"Dax-Allzeithoch wurde abverkauft"
Das neue Dax-Allzeithoch steht: Bei 15.538 Punkten markiert der deutsche Börsenleitindex im frühen Dienstagshandel bereits sein Tageshoch und löscht damit den alten Rekord vom 19. April. Allein die Kauflaune zu Handelsbeginn verpufft schnell, der Dax dreht im Verlauf ins Minus, fällt bis auf 15.344 Zähler. Am Nachmittag stützt die Wall Street etwas, aus dem Handel verabschiedet sich der Leitindex 0,1 Prozent im Minus mit 15.387 Punkten.
"Das Dax-Allzeithoch wurde abverkauft", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer den Handel. "Es gab einen kleinen Jubelschrei am Morgen, am Handelsende war davon nichts mehr übrig", erläutert Meyer. "Ein weiterer Tag zum Verschnaufen letzten Endes."
Bei den Einzelwerten sind am Dienstag Corona-Gewinner wie Delivery Hero gefragt, deren Aktien knapp vier Prozent zulegen. Deutsche Wohnen und Deutsche Post folgen mit Aufschlägen von mehr als zwei und knapp zwei Prozent. Die Verliererliste führen Siemens und Adidas an. Die Papiere geben jeweils mehr als ein Prozent ab.
Ölwerte an der Spitze der Gewinner
Ölwerte liegen an der Spitze der Gewinnerliste. Der Branchenindex im Stoxx steigt um 1,2 Prozent. "Der Markt hedgt sich mit Ölaktien gegen Inflationsgefahren", so ein Marktteilnehmer. Für den Gesamtmarkt sei die Entwicklung eher negativ. Der EuroStoxx50 notiert nahezu unverändert bei knapp 4.008 Punkten.
"Das ist der Quantensprung in der E-Mobilität"
Biontech holt sich Ex-Morphosys-Vorstand
Der Impfstoffhersteller Biontech vergrößert seinen Vorstand. Jens Holstein werde ab 1. Juli Finanzvorstand, teilt das Unternehmen mit. Bislang hatte diese Funktion Sierk Poetting bekleidet, der sich fortan auf seine Aufgaben als Chief Operating Officer konzentrieren soll. Biontech wächst derzeit kräftig und will den Sprung zu einem komplett biopharmazeutischen Unternehmen mit eigener Produktpalette schaffen.
Holstein war bis zum Jahreswechsel Finanzchef von Morphosys und hatte davor verschiedene Funktionen im Fresenius-Konzern bekleidet. Er soll eine Führungsrolle bei der Entwicklung und Umsetzung der regionalen Expansionspläne spielen.
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MGM-Pläne: Amazon-Aktien sind gesucht
Für die Amazon-Aktien geht es knapp ein Prozent auf 3300 Dollar nach oben. Der Konzern befinde sich in Gesprächen um eine mögliche MGM-Übernahme, das letzte große unabhängige Hollywood-Studio, berichtet "Barron's". Die Gespräche fänden inmitten einer beschleunigten Konsolidierung der Branche statt, die auf ein verändertes Verbraucherverhalten zurückzuführen sei, ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie. Von "Barron's" heißt es, dass der in Medienberichten angedeutete Preis von 9 Milliarden Dollar weit über dem liegt, der vor drei Jahren mit Apple diskutiert worden sei. Eine Übernahme würde auch die Franchise-Rechte an Filmen wie James Bond, Rocky, Pink Panther und The Hobbit umfassen.
Walmart hilft Wall Street
Ermutigende Geschäftszahlen von Konzernen wie dem Einzelhändler Walmart oder der Baumarktkette Home Depot stützen die Kurse an der Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 halten sich etwa 0,2 Prozent im Plus.
"Walmart und Home Depot scheinen von den steigenden Konsumausgaben zu profitieren", sagt Sean O'Hara, Chef des Fondsanbieters Pacer ETFs. "Mit der Lockerung der Pandemie-Beschränkungen und der Rückkehr zur Normalität erwarten wir steigende Ausgaben im Einzelhandel." Die Furcht vor einer galoppierenden Inflation lasse Investoren aber nicht los. In den vergangenen Wochen hatten Spekulationen auf vorzeitige Zinserhöhungen der US-Notenbank immer wieder Verkäufe an den Aktienmärkten ausgelöst.
Mit einem Plus von 3,2 Prozent gehört Walmart zu den Favoriten am US-Markt. Das Quartalsergebnis des Einzelhändlers habe seine unlängst angehobenen Prognosen übertroffen, kommentierte Analyst Michael Baker vom Vermögensverwalter Cowen. Die angehobenen Gesamtjahresziele lägen über den Markterwartungen. Im Windschatten von Walmart gewinnen die Konkurrenten Nordstrom und Kohl's jeweils rund ein Prozent.
Tech-Positionen stark abgebaut: Bitcoin ist "most crowded trade"
Der Positionsabbau in den früheren Börsenlieblingen aus dem Tech-Bereich ist bereits weit fortgeschritten, wie die neue Fondsmanager-Umfrage der Bank of America zeigt. Demnach ist die Allokation in Tech-Werten auf einem Allzeittief angekommen. Damit gilt der Sektor nun bereits als überverkauft. Stattdessen sind die Fondsmanager massiv in Banken übergewichtet - die Übergewichtung liegt bei netto 30 Prozent. In Energietiteln liegt sie bei netto 14 Prozent, in Materials bei netto 20 Prozent. Noch im vergangenen Jahr waren Techs über weite Strecken der "most crowded trade". Der "most crowded trade" ist nach Meinung der Fondsmanager nun Bitcoin.
Bafin warnt Banken
Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Gebührenänderungen kann für die deutschen Banken nach Ansicht der Aufsichtsbehörde Bafin gravierende Folgen haben. "Das hat das Potenzial, für die Banken richtig teuer zu werden", sagt der für die Bankenaufsicht zuständige Exekutivdirektor Richard Röseler. Einzelne Banken könne das Urteil im schlimmsten Fall die Hälfte des Jahresgewinns kosten. Um die genauen Folgen zu beurteilen, müsse man aber die Urteilsbegründung abwarten, die noch nicht vorliege, sagte der Bankenaufseher. "Wir müssen sehen, wie weit das Urteil geht" - etwa, ob nur Kontoführungsgebühren davon betroffen seien oder auch andere.
Inflationsängste
US-Wohnungsbau kämpft mit Gegenwind
Der Wohnungsbau in den USA hat im April einen unerwartet kräftigen Dämpfer erlitten. Die Zahl der neu begonnenen Projekte fiel um 9,5 Prozent auf - hochgerechnet auf das gesamte laufende Jahr - 1,569 Millionen, wie das Handelsministerium mitteilt. Ökonomen hatten mit 1,710 Millionen gerechnet - nach 1,733 Millionen im März. Die Zahl im März war allerdings der höchste Wert seit Juni 2006. Sie markierte eine Gegenbewegung zum Februar, als insbesondere im Nordosten und Mittleren Westen der USA die Zahl der Wohnbaubeginne wegen einer Kältewelle überdurchschnittlich stark eingebrochen war. Grundsätzlich wird der Trend zu den eigenen vier Wänden durch günstige Hypotheken-Zinsen gefördert. Doch die deutlich gestiegenen Preise für Holz und Baumaterial schrecken womöglich manche Bauwilligen ab.
Gold springt auf höchsten Stand seit Januar
Der Goldpreis testet nach den schwachen US-Baubeginnen erstmals seit Ende Januar die Marke von 1875 Dollar je Feinunze. Die Baubeginne sind deutlich stärker zurückgegangen als erwartet. "Das dürfte den Dollar tendenziell weiter schwächen", so ein Marktteilnehmer. Der Gegenwind von der Währungsseite werde nun auch am Aktienmarkt in Europa stärker.
Tesla-Konkurrent Fisker unter Druck
Die Aktien von Fisker fallen an der Wall Street vorbörslich fast drei Prozent. Der Elektroautobauer, der Ende 2022 sein erstes Modell produzieren will, hatte den Quartalsverlust ausgeweitet. Im regulären Handel hatten die Papiere zuvor rund sieben Prozent zugelegt.
Neue IPO-Details: Vivendi-Kurs steigt
Für Vivendi geht es mehr als drei Prozent nach oben. Der Medienkonzern hat neue Details zum geplanten Börsengang von UMG genannt. Haupttreiber ist die Nachricht, dass Vivendi den Verkauf weiterer 10 Prozent der UMG-Anteile erwägt - entweder an einen Investor oder per IPO. Der Verkauf soll noch vor der geplanten Abspaltung von 60 Prozent der UMG-Aktien an die Vivendi-Aktionäre über die Bühne gehen. Wie die Citigroup anmerkt, ist die Nachricht positiv, da damit ein neuer Referenzwert für UMG bestimmt werde. Die bisherige Schätzung von 30 Milliarden Euro sei zwei Jahre alt.
Hier bekommen Verbraucher die Inflation zu spüren
Buffett ist bei Wells Fargo fast raus
Wells Fargo geben vor der US-Startglocke leicht nach. Die Investmentholding von Warren Buffett, Berkshire Hathaway, hat im Laufe des ersten Quartals einer Pflichtmitteilung zufolge den Anteil weiter reduziert und ist damit fast komplett ausgestiegen.
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Leichte Gewinne zum Wall-Street-Start erwartet
Mit leichten Aufschlägen dürfte die Wall Street in den Handel am Dienstag starten. Allerdings dürfte die Volatilität weiterhin hoch bleiben, heißt es. Die Sorge vor einer Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank vor dem Hintergrund einer anziehenden Inflation belastet die Märkte weiter. Nachdem zuletzt mehrheitlich beschwichtigende Kommentare aus den Reihen der Fed gekommen waren, die eine Beibehaltung der lockeren Geldpolitik in Aussicht stellten, wünscht sich der Präsident der Federal Reserve von Dallas, Robert Kaplan, in nächster Zeit eine Debatte um die Reduzierung der Anleihekäufe. "Das war immer das Hauptrisiko: Dass die Zentralbanken die Liquiditätsschwemme beenden, bevor die Party zu Ende ist", sagt Brian O'Reilly, Leiter der Marktstrategie bei Mediolanum International Funds. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf das Protokoll der Fed-Sitzung von Ende April am Mittwoch gewartet.
Dax mit neuem Rekord - "Lockerungen inspirieren Börsen"
Gut hingehört: Starke Zahlen pushen Sonova
Rosige Wachstumsaussichten lassen Anleger bei Sonova zugreifen. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Hörgeräten legen rund neun Prozent zu. Der in der Schweiz ansässige Konzern rechnet nach der Corona-Krise mit starkem Wachstum dank der aufgestauten Nachfrage während der Pandemie.
Bafin: Corona-Krise schlägt sich mit Verzögerung bei Banken durch
Die Corona-Krise wird die Banken nach Ansicht der Finanzaufsicht Bafin noch eine Weile beschäftigen. "Wir müssen davon ausgehen, dass nicht alle von der Pandemie gebeutelten Unternehmen der Realwirtschaft wieder gesunden", sagt Bafin-Exekutivdirektor Raimund Röseler. "Der tatsächliche Wertberichtigungsbedarf der Institute wird sich erst zeigen, wenn die staatlichen Hilfsprogramme ausgelaufen sind und das Insolvenzrecht wieder in vollem Umfang greift." Mit welchen Verzögerungen sich das bei den Banken niederschlagen werde, sei kaum abzusehen.
Zahlreiche Häuser wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank haben im ersten Quartal deutlich weniger Risikovorsorge gebildet für faule Kredite als zum Jahresstart 2020 oder haben sie sogar zum Teil aufgelöst, was sich positiv im Ergebnis niederschlägt. Durch die Fortschritte beim Impfen gibt es erste Öffnungen im Tourismus, Einzelhandel und in der Gastronomie und die konjunkturellen Aussicht sind besser als zu Beginn der Pandemie vor über einem Jahr.
Eurostar erhält millionenschweres Rettungspaket
Der finanziell angeschlagene Eurotunnel-Zuganbieter Eurostar kann vorerst aufatmen. Die Anteilseigner hätten ein Rettungspaket in Höhe von 250 Millionen Pfund geschnürt, teilt die Mehrheitsaktionärin, die staatliche französische Eisenbahngesellschaft SNCF, mit. Eurostar hatte zuvor gewarnt, dass es ums Überleben kämpfe, vor allem wegen stark gesunkener Passagierzahlen in der Corona-Pandemie. "Jeder bei Eurostar ist ermutigt von dieser starken Unterstützung unserer Aktionäre und Banken, die es uns ermöglichen wird, diesen wichtigen Service weiterhin für unsere Passagiere bereitzustellen", sagt Eurostar-Chef Jacques Damas.
Bestätigtes EU-BIP beruhigt
Für Erleichterung bei einigen Händler sorgt das bestätigte BIP in der Eurozone zum ersten Quartal. Es fiel wie in der ersten Veröffentlichung berichtet um 1,8 Prozent zum Vorjahr. Damit kann weiter mit den bisherigen Erwartungen beim Gewinnwachstum auf Unternehmensebene gerechnet werden. Der Dax handelt weiter mit rund 0,3 Prozent Plus.
Amazon plant Kauf von James-Bond-Studio
Der weltgrößte Onlinehändler Amazon macht einem Medienbericht zufolge Jagd auf 007. Amazon führe Kaufgespräche mit dem James-Bond-Studio MGM, berichtet die Technologienachrichtenplattform "The Information" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der aktuelle Stand der Verhandlungen sei unbekannt, und die Gespräche könnten auch ergebnislos bleiben.
Dem 1924 gegründeten Hollywood-Studio, das für sein Firmenlogo mit dem brüllenden Löwen bekannt ist, gehört die gesamte James-Bond-Filmbibliothek. Zudem betreibt MGM den Kabelkanal Epix. Darüber hinaus produziert das Studio bekannte Fernsehserien wie "The Handmaid's Tale", "Fargo" und "Vikings". Amazon wollte keine Stellung nehmen. Reuters-Informationen aus dem Dezember zufolge erwägt MGM einen Verkauf und hat Morgan Stanley sowie LionTree mit dem Prozess beauftragt. Der Firmenwert wird demnach mit 5,5 Milliarden Dollar veranschlagt.
Vodafone und Iliad stehen nach Zahlen unter Druck
Anleger werfen Aktien der Telekomkonzerne Vodafone und Iliad aus ihren Depots. Vodafone-Titel geben an der Börse in London rund sieben Prozent nach, nachdem der britische Mobilfunker beim Ergebnis enttäuscht hatte. Anteilsscheine des französischen Telekomkonzerns Iliad brechen nach der Vorlage von Quartalszahlen rund neun Prozent ein. Das Unternehmen kündigte an, wegen der Ausgaben für 5G-Netzwerke seine Ziele für den freien Cashflow zu revidieren.
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Börsenaufsicht setzt Handel mit Siemens Gamesa aus
Die spanische Börsenaufsicht hat am Dienstag den Handel mit Aktien des Windturbinenherstellers Siemens Gamesa ausgesetzt. Zuvor hatte die Zeitung "Expansion" berichtet, dass der Mehrheitseigentümer Siemens Energy Investmentbanken beauftragt habe, um seinen Anteil von 67,07 Prozent zu erhöhen. Morgan Stanley und die Deutsche Bank sollten strategische Optionen für Siemens Gamesa ausloten, darunter auch den Abschied von der Börse, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise. An Siemens Energy ist die frühere Mutter Siemens-Konzern mit 35 Prozent direkt beteiligt und über seinen Pensionsfonds mit weiteren 10 Prozent. In Deutschland gewinnen Siemens-Gamesa-Titel rund neun Prozent. Siemens-Energy-Aktien verteuern sich mehr als zwei Prozent.
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Imperial Brands verfehlt Markterwartungen - Anleger zufrieden
Der Hersteller von Gauloises- und Winston-Zigaretten, Imperial Brands, hat eine schwächere Nachfrage in den USA zu spüren bekommen und schlechter abgeschnitten als erwartet. Der Konzern verbuchte im ersten Halbjahr einen bereinigten Umsatz von 3,57 Milliarden Pfund nach 3,49 Milliarden im Vorjahr, während Analysten 4,02 Milliarden erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 107 Pence und lag damit leicht unter den Schätzungen von 107,7 Pence. Der Vorstand bekräftigte indes seine Jahresziele, die ein Wachstum des bereinigten Betriebsgewinns im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich vorsehen. Für die Aktien geht es knapp zwei Prozent nach oben.
Gesco-Marge schürt Kursfantasie
Die Aktien von Gesco handeln fester - nach guten Geschäftszahlen im ersten Quartal. Die Nachfrage hat sich neben den Edelstahlprodukten auch in anderen Segmenten erhöht, der Auftragseingang stieg fast 19 Prozent über Vorjahr an. Gleichzeitig konnte damit auch die zuvor schwache EBIT-Marge verbessert werden auf 6,6 nach 2,1 Prozent. Gesco-Titel ziehen knapp zwei Prozent an.
Musk kritisiert deutsche Vorschriften: "Irgendwann darf man gar nichts mehr"
Elringklinger-Kurs profitiert von Tochterauftrag
Die Aktien von Elringklinger steigen 5,4 Prozent. Die Tochtergesellschaft EKPO Fuel Cell Technologies, ein Gemeinschaftsunternehmen des Autozulieferers und Plastic Omnium, erhielt einen Auftrag im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, wie der Konzern mitteilte. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung
Baugenehmigungen für Wohnungen steigen deutlich
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im März deutlich gestiegen. Sie wuchs um 7,0 Prozent zum Vormonat auf 38.204, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bei Einfamilienhäusern gab es eine Zunahme von 34,5 Prozent, bei Zweifamilienhäusern von 28,9 Prozent. Die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser sanken dagegen um 6,2 Prozent.
Im vergangenen Jahr waren trotz Corona-Krise deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt worden. Experten zufolge reicht das Tempo aber nicht aus, um den vor allem in Großstädten vorhandenen Mangel zu beheben. Die von der Bundesregierung versprochene Wohnraumoffensive verfehlt demnach zentrale Ziele. Von den eigentlich geplanten 1,5 Millionen neuen Wohnungen werden bis zum Ende der Legislaturperiode wohl nur 1,2 Millionen gebaut sein, wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen schätzt.
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Zinsängste? Dax springt auf neues Allzeithoch
Am 19. April klettert der Dax auf 15.501 Punkte - und markiert seinen bis dato höchsten erreichten Stand. Knapp einen Monat braucht der deutsche Börsenleitindex danach, um wieder einen Rekord melden zu können: Zum Start in den Dienstagshandel geht es für den Dax 0,8 Prozent auf 15.512 Zähler nach oben, nachdem er am Montag mit 15.397 Punkten aus dem Handel gegangen war.
"Positive Vorgaben von der Wall Street und aus Asien helfen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Angst vor steigenden Zinsen ist in den vergangenen Tagen zwar etwas schwächer geworden, da ein paar nicht so starke Konjunkturdaten zunächst für etwas Beruhigung gesorgt haben", erläutert sie: "Das kann sich natürlich jederzeit ändern: Die Nervosität bleibt weiter hoch, die Anleger sind nach wie vor sehr wachsam."
Brent-Öl nimmt wichtige Preismarke ins Visier
Die Ölpreise haben am Morgen ihre Aufschläge vom Wochenstart ausgebaut. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,75 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 66,53 Dollar.
Unterstützung erhalten die Ölpreise zurzeit durch den schwächeren Dollar. Dadurch wird das in der amerikanischen Währung gehandelte Erdöl günstiger für Interessenten außerhalb des Dollarraums. Auch die gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten sorgte für Rückenwind am Ölmarkt. Grundsätzlich profitieren die Erdölpreise durch die zunehmende konjunkturelle Dynamik in den USA und Europa sowie die robuste Wirtschaftslage in China.
Grenke-Aktie bereits unter Strom - dickes Plus
Die Aktien des mit Bilanzfälschungs-Vorwürfen konfrontierten Leasinganbieters Grenke schießen nach dem uneingeschränkten Testat seines Wirtschaftsprüfers KPMG für die Bilanz 2020 nach oben. Die Anteilsscheine ziehen im Frankfurter Frühhandel rund 18 Prozent an.
Impfstoffproduktion für Biontech treibt Dermapharm
Der Arzneimittelhersteller Dermapharm hat unter anderem von der Corona-Impfstoff-Produktion für Biontech profitiert und zum Jahresauftakt einen Gewinnsprung verbucht. Bei einem Umsatzplus von gut zehn Prozent auf 212 Millionen Euro schnellte das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um knapp 29 Prozent auf 63,7 Millionen Euro.
Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele, die ein Umsatzwachstum zwischen 24 und 26 Prozent vorsehen und einen Anstieg des bereinigten Ebitda von 45 bis 50 Prozent.
Gute Stimmung in Asien beflügelt Eurokurs
Euro / DollarDer Euro hat im frühen Handel an Härte gewonnen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2165 US-Dollar und damit etwas mehr als in der Nacht zuvor. Die EZB hatte gestern den Referenzkurs auf 1,2143 Dollar festgesetzt.
Auftrieb erhielt der Euro durch die gute Aktienmarktstimmung in Asien. Der australische und der neuseeländische Dollar legten ebenfalls zu. Diese beiden Währungen reagieren meist besonders positiv auf steigende Aktienkurse. Der US-Dollar gab hingegen nach. Am Dienstag stehen unter anderem Wachstumszahlen aus der Eurozone auf dem Programm. Es handelt sich um eine zweite Schätzung. Mit fortschreitenden Impfungen erwarten Analysten eine konjunkturelle Besserung.
Die Esten sind da - E-Scooter-Startup Bolt startet in Deutschland
Das estnische Mobilitäts-Startup Bolt geht mit seinen E-Scootern in neun deutschen Städten an den Start und greift Wettbewerber mit niedrigen Preisen an. Ab sofort könnten in Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt/Main, Nürnberg, Stuttgart, Potsdam und Fürth insgesamt 15.000 Zweiräder ausgeliehen werden, teilte das früher unter dem Namen Taxify agierende Unternehmen mit, das hierzulande mit Tier Mobility, Lime oder Bird konkurriert.
Ein Preis von fünf Cent pro Minute ohne weitere Gebühren sei ein Angebot, "wo wirklich jeder unseren Dienst nutzen kann", sagte der 27-jährige Firmenchef und Mitgründer Markus Villig gegenüber Reuters. Neben E-Scootern bietet das Unternehmen, das bei Investoren bereits mehr als 200 Millionen Dollar eingesammelt hat, vielerorts auch Fahrdienste, E-Fahrräder, Essens- und Paketauslieferungen über seine Plattform an.
Archegos-Debakel: Credit Suisse verliert viele Topmanager
Nach dem Kollaps des US-Hedgefonds Archegos Capital verliert die Credit Suisse offenbar zahlreiche Topmanager. Mindestens zehn leitende Angestellte des US-Investmentbankings der Schweizer Großbank haben laut Insidern intern den Weggang erklärt. Die meisten von ihnen wollten zu anderen Banken wechseln. In den kommenden Wochen dürften noch weitere Manager des Geldinstituts ihren Weggang öffentlich machen, so die Informanten.
Das Debakel um Archegos Capital hatte der Credit Suisse einen Verlust von 5,5 Milliarden US-Dollar eingebrockt. Die Eidgenossen hatten sich bei dem Hedgefonds im Verhältnis zur eigenen Größe gegenüber anderen Banken stark engagiert.
Es sieht gut aus für den Dax - Kommt ein neuer Rekord?
Wird es heute etwas mit dem neuen Dax-Allzeithoch? Der Leitindex wird nach Lage der Dinge einen grünen Start hinlegen. Anderthalb Stunden vor Handelsbeginn notierte er 0,5 Prozent höher bei 15.476 Punkten. Gestern war der Dax leicht schwächer aus dem Handel gegangen.
"Nun ist Warten auf die nächsten positiven Impulse angesagt, die den Markt über das Allzeithoch bei gut 15.500 Punkten tragen können", sagte Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets.
Im Fokus der Anleger stehen unter anderem die Einzelhändler in den USA, von denen Aufschluss darüber erwartet wird, ob der Konsumboom zuletzt ins Stocken geraten ist. Quartalszahlen legen der weltgrößte Einzelhändler Walmart, die Baumarktkette Home Depot sowie der Kaufhausbetreiber Macy's vor.
Grand City macht weniger Gewinn
Der Immobilienkonzern Grand City Properties hat im ersten Quartal bei sinkenden Mieteinnahmen einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der MDax-Konzern. Die Nettomieteinnahmen sanken auf 90,6 von 94,5 Millionen Euro, was vor allem Immobilienverkäufen geschuldet war. Auf vergleichbarer Fläche legten die Mieteinnahmen um 1,8 Prozent zu. Grand City verkaufte während des Quartals Immobilien im Wert von 220 Millionen Euro.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag laut Mitteilung bei 73 Millionen Euro nach 74 Millionen im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern verdiente Grand City 51,2 Millionen Euro nach 55,7 Millionen. Der den Anteilseignern zuzurechnende Gewinn sackte auf 33,4 von 40,1 Millionen Euro ab, Das Ergebnis je Aktie betrug 20 Cent.
Vodafone hat 3G schon in drei Großstädten abgeschaltet
Der Abschied von dem einst als großen Fortschritt gefeierten Mobilfunk-Standard 3G - auch UMTS genannt - rückt immer näher. Bevor Vodafone Ende Juni seine verbliebenen 3G-Sender bundesweit abschaltet und mit 4G oder 5G deutlich bessere Alternativen anbietet, hat das Unternehmen in den Großstädten Chemnitz, Wiesbaden und Mainz schon Anfang Mai den Hebel umgelegt.
Neben der technischen Erprobung habe man erfahren wollen, wie das bei den Kunden ankomme, und daher dort die Abschaltung vorgezogen, sagte ein Firmensprecher: "Es sind deutlich weniger Kunden als erwartet, die sich bei uns melden - bei den meisten der Anrufe geht es um ältere Smartphones, die noch kein LTE unterstützen."
Nikkei berappelt sich - leichtes Minus in China
In Asien haben sich die Aktienmärkte von den Kursverlusten an der Wall Street nicht beeindrucken lassen und Sorgen über steigende Corona-Infektionen von sich gewiesen. Inflationssorgen rückten aber mehr und mehr in den Fokus der Anleger. In Tokio stieg der Nikkei um 2,2 Prozent auf 28.425 Punkten. Der breiter gefasste Topix kletterte um 1,5 Prozent und lag bei 1907 Punkten. Gestern hatte der Nikkei kräftig nachgegeben. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,4 Prozent.
Im asiatischen Devisenhandel blieb der US-Dollar fast unverändert bei 109,18 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4330 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9022 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2162 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0974 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,4169 Dollar.
Japans Wirtschaft schrumpft zum Jahresbeginn
Keine guten Nachrichten sind in der Nacht aus Japan gekommen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist nämlich im ersten Quartal geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 1,3 Prozent zum Vorquartal, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Japan verzeichnete damit nach zwei Quartalen Wachstum einen Rückgang. Analysten hatten mit einem Minus von 1,2 Prozent gerechnet, nachdem die japanische Wirtschaft im Schlussquartal 2020 noch um 2,8 gewachsen war.
Der private Konsum, der mehr als die Hälfte der Wirtschaft ausmacht, fiel im Quartalsvergleich um 1,4 Prozent gegenüber einem von Ökonomen erwarteten Rückgang von zwei Prozent. Eine vierte Virus-Welle versetzte den Verbraucherausgaben einen Rückschlag.
Für das Gesamtjahr stehen die Chancen auf ein kräftiges Wachstum aber nicht schlecht. Denn die Exportnation dürfte von der globalen Erholung von der Corona-Pandemie profitieren.
Grenke erhält Bilanztestat - Aktie macht Freudensprung
Das war doch eine gute Nachricht für Grenke: Mit einem Freudensprung von fast 20 Prozent Plus ist der Aktienkurs des badischen Finanzdienstleisters gestern aus dem nachbörslichen Handel auf Tradegate gegangen. Entsprechend höher wird das Papier heute im regulären Handel erwartet.
Grenke hatte das uneingeschränktes Testat für Jahres- und Konzernabschluss 2020 durch die Prüfungsgesellschaft KPMG vermeldet und damit letzte Zweifel an der Bilanz ausgeräumt. Der Konzerngewinn nach Steuern erhöhte sich sogar noch wegen einer Korrektur der Risikovorsorge.
Grenke war im vergangenen September ins Visier des britischen Spekulanten und Leerverkäufers Fraser Perring geraten. Dessen Analysehaus Viceroy Research hatte einen Bericht über Grenke veröffentlicht, in dem dem SDax-Unternehmen unter anderem Bilanzbetrug vorgeworfen wurde.
Das wird für den Dax heute wichtig
Die Kursturbulenzen der vergangenen Woche hat der Dax am Montag zunächst hinter sich gelassen. Er startete am Morgen einen Versuch auf die 15.500er Marke, markierte bei 15.482 Zählern sein Tageshoch und schloss am Ende 0,1 Prozent im Minus bei einem Stand von 15.397 Punkten. ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer sprach von "fehlender Kursfantasie", die den deutschen Börsenleitindex ausgebremst hat. Ob der Angriff in Richtung Allzeithoch am Dienstag gelingt, werden auch die ein oder anderen Konjunktur- und Unternehmenszahlen zeigen müssen.
So stehen etwa Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland und Großbritannien auf der Agenda. Am Vormittag folgen noch das EU-BIP des ersten Quartals sowie die EU-Handelsbilanz, ehe am Nachmittag noch Zahlen zu den US-Baubeginnen veröffentlicht werden und der halbjährliche ISM-Wirtschaftsausblick.
Von Unternehmensseite stehen Ergebnisse von Dermapharm auf der Tagesordnung. Am Mittag öffnen auch Home Depot und Walmart ihre Bücher. Davor liefern bereits Vodafone und Imperial Brands Ergebnisse. Zu Online-Hauptversammlungen laden etwa Commerzbank, der Rüstungskonzern Hensoldt, Elringklinger und bet-at-home.com. Zudem hält die Bafin ihre Jahres-Pk ab.