Donnerstag, 10. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:57 Uhr

Dax macht kurz vor grün schlapp

Die Aussicht auf eine schleppende Erholung in der Euro-Zone hat am Donnerstag auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt gedrückt. Der deutsche Leitindex konnte sich im Nachmittagshandel zwar von seinen Tiefstständen hochrappeln, für ein Plus hat es am Ende aber nicht gereicht. Für etwas Rückenwind sorgte der Euro, der nach der heutigen EZB-Entscheidung von seinen Hochs zurückkam.

Der Dax schloss 0,3 Prozent leichter bei 13.295 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,1 Prozent abwärts.

Dax
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Insgesamt fiel die EZB-Entscheidung im Rahmen der Erwartungen aus. Enttäuscht hat sie laut Marktbeobachtern nur in kleinen Details, zum Beispiel ist eine Erhöhung der Freibeträge ausgeblieben, was für den Bankensektor unerfreulich ist. Für den Bankensektor ging es abwärts. Die Titel der Deutschen Bank verloren 2,1 Prozent.

EZB-Chefin Christine Lagarde hat nach Einschätzung aus dem Handel den Weg für eine weitere Aufwertung des Euro freigemacht. Sie erklärte, dass der Euro-Kurs kein Politikziel der EZB sei. Einige Teilnehmer hatten darauf spekuliert, dass Lagarde gegen die jüngste Euro-Stärke verbal intervenieren werde. Ein steigender Euro könnte zunehmend zum Problem für die Börsen werden.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, verwies darauf, dass die Märkte in der Corona-Krise noch mehr Unterstützung von der EZB erwartet hätten. "Das, was die EZB heute abgeliefert hat, war nicht wenig, aber es reichte doch nicht, um die Kurse nach oben zu hieven."

17:13 Uhr

Kursverdoppler beim Börsengang von Airbnb

Die Zimmer-Vermittlungsplattform Airbnb steuert auf ein glänzendes Börsendebüt zu. Für die Erstnotiz wurden die Papiere mit 150 Dollar indiziert - das ist mehr als doppelt so viel wie der Ausgabepreis von 68 Dollar.

Airbnb nimmt bei seinem IPO 3,5 Milliarden Dollar ein. Es ist damit der größte US-Börsengang in diesem Jahr. Ursprünglich hatte Airbnb lediglich einen Ausgabepreis von 44 bis 50 Dollar anvisiert, diese Spanne aber dann angehoben.

17:03 Uhr

US-Bank flüchtet wohl mit Milliarden von London nach Frankfurt

Nach Informationen der US-Finanzagentur Bloomberg plant die US-Investmentbank Morgan Stanley etwa 100 Milliarden Euro (rund 120 Milliarden Dollar) an Vermögenswerten nach Frankfurt zu verlagern. Angeblich soll ein Großteil im ersten Quartal 2021 transferiert und in der Frankfurter Morgan Stanley Europe SE gebündelt werden. Eine Sprecherin von Morgan Stanley lehnte eine Stellungnahme ab.

Morgan Stanley
Morgan Stanley 68,42

Andere US-Banken wie JP Morgan oder auch Goldman Sachs hatten in den vergangenen Monaten ebenfalls Verlagerungen in die Europäische Union bekannt gegeben. Es droht ein harter Brexit, und ein Finanzdienstleistungsabkommen zwischen Großbritannien und der EU ist nicht in Sicht.

16:36 Uhr

Wirtschaftsweiser: Bei hartem Lockdown droht zweite Rezession

Der Wirtschaftsweise Lars Feld rechnet bei schärferen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise mit einem erneuten Konjunktureinbruch. "Bei einem bundesweiten harten Lockdown droht eine zweite Rezession", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates dem "Mannheimer Morgen". "Das hätte natürlich auch Konsequenzen für die weitere Entwicklung im Jahr 2021." Er sei aber nicht prinzipiell gegen eine solche Maßnahme.

16:23 Uhr

Nach der Pandemie: So stark wird Asien

China und andere asiatische Staaten gewinnen nach der Corona-Krise wieder an Stärke. Weil der mächtige Wirtschaftsraum so wichtig ist, will der neue US-Präsident Joe Biden die Handelskonflikte mit China lösen und die China-Expertin Katherine Tai zur neuen Handelsbeauftragten der USA machen. Auf welchen Säulen Asiens Wirtschaftskraft basiert und wie Anleger diese Regionen für profitable Investitionen nutzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Joachim Nareike von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Schroders:

16:10 Uhr

IPO mitten in der Pandemie: Wohnungsvermittler traut sich

Unter den Einzelwerten schauen Börsianer vor allem auf den Börsengang des Ferienwohnungsvermittlers Airbnb, dessen Aktie heute erstmals gehandelt wird. Der Ausgabepreis von 68 Dollar liegt deutlich höher als die angepeilte Zielspanne von 56 bis 60 Dollar je Aktie. Ursprünglich lag die Zielspanne sogar nur bei 44 bis 50 Dollar. Die Emission, mit der Airbnb nun rund 3,7 Milliarden Dollar erlösen dürfte, bewertet das Unternehmen insgesamt mit etwa 47 Milliarden Dollar.

Bis zum ersten Kurs wird es noch eine Weile dauern.

16:03 Uhr

"Trend nicht gut": Jobdaten ziehen US-Börsen runter

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Der Druck auf den US-Kongress, nach monatelangen Verhandlungen zügig weitere Hilfen für die Wirtschaft auf den Weg zu bringen, steigt.

picture alliance/dpa

Anzeichen für eine stockende Erholung am US-Arbeitsmarkt verderben den Anlegern an der Wall Street die Kauflaune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,6 Prozent schwächer bei 29.881 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,5 Prozent auf 3654 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,8 Prozent nach auf 12.249 Punkte.

S&P 500
S&P 500 3.747,00

In der abgelaufenen Woche stellten deutlich mehr Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als in der Vorwoche und als Experten erwartet hatten. "Der Trend bei den Erstanträgen war nicht gut, und das erscheint auch nachvollziehbar, wenn wir den Weg des Virus, die steigenden Fallzahlen und die zunehmende Auslastung der Krankenhäuser ansehen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege beim Broker National Securities.

15:51 Uhr

"Was EZB abgeliefert hat, reicht nicht": Dax rutscht ab

Die Aussicht auf eine schleppende Erholung in der Euro-Zone drückt auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Der Dax rutschte noch während der Pressekonferenz von EZB-Chefin Christine Lagarde um ein Prozent ab und markierte ein Tagestief bei 13.213 Punkten. Die Pandemie laste auf der Wirtschaft, das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Zuge der Corona-Eindämmungsmaßnahmen im Euro-Raum geschrumpft sein, sagte Lagarde.

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Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, verwies zudem darauf, dass die Märkte noch mehr Unterstützung von der EZB erwartet hätten. "Das, was die EZB heute abgeliefert hat, war nicht wenig, aber es reichte doch nicht, um die Kurse nach oben zu hieven."

15:26 Uhr

Daimler und Linde entwickeln Wasserstoff-Tankstelle

Der Autobauer und der Gasekonzern wollen mit einem neuen Betankungssystem eine weitere Hürde für wasserstoffgetriebene Lastwagen nehmen. Die Unternehmen vereinbarten die Entwicklung einer Technologie, mit der Wasserstoff in flüssiger und damit komprimierter Form besonders rasch nachgefüllt werden kann.

Bis ein erster Prototyp-Lkw mit Brennstoffzelle an einer entsprechenden Tankstelle vorfahren kann, werden allerdings nach den Plänen der Partner noch drei Jahre vergehen. Längerfristig hoffen Daimler und Linde auf weitere Partner, damit sich "ein globaler Massenmarkt für das neue Verfahren" entwickelt.

15:07 Uhr

Merkel hofft auf zeitnahe Einigung im EU-Finanzstreit

Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft schon im Laufe des Tages auf eine Einigung im Streit über den EU-Haushalt und ein damit verbundenes Corona-Wiederaufbaupaket beim Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs. Es sei daran gearbeitet worden, die Schwierigkeiten zu überbrücken, sagte sie in Brüssel zum Auftakt des Gipfels. "Es wird sich heute zeigen, ob wir dann auch eine Einstimmigkeit im Europäischen Rat dafür finden." Man habe jedenfalls versucht, viele Vorarbeiten zu leisten.

14:57 Uhr

Euro könnte auf 1,25 Dollar steigen

Nach der geldpolitischen Entscheidung der EZB ist nach Einschätzung von ThinkMarkets der Weg für den Euro bis auf 1,25 Dollar grundsätzlich frei. Die EZB-Maßnahmen seien wie erwartet konservativ ausgefallen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,21

Hintergrund dürfte sein, dass die EZB davon ausgehe, die EU werde nun sehr bald das 1,8 Billionen Euro schwere Rettungspaket verabschieden. Zudem dürfte ein bald zur Verfügung stehender Impfstoff das Vertrauen der Konsumenten und Unternehmen stärken. Der Euro legt leicht zu auf 1,2130 Dollar.

14:26 Uhr

Honda muss Bänder in britischem Werk stoppen

Verzögerungen bei der Teilelieferung sorgen derzeit dafür, dass die Bänder am Standort im englischen Swindonstill still stehen.

Honda Motor
Honda Motor 21,92

Wie der japanische Autobauer mitteilt, soll die Produktion Anfang kommender Woche wieder hochgefahren werden. "Die Situation wird derzeit beobachtet", teilte Honda mit. Großbritanniens große Containerhäfen wie Felixstowe sind von der Pandemie stark betroffen. Die Situation an britischen Häfen ist seit Wochen angespannt. Grund für die Kapazitätsprobleme sind Berichten zufolge die Coronavirus-Pandemie und der EU-Austritt. Viele Unternehmen versuchten, vor Ablauf der Brexit-Übergangsphase ihre Lagerbestände aufzufüllen. Gleichzeitig verstopften Tausende Container mit Schutzkleidung die Lagerhäuser an den Häfen. Wie die BBC berichtete, mussten bereits Schiffe nach Rotterdam umgeleitet werden, weil die Container im wichtigsten britischen Containerhafen Felixstowe nicht mehr gelöscht werden konnten.

Auch der Münchener Autobauer BMW, der in einem nahegelegenen Werk in Swindon Pressteile herstellt und den Mini in seinem Werk in Oxford fertigt, berichtete von einigen "längeren Transitzeiten".

14:12 Uhr

Moderna testet Corona-Impfstoff an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Moderna hat mit der Erprobung seines Corona-Impfstoffs an Jugendlichen begonnen. Dem ersten Teilnehmer einer mittleren bis späten Studienphase sei der Impfstoff verabreicht worden, teilt Moderna mit. Bei den Untersuchungen geht es um Jugendliche im Alter von zwölf bis einschließlich 17 Jahren. Das Unternehmen hat in den USA und in der EU einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs gestellt.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 128,96

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13:54 Uhr

Massives Corona-Hilfspaket lässt Dax kalt - Euro zieht an

Die europäischen Währungshüter weiten ihr Corona-Notfall-Programm PEPP für die geschwächte Wirtschaft im Euro-Raum erneut kräftig aus. Das billionenschwere Pandemie-Anleihekaufprogramm PEPP wird um weitere 500 Milliarden Euro aufgestockt, außerdem werden die Käufe bis März 2022 verlängert.

Dax
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Die Reaktionen an den Märkten auf die geldpolitischen Entscheidungen halten sich in Grenzen. Das Maßnahmenpaket bewegt sich im Rahmen der Erwartungen. Der Dax notiert nach der Entscheidung unverändert mit einem Minus von 0,1 Prozent. Der Euro zieht minimal an auf 1,2110 Dollar.

13:32 Uhr

Zweite Corona-Welle bremst Wirtschaft erneut aus

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für 2020 angesichts der erneuten Verschärfung der Coronavirus-Pandemie mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,1 Prozent. Im kommenden Jahr könnte das BIP dann um 5,3 Prozent steigen, sagten die Ökonomen in ihrer neuen Konjunkturprognose voraus. "Das Vorkrisenniveau wäre dann gegen Ende des Jahres 2021 wieder erreicht."

Dax
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13:18 Uhr

Wetten auf EZB-Coup: Renditen der Südländer sinken

Die Aussicht auf eine Ausweitung der EZB-Anleihekäufe treibt die Kurse südeuropäischer Staatsanleihen und drückt deren Renditen auf Rekordtiefs. Die zehnjährigen Titel aus Italien rentieren bei 0,527 Prozent, die aus Spanien bei 0,013 Prozent, die aus Griechenland bei 0,596 Prozent und die Portugal minus 0,220 Prozent.

12:43 Uhr

Brexit-Risiko steigt: Britisches Pfund sucht Deckung

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Ist es bald so weit?

REUTERS

Nach dem ergebnislosen Gespräch zwischen Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch, scheint aktuell wieder die Sorge vor einem harten Brexit ohne Handelsvereinbarung die Oberhand beim Pfund zu haben. Der Kurs fällt von rund 1,3340 auf 1,3328 Dollar. In der Spitze am Vortag hatte das Pfund über 1,3450 gekostet. Auch zum Euro gibt das Pfund etwas nach.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,13

Als Ergebnis des Gesprächs hatte von der Leyen die Positionen als "weit auseinander" bezeichnet. Nun soll bis Sonntag weiter verhandelt und dann ein Ergebnis präsentiert werden. Marktteilnehmer verweisen aber außerdem auf neue Konjunkturdaten aus dem Königreich als Belastung für das Pfund. Sie zeigen, dass sich das Wachstum im Oktober verlangsamt hat. "Die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit nimmt zu und damit steigt auch das Risiko eines schärferen Ausverkaufs beim Pfund in den kommenden Tagen", warnt MUFG-Devisenexperte Lee Hardman.

12:26 Uhr

Russischer Aktienmarkt auf Rekordhoch - Rubel steigt

Spekulationen auf eine Überwindung der Coronavirus-Krise geben dem russischen Aktienmarkt Auftrieb. Der Moskauer Leitindex MOEX steigt um 0,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 3228,79 Punkten.

Rubel / US-Dollar
Rubel / US-Dollar ,01

Die Währung des Landes ist ebenfalls gefragt. Im Gegenzug verbilligen sich Dollar und Euro um jeweils etwa ein halbes Prozent auf 73,45 beziehungsweise 80,86 Rubel.

11:55 Uhr

Plus 14 Prozent: Britischer Handelskonzern geht ab

Ein Gewinnsprung beschert Frasers den größten Kurssprung seit etwa vier Monaten. Die Aktien des früher unter Sports Direct bekannten britischen Sportartikel-Händlers steigen zwischenzeitlich um fast 14 Prozent. Zuletzt notieren sie noch 7,6 Prozent höher.

Frasers
Frasers 4,84

Unter anderem dank eines boomenden Online-Geschäfts kletterte das operative Ergebnis um 25 Prozent auf umgerechnet 249 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr stellt die Firma ein Gewinnwachstum von 20 bis 30 statt zehn bis 30 Prozent in Aussicht.

11:32 Uhr

Billiggeld und Impfstoff-Hoffnung: Ölpreis steigt

Hoffnungen auf eine rasche Überwindung der Corona-Krise lässt die Ölpreise klettern. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,8 Prozent auf 49,28 Dollar je Barrel.

"Anscheinend zählen das billige Geld, die gute Stimmung am Aktienmarkt und Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung der Nachfrage dank der Corona-Impfstoffe mehr als die Realität", sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg unter Hinweis auf den jüngsten überraschenden Anstieg der US-Lagerbestände.

11:06 Uhr

Millionen-Strafen für Google und Amazon

Die US-Internetriesen Google und Amazon sollen in Frankreich wegen Verstößen gegen Gesetzesregeln für Cookies Millionenbußen zahlen. Google werde mit 100 Millionen Euro bestraft, Amazon mit 35 Millionen Euro, teilte die französische Datenschutzbehörde CNIL am Donnerstag in Paris mit.

Die Aufseher werfen den Internetseiten Google.fr und Amazon.fr vor, dass ihre Nutzer automatisch Cookies auf ihren Computern erhalten. "Mehrere dieser Cookies hatten Werbezwecke", berichtete die Behörde.

10:26 Uhr

BMW setzt Batterie-Zulieferer unter Druck

BMW will die Kosten und den CO2-Ausstoß bei der Produktion von Elektrofahrzeugen vor allem durch Druck auf seine Batteriezulieferer senken. Weil die Kosten von Elektroantrieben zum Großteil auf Batteriezellen entfielen, liege dort auch das größte Einsparpotenzial, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt in einer Telefonkonferenz. "Die Preise sind nach unserem Geschmack noch zu hoch, und die Preise müssen weiter nach unten."

BMW
BMW 69,51

Der Münchner Autobauer hat sich die für Batterien benötigten Zellen bei den Lieferanten Northvolt, CATL Samsung SDI und LG Chem gesichert. Bei ihnen dringt BMW wie auch bei anderen Zulieferern auf Produktion etwa mit "grünem" Strom aus erneuerbaren Energiequellen, um den hohen CO2-Ausstoß bei der Zellenproduktion zu senken. Außerdem will BMW künftig sämtliche Batteriezellen für seine Elektro-Autos jeweils vor Ort einkaufen - das heißt in Europa für die europäischen Autowerke, in Asien für die asiatischen "und in absehbarer Zeit auch in den USA".

10:10 Uhr

Corona-Gewinner: Nachfrageboom bei Hellofresh schmeckt Anlegern

Zu den Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählt HelloFresh mit einem Kursplus von 5,6 Prozent. Dank eines Pandemie-bedingten Booms seines Geschäfts hat der Kochboxen-Anbieter seine Gesamtjahresziele zum fünften Mal nach oben geschraubt. Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass die Margen im kommenden Jahr etwas sinken werden, sagt ein Börsianer.

Hellofresh
Hellofresh 72,60

Für das kommende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich, wenn auch mit zunächst deutlich geringeren Wachstumsaussichten als in diesem Jahr.

09:32 Uhr

Warten auf den großen Coup der EZB

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An den Finanzmärkten wird mit einer Ausweitung der Anleihekäufe um bis zu 600 Milliarden Euro auf dann 1,95 Billionen Euro gerechnet.

dpa

Gibt es von den Währungshütern ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Finanzmärkte oder nicht? Heute werden wir es erfahren.

Dax
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Denn heute Morgen berät die EZB über ein neue Corona-Notfall-Maßnahmen für die von der zweiten Pandemiewelle gebeutelte Wirtschaft im Euro-Raum. Experten erwarten, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die anderen Ratsmitglieder ein umfassendes Maßnahmenpaket beschließen werden. Denn seit Monaten ist die Inflationsrate im Währungsgebiet negativ, und die Aussichten für das laufende vierte Quartal sind wegen der neuen Eindämmungsschritte in vielen Ländern schwach. Dies könnte trotz der Hoffnung auf bald verfügbare Corona-Impfstoffe die ohnehin wackelige Erholung im Euro-Raum bremsen. Die große Show beginnt um 13:45 Uhr.

Die Investoren zeigen sich zum Auftakt der Beratungen über neue EZB-Hilfen vorsichtig optimistisch. Der Dax legt zum Handelsauftakt um 0,2 Prozent auf 13.362 Punkte zu. Der MDax gewinnt 0,1 Prozent auf 29.663 Punkte, nachdem er am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 liegt ebenfalls mit 0,1 Prozent im Plus bei 3532 Punkten.

08:58 Uhr

Ölpreis erholt sich von Kursschwankungen

Die Ölpreise sind etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete am Morgen 48,94 US-Dollar. Das waren acht Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 15 Cent auf 45,67 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 55,39

Nach kräftigen Kursschwankungen zur Wochenmitte hat sich die Lage am Ölmarkt vorerst wieder beruhigt. Am Mittwoch hatte ein starker Anstieg der Ölvorräte in den USA den Markt überrascht. Nach Angaben der US-Regierung waren die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 15,2 Millionen Barrel auf 503,2 Millionen Barrel gestiegen. Dies ist der stärkste Zuwachs seit April. In einer ersten Reaktion waren die Ölpreise gefallen, konnten ihre Verluste aber schnell wieder wettmachen.

Wie bereits in den vergangenen Handelstagen wurden die Ölpreise weiter durch die Hoffnung auf eine schnelle Einführung wirksamer Corona-Impfstoffe gestützt, wie es am Markt weiter hieß. Mit der Aussicht auf eine Eindämmung der Corona-Pandemie wächst die Hoffnung auf ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft und damit auf eine stärkere Nachfrage nach Rohöl.

08:18 Uhr

USA könnten Schweiz als Währungsmanipulator einstufen

Die Schweiz dürfte Insidern zufolge die Kriterien dafür erfüllen, von den USA als Währungsmanipulator eingestuft zu werden. Das Land dürfte mehreren mit der Sache vertrauten Personen zufolge in einem entsprechenden Bericht des US-Finanzministeriums auftauchen, der in den nächsten Wochen erwartet werde. Obwohl unangenehm für die Schweiz, löst die Veröffentlichung des Berichts nicht automatisch Sanktionen oder Zölle aus. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat dieses Jahr massiv am Devisenmarkt interveniert, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Frankens zu unterbinden.

Die Schweizer Währungshüter haben sich in der ersten Jahreshälfte mit 90 Milliarden Franken gegen eine zu starke Aufwertung der Landeswährung gestemmt. Das ist weit mehr als die zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ab der die USA der Ansicht sind, dass ein Land versucht, seine Währung zu manipulieren.

07:43 Uhr

EZB-Entscheid könnte Dax ausbremsen

Dax
Dax 13.552,14

Unmittelbar vor den geldpolitischen Beratungen der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute niedriger starten. Am Mittwoch hatte der Aussicht auf eine rasche Zulassung eines weiteren Coronavirus-Impfstoffs 0,5 Prozent auf 13.340,26 Punkte zugelegt. Die Währungshüter würden ihre Anleihekäufe zur Abfederung der Pandemie-Folgen voraussichtlich um 500 Milliarden Euro aufstocken und die Laufzeit bis Ende 2021 verlängern, prognostizierte Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise.

Außerdem rechne er mit weiteren Billig-Krediten für Geschäftsbanken sowie höheren Freibeträgen, ab denen Strafzinsen auf Notenbank-Einlagen fällig werden. Wegen der hohen Erwartungen werde es für die EZB aber schwer, den Märkten frischen Rückenwind zu geben, warnten die Experten der EZB.

07:19 Uhr

Sony übernimmt Streamingdienst für 1,2 Milliarden Dollar

Sony übernimmt für knapp 1,18 Milliarden US-Dollar den Video-on-Demand-Anbieter Crunchyroll vom US-Medienkonzern AT&T und baut damit sein Standbein bei Animationsfilmen aus. Crunchyroll hat sich auf Anime-Produktionen spezialisiert und kommt auf etwa 3 Millionen On-Demand-Video-Abonnenten und 90 Millionen registrierte Benutzer. Nach Angaben von Sony soll die Übernahme in die Sony-Tochter Funimation Global Group integriert werden. Derzeit besitzt Sony mit Aniplex ein auf Anime, das sind spezielle in Japan produzierte Zeichentrickfilme, spezialisiertes Filmstudio.

06:56 Uhr

Asiatische Aktien brechen nach Rekordhoch ein

Nikkei
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Die asiatischen Aktien sind heute nach ihrem Rekordhoch gestern eingebrochen. "Wir sind so schnell gestiegen, dass die Anleger vorsichtig sind", sagte Michael McCarthy, Chefstratege beim Börsenmakler CMC Markets in Sydney. Die Anleger wurden von den zähen Verhandlungen über Pandemiehilfen in den USA und den monatelangen Gesprächen zwischen der Regierung in London mit der Europäischen Union über eine Handelsvereinbarung nach dem Brexit verunsichert.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 26.730 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1780 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.