Dienstag, 13. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

US-Strafzollverschiebung holt Dax aus der Grube

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(Foto: picture alliance / dpa)

Es gab dann doch noch ein versöhnliches Ende. Der Handel an der Frankfurter Börse war heute ein Wechselbad der Gefühle. Bis zum Nachmittag lagen die deutschen Indizes klar im Minus - der Dax näherte sich bedrohlich der Marke von 11.500 Punkten. Doch die nachmittägliche Nachricht, dass wieder Bewegung in den Handelsstreit der USA mit China komme, ließ die Kurse wieder nach oben schnellen. Die Einführung von Sonderzöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Güter wie Laptops oder Mobiltelefone soll nun auf den 15. Dezember verschoben werden, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mitteilte. Die Zölle sollten eigentlich ab nächstem Monat greifen.

Nach Stunden im tiefroten Bereich konnte der Dax dann doch noch einen Gewinn von 0,6 Prozent auf 11.750 Punkte verbuchen. Zwischenzeitlich war der Leitindex auf 11.836 Stellen hochgeschnellt. Der MDax stieg um 0,1 Prozent auf 25.264 Zähler. Der TecDax legte um 0,5 Prozent auf 2772 Stellen zu. Der EuroStoxx50 ging um 1,0 Prozent auf 3359 Punkte nach oben.

Das wär's für heute. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Abend.

17:12 Uhr

Insider: CBS und Viacom einigen sich auf Fusion

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Sumner Redstone

(Foto: REUTERS)

Die beiden US-Medienriesen CBS und Viacom haben sich Insidern zufolge grundsätzlich auf einen Zusammenschluss verständigt. Die Viacom-Aktionäre sollen für jede ihrer Aktien 0,59625 CBS-Anteilsscheine erhalten, was einem leichten Aufschlag auf den Viacom-Schlusskurs vom Montag entspricht, wie Insider sagten.

Sowohl Viacom wie auch CBS werden von National Amusements Inc. kontrolliert, der Holdinggesellschaft des Milliardärs Sumner Redstone und seiner Tochter Shari. Shari Redstone, Präsidentin von National Amusements, hatte in den vergangenen Jahren drei Versuche unternommen, die beiden Firmen zu fusionieren, war aber immer wieder gescheitert.

16:49 Uhr

Bewegung im Handelsstreit lässt Eurokurs fallen

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(Foto: imago/Joko)

Der Eurokurs ist angesichts von Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1178 US-Dollar. Im Mittagshandel hatte der Euro noch über 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1222 (Montag: 1,1194) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8911 (0,8933) Euro.

Der Dollar profitierte von Meldungen zum Handelskonflikt zwischen den USA und China.

16:36 Uhr

Neue Hoffnung im Handelsstreit treibt Dow und Dax an

Positive Signale im US-chinesischen Handelsstreit haben für zufriedene Gesichter an der Wall Street gesorgt. Der Dow Jones Industrial notierte eine Stunde nach Handelsbeginn 2,0 Prozent höher bei 26.400 Punkten. Der marktbreite S&P 500 rückte um 1,9 Prozent auf 2939 Zähler vor und der technologielastige Nasdaq 100 brachte es mit 7758 Stellen sogar auf ein Plus von 2,6 Prozent. Die US-Technologiebranche gilt als besonders eng verbunden mit Fernost, daher profitierten die Aktien hier überproportional von den Nachrichten.

In Frankfurt drehte der Dax drehte mit zuletzt 1,1 Prozent auf 11.807 Punkte ins Plus, nachdem er zuvor wegen schwacher Wirtschaftsdaten im Tagesverlauf um bis zu 1,3 Prozent gefallen war. Der EuroStoxx50 gewann seinerseits 1,5 Prozent auf 3374 Punkte hinzu.

16:22 Uhr

Hongkong-Unruhen machen Cathay Pacific zu schaffen

Cathay Pacific Airways
Cathay Pacific Airways 1,16

Die Proteste in Hongkong machen den Aktien der Fluggesellschaft Cathay Pacific schwer zu schaffen. Die Papiere verloren heute 2,6 Prozent und waren so billig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Dabei spielten Sorgen eine Rolle, China könnte das Unternehmen mit weiteren Sanktionen belegen könnte.

Die Analysten von Chinas größter Bank ICBC raten stark zum Verkauf der Aktien. Eine Sicherheitswarnung der chinesischen Flugsicherung und das schlechte Krisenmanagement des Unternehmens dürften der Marke irreversiblen Schaden zufügen.

16:15 Uhr

Einige US-Strafzölle gegen China kommen erst später

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Nach und nach sickern Einzelheiten aus Washington durch: Die US-Regierung wird die Einführung der jüngst angekündigten Strafzölle auf Importe aus China für einige Produktgruppen verschieben. Der ursprünglich für September geplante Zollsatz in Höhe von 10 Prozent soll für Mobiltelefone, Laptops, Monitore, bestimmtes Spielzeug und manche Schuhe sowie Kleidungsstücke erst ab 15. Dezember gelten, wie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer erklärten ließ.

Zudem würden bestimmte für die Gesundheit oder die nationale Sicherheit wichtige Produkte permanent ausgeschlossen, hieß es weiter. Eine Aufstellung der ausgenommenen Produkte sollte in Kürze veröffentlicht werden.

16:08 Uhr

USA verschieben Strafzölle - Jubel an den Aktienmärkten

Der Dax ist deutlich ins Plus gedreht. Er stieg in den letzten Minuten um 0,9 Prozent auf 11.788 Punkte. Nach Angaben des Büros des US-Außenhandelsbeauftragen Robert Lighthizer wollen die Vereinigten Staaten die geplante neuen Strafzölle gegen China bis zum 15. Dezember aufschieben. Neue Handelsgespräche sollen innerhalb von zwei Wochen fortgeführt werden. Im Zuge der Entspannung im Handelsstreit fiel der Goldpreis unter die Marke von 1500 US-Dollar.

Gleichzeitig legten die US-Börsen kräftig zu. Der Dow Jones stieg um 1,5 Prozent auf 26.281 Punkte. Der S&P-500 kletterte um 1,4 Prozent auf 2924 Zähler.

15:40 Uhr

n-tv Zertifikate: Rezession im Anmarsch?

Die deutsche Wirtschaft gerät unter Druck. Die Schwankungen am Markt nehmen zu. Wie können Anleger jetzt am besten mit der Nervosität umgehen? Bianca Thomas spricht mit Daniel Saurenz von Feingold Research über Einstiegschancen bei fallenden Märkten und die besten Investment-Strategien.

15:17 Uhr

Bei Dax-Abstieg Angebot von Millionen Thyssen-Aktien

Im Falle eines Dax-Abstiegs von Thyssenkrupp dürfte nach Berechnungen der Commerzbank auf Xetra ein Index-orientiertes Angebot von etwa 28 Millionen Aktien an den Markt kommen. Unter Berücksichtigung von anderen Börsenplätzen und OTC würde sich dieses Volumen erfahrungsgemäß verdoppeln, heißt es bei Commerzbank Technical Analysis and Index-Research.

Über mögliche Dax-Veränderungen entscheidet die Deutsche Börse am 4. September, vollzogen werden sie dann am Abend des 20. September zu den Xetra-Schlusskursen. Es wird damit gerechnet, dass Thyssenkrupp den Leitindex verlässt und dafür MTU in die höchste deutsche Börsenklasse aufsteigt.

14:53 Uhr

VW hat ein Problem - Aktivisten stoppen Autozug

VW Vorzüge
VW Vorzüge 168,52

Ungemach für Volkswagen: Mehrere Aktivisten haben heute in Wolfsburg einen Zug gestoppt. Laut Polizei ist er mit VW-Fahrzeugen beladen. Der Zug befinde sich auf dem Zubringer ins VW-Werk, der öffentliche Bahnverkehr sei nicht beeinträchtigt. Die Beamten sähen  derzeit keinen Grund, gegen die etwa drei Dutzend Aktivisten einzuschreiten.

Mehrere Umweltschutzgruppen wollen nach Angaben eines Teilnehmers die Produktion beim Autobauer zumindest verzögern. Deshalb sei der Zug zwischen dem VW-Werk und dem Bahnhof in Fallersleben angehalten worden. Mehrere Teilnehmer hätten sich an den Gleisen befestigt. Die Aktion richte sich gegen die Automobilindustrie, die maßgeblich verantwortlich für die Klimakrise sei. Ein VW-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen.

Was macht eigentlich der VW-Aktienkurs? Am Nachmittag gab er um 1,1 Prozent nach.

14:34 Uhr

Miese Stimmung in Frankfurt - Dax sinkt in Richtung 11.500

Es wird wohl heute nichts mehr mit dem deutschen Aktienmarkt. Eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA ist Rot die bestimmende Farbe in Frankfurt. Der Dax notierte 1,1 Prozent tiefer bei 11.555 Punkten. MDax und TecDax verloren ebenfalls je 1,1 Prozent. Der EuroStoxx50 sackte um 0,7 Prozent auf 3302 Punkte ab.

Lufthansa markierten ein neues Jahrestief - die Papiere verloren 4,1 Prozent auf 13,56 Euro. Seit Februar hat der Kurs damit schon weitere 43 Prozent verloren. "Die Stimmung ist schlecht", so ein Händler mit Blick auf die Diskussionen um Inlandsflüge und Klimaschutz. Andererseits sei der Kurs nun bereits stark überverkauft, das zeige auch der RSI mit einem Stand von nur noch 27,28.

14:08 Uhr

Goldpreis weiter im Höhenflug - neues Sechsjahreshoch

Gold in USD
Gold in USD 1.488,33

Eigentlich kann ich das Gerede vom sogenannten sicheren Hafen nicht mehr hören. Aber Fakt ist dennoch, dass dieser in unsicheren Zeiten öfter angelaufen wird als sonst. Und weil es in der Weltwirtschaft immer turbulenter zugeht, flüchten Anleger in oben Genannten. So ist es auch mit dem Gold, dessen Preis weiter von politischen Risiken und einem starken Rückgang der Renditen für Staatsanleihen profitiert.

Auch heute hat der Preis für das Edelmetall seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Am Nachmittag kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) 1525,19 US-Dollar. Am Mittag hatte der Preis bei 1535 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2013 notiert. Seit Anfang Juni dieses Jahres ist der Goldpreis um knapp 20 Prozent gestiegen.

13:50 Uhr

Banken ganz schwach - einige notieren auf Allzeittief

Ein Warnsignal hat der Euro-Stoxx-Index der Banken ausgesendet. Er fiel um 0,2 Prozent auf 78,54 Punkte und notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren. Ebenfalls auf diesem Niveau fand der Index während der Euro-Krise im Jahr 2012 einen Boden. Ein Blick auf die Banken zeigt, dass Sabadell, Bankia wie auch die Commerzbank auf Allzeittief notieren.

Am frühen Nachmittag notierten Commerzbank 0,8 Prozent tiefer bei genau 5 Euro, am Vormittag hatte der Kurs unter dieser Marke gelegen. Deutsche Bank verbilligten sich um 1,8 Prozent auf 6,18 Euro. Aareal verloren nach Zahlen 2,7 Prozent auf 25,31 Euro.

13:24 Uhr

BVB leidet unter geringeren Transfergeschäften

BVB
BVB 9,29

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat im vergangenen Geschäftjahr 2018/19 wegen geringerer Einnahmen aus Transfergeschäften und höherer Personalkosten weniger verdient. Die Aktionäre werden dies allerdings nicht zu spüren bekommen. Die Dividende will der deutsche Vizemeister zum Vorjahr stabil bei 6 Cent belassen.

Der BVB, der am kommenden Samstag sein erstes Spiel der neuen Bundesliga-Saison gegen den FC Augsburg bestreitet, erzielte von Anfang Juli 2018 bis Ende Juni 2019 einen Umsatz von 489,5 Millionen nach 536 Millionen Euro im Vorjahr. Allerdings war 2017/18 wegen sprudelnden Transfereinnahmen durch den Wechsel der Spieler Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang ein Ausnahmejahr mit einem Rekordumsatz.

Transferbereinigt legten die Einnahmen 2018/19 um 17,9 Prozent auf 369,3 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis nach Steuern ermäßigte sich auf 17,4 Millionen von 31,7 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Steuern wies der BVB einen Rückgang auf 21,8 Millionen von 34,7 Millionen Euro aus. Deutlich erhöhen konnte der im SDax notierte Fußballclub seine Umsätze aus der TV-Vermarktung: Diese wuchsen auf 167,3 Millionen von 122,3 Millionen Euro im Vorjahr.

13:00 Uhr

Flugdienstleister leidet unter Verbot der 737 Max

Nicht nur Tui hat das Flugverbot für die Boeing 737 Max zu spüren bekommen. Der Flugdienstleister John Menzies ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Laut Berenberg sind die Geschäftszahlen vom schwachen Frachtumfeld sowie dem Flugverbot für die Boeing-Maschine geprägt. Bemerkbar gemacht habe sich zudem der Verlust einiger Exklusivlizenzen.

Die Analysten rechnen mit einer besseren Geschäftslage im zweiten Halbjahr, sehen aber möglichen Gegenwind für das Erreichen der Jahresziele angesichts eines sich eintrübenden Frachtumfelds. John Menzies fallen an der Londoner Börse um 3,5 Prozent zurück.

12:47 Uhr

Rundum-Störfeuer belastet auch Wall Street

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(Foto: imago images / Xinhua)

Auch die Anleger an der New Yorker Wall Street dürften heute wenige Kaufgründe finden. Im Gegenteil, der Cocktail aus belastenden Faktoren scheint immer bitterer zu werden. Neben dem schon lange lastenden US-chinesischen Handelsstreit blicken die Investoren immer besorgter nach Hongkong, wo sich der Konflikt zwischen Demonstranten und der lokalen Regierung beziehungsweise den Machthabern in Peking weiter verschärft hat. Neu hinzugekommen sind Sorgen wegen Argentinien, wo Börse und Währung nach einer Vorwahlniederlage des wirtschaftsfreundlichen Präsidenten einbrachen. In Europa sorgen Brexit und die Politik in Italien für Unruhe.

Ein kleiner Impuls könnte von neuen Teuerungsdaten aus den USA kommen, denn sie haben möglicherweise Auswirkung auf die Politik der US-Notenbank.

12:29 Uhr

Wirtschaftskriminalität sorgt für Milliardenverluste

In Deutschland gehen Unternehmen Hunderte Milliarden Euro durch Wirtschaftskriminalität verloren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Korruption, Kartelle und Schwarzarbeit schadeten Unternehmen branchenübergreifend und führten zu Umsatzverlusten von rund 18 Prozent, ergab eine aktuelle Unternehmensbefragung des Kölner Wirtschaftsinstituts.

Besonders stark von Bestechung seien die Baubranche und die Industrie betroffen. Über alle Branchen hinweg ergeben sich Einbußen durch Schwarzarbeit in Höhe von rund 313 Milliarden Euro und durch Korruption von 412 Milliarden Euro, so das Kölner Institut. Die größten Einbußen entstünden aufgrund unerlaubter Kartelle. Diese kosteten Unternehmen bundesweit nach eigenen Angaben rund 472 Milliarden Euro Umsatz.

11:59 Uhr

Tui-Kurs steigt trotz Gewinneinbruchs - Ausblick stützt

Tui
Tui 11,99

Trotz eines Gewinneinbruchs geht es für die Tui-Aktie gegen den allgemeinen Trend um 2,1 Prozent nach oben. Wie AJ Bell anmerkt, sei aus Investorensicht die wichtigste Nachricht, dass der Ausblick bestätigt worden sei.

Tui hat in diesem Jahr bereits zwei Gewinnwarnungen abgegeben. Die Geschäftszahlen selbst seien zwar schwach, aber stark vom Flugverbot für die 737 Max geprägt, was als Sonderfaktor zu sehen sei, so AJ Bell weiter.

 

 

11:36 Uhr

Nach dem ZEW-Hieb fällt der Dax kräftig ab

Wieder Verluste: Der deutsche Aktienmarkt ist auch heute nicht in den Tritt gekommen. Angesichts der weltweiten Handelskonflikte und der immer zahlreicheren geopolitischen Krisen macht das Wort Rezession immer öfter die Runde. Auch ein deutlich schlechter als erwartet ausgefallener ZEW-Index trug zur schlechten Laune auf dem Börsenparkett bei. Der Dax mit seinen vielen stark vom Export abhängigen Unternehmen gab nach den ZEW-Daten kurz vor Mittag um 1,0 Prozent auf 11.564 Punkte nach. Der MDax sank um 1,0 Prozent auf 24.987 Zähler. Mit dem TecDax ging es um 1,1 Prozent auf 2728 Stellen nach unten. Der EuroStoxx50 verlor 0,6 Prozent auf 3308 Punkte.

Bei den Einzelwerten im Dax sorgte Henkel für Aufsehen. Der Hersteller von Konsumgütern wird vorsichtiger und kürzte die Ziele für das laufende Jahr. Der Kurs sackte daraufhin ab auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli. Zuletzt büßte das Papier 7,0 Prozent ein und war damit größter Verlierer im Dax. Daneben verloren konjunktursensible Aktien weiter an Boden: Papiere der Lufthansa büßten 3,9 Prozent ein und rutschten auf ein Tief seit mehr als zwei Jahren.

11:16 Uhr

ZEW-Index bricht im August ein

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im August wesentlich deutlicher verschlechtert als erwartet. Der vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen fiel auf minus 44,1 Punkte von minus 24,5 im Vormonat und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Dezember 2011. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf minus 30,0 vorausgesagt. Der Indexstand vom August liegt weiter deutlich unter seinem langfristigen Mittelwert von 21,6 Punkten. Der Index der Lagebeurteilung ermäßigte sich ebenfalls deutlich von minus 1,1 auf minus 13,5 Punkte. Erwartet worden war ein Rückgang auf minus 9,0.

"Die ZEW-Konjunkturerwartungen zeigen einen erheblich verschlechterten Ausblick für die deutsche Konjunktur", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

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10:58 Uhr

Größter Offshore-Windpark "Hohe See" steht

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Offshore-Windpark Butendiek vor Sylt.

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Der Energieversorger EnBW hat alle 71 Windkraftanlagen seines Offshore-Windparks "Hohe See" in der Nordsee errichtet. Bereits 27 Anlagen seien in Betrieb und speisten Strom ins Netz, teilte der Konzern in Stuttgart mit. Für den benachbarten Windpark "Albatros" seien bereits die Installationsschiffe unterwegs, um 16 weitere Anlagen fertig zu stellen.

"Hohe See" und "Albatros" sind nach EnBW-Angaben das größte Offshore-Projekt, das derzeit in Deutschland realisiert wird. Sie sind für 609 Megawatt Gesamtleistung geplant und sollen noch in diesem Jahr Strom für 710.000 Haushalte produzieren.

10:37 Uhr

Türkische Lira bereitet wieder Sorgen

Die türkische Lira ist heute wieder unter Druck geraten. Sie fiel zum US-Dollar erneut deutlicher zurück - um rund ein halbes Prozent. Der Dollar wurde mit 5,5861 Lira gehandelt, in der Spitze waren es schon über 5,6000. Zum Wochenstart lag der Kurs noch bei knapp 5,5000 Lira, so dass in der Spitze seitdem eine Abwertung von gut 1,8 Prozent stattfand.

Bei der Commerzbank vermutet man, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan seine "absurde makroökonomische Auffassung", dass die Inflation durch Zinssenkungen kontrolliert werden kann, über die unterliegende Research-Ebene der Bank umsetzen wolle.

10:16 Uhr

Warum sinkt der Lufthansa-Kurs so stark?

Lufthansa
Lufthansa 15,32

Für die Aktie der Lufthansa ist es im frühen Frankfurter Handel um 4,2 Prozent auf 13,53 Euro nach unten gegangen. Damit notierte sie auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2017.

Unternehmensnachrichten gebe es keine, sagte ein Börsianer. Der Abgabedruck könne von der Derivateseite stammen, nachdem es auffallend hohe Umsätze mit Put-Optionen mit Fälligkeit März 2020 und einem Strike bei 13 Euro gegeben habe.

10:04 Uhr

Hellofresh-Aktie gewinnt nach Zahlen kräftig

Hellofresh
Hellofresh 17,54

Für Furore hat am Vormittag in der dritten Reihe die Aktie von Hellofresh gesorgt. Der Versender von Kochboxen zeigte sich nach dem zweiten Quartal zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der Kurs schnellte zeitweise um 9 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit November 2018. Zuletzt notierte das im SDax notierte Papier 7,1 Prozent höher bei 9,97 Euro.

Der Essenslieferant ist im zweiten Quartal erstmals profitabel gewesen. Bei einem Umsatzplus von 37 Prozent auf 436,7 Millionen Euro erreichte das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) 18,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 3,9 Millionen vor Jahresfrist.

09:44 Uhr

Commerzbank-Aktie ist weniger als 5 Euro wert

Commerzbank
Commerzbank 5,33

Weiter bergab geht es mit der Aktie der Commerzbank: Nach dem kräftigen gestrigen Verlust verlor das Papier in der ersten Handelsstunde 1,7 Prozent. Damit unterschritt der Aktienkurs mit 4,96 Euro die 5-Euro-Marke.

09:39 Uhr

Sixt wächst und behält Prognose bei

Nach kräftigem Umsatzwachstum im ersten Halbjahr hat der Autovermieter Sixt seine Jahresprognose bestätigt. Bei deutlich steigenden Erlösen werde der Vorsteuergewinn wegen hoher Investitionen stagnieren, bekräftigte das Unternehmen.

Dank erneut florierender Geschäfte in den USA kletterte der operative Umsatz von Januar bis Juli um 14,3 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Weil Sixt wie angekündigt viel Geld in die Fahrzeugflotte und seine digitale Vertriebsplattform steckte, schrumpfte der Vorsteuergewinn um 2,6 Prozent auf 128 Millionen Euro. In Frankfurt stieg die Sixt-Aktie um 0,6 Prozent auf 83,70 Euro.

09:20 Uhr

China und Deutschland halten BMW hoch

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(Foto: dpa)

Deutschland und China haben im Juli das BMW-Ergebnis gerettet. Der Münchner Autobauer hat dank rasanter Absatzzuwächse in China und Deutschland mehr Autos verkauft. Trotz der Modelloffensive erzielte der Premiumhersteller allerdings nur ein geringes Absatzplus, während Mercedes-Benz im vergangenen Monat deutliche Zuwächse erzielt hatte. Der Absatz in der Gruppe mit der Marke BMW sowie Mini und Rolls-Royce stieg um 1,3 Prozent auf 183.487 Einheiten. Mercedes-Benz hatte im Juli ein Absatzplus von 12,7 Prozent erzielt.

Im wichtigen chinesischen Markt verkaufte BMW im Berichtsmonat 53.953 Fahrzeuge. Das waren 15,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Deutschland erzielte BMW ein Verkaufsplus von 26,5 Prozent auf 28.387 Autos.

09:08 Uhr

Dax ist wieder auf dem Rückzug - Henkel verliert kräftig

Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es zu Handelsbeginn weiter bergab gegangen. Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent auf 11.636 Punkte. Der MDax fiel um 0,5 Prozent auf 25.138 Zähler, der TecDax um 0,4 Prozent auf 2747 Stellen.

Im Dax verloren Henkel nach enttäuschenden Zahlen 4,8 Prozent. Im MDax ging es für die Aktie der Deutsche Wohnen um 0,7 Prozent nach oben.

09:02 Uhr

Höhere Mieten lassen Deutsche-Wohnen-Gewinn steigen

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 34,21

Die Deutsche Wohnen hat im ersten Halbjahr bei höheren Mieten mehr verdient und den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt. Der MDax-Konzern will das operative Ergebnis wie geplant dieses Jahr um über ein Zehntel steigern. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg in den drei Monaten um 18 Prozent auf 382 Millionen Euro, getrieben durch Verbesserungen in den Ergebnissen aus Wohnungsbewirtschaftung, Verkauf sowie Pflege und Betreutes Wohnen. Vor Steuern ergab sich laut Mitteilung ein bereinigter Anstieg von 12 Prozent auf 302,8 Millionen Euro.

Den Ausblick für 2019 bestätigte der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:55 Uhr

Hongkong-Unruhen und Peso-Verfall: Verluste in Asien

Nikkei
Nikkei 22.506,90

Die Proteste in Hongkong und der Verfall des argentinischen Peso verschrecken Asiens Aktienanleger. Viele Investoren suchten heute stattdessen Zuflucht in sicheren Häfen wie dem japanischen Yen, Gold oder Anleihen. Der chinesische CSI300-Index der wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen fiel um ein Prozent, an der Börse Shanghai ging es 0,7 Prozent abwärts. Das Marktbarometer der Börse Hongkong sank um 1,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten.

In Tokio lastete der festere Yen auf den Kursen. Der Nikkei schloss 1,1 Prozent tiefer bei 20.455 Zählern. Vor allem Exportwerte gehörten zu den Verlierern: So sanken die Aktien von Honda um 2,4 Prozent, die Titel des Elektroteile-Herstellers TDK um 3,1 Prozent.

08:36 Uhr

Tui-Gewinn bricht um fast die Hälfte ein

Tui
Tui 12,04

Der Touristikkonzern Tui hat im dritten Geschäftsquartal 2018/19 bei höheren Einnahmen deutlich weniger verdient. Kosten im Zusammenhang mit dem seit März bestehenden Flugverbot für das Boeing-Modell 737 Max drückten das Ergebnis. Die deswegen gesenkte Prognose für das laufende Jahr bestätigte der in London börsennotierte Konzern. Darüber hinaus haben sich die Buchungszurückhaltung aufgrund der Hitzewelle des Vorjahres, die anhaltende Brexit-Unsicherheit und deutliche Überkapazitäten im Flugangebot nach Spanien auch im dritten Geschäftsquartal fortgesetzt.

In den drei Monaten per Ende Juni legte der Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro zu. Wechselkursbereinigt lag der Zuwachs bei 4,4 Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) brach jedoch um 46 Prozent auf 100,9 Millionen Euro ein. Der Konzerngewinn ging um knapp 68 Prozent auf 47,3 Millionen Euro zurück.

08:25 Uhr

Henkel enttäuscht: Dax dürfte im Minus starten

Dax
Dax 12.670,11

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen unterkühlten Auftakt in einen bewegten Handelstag einstellen. Der deutsche Leitindex wird zum Start in den Dienstagshandel leicht schwächer erwartet.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax bei 11.660,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vortag war das Frankfurter Kursbarometer bereits 0,1 Prozent tiefer mit einem Schlusskurs von 11.679,68 Zählern aus dem Handel  gegangen.
  • Für Gesprächsstoff sorgen am Morgen die Zahlen von Unternehmen wie Henkel, Tui oder Deutsche Wohnen. Am Vormittag stehen zudem mit den Inflationsdaten aus Deutschland, den Job-Daten aus Großbritannien und dem ZEW-Index gewichtigere Konjunkturimpulse an.
07:10 Uhr

Warum Argentinien die Finanzmärkte verunsichert

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Vorwahlen in Argentinien: Anhänger des Präsidentschaftskandidaten Fernandez hoffen auf einen Wahlsieg der Linken.

dpa

Die Aktienmärkte in Argentinien haben die Aussicht auf einen politischen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land zu Wochenbeginn mit voller Wucht zu spüren bekommen. Der Leitindex S&P Merval brach in Buenos Aires um mehr als ein Drittel ein. Bis zum Abend sackte das Kursbarometer um 35,5 Prozent ab auf 28.609,96 Punkte. Der argentinische Leitindex fiel so mit einem Schlag auf den tiefsten Stand seit Ende 2018.

Merval Index
Merval Index 30.759,88

Für die Bevölkerung weitaus dramatischer ist der Einbruch der Landeswährung: Der argentinische Peso verlor zu Wochenbeginn ebenfalls massiv an Wert. Damit dürften sich alle Importwaren wie etwa Medikamente, Haushaltsgeräte oder Maschinen weiter verteuern.

  • Den Anstoß zu den Turbulenzen gab der sich abzeichnende Triumph der Linken: In den Vorwahlen setzte sich nicht der amtierende Präsident Mauricio Macri durch, sondern mit Alberto Fernández der frühere Kabinettschef der ehemaligen Präsidentin Cristina Kirchner.
  • An den Finanzmärkten sorgte dies auch deshalb für große Unruhe, weil sich Kirchner an der Seite von Fernández um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt. Ihr wird im Gegensatz zu Macri ein ausgesprochen angespanntes Verhältnis zu ausländischen Investoren nachgesagt.
  • In ihre Amtszeit fällt der Kampf gegen Anleihebesitzer, die sich nicht an staatlichen Umschuldungen beteiligen wollten. Die Vorwahlen dienen zur Bereinigung des Bewerberfeldes und gelten als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Oktober. Argentinien und den Märkten stehen damit unruhige Monate bevor.

Mehr zur politischen Lage in Argentinien lesen Sie hier.

Argentinischer Peso / Dollar
Argentinischer Peso / Dollar ,02

06:49 Uhr

Peso-Crash und Hongkong: Euro registriert wachsende Unsicherheit

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Im Devisenhandel beginnt der Tag aus Sicht der Anleger in Europa mit einer deutlichen Abschwächung beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung habe bereits im asiatisch geprägten Geschäft während der Nacht auf die Erschütterungen im Peso-Handel und die Unsicherheiten rund um die Hongkong-Proteste reagiert, heißt es.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro 0,25 Prozent unter dem Vortagesniveau bei 1,1188 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zu Wochenbeginn mit 1,1194 Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8933 Euro.
  • Politische Entwicklungen in Argentinien belasten seit dem Vortag den argentinischen Peso. Der Kurs der Landeswährung des südamerikanischen Landes brach zu Wochenbeginn scharf ein. Beobachter sprachen von einem "Peso-Crash".

Mehr zur politischen Lage in Argentinien lesen Sie hier.