Dienstag, 16. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax erlebt einen grünen Dienstag - rund 400 Punkte Zugewinn

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(Foto: imago/imagebroker)

Neue Konjunkturhoffnungen haben die europäischen Aktienmärkte heute nach oben gehoben. Nach dem überraschend starken ZEW-Konjunkturindex am Vormittag stützte am Nachmittag auch ein rekordverdächtiger Anstieg der US-Einzelhandelsumsätze die Stimmung. Zuvor hatte schon eine noch weiter gelockerte Geldpolitik der US-Notenbank Fed für gute Laune gesorgt. Sie hatte am gestrigen Abend angekündigt, ihr kürzlich beschlossenes Programm zum Kauf von US-Unternehmensanleihen auszuweiten.

So ging der Dax mit einem ordentlichen Gewinn von 3,4 Prozent auf 12.317 Punkte aus dem Handel, damit gewann er heute rund 400 Punkte hinzu. Sein Tageshoch lag bei 12.434 Punkten. Der MDax stieg um 2,4 Prozent auf 26.057 Punkte. Der TecDax ging um 2,6 Prozent auf 3160 Stellen hoch. Der EuroStoxx50 zog um 3,5 Prozent auf 3245 Punkte an.

Noch ein Blick auf die Einzelwerte: Besonders gut liefen an der Dax-Spitze Heidelbergcement mit plus 6,9 Prozent. Bayer gewannen 5,5 Prozent. Alle 30-Dax-Werte verzeichneten Zugewinne.

17:12 Uhr

Fed-Chef erwartet Wirtschaftsgenesung erst nach Corona

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Jerome Powell

(Foto: AP)

Euphorie sieht anders aus: Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, tritt auf die entsprechende Bremse. Seiner Meinung nach kann sich die US-Wirtschaft erst völlig erholen, wenn die Bürger von der Eindämmung der Corona-Pandemie überzeugt sind. Bei der einer Anhörung vor dem Kongress per Video sagte er, direkte Hilfen für Haushalte und Firmen könnten den entscheidenden Unterschied machen, um den langfristigen Schaden für die Wirtschaft zu begrenzen.

Zu Wochenbeginn hatte die Fed ihr als "Main Street Lending Facility" bekanntes Programm mit einem Gesamtvolumen von 600 Milliarden Dollar gestartet. Es soll Firmen mit bis zu 15.000 Mitarbeitern oder einem Umsatz von höchstens 5 Milliarden Dollar helfen, die Krise besser zu überstehen.

16:53 Uhr

US-Technologieaktien teurer als vor Corona

Während viele Branchen hart mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben, sind Technologieunternehmen wie Apple, Google und Co. längst wieder obenauf.  Die amerikanische Technologiebörse Nasdaq notiert mittlerweile sogar schon höher als noch vor der Corona-Krise. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

16:31 Uhr

Alle VW-Werke produzieren wieder - keine volle Auslastung

Nach einem teils zehnwöchigen Stillstand laufen bei Volkswagen wieder alle Werke. Als letztes nahm heute die Fabrik im mexikanischen Puebla die Produktion wieder auf. Damit sind nun weltweit sämtliche 16 Werke der Hauptmarke VW Pkw wieder am Netz.

Die Auslastung liegt allerdings bei rund 60 bis 70 Prozent der Auslastung im Vergleich zurzeit vor Ausbruch der Pandemie.

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Vor dem VW-Werk in Puebla.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

16:06 Uhr

Wall Street startet mit kräftigen Aufschlägen

Gute Laune an der Wall Street: Ein Rekordanstieg bei den US-Einzelhandelsumsätzen im Mai hat für Kauflaune auch an den US-Aktienmärkten gesorgt. Börsianer hoffen auf eine rasche Belebung der Konjunktur. Auch ermutigende Studienergebnisse bei der Behandlung von schwer kranken Covid-19-Patienten hoben die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 3,1 Prozent fester bei 26.550 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 2,7 Prozent auf 3149 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 2,2 Prozent auf 9938 Punkte zu. Gefragt waren die Aktien von Einzelhandelsunternehmen wie Macy's, Kohl's und Nordstrom, die bis zu 14,5 Prozent zulegten.

15:46 Uhr

Nachfrageeinbruch - Volvo zieht die Notbremse

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo will in der zweiten Jahreshälfte 4100 Stellen außerhalb der Produktion abbauen. Die Corona-Krise werde kurz- und mittelfristig die wirtschaftliche Aktivität in vielen wichtigen Märkten belasten und die Nachfrage drücken, teilte der Konzern mit. Volvo AB hatte bereits seit Mitte 2019 Kapazitäten abgebaut und befristete Beraterverträge gekündigt, um Kapazitäten der Nachfrage wieder anzupassen, nachdem Kunden in seinen größten Märkten ihre Lkw-Flotten erneuert und erweitert hatten.

Für die zweite Hälfte dieses Jahres plant Volvo nun eine weitere Reduzierung der Belegschaft. Etwa 15 Prozent der Stellen, die abgebaut werden sollen, betreffen Berater. Etwa 1250 Arbeitsplätze befinden sich in Schweden.

15:35 Uhr

US-Einzelhandel lebt wieder auf - stärkeres Plus als erwartet

Die Daumen der US-Einzelhändler zeigen nach oben - sie haben mit dem allmählichen Abklingen der Corona-Pandemie wieder mehr Geld in der Kasse. Die Einzelhändler nahmen im Mai Prozent 17,7 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Insbesondere die Autobranche konnte sich über ein Umsatzplus von 44,1 Prozent bei Pkws und Fahrzeugteilen freuen.

Im April hatten die US-Einzelhändler einen heftigen Einbruch erlitten - revidierten Zahlen zufolge von 14,7 Prozent. Ökonomen hatten für Mai lediglich mit einem Plus von 7,9 Prozent gerechnet. Der private Konsum macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

15:00 Uhr

IWH erwartet geringeren BIP-Einbruch als zur Finanzkrise

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(Foto: dpa)

Na, das ist doch mal eine Ansage: Die deutsche Wirtschaft wird nach Prognose des in Halle/Saale ansässigen IWH-Instituts in diesem Jahr nicht so stark schrumpfen wie während der Finanzkrise 2009. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte um 5,1 Prozent fallen, heißt es in der IWH-Vorhersage. Vor 11 Jahren war es mit 5,7 Prozent so stark eingebrochen wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Hallenser Forscher sind damit deutlich optimistischer als etwa ihre Berliner Kollegen vom DIW. Diese erwarten für das laufende Jahr einen Einbruch von mehr als 8 Prozent. Für 2021 sagt das IWH 3,2 Prozent Wachstum voraus.

14:37 Uhr

In schweren Turbulenzen: LGW steht vor endgültigem Aus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise bringt Geschäftspartner der Lufthansa in schwere Bedrängnis. Die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) mit 354 Beschäftigten, die im Auftrag der Lufthansa-Tochter Eurowings unterwegs war, steht vor dem Aus. Es sei bislang nicht gelungen, einen Käufer oder Investor zu finden, sagte ein Sprecher des Berliner Mutterkonzerns Zeitfracht. Sollte dies bis Ende Juni nicht gelingen, müsse zum 1. Juli das Insolvenzverfahren eingeleitet werden.

LGW hatte Ende April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und eigenen Angaben zufolge mehrere hundert potenzielle Käufer kontaktiert - ohne Erfolg. Die LGW war zuletzt mit eigenen Crews ausschließlich im Auftrag der Eurowings unterwegs, die in der Corona-Krise den Mietvertrag kündigte. Den LWG-Mitarbeitern sei am Montag angekündigt worden, dass das Unternehmen liquidiert und die Arbeitsverträge zum Juli gekündigt werden sollten, hatte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitgeteilt.

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13:46 Uhr

Apple hat ein Problem mit der EU-Kartellbehörde

Die EU-Kartellbehörde nimmt Apple ins Visier. Die Wettbewerbshüter wollen in zwei separaten Verfahren prüfen, ob das Unternehmen mit seinen Geschäftsbedingungen in Bezug auf sein Bezahlsystem Apple Pay und den App Store gegen EU-Regeln verstoße, wie die Behörde mitteilte. Kritisch sieht Brüssel etwa, dass die App-Entwickler ihre Nutzer nicht über alternative und oft günstigere Käufe außerhalb der Apps informieren dürfen. Zudem prüft sie die Bedingungen bei Apple Pay.

Auslöser der Untersuchungen ist eine Beschwerde des schwedischen Musik-Streaming-Dienstes Spotify von 2019. Ein weiterer kleinerer Rivale reichte im März dieses Jahres eine ähnliche Beschwerde im Zusammenhang mit E-Books und Hörbüchern ein.

13:08 Uhr

Fed dürfte Wall Street weiter antreiben

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(Foto: REUTERS)

Die jüngsten Aussagen der US-Notenbank Fed dürften heute für weiter steigende Kurse an der Wall Street sorgen. Die Fed hatte angekündigt, ihr Anleihekaufprogramm auch auf Schuldtitel einzelner Unternehmen auszudehnen. Für den Kauf in Frage kommen Anleihen von Unternehmen, die am 22. März über ein Investmentgrade-Rating verfügten und daneben noch einige andere Bedingungen erfüllen müssen. Dies hatte die Kurse an den US-Aktienmärkten am Vortag beflügelt, was sich nun weiter fortsetzen dürfte. Der Future auf den S&P-500 legt aktuell um 1,2 Prozent zu.

Mit Spannung wird auch auf die Anhörung von US-Notenbankpräsident Jerome Powell vor dem US-Kongress am Nachmittag gewartet. Die Anleger werden genau darauf achten, "ob er seinen eher pessimistischen Ton" in Bezug auf die US-Wirtschaft ändern wird, sowie auf weitere geldpolitische Maßnahmen, merkt Gero Jung, Chefökonom von Mirabaud Asset Management an.

Für Bewegung könnten auch die US-Konjunkturdaten sorgen. Am Vortag hatte die Geschäftsaktivität im Großraum New York für Juni überraschend stark zugelegt und für Erleichterung am Markt gesorgt. Vor der Startglocke wird der Einzelhandelsumsatz für Mai veröffentlicht, bei dem mit einem kräftigen Anstieg gegenüber dem Vormonat gerechnet wird.

12:41 Uhr

Dax legt fast 400 Punkte zu

Der deutsche Aktienmarkt kennt bis jetzt auf seinem Weg nach oben kein Halten. Der Dax notierte kurz nach Mittag 3,3 Prozent höher bei 12.305 Punkten. Damit legte er im Vergleich zum gestrigen Schlussstand fast 400 Punkte zu. Der MDax stieg um 2,5 Prozent auf 26.078 Zähler. Der TecDax wies ein Plus von 2,6 Prozent auf 3162 Stellen auf.

Dax
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12:28 Uhr

Pandemie erschüttert globale Ölnachfrage

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(Foto: imago images/viennaslide)

Die Corona-Pandemie wird das globale Wachstum und die Ölnachfrage nach Einschätzung der Internationale Energie-Agentur (IEA) in diesem Jahr massiv erschüttern. Allerdings würden Angebotskürzungen der Produzenten und eine rekordträchtige Wiederbelebung der Nachfrage im nächsten Jahr dazu beitragen, den Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In ihrem monatlichen Ölmarktbericht erklärte die IEA weiter, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr um 8,1 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen werde.

Im Jahr 2021 dürfte dann die Nachfrage um 5,7 Millionen Barrel pro Tag wieder steigen. Die Tatsache, dass in den jüngsten Wochen Teile der Weltwirtschaft die virusbedingten Schließungen überwunden haben, die dem Weltwirtschaftswachstum beispiellosen Schaden zugefügt haben, hat zu einer Erholung der Rohölnachfrage geführt. Die chinesische Ölnachfrage war im April fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres, und die indische Nachfrage stieg im Mai an.

12:01 Uhr

Bank of Japan macht noch eine Billion locker

Die Geldkanone feuert weiter aus allen Rohren: Japans Notenbank stützt heimische Firmen im Kampf gegen die Corona-Rezession mit noch mehr Geld. Das Kreditpaket für Firmen mit Liquiditätsengpässen wird von umgerechnet rund 700 Milliarden auf eine Billion US-Dollar erhöht, wie die Bank of Japan (BoJ) bekanntgab.

  • "Obwohl die Konjunktur allmählich wieder anzieht, wird Japans Wirtschaft bis auf weiteres in einem ernsten Zustand bleiben", sagten die Währungshüter um BoJ-Chef Haruhiko Kuroda.

Ihre Zinspolitik änderte die BoJ nicht. So soll die Kurve bei kurzfristigen Zinsen bei minus 0,1 Prozent gehalten werden, die für langfristige bei null Prozent.

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(Foto: REUTERS)

11:37 Uhr

Polens Regierung schließt Pleite der Airline Lot nicht aus

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(Foto: REUTERS)

So ändern sich die Zeiten: Vor ein paar Monaten wollte die polnische Airline Lot noch Condor übernehmen, nun kämpft sie um ihr Überleben. Die Regierung in Warschau schließt nun eine Zahlungsunfähigkeit des von der Corona-Krise geschwächten Unternehmens nicht mehr aus.

Nach Angaben des für Staatsbeteiligungen zuständigen Staatssekretärs Jacek Sasin will der polnische Staat zunächst die Wirtschaftslage der Fluglinie verbessern, indem man Gehälter kürze und die Leasingverträge für die Flugzeugflotte neu verhandele. Man erwäge auch ein öffentliches Rettungspaket, ähnlich wie dies andere Länder für ihre Fluglinien aufgelegt hätten, sagte Sasin weiter.

11:24 Uhr

Börsianer sehen Konjunkturlicht - ZEW-Index steigt weiter

Trotz der schweren Rezession blicken die Börsenprofis zunehmend optimistischer auf die Aussichten für die deutsche Konjunktur. Das Barometer ihrer Erwartungen für die nächsten sechs Monate stieg im Juni um 12,4 auf plus 63,4 Punkte und damit zum dritten Mal in Folge, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter 191 Analysten und Anlegern mitteilte. Ökonomen hatten mit 60 Zählern gerechnet. "Die Zuversicht nimmt zu, dass die konjunkturelle Talsohle im Sommer 2020 durchschritten sein wird", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach.

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11:07 Uhr

Easyjet kann Airbus-Käufe nach hinten verschieben

Der britische Billigflieger Easyjet hat mit Airbus neue Liefertermine für 32 Maschinen vereinbart. Die ursprünglichen Termine waren wegen der Corona-Pandemie nicht mehr zu halten. Der Preis wird sich dadurch etwas erhöhen. Wie Easyjet mitteilte, werden 24 Flugzeuge nun in den Geschäftsjahren 2025 bis 2027 geliefert. Die Auslieferung von acht weiteren Maschinen wurde vom Geschäftsjahr 2020 auf 2022 verschoben.

Der Preis für die 32 Maschinen könnte sich durch die Verzögerung um bis zu 95 Millionen Pfund erhöhen. Der Großteil davon werde zwischen 2025 und 2027 fällig.

10:48 Uhr

Dax baut Gewinn etwas aus

Der deutsche Aktienmarkt hat im Verlauf des Vormittags noch weiter angezogen. Der Dax notierte 2,5 Prozent höher bei 12.206 Punkten. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 2,3 Prozent auf 3210 Stellen.

Neben Spitzenreiter Heidelbergcement (plus 5,7 Prozent) überzeugten auch Bayer mit einem Zugewinn von 4,5 Prozent. Bei den Autowerten stiegen Daimler am stärksten - um 4,2 Prozent. Auch Lufthansa gewannen in der letzten Woche ihres Dax-Daseins mit plus 3,7 Prozent an Höhe.

10:22 Uhr

Der Höllenhund gibt bei der Commerzbank keine Ruhe

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(Foto: dpa)

Der Finanzinvestor Cerberus erhöht den Druck auf die Commerzbank-Spitze.

  • "Wir sind nach wie vor dazu entschlossen, nachhaltige Veränderung in der Führung der Commerzbank sowie in Bezug auf die operative und strategische Ausrichtung der Bank zum Wohle aller Stakeholder zu erwirken", betont der Großaktionär in einem weiteren Schreiben an den Aufsichtsrat des MDax-Konzerns.
  • "Künftig werden wir unsere Mittel dafür einsetzen, alternative Wege zur Herbeiführung der notwendigen Veränderungen zu bestreiten, um die anhaltende Erfolglosigkeit der Commerzbank zu überwinden, ihre durch die schwache Entwicklung in nahezu allen Geschäftskennzahlen zum Ausdruck gebrachten Probleme zu adressieren."

In einem ersten Brandbrief Anfang vergangener Woche hatte der US-Fonds zwei Posten im Kontrollgremium der Bank verlangt. Dies wies Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann zurück.

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10:03 Uhr

Schweiz erwartet massiven Wirtschaftseinbruch

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(Foto: imago images/Andreas Haas)

Auch die Eidgenossen leiden unter der Corona-Krise: Die Schweizer Regierung erwartet für das laufende Jahr den stärksten Konjunktureinbruch seit Jahrzehnten. Die Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) rechnet wegen der Pandemie mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,2 Prozent. Dies wäre der tiefste Wirtschaftseinbruch seit 1975. Im April hatte das Seco ein Minus von 6,7 Prozent genannt.

Den Tiefpunkt erwarten die Experten im zweiten Quartal. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Expertengruppe nur mit begrenzten Aufholeffekten.

09:45 Uhr

Curevac will an die Nasdaq - Bund beabsichtigt Beteiligung

Das Tübinger Unternehmen Curevac will nach Angaben des Bundesfinanzministeriums demnächst in den USA an die Börse gehen. Curevac habe einen großen Kapitalbedarf "und beabsichtigt einen Börsengang an die Nasdaq in New York im Juli 2020", schreibt das Ministerium in einer Mitteilung an den Bundestag.

  • "Der beabsichtigte Erwerb einer Bundesbeteiligung an Curevac soll sicherstellen, dass das Unternehmen nicht durch einen ausländischen Investor übernommen wird und ins Ausland abwandert."

Es stünde zu befürchten, dass bei Übernahme und Abwanderung ins Ausland ein künftig durch Curevac entwickelter Impfstoff gegen Covid-19 Deutschland und Europa nicht zur Verfügung gestellt werde.

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(Foto: picture alliance/dpa)

09:31 Uhr

Corona-Krise trifft Großbritanniens Jobmarkt stärker als gedacht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise hat stärker auf den britischen Arbeitsmarkt durchgeschlagen als bislang bekannt. Nach Angaben des Statistikamts ONS ist im April die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe um revidiert 1,032 Millionen gestiegen. In einer ersten Einschätzung hatte das Amt noch einen Wert von 856.500 ermittelt. Damit wurde im April der höchste jemals gemessene Anstieg verzeichnet.

Im Mai stieg die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe den Angaben zufolge um 528.900. Damit machten sich die Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiterhin negativ bemerkbar.

Gleichzeitig wurden die Daten zur Arbeitslosenquote veröffentlicht, die nach den Methoden der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) erhoben werden. Die Zahlen beziehen sich aber noch auf den April. Die Arbeitslosenquote verharrte in den drei Monaten bis April bei 3,9 Prozent.

09:09 Uhr

Dax macht ordentlichen Satz über die 12.000

Grüner Start an der Frankfurter Börse: Der Dax hat in den ersten Handelsminuten die 12.000-Punkte-Hürde locker genommen. Der Leitindex stieg um 2,4 Prozent auf 12.191 Punkte. Der MDax legte um 1,8 Prozent auf 25.908 und der TecDax um 1,9 Prozent auf 3139 Stellen zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,3 Prozent aufwärts auf 3207 Punkte. Rückenwind kommt aus den USA. Die Fed will zur Stabilisierung der Finanzmärkte in der Corona-Krise mit dem Kauf einzelner Unternehmensanleihen beginnen. Das verhalf bereits gestern Abend dem Dow Jones ins Plus. Zudem erwägt die Trump-Administration nach einem Medienbericht ein Infrastruktur-Programm im Volumen von mehr als einer Billion Dollar.

Heidelbergcement setzen sich mit plus 6,0 Prozent an die Dax-Spitze. Alle Dax-Werte befanden sich kurz nach Handelsstart in der Gewinnzone.

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09:00 Uhr

Airport Frankfurt weiter im Corona-Bann

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(Foto: dpa)

Die coronabedingte Flaute hat den Frankfurter Flughafen weiter fest im Griff. Wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte, nutzten in der 24. Kalenderwoche 109.376 Passagiere das Drehkreuz. Das entspricht einem Rückgang um 92,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das Frachtaufkommen fiel in der Woche vom 8. bis zum 14. Juni mit 34.043 Tonnen um 12,3 Prozent geringer aus als vor einem Jahr. Die Zahl der Flugbewegungen schrumpfte um 81 Prozent auf 2043.

08:37 Uhr

Wenig Bewegung am Ölmarkt

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,41

Ruhe herrschte am Morgen an der Ölfront: Die Preise für das sogenannte schwarze Gold haben sich zunächst kaum bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 39,80 US-Dollar. Das waren 8 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 5 Cent auf 37,17 Dollar zu.

Am Montag hatten zunächst neu aufgeflammte Sorgen in der Corona-Krise den Handel belastet, bevor die Preise ins Plus drehten. Positive Impulse kamen von der US-Notenbank: Die Fed will zur Stabilisierung der Finanzmärkte in der Corona-Krise nun auch einzelne Unternehmensanleihen kaufen.

08:23 Uhr

Inflation schwächt sich weiter ab - Heizöl und Sprit billiger

Sinkende Energiepreise in der Corona-Krise haben die Inflation in Deutschland im Mai auf den niedrigsten Stand seit über dreieinhalb Jahren gedrückt. Die Jahresteuerungsrate lag bei 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Die Rate schwächte sich den dritten Monat in Folge ab. Es war der niedrigste Wert seit September 2016.

Energie verbilligte sich im Mai um 8,5 Prozent. Der Rohölpreis ist seit Monaten unter Druck. Heizöl wurde gegenüber dem Vorjahresmonat 30,5 Prozent billiger, Kraftstoffe um 20,7 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen überdurchschnittlich um 4,5 Prozent.

08:19 Uhr

Zalando-Aktie verliert vorbörslich - Großaktionär verkauft Anteile

Ein Paket des Modehändlers Zalando liegt auf einem Paketförderband. Foto: Bodo Marks/dpa

Ein Paket des Modehändlers Zalando liegt auf einem Paketförderband. Foto: Bodo Marks/dpa

(Foto: Bodo Marks/dpa)

Vor Handelsbeginn die die Aktie von Zalando unter Druck geraten, sie gab um 2,3 Prozent nach. Dem Papier setzt der Verkauf von Anteilen des Großaktionärs Kinnevik zu.

Das schwedische Unternehmen hatte bei institutionellen Anlegern ein Aktienpaket platziert, das 4,4 Prozent an Zalando entspricht und damit seine Sperrminorität aufgegeben.

08:09 Uhr

Fed legt nach: Billionenschweres Infrastrukturprogramm geplant

Die US-Notenbank hat angekündigt, ihr kürzlich beschlossenes Programm zum Kauf von US-Unternehmensanleihen auszuweiten. Die Nachricht sorgte für einen Stimmungsumschwung an Wall Street im späten Geschäft. Daneben berichtet das Finanzportal Bloomberg, dass die US-Regierung an einem 1 Billion Dollar schweren Infrastrukturprogramm arbeitet.

07:42 Uhr

Leichte Entspannung: Analysten erwarten Dax im Plus

Banken und Brokerhäuser gehen davon aus, dass der Dax heute Vormittag etwas höher in den Handel startet. Er hatte gestern 0,3 Prozent schwächer bei 11.911,35 Punkten geschlossen. Hauptsorge dürfte die Coronavirus-Pandemie bleiben. Auslöser der jüngsten Kursverluste war ein neuer Ausbruch in Peking mit mehr als 100 Neuinfektionen. Zudem hatten mehrere US-Bundesstaaten Rekordzahlen gemeldet.

  • "Der Ausbruch in Peking zeigt die Schwierigkeiten auf, die weltweit bestehen, wenn es darum geht, die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen und zugleich das Virus unter Kontrolle zu halten", sagt IG-Analyst Joshua Mahony.
  • Augenmerk dürften die Investoren in diesem Zusammenhang auf den ZEW-Index legen, der am Vormittag veröffentlicht wird. Analysten gehen davon aus, dass die Erwartungen günstiger eingeschätzt werden als im Mai und auch die Lage nicht mehr ganz so schlecht ist wie noch vor einem Monat.

07:11 Uhr

Softbank erwägt Verkauf von T-Mobile-Aktien

Der japanische Technologiekonzern Softbank will sich möglicherweise von seinen Anteilen an T-Mobile US trennen. Wie die Softbank Group mitteilt, prüft sie Verkäufe von Aktien an dem US-Mobilfunkunternehmen. Sie führt nach eigenen Angaben Gespräche mit T-Mobile und ihrer Konzernmutter Deutsche Telekom. Die mögliche Veräußerung ist Teil des Verkaufsprogramms von Vermögenswerten im Volumen von 4,5 Billionen Yen, umgerechnet 37,2 Milliarden Euro, das Softbank im März angekündigt hat.

T-Mobile US
T-Mobile US 93,21

06:34 Uhr

CO2-Analyse von Unternehmen: SAP entwickelt Klima-Software

SAP will Unternehmen künftig den Einblick in den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte erleichtern. Die Initiative Climate21 werde es beispielsweise einem Autohersteller ermöglichen, anzugeben, wie hoch die Treibhausgasemissionen bei der Produktion verschiedener Modelle seien, teilt Europas größter Technologiekonzern mit.

  • "Das Konsumentenverhalten hat sich verändert, auch wenn das gerade von der Corona-Krise überlagert wird. Das Wissen um den CO2-Fußabdruck kann einen Wettbewerbsvorteil darstellen", sagt Produktchef Thomas Saueressig. Es gebe keine vergleichbare Software auf dem Markt: "Mit dieser Lösung sind wir Pionier."
  • Künftig will der Walldorfer Dax-Konzern "Quartal für Quartal" neue Applikationen im Rahmen der Climate-Initiative auf den Markt bringen, die später auch andere Umweltfaktoren berücksichtigen sollen.
  • Einstweilig muss SAP Kunden davon überzeugen, sich die Software herunterzuladen, die sich zunächst auf die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungsketten (Supply Chain) konzentriert.
SAP
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