenkungen werden", so Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Brokerhaus Robomarkets.

Gefragt bei den Einzelwerten waren unter anderem Borussia Dortmund. Die im SDAX notierten Papiere der Westfalen rückten nach dem 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zum Auftakt der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga um 2,8 Prozent vor.

Angesichts der Aussicht auf fallende Zinsen griffen Investoren erneut auch bei konjunkturempfindlichen Werten zu. Die Titel von Immobilienkonzernen wie Vonovia, Deutsche Wohnen und LEG Immobilien gewannen zwischen 1,8 und 3,7 Prozent. Damit weiteten sie ihre Gewinne vom Freitag aus.

An der Börse in Zürich sorgte der Solar-Konzern Meyer Burger für Gesprächsstoff. Die Aktie brach zeitweise um bis zu 55,5 Prozent auf ein frisches Allzeittief von 1,82 Franken ein. Am Ende blieb ein Minus von mehr als 45 Prozent.

"Mini-Crash ist ausgebügelt" - DAX stoppt Vormarsch
17:20 Uhr

Uniper testet Wasserstoffspeicher in Ostfriesland

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(Foto: dpa)

Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper nimmt demnächst einen unterirdischen Testspeicher für Wasserstoff im ostfriesischen Krummhörn in Betrieb. Etwa zwei Jahre lang soll dort unter anderem geprüft werden, wie Materialien und Technik mit dem Gas zurechtkommen. Auch die Einspeicherung von Wasserstoff unter realen Bedingungen wird erprobt.

CO2-neutral erzeugter Wasserstoff soll in einem klimaneutralen Wirtschaftssystem eine Schlüsselrolle als Energieträger und Rohstoff für die Industrie spielen. Experten rechnen künftig mit einem großen Bedarf an Wasserstoffspeichern in Deutschland.

Uniper testet Wasserstoffspeicher in Ostfriesland
17:01 Uhr

Kanada verhängt 100 Prozent Einfuhrzoll auf chinesische Elektroautos

Kanada
(Foto: REUTERS)

Die kanadische Regierung hat Importzölle von 100 Prozent auf chinesische Elektrofahrzeuge angekündigt. Außerdem gab Premierminister Justin Trudeau Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium aus der Volksrepublik bekannt. "Akteure wie China haben sich dazu entschieden, sich auf dem globalen Markt einen unfairen Vorteil zu verschaffen", sagte er.

Der Schritt Kanadas erfolgt Wochen, nachdem die USA und die EU höhere Einfuhrzölle auf chinesische Elektrofahrzeuge angekündigt hatten.

Kanada verhängt 100 Prozent Einfuhrzoll auf chinesische Elektroautos
16:41 Uhr

Die Märkte nach Jackson Hole: Rally oder Rücksetzer?

Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank hat dem Aktienmarkt erneut einen Schub nach oben verschafft. Aber hohe Kurse bergen auch erhöhtes Rückschlagpotenzial. Wie es weitergehen kann und wie Anleger ihr Depot absichern können, darüber spricht Raimund Brichta mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Die Märkte nach Jackson Hole: Rally oder Rücksetzer?
16:17 Uhr

Ölpreise schnellen weiter hoch - IG Markets: Libyen stoppt Produktion

Die Volatilität im Öl bleibt hoch. Brent steigt um drei Prozent auf 81,32 Dollar je Barrel. In der vergangenen Woche hatte es zeitweise nur gut 75 Dollar gekostet. WTI verteuert sich sogar um 3,6 Prozent auf 77,50 Dollar.

"Das Auf- und Ab geht weiter", hieß es bei IG Markets. Diesmal seien Ölhändler wegen der Situation in Libyen besorgt. Dort seien die Produktion und der Export gestoppt worden. Grund seien die Spannungen zwischen den beiden rivalisierenden Regierungen.

Ölpreise schnellen weiter hoch - IG Markets: Libyen stoppt Produktion
16:04 Uhr

Wall Street startet mit leichten Gewinnen

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(Foto: AP)

Mit leichten Gewinnen zeigt sich zu Wochenbeginn die Wall Street. Damit werden die kräftigen Gewinne vom Freitag, nach den taubenhaften Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell, behauptet. Der Dow-Jones-Index gewinnt im frühen Handel 0,2 Prozent auf 41.270 Punkte. Für den S&P-500 geht es ebenfalls um 0,2 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite zeigt sich kaum verändert.

Bei den Einzelwerten gewinnt die Aktie von Regeneron Pharmaceuticals 0,1 Prozent. Der US-Pharmakonzern hat von der Europäischen Kommission die Zulassung von Ordspono für bestimmte Patienten mit den beiden häufigsten Subtypen von Non-Hodgkin-Lymphomen erhalten. Die europäische Zulassung sei die weltweit erste für Ordspono und seine bispezifische Antikörperplattform, so Regeneron Pharmaceuticals.

Wall Street startet mit leichten Gewinnen
15:54 Uhr

Meyer-Burger-Aktie kollabiert

Einen regelrechten Absturz erlebt heute die Aktie von Meyer Burger, ihr Kurs fiel am Nachmittag um 41,8 Prozent. Zuvor hatte das Papier sogar mehr als 50 Prozent verloren.

Für den Crash der Aktie sorgt die eigene Mitteilung, dass der Solarzellen-Hersteller den Aufbau einer Fabrik in Colorado abbricht, da sie nicht finanzierbar sein soll. Stattdessen wolle man sich auf das Werk in Arizona und auch wieder das deutsche Werk in Thalheim konzentrieren. Daher warnt Meyer Burger, dass mittelfristig eine noch geringere Profitabilität erwartet werde.

Meyer-Burger-Aktie kollabiert
15:32 Uhr

Temu-Mutter mit Mega-Gewinnsteigerung

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463276903 (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Der chinesische Mutterkonzern der Billigshopping-Plattform Temu hat im zweiten Quartal eine Gewinnsteigerung um 144 Prozent verzeichnet. Die PDD Holding mit Sitz in Shanghai meldete einen Nettoquartalsgewinn von 32 Milliarden Yuan (rund vier Milliarden Euro). Den Umsatz konnte der Konzern demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 86 Prozent auf 97 Milliarden Yuan steigern.

Zu PDD gehört der Versandhändler Pinduoduo, der in China äußerst erfolgreich ist. Temu ist das außerhalb von China aktive Pendant. Der Gründer von PDD, Colin Huang, ein ehemaliger Angestellter von Google in China, ist mittlerweile der reichste Mann des Landes.

Temu-Mutter mit Mega-Gewinnsteigerung
15:13 Uhr

IBM schließt F&E-Aktivitäten in China

Der US-Technologiekonzern IBM zieht seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) aus China ab. Man wolle seine F&E-Aktivitäten in mehreren Regionen konzentrieren, sagte Vice President Jack Hergenrother laut Mitarbeitern in einem virtuellen Briefing. Mehr als 1000 Mitarbeiter seien von dieser Maßnahme betroffen. Die F&E-Aktivitäten in China würden auf andere Standorte verlagert. Laut Mitarbeitern werden Ingenieure und Forscher an Standorten außerhalb Chinas wie Bangladore in Indien eingestellt.

Geopolitische Spannungen zwischen den USA und China haben viele multinationale Konzerne dazu veranlasst, ihre Aktivitäten in China zu überprüfen.

IBM schließt F&E-Aktivitäten in China
14:50 Uhr

US-Aufträge für langlebige Güter deutlich über Prognosen

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im Juli überraschend stark gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 9,9 Prozent. Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg von 4,0 Prozent gerechnet. Der Rückgang im Vormonat wurde auf 6,9 (vorläufig: 6,7) Prozent nach unten revidiert.

Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde ein Minus von 0,2 Prozent gemeldet. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs ergab sich eine Zunahme um 10,4 Prozent. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, sanken um 0,1 Prozent.

US-Aufträge für langlebige Güter deutlich über Prognosen
14:25 Uhr

Am Geldmarkt ist "längeres Ende" etwas unter Druck

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Die längeren Termine am europäischen Geldmarkt geraten zu Wochenbeginn etwas unter Druck. Damit preisen sie die erwarteten Zinssenkungen ein, heißt es am Markt. Nachdem US-Notenbankschef Jerome Powell am Freitag die Abschwächung am Arbeitsmarkt thematisiert hat, verfestigt sich die Zinssenkungserwartung: "Der September dürfte der Monat der Zinssenkungen werden", so Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Brokerhaus Robomarkets. Am Markt wird in den USA nun eine Zinssenkung von 25 Basispunkten im September sowie eine Senkung um 50 Basispunkte kurz nach der US-Wahl im November eingepreist.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,64 - 3,84 (3,64 - 3,84), Wochengeld: 3,64 - 3,84 (3,64 - 3,84), 1-Monats-Geld: 3,64 - 3,88 (3,64 - 3,88), 3-Monats-Geld: 3,49 - 3,71 (3,49 - 3,71), 6-Monats-Geld: 3,36 - 3,60 (3,38 - 3,62), 12-Monats-Geld: 3,10 - 3,37 (3,13 - 3,40), Euribors: 3 Monate: 3,5230 (3,5250), 6 Monate: 3,4010 (3,3820), 12 Monate: 3,1160 (3,1020)

Am Geldmarkt ist "längeres Ende" etwas unter Druck
14:02 Uhr

Deutscher Maschinenbauverband sieht Trump als großes Risiko

Ein Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen mit anvisierten generellen Einfuhrzöllen hat nach Ansicht des Verbands der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) ein "enormes Risiko-Potenzial" für den europäischen Maschinenbau und würde Produktionsverlagerungen in die USA verstärken. Laut einer Umfrage unter VDMA-Mitgliedsunternehmen in den USA stellt ein denkbarer genereller Zoll von zehn Prozent auf alle Importe weltweit das größte Risiko-Potenzial für europäische Unternehmen mit US-Geschäft dar.

Deutscher Maschinenbauverband sieht Trump als großes Risiko
13:38 Uhr

Wie geht es nach dem Börsenbeben weiter?

Wie ist die Lage drei Wochen nach dem Börsenbeben? Die Nervosität hat sich gelegt, aber wie groß ist die Gefahr, dass die Märkte erneut korrigieren? Wie sich die kommenden Monate auch im Hinblick auf die Zinspolitik der Notenbanken und die im November anstehende US-Präsidentschaftswahl entwickeln könnten und wie mögliche Anlage-Strategien aussehen, darüber diskutiert Raimund Brichta mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Samir Boyardan von Heavytraderz.

Wie geht es nach dem Börsenbeben weiter?
13:13 Uhr

Ölpreise gehen kräftig hoch

Mit den Ölpreisen ist es am frühen Nachmittag kräftig nach oben gegangen. Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerten sich um je 2,5 Prozent. Bereits zuvor hatte die Aussicht auf fallende Zinsen und Sorgen um die Lage in Nahost die Preise am Ölmarkt in die Höhe getrieben.

Ölpreise gehen kräftig hoch
13:01 Uhr

Vonovia führt DAX an - Immobilienwerte dank Powell gesucht

Vonovia haben ihre Gewinne bis auf 2,1 Prozent ausgebaut und waren damit bisheriger DAX-Gewinner. Zum einen stützen hier positive Nachrichten zum Verkauf der Pflegeheime, zum anderen profitiert die Branche generell von der Aussicht auf Zinssenkungen. US-Notenbank-Chef Powell hatte am Freitag die Hoffnungen des Marktes bestärkt, dass im September eine Zinssenkung erfolgen wird.

Auch andere Branchenwerte waren damit im Plus, Unibail-Rodamco stiegen um 1,2 Prozent. Der Stoxx-Real-Estate-Index war mit 0,7 Prozent Plus in Europa vorn.

Vonovia führt DAX an - Immobilienwerte dank Powell gesucht
12:45 Uhr

Wall Street funkt leichtes Plus - Nvidia-Aktie vorbörslich stark

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Mit einem leichten Plus dürfte die Wall Street in die neue Handelswoche starten. Der Future auf den S&P-500 steigt aktuell um 0,1 Prozent. Damit dürften die kräftigen Gewinne vom Freitag, nach den taubenhaften Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell, verteidigt werden. Dieser hatte die erhoffte Zinssenkung im September praktisch auf dem geldpolitischen Symposium in Jackson Hole angekündigt.

Im Wochenverlauf stehen weitere wichtige Termine auf der Agenda. Konjunkturseitig dürfte hier vor allem auf den PCE-Preisindex am Freitag geschaut werden. Daneben wird der Chipkonzern Nvidia am Mittwoch Quartalszahlen veröffentlichen, die angesichts hochgesteckter Erwartungen Enttäuschungspotenzial bergen. Die Aktie klettert im vorbörslichen Handel um 1,0 Prozent. Heute wird vor Ertönen der Startglocke der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für den Juli bekannt gegeben.

Wall Street funkt leichtes Plus - Nvidia-Aktie vorbörslich stark
12:28 Uhr

IW: Ausländer stützen die ostdeutsche Wirtschaft

Die ostdeutschen Bundesländer profitieren angesichts ihrer schrumpfenden Bevölkerung von der steigenden Zahl an ausländischer Beschäftigten. Gerade Ausländer stützten die ostdeutsche Wirtschaft, wie eine neue Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erklärte.

Laut der Studie arbeiteten 2023 in den fünf ostdeutschen Bundesländern rund 403.000 Menschen, die keinen deutschen Pass haben, rund 173.000 mehr als noch fünf Jahre zuvor. Sie allein hätten 24,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspreche 5,8 Prozent der ostdeutschen Bruttowertschöpfung.

IW: Ausländer stützen die ostdeutsche Wirtschaft
12:20 Uhr

"Im Moment ist Konsolidierung angesagt"

Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts sinkt leicht, aber die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung gibt dem DAX Aufwind: Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar blickt für ntv auf die gerade angelaufene Börsenwoche.

"Im Moment ist Konsolidierung angesagt"
11:58 Uhr

DAX bleibt leicht rötlich

Kurzer Blick auf das Frankfurter Parkett: Der DAX verharrte auch am Mittag weiter im Minus und verlor 0,3 Prozent auf 18.570 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 4902 Stellen.

DAX bleibt leicht rötlich
11:43 Uhr

"Spekulationsgetriebener" Kursrutsch: PNE reagiert

Die Aktien von PNE legen um 3,1 Prozent zu. Mit der Adhoc-Meldung des Windparkbetreibers können Händler allerdings nicht viel anfangen. "Die ist irgendwie merkwürdig", kommentiert ein Händler. Es sei sehr seltsam und ungewöhnlich, dass ein Unternehmen seine eigene Aktienkursentwicklung kommentiere, dazu noch mit einem eher politischen und nicht professionellen Vokabular. PNE erklärt, der Kurseinbruch der vergangenen Tage sei "spekulationsgetrieben". Grund der Verluste ist nach Meinung des Händlers eher der sich abschwächende Aufwärtstrend gewesen: "Daher sind viele Stops darunter platziert worden." In dem extrem umsatzarmen Geschäft der vergangenen Woche seien daher ausgelöste Stop-Loss-Orders auf wenig Kaufseiten gestoßen. Die Folge sei dann eben die beobachtete Volatilität.

"Spekulationsgetriebener" Kursrutsch: PNE reagiert
11:23 Uhr

Discover Airlines geht Gewerkschaften UFO und VC massiv an

Die ab Dienstag bestreikte Lufthansa-Tochter Discover Airlines hat den Arbeitskampf der Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit (VC) kritisiert. Diese haben das Personal von Cockpit und Kabine zu einem viertägigen Ausstand ab Dienstagnacht aufgerufen im Streit um den erstmaligen Abschluss von Tarifverträgen bei dem Ferienflieger.

"Discover Airlines verurteilt den Streikaufruf der beiden Gewerkschaften UFO und VC aufs Schärfste", erklärte die Airline. Es sei völlig unverantwortlich, die Beschäftigten in der Hauptreisezeit zum Streik aufzurufen, obwohl mit der Gewerkschaft Verdi Tarifverträge abgeschlossen wurden. Die Eskalation zeige, dass es UFO und VC nicht um die Interessen der Mitarbeitenden, sondern um Macht und Einfluss ihrer Verbände gehe.

Discover Airlines geht Gewerkschaften UFO und VC massiv an
11:08 Uhr

Ökonomen: Inflation fällt auf tiefsten Stand seit 2021

Die deutsche Inflation ist nach Prognose von Ökonomen im August auf den niedrigsten Stand seit fast dreieinhalb Jahren gefallen. Die Verbraucherpreise dürften im August um durchschnittlich 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen, wie eine Reuters-Umfrage unter zwölf Banken zeigt. Das wäre die niedrigste Teuerungsrate seit April 2021. Im Juli war sie noch auf 2,3 Prozent gestiegen, von 2,2 Prozent im Juni. Das Statistische Bundesamt will am Donnerstag eine erste Schätzung für August veröffentlichen.

"Eine wichtige Entlastung kommt von den Energiepreisen", betonen die Ökonomen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit Blick auf die Entwicklung im zu Ende gehenden Monat. "Benzin, Diesel und Heizöl waren im August günstiger als zuvor." So ist der Benzinpreis dem Autoklub ADAC zufolge in den vergangenen Tagen auf den niedrigsten Stand des Jahres gefallen.

Ökonomen: Inflation fällt auf tiefsten Stand seit 2021
10:47 Uhr

Reaktion auf Ifo-Index: Experte fordert "Wechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik"

Hier eine weitere Stimme zum gefallenen Ifo-Index. Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, sagte zu ntv.de: "Das ist ein weiteres klares Signal dafür, dass der Gegenwind für die deutsche Wirtschaft anhält. Eine gedämpfte globale Nachfrage, die nach wie vor straffe Geldpolitik sowie das Bestreben der Bundesregierung, der Schuldenbremse gerecht zu werden, machen es der heimischen Wirtschaft nicht leicht und spiegeln sich in den Zahlen wider." Dem Experten zufolge "bedarf es eines Wechsels in der deutschen Wirtschaftspolitik, um diesen Trend zu brechen".

Reaktion auf Ifo-Index: Experte fordert "Wechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik"
10:31 Uhr

Ifo-Index juckt DAX nicht

Fast ohne Reaktion zeigt sich der DAX weiter nach dem Ifo-Geschäftklima-Index. "Die Botschaft ist ja dieselbe wie bei den PMIs letzte Woche", sagt ein Händler. Der DAX fällt daher weiter um 0,2 Prozent auf 18.596 Punkte. Der EUROSTOXX50 notiert kaum verändert bei 4908 Stellen.

Ifo-Index juckt DAX nicht
10:16 Uhr

Es wird trüber in Deutschland - Ifo-Index sinkt

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(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/)

Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 86,6 (Vormonat: 87,0) Punkte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 86,0 Punkte erwartet. "Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland ist im Sinkflug", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend in die Krise."

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen fiel im August auf 86,5 (87,1) Punkte. Das entsprach genau der Prognose von Ökonomen. Der Index für die Geschäftserwartungen fiel auf 86,8 (87,0) Zähler. Die befragten Volkswirte hatten einen Rückgang auf 86,5 Punkte erwartet.

"Der Daumen über der deutschen Wirtschaft bleibt gesenkt. Wahrscheinlich war es die Sommerpause der Politik, die Unternehmen abseits neuer Hiobsbotschaften nicht weiter hat abstürzen lassen", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, zu ntv.de: "Die Lagebeurteilung spricht weiterhin für eine anhaltende konjunkturelle Schwerfälligkeit. Auch die kriselnde Autoindustrie nimmt jede Hoffnung auf eine Konjunkturwende. Gründe für eine nachhaltige Stimmungsverbesserung gibt es vorerst nicht. Etwas mehr als wirtschaftliche Stagnation wäre bei diesem Stimmungsbild schon ein Erfolg."

Es wird trüber in Deutschland - Ifo-Index sinkt
09:52 Uhr

Discover-Streik belastet Lufthansa-Kurs

Als etwas belastend für die Aktien der Lufthansa werten Händler die Streikankündigung bei der Tochter Discover. Von Dienstag bis Freitag wollen Piloten und Flugbegleiter dort streiken. "Die Urabstimmung dazu war ja schon gelaufen", kommentiert ein Händler: "Dazu waren sie so rücksichtsvoll, auf das Ende der meisten Schulferien damit zu warten". Die Gewerkschaften beklagen, dass der Ferienflieger der Lufthansa keine ordentlichen Tarifverträge mit den Angestellten hat. Für die Titel des Konzerns geht es rund 0,5 Prozent abwärts.

Discover-Streik belastet Lufthansa-Kurs
09:35 Uhr

Meyer Burger lässt USA-Pläne fallen

Meyer Burger hat seine Pläne zum Bau einer Solarzell-Produktion in den USA und damit die vorgesehene Verlagerung seines Kerngeschäfts nach Übersee ad acta gelegt. Das geplante Projekt in Colorado Springs sei derzeit nicht finanzierbar und daher gestoppt worden, teilt der Schweizer Solar-Konzern mit. Damit werde Meyer Burger zwar einen geringer als erwarteten Finanzierungsbedarf haben, aber auch mittelfristig eine niedrigere Profitabilität als vorgesehen. Der Vorstand habe daher beschlossen, ein Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm anzuschieben, um die Profitabilität nachhaltig zu verbessern, heißt es. Zudem werde sich Meyer Burger auf den Betrieb der im Hochlauf befindlichen Modulproduktion in Goodyear, Arizona, mit einer Kapazität von 1,4 Gigawatt konzentrieren. Die bestehende deutsche Zellproduktion in Bitterfeld-Wolfen werde weiterhin voll betrieben und solle - anders als bisher geplant – auch künftig das Rückgrat der Solarzellversorgung von Meyer Burger bleiben.

Aufgrund der veränderten Konzernstrategie werde der für den 16. September vorgesehene Halbjahresbericht auf den 30. September verschoben. Bereits Mitte des Monats hatte die Firma die für den 14. August geplante Bilanzveröffentlichung auf den 16. September verlegt und machte dafür die laufenden Verhandlungen zur Finanzierung und strategischen Zusammenarbeit mit einem namhaften Technologiepartner geltend.

Meyer Burger lässt USA-Pläne fallen
09:17 Uhr

"Ifo-Index alles andere als ein gutes Zeichen"

Der DAX präsentiert sich zum Start ins heutige Geschäft mit leichten Abschlägen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell mit Kursen um 18.595 Punkte, nachdem er am Freitag mit einem Stand von 18.633 Zählern ins Wochenende gegangen war. "Im Blick steht heute der Ifo-Index", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Erwartet wird der vierte Rückgang in Folge", erläutert er. "Wenn es bei einem der wichtigsten Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft nicht läuft - es werden 9000 Chefetagen befragt -, ist das alles andere als ein gutes Zeichen."

"Ifo-Index alles andere als ein gutes Zeichen"
08:59 Uhr

Xpeng ist großer Kursgewinner

An den Börsen in Ostasien und Australien ist zu Beginn der neuen Woche keine einheitliche Tendenz auszumachen. Zwar hat US-Notenbankchef Jerome Powell in seiner Rede auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag, nachdem die asiatischen Märkte schon geschlossen waren, wie erhofft Zinssenkungen in Aussicht gestellt, doch stehen im Verlauf der aktuellen Woche Daten auf der Agenda, vor deren Veröffentlichung sich die Anleger vorsichtshalber zurückhalten. Im Fokus steht vor allem der PCE-Preisindex in den USA am Freitag. Auch aus der Eurozone kommen Inflationsdaten. Überdies wird der Chipkonzern Nvidia am Mittwoch Quartalszahlen veröffentlichen, die angesichts hochgesteckter Erwartungen Enttäuschungspotenzial bergen.

Vielerorts sprechen Marktbeobachter daher angesichts der Verluste von "Sell the News". So etwa in Tokio, wo es mit dem Nikkei-Index um 1,0 Prozent nach unten geht auf 37.967 Punkte. Druck auf den Index kommt von der Währungsseite. Der Dollar hatte in Reaktion auf die Powell-Rede abgewertet, die japanische Währung im Gegenzug zugelegt. Das belastet vor allem Aktien exportabhängiger japanischer Unternehmen.

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Xpeng ist auf dem chinesischen Heimatmarkt ein starker Player. (Foto: Xpeng)

In Shanghai sinkt der Composite-Index um 0,1 Prozent, nachdem die chinesische Zentralbank die Zinsen unverändert belassen hat. Dies war weithin erwartet worden. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rückt um 0,8 Prozent vor und vollzieht damit die positiven Vorgaben der Wall Street nach. Mit der Aktie von Xpeng geht es dort um 5,7 Prozent aufwärts. Der Vorstandschef des Elektroautoherstellers hat seine Beteiligung an dem Unternehmen deutlich ausgebaut.

Die Börse in Seoul gibt anfängliche Gewinne ab; der Kospi liegt nunmehr 0,3 Prozent im Minus. Aktien von Chipherstellern lasten auf dem Index. Anleger ziehen sich hier vor den Nvidia-Zahlen zurück. SK Hynix geben rund 3 Prozent ab und Indexschwergewicht Samsung Electronics 1,8 Prozent.

Xpeng ist großer Kursgewinner
08:42 Uhr

Henkel-Chef spricht von Jobabbau

Henkel baut Konzernchef Carsten Knobel zufolge als Teil seines laufenden Umbauprogramms Stellen ab. Nun sei die zweite Phase des Projekts angelaufen, sagt Knobel der "Süddeutschen Zeitung". "Und da wollen wir Produktion, Einkauf, Logistik und Lager optimieren", hieß es. "Sicherlich werden dabei auch Lager und Produktionsstätten wegfallen und damit Arbeitsplätze." In Deutschland werde jedoch kein Werk geschlossen. Knobel hatte das Kosmetik- mit dem Waschmittelgeschäft zusammengelegt, um die Kosten zu drücken und das Wachstum anzukurbeln. Mitte August teilte der Konsumgüterkonzern mit, man sehe sich auf dem richtigen Weg.

Henkel-Chef spricht von Jobabbau
08:24 Uhr

Ab Dienstag Streik bei Lufthansa-Tochter

Im Tarifstreit bei der Lufthansa-Tochter Discover Airlines wollen die Gewerkschaften des fliegenden Personals ab Dienstag bis Freitag streiken. "Bestreikt werden alle Abflüge von deutschen Flughäfen", kündigt die Flugbegleitervertretung UFO an. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und UFO wollen mit dem Arbeitskampf eigene Tarifverträge bei dem Ferienflieger durchsetzen, nachdem dieser unerwartet einen Abschluss mit der konkurrierenden Gewerkschaft Verdi erzielt hatte. "In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde mit einer anderen Gewerkschaft ein sehr schlampiges Tarifwerk überraschend aus dem Boden gestampft", heißt es.

VC und UFO hatten zuvor monatelang mit der Airline-Geschäftsführung über den erstmaligen Abschluss von Tarifverträgen verhandelt und standen nach eigener Darstellung kurz vor der Unterschrift. Hinter dem Schwenk zu Verdi vermuten sie eine Strategie des Lufthansa-Konzerns, die einflussreichen Fachgewerkschaften schwächen zu wollen. Die Lufthansa verwies dazu nur auf den mit Verdi erzielten Abschluss der Discover.

Der Ferienflieger konnte die Folgen einer Streikwelle von VC und UFO zu Jahresbeginn, auch dank Unterstützung im Lufthansa-Netzwerk, für die Passagiere in Grenzen halten. Die Airline bietet Europa- und Langstreckenflüge von Frankfurt und München aus mit einer Flotte von 27 Flugzeugen an.

Ab Dienstag Streik bei Lufthansa-Tochter
08:05 Uhr

Nahost-Eskalation - Ölpreis reagiert

Am Rohstoffmarkt steigt der Ölpreis um 0,8 Prozent, nachdem sich Israel und die Hisbollah Raketenangriffe und Luftangriffe geliefert hatten, die bei einer Eskalation des Konflikts mögliche Lieferunterbrechungen befürchten ließen. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,6 Prozent auf 79,50 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI notiert 0,7 Prozent fester bei 75,33 Dollar.

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Nahost-Eskalation - Ölpreis reagiert
07:48 Uhr

DAX-Anleger blicken auf Ifo, dann auf Nvidia

Mit einem ruhigen Start in die neue Handelswoche rechnen Händler für den deutschen Aktienmarkt. Die Freude über die auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole angekündigte Zinswende der US-Notenbank dürfte noch nicht voll umgesetzt werden. Denn in Großbritannien ist Feiertag, und damit fehlen die wichtigen britischen Händler. An der Wall Street ging es nach den Powell-Aussagen auf ganzer Breite an den Börsen nach oben. Der DAX wird am Morgen knapp unter der 18.600er Marke indiziert.

Fed-Chef Jerome Powell hatte am Freitag in seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Treffen der Notenbanker genau das geliefert, worauf die Märkte gehofft hatten. Er führte an, die Leitzinsen sollten bald gesenkt werden, um eine Abkühlung des US-Arbeitsmarktes zu vermeiden. "Die geldpolitische Richtung ist somit nun klar - Höhe und Abfolge weiterer Zinsschritte sind laut Powell allerdings nicht festgelegt", kommentiert Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Diese hingen weiter von der Entwicklung der Konjunktur ab. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ging danach auf 3,79 Prozent zurück. Dies war allerdings kein ungewöhnliches Niveau und bereits vor einer Woche erreicht worden.

Hierzulande blicken die Anleger heute auf den neuen Ifo-Geschäftsklima-Index. Die Erwartungen sind allerdings sehr gering. Schließlich hatten schon die Einkaufsmanager-Indizes (PMI) in der vergangenen Woche für eine kalte Dusche gesorgt: Die deutsche Wirtschaft rutschte sogar auf dem extrem tiefen Niveau noch weiter ab. Dies sollte daher auch beim Ifo nicht mehr belasten.

Noch wichtiger ist allerdings im Wochenverlauf der Blick auf Inflationsdaten und Zahlen von Nvidia am Mittwochabend. Zwar war es zuletzt um das Zugpferd der KI-Branche etwas ruhiger geworden. Seine Quartalsdaten werden jedoch als wichtigster Teil der gesamten Lieferkette um Chips, Datencenter und die Investitionsbereitschaft innerhalb der Technologiebranche gesehen. Am Freitagabend gingen die Aktien schon mit 4,5 Prozent Plus aus dem US-Handel.

DAX-Anleger blicken auf Ifo, dann auf Nvidia
07:34 Uhr

Das ist dran an der Krisenstimmung in der Autoindustrie

Die Zeiten der Rekordgewinne in der deutschen Autoindustrie scheinen vorbei. Stattdessen häufen sich die schlechten Nachrichten von Autobauern und Zulieferern. Steckt die Schlüsselbranche in einer Standort-, gar in einer Existenzkrise?

Das ist dran an der Krisenstimmung in der Autoindustrie
07:17 Uhr

Asien-Börsen zeigen sich uneinheitlich

Die asiatischen Aktienmärkte tendieren zunächst uneinheitlich. Während die meisten Börsen leicht zulegten, verzeichnet Japan Verluste. Die Anleger warten gespannt auf den Ausblick des KI-Primus Nvidia und die Inflationsdaten aus den USA und Europa, die den Weg für Zinssenkungen ebnen könnten.

In Tokio müssen wegen des stärkeren Yen vor allem exportorientierte Unternehmen Federn lassen, darunter Chip- und Autohersteller. Der Nikkei-Index verliert 1,1 Prozent auf 37.944,68 Punkte, der breiter gefasste Topix notiert 1,1 Prozent tiefer bei 2654,33 Zählern. Der Hersteller von Chip-Testgeräten Advantest verliert 2,96 Prozent und Tokyo Electron büßt 2,14 Prozent ein.

"Neben dem starken Yen gibt es einige Faktoren, die Investoren zögern lassen, auf positive Entwicklungen zu setzen. Kurzfristig ist das der Ausblick von Nvidia, der diese Woche ansteht", sagt Shuutarou Yasuda, Marktanalyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Der Höhenflug des Chipherstellers Nvidia hat die Aktienmärkte im Jahr 2024 beflügelt, und die Gewinne und Prognosen des Branchenlieblings im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) könnten einen entscheidenden Wendepunkt für die Marktstimmung in einer historisch volatilen Jahreszeit darstellen.

In China kann auch die Entscheidung der chinesischen Zentralbank (PBOC), fällige mittelfristige Kredite zu verlängern und zusätzliche Liquidität in den Markt zu pumpen, die Anleger nicht an die Märkte locken: Der Shanghai Composite verliert 0,2 Prozent auf 2849,03 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,3 Prozent auf 3316,14 Punkte. Die PBOC erklärte, dass der Zinssatz für einjährige Kredite im Rahmen der Mittelfristigen Kreditfazilität (MLF) in Höhe von 300 Milliarden Yuan (42,11 Milliarden Dollar) für einige Finanzinstitute unverändert bei 2,30 Prozent bleibe. Darüber hinaus wurden 471 Milliarden Yuan durch siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte zu einem Zinssatz von 1,70 Prozent zur Verfügung gestellt.

Asien-Börsen zeigen sich uneinheitlich
06:59 Uhr

"Die Richtung der Reise ist klar"

Die Euphorie ist an die Wall Street zurückgekehrt. Der Dow-Jones-Index ist wieder über die 41.000er Marke gezogen. Der Grund sind Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell: Die Zinsen werden gesenkt. "Wie häufig, wie stark, bleibt noch abzuwarten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte in New York. In dieser Woche rückt aber ein anderes Thema noch einmal in den Vordergrund.

"Die Richtung der Reise ist klar"
06:41 Uhr

Yen zieht auf Dreiwochenhoch

Im asiatischen Devisenhandel klettert der Yen zum Dollar auf ein Dreiwochenhoch, da der deutliche Kurswechsel von US-Notenbankchef Jerome Powell hin zu einer moderaten Geldpolitik im Gegensatz zu den unverändert aggressiven Tönen des japanischen Notenbankchefs Kazuo Ueda steht. Der Dollar verliert 0,3 Prozent auf 143,93 Yen und steigt leicht auf 7,1226 Yuan. Zur Schweizer Währung liegt er 0,1 Prozent tiefer bei 0,8469 Franken. Der Euro notiert nahezu unverändert bei 1,1186 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9473 Franken nach.

Yen zieht auf Dreiwochenhoch
06:30 Uhr

"Die Rally steht auf stabilerem Fundament"

Die Diskussion um das Tempo der erwarteten US-Zinssenkungen wird Aktienanleger nach Einschätzung von Experten auch in der neuen Woche beschäftigen. "Es ist so gut wie beschlossen, dass die Fed den Leitzins im September senken wird", sagt Naeem Aslam, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Zaye. Im Anschluss daran werde die US-Notenbank wohl vorsichtig agieren und von Zinssitzung zu Zinssitzung entscheiden. Dies lasse sich aus den jüngsten Fed-Protokollen und Notenbanker-Aussagen herauslesen.

Gestützt auf positive Vorgaben der Wall Street erwarten Experten eine fortgesetzte Erholung der europäischen Börsen. Es sei ein positives Zeichen, dass nach dem Kursrutsch von Anfang August US-Werte aus vielen unterschiedlichen Branchen gekauft würden, erläutert Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst des Online-Brokers CMC Markets. "Vor der Korrektur waren es oft nur die 'Glorreichen Sieben', die stiegen. Die Rally steht damit auf einem stabileren Fundament als die monatelange Hausse zuvor." Als "Glorreiche Sieben" bezeichnen Börsianer die sieben größten US-Technologiewerte, zu denen der Chip-Hersteller Nvidia, der Software-Konzern Microsoft und der iPhone-Anbieter Apple gehören.

In der abgelaufenen Woche legte der DAX insgesamt rund 1,5 Prozent zu und lag zuletzt etwa 260 Punkte unter seinem Rekordhoch von 18.892,92 Zählern. In den 14 Handelstagen seit dem Kursrutsch von Anfang August beendete der deutsche Leitindex lediglich einen davon mit einem Minus.

Bei den Konjunkturdaten richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die Zahlen zu den US-Konsumausgaben am Freitag. Analysten erwarten für Juli ein Plus von 0,5 Prozent nach einem Anstieg von 0,3 Prozent im Vormonat. Die Kauflaune der Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Außerdem ist die Preiskomponente dieses Barometers ein wichtiger Indikator für die Geldpolitik der Fed. Er rechne mit einem Plus von 0,1 Prozent zum Vormonat, sagt Commerzbank-Analyst Vincent Stamer. "Auf Jahresrate hochgerechnet läge der Preisdruck damit erneut unter zwei Prozent. Damit deutet die Inflation klar in Richtung Zinssenkungen, beginnend bei der nächsten Sitzung im September."

Die am Freitag anstehenden Daten zur Teuerung in der Eurozone würden ebenfalls auf nachlassenden Preisdruck hindeuten und den Weg für eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im September ebnen, fügt Stamer hinzu. "Allerdings dürfte die Inflation bis zum Ende des Jahres wieder steigen, um sich bei etwa 2,5 Prozent und damit über dem EZB-Ziel einzupendeln." Eröffnet wird der Konjunkturdaten-Reigen der neuen Woche heute aber vom Ifo-Index.

Auf Unternehmensseite veröffentlichen in dieser Woche einige Nachzügler ihre Geschäftszahlen. Hierzu gehören etwa der Essenslieferdienst Delivery Hero und die Optiker-Kette Fielmann. Aus dem Ausland öffnet unter anderem der Chip-Konzern Nvidia seine Bücher. Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

"Die Rally steht auf stabilerem Fundament"