Donnerstag, 12. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Es herrscht Panik: Dax verliert fast 1300 Punkte an einem Tag

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(Foto: dpa)

Es war ein regelrechtes Kursmassaker: Das Coronavirus mischte weltweit die Börsen auf - überall tiefrote Zahlen bei den Indizes. Auch für den Dax wird wohl aus einem "Schwarzen Montag" und einem "Schwarzen Donnerstag" eine "Schwarze Woche". Der Leitindex verlor insgesamt fast 20 Prozent und steuert auf den zweitgrößten Wochenverlust seiner Geschichte zu. Nur im Oktober 2008, während der Finanzkrise, ging es mit knapp 22 Prozent noch stärker abwärts. Das EZB-Maßnahmepaket zur Stützung der Wirtschaft überzeugte an den Börsen überhaupt nicht. Im Gegenteil: Nach den vorgestellten Maßnahmen ging es noch stärker bergab.

Der Dax verlor heute sage und schreibe 12,2 Prozent und schloss bei 9161 Punkten. Damit verlor er an einem einzigen Tag 1278 Zähler. Das Tagesminus lag bei 9139 Stellen. Damit verzeichnete der Leitindex den zweitgrößten Absturz seiner Geschichte. Nur am 16. Oktober 1989 verlor er mit 12,8 Prozent noch mehr. Der MDax stürzte um 10,9 Prozent auf 20.168 Punkte ab, der TecDax um 11,0 Prozent auf 2321 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 12,3 Prozent auf 2543 Punkte runter.

Dax
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17:20 Uhr

Die passende Fondsmischung für unruhige Zeiten

Die Folgen des Coronavirus lassen die Kurse an den Börsen weiter fallen. Was bedeutet das eigentlich für ETF-Anleger? Friedhelm Tilgen spricht mit Thomas Meyer zu Drewer von der Fondsgesellschaft Lyxor darüber, wie passende ETF-Mischungen aussehen können.

17:03 Uhr

Bei VW brodelt's - Betriebsratschef: Golf-8-Anlauf missraten

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(Foto: imago images/regios24)

Hier einmal eine Meldung, die nichts mit dem Coronavirus zu tun hat. Die weiter andauernden Produktionsprobleme beim neuen Golf 8 führen zu heftigem Unmut im Betriebsrat und in Teilen der Belegschaft von Volkswagen. Von den mehr als 100.000 geplanten Einheiten des wichtigsten Modells seien während des Anlaufs im vergangenen Jahr gerade einmal knapp 8400 Stück im Stammwerk Wolfsburg fertiggestellt worden. Diese Zahlen nennt die Mitarbeitervertretung in der Ausgabe der konzerninternen Zeitung "Mitbestimmen".

Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht die Verantwortung dafür nicht in der Belegschaft, sondern vor allem beim Führungspersonal:

  • "Hier wollten überehrgeizige Vorstände zu schnell zu viel Technik in ein Fahrzeug stopfen und sind damit gescheitert."

Der Golf-8-Start ist nach Einschätzung der Belegschaftsvertreter missraten, die bisher erreichten Stückzahlen seien ein Trauerspiel.

16:54 Uhr

Dax mehr als 12 Prozent im Minus - Deutsche-Bank-Aktie unter 5 Euro

Und es geht weiter runter: Der Dax notierte am späten Nachmittag 12,3 Prozent tiefer bei 9143 Punkten. Die Aktie der Deutschen Bank kostete erstmals weniger als 5 Euro. Die Titel rutschen um 16,5 Prozent auf ein Rekordtief von 4,99 Euro ab.

Parallel dazu rauschte an der Wall Street der Dow Jones um 9,2 Prozent nach unten auf 21.349 Stellen.

16:43 Uhr

Sogar Gold ist vom Ausverkauf betroffen

Auch das als sicherer Hort geltende Gold hat sich heute dem Ausverkauf an den Finanzmärkten nicht entziehen können. Der Preis sank um 4,2 Prozent auf 1573 US-Dollar je Feinunze. Im Handel war von Notverkäufen die Rede.

Anleger müssten sich von Positionen trennen, um Verluste an anderen Stellen zu decken, sagte ein Händler.

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(Foto: imago images / blickwinkel)

16:32 Uhr

Beim Apple-Zulieferer Foxconn wird wieder rangeklotzt

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(Foto: REUTERS)

Aufatmen bei Apple, denn beim Zulieferer Foxconn wird wieder gearbeitet. Nach Angaben von Unternehmenschef Terry Gou, "übertrifft" die Wiederaufnahme der Produktion in den chinesischen Foxconn-Fabriken die Erwartungen. Er warnte zugleich vor den Auswirkungen zögerlicher Konsumenten in den USA.

Foxconn, früher bekannt unter dem Namen Hon Hai Precision, zählt mehr als eine Million Mitarbeiter, ein Großteil davon arbeitet in China. Das Unternehmen baut unter anderem iPhones zusammen und musste in Folge des Covid-19-Ausbruchs seine Fabriken in der Volksrepublik stilllegen. Im Februar brach der Foxconn-Umsatz so stark ein wie in rund sieben Jahren nicht.

16:20 Uhr

Dax und Dow kämpfen mit riesigen Verlusten

Nun haben wir auch einen Schwarzen Donnerstag: Der Dax notierte auch am späten Nachmittag tiefrot - der Leitindex fiel um 10,2 Prozent auf 9373 Punkte. Der EuroStoxx50 krachte um 10,7 Prozent auf 2596 Zähler runter.

Auch an der Wall Street war keine Erholung in Sicht. Der Dow Jones sackte um 8,6 Prozent auf 21.528 Punkte ab, der S&P-500 um 7,5 Prozent auf 2537 Stellen.

15:33 Uhr

Ökonomen sehen Deutschland vor "hartem Konjunktureinbruch"

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Warnungen vor einem deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaft als Folge der weltweiten Coronavirus-Pandemie nehmen zu. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet für die größte Volkswirtschaft Europas mit einem "harten Konjunktureinbruch". Für das laufende Jahr senkten die Forscher ihre Konjunkturprognose und erwarten nun, dass die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 0,1 Prozent schrumpft. Zuletzt war das Bruttoinlandsprodukt 2009 infolge der globalen Finanzkrise zurückgegangen, allerdings mit mehr als 5 Prozent sehr heftig. Im kommenden Jahr sei dann allerdings wieder mit einem kräftigen Aufschwung zu rechnen, hieß es nun vom IfW.

Die Ökonomen vom IWH in Halle an der Saale gehen für 2020 von einer Rezession aus, sollte die Ausbreitung des Coronavirus "nicht drastisch reduziert" werden können. Anders sehe es bei einer kurzfristigen Eindämmung der Infektionen aus.

15:15 Uhr

Bleibt der Markt erst mal so nervös?

Die Unsicherheiten rund um das Coronavirus haben die Märkte heftig nach unten gedrückt. Wie Anleger und Trader mit der Situation umgehen können und welche Strategien jetzt sinnvoll sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

15:00 Uhr

Wall Street handelt wieder - Dow verliert 2000 Punkte

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(Foto: imago images/Xinhua)

Nach 15-minütiger Pause ist der Handel an der Wall Street wieder aufgenommen worden. Der Dow Jones vergrößerte seinen Verlust auf 9,3 Prozent auf 21.360 Punkte. Damit verlor er rund 2000 Punkte. Der S&P-500 stürzte um 8,4 Prozent auf 2514 Zähler ab. Damit ist die Marktkapitalisierung der US-Firmen seit Mitte Februar um rund sechs Billionen Dollar geschrumpft. Dies entspricht dem Eineinhalbfachen der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands.

"Das ist nicht nur die Angst vor einer Konjunkturschwäche", sagte Aktienhändler Dennis Dick vom Brokerhaus Bright Trading. Investoren befürchteten, dass die Weltwirtschaft am Rande des Kollapses und einer zweiten Finanzkrise stehe." Börsianer äußerten sich außerdem enttäuscht, dass Trump bislang keine Details zu dem von ihm angekündigten Konjunkturprogramm vorgelegt habe.

14:46 Uhr

Dax verliert mehr als 10 Prozent

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(Foto: dpa)

Nun brechen in Frankfurt alle Dämme: Der Dax brach nach Handelseröffnung in den USA um 10,7 Prozent auf 9308 Punkten ein. Der EuroStoxx50 stürzte um 11,4 Prozent auf 2574 Stellen ab.

14:39 Uhr

Dow Jones minus 7,4 Prozent - Handel ausgesetzt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Furcht vor einem größeren Knick in der Weltwirtschaft wegen der Coronavirus-Epidemie hat die Wall Street abermals stark belastet. Der von den USA verhängte Einreisestopp für die meisten Europäer beunruhigte die Anleger zusätzlich. Der Dow Jones fiel zum Handelsstart um 7,4 Prozent auf 21.821 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 6,7 Prozent auf 2558 Zähler abwärts. Der Handel wurde daraufhin um 15 Minuten ausgesetzt.

14:28 Uhr

EZB-Maßnahmen lassen Bankenaktien weiter einbrechen

Das EZB-Maßnahmenbündel kommt bei den Banken-Anlegern überhaupt nicht gut an. Der europäische Banken-Index weitete seine Verluste aus. Er gab 8,6 Prozent nach auf das Rekordtief von 60,97 Punkten. Das Paket sei kleiner ausgefallen als gedacht, sagte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. Die Ausweitung des Langfrist-Tenders sei sinnvoll. "Die EZB unternimmt jetzt alles, damit der Bankenkreditmarkt nicht schrumpft."

In Frankfurt verloren Deutsche Bank kurz nach der EZB-Entscheidung 9,2 Prozent auf ein neues Allzeittief 5,39 Euro. Commerzbank schmierten um 10,4 Prozent auf 3,55 Euro ab.

14:07 Uhr

Händler von EZB enttäuscht - Dax kracht weiter runter

Nach der EZB-Entscheidung hat der Dax sein Minus weiter vergrößert und ist um mehr als 8 Prozent auf ein neues Tagestief von 9546 Punkten gefallen. Im Handel hieß es, dass das Paket weniger großzügig ausgefallen sei als von einigen erwartet. Der EuroStoxx50 notierte 8,2 Prozent tiefer bei 2666 Stellen.

Überraschenderweise wurde der Einlagesatz bei minus 0,50 Prozent bestätigt. Daneben hat die EZB angekündigt, bis Ende des Jahres zusätzliche Wertpapiere für 120 Milliarden Euro zu kaufen. Dieser Betrag dürfte für einige Anleger enttäuschend gering sein. Daneben hat die EZB wie erwartet weitere Langfristtender angekündigt.

  • "Offenbar will die EZB signalisieren, dass der Spielball in Brüssel liegt", so ein Händler.
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14:01 Uhr

Bislang beispiellos: Nyse erwägt Schließung des Parketthandels

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Coronavirus-Pandemie macht auch vor der New York Stock Exchange (Nyse) nicht halt. Die größte Wertpapierbörse der Welt bereitet sich auf eine mögliche Schließung des legendären Parketthandels vor. Der Handel soll stattdessen auf ein elektronisches Backup-System verlagert werden. Ein Notfallplan, der bisher beispiellos ist. Händler sorgen sich nun zusätzlich darüber, dass es in einem ohnehin instabilen Handelsumfeld zu Handelsstörungen kommen könnte.

Die Nyse hat zuvor bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So wurde der Zugang für externe Besucher eingeschränkt, die gewöhnlich kommen, um sich den Handel auf dem Parkett einmal live anzusehen. Auch Führungskräfte von Unternehmen und VIPs, die normalerweise die Börsenglocke zur Eröffnung und Schließung des Handels läuten, fehlen nun.

13:58 Uhr

EZB steckt mehr Geld in Anleihenkäufe

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(Foto: imago/Jan Huebner)

Maßnahmepaket gegen die Corona-Krise: Die EZB steckt bis zum Jahresende 120 Milliarden Euro zusätzlich in Anleihenkäufe wegen Sorgen um die Konjunktur infolge des Virus. Das entschied der EZB-Rat in Frankfurt. Die Währungshüter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde beließen anders als erwartet den Einlagensatz bei minus 0,50 Prozent. Der Leitzins für die Eurozone bleibt auf dem Rekordtief von 0,00 Prozent.

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13:34 Uhr

Große Sorge um Italiens Wirtschaft - Angst vor neuer Bankenkrise

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Leere Galleria Vittorio Emanuele II. in Mailand.

(Foto: dpa)

Die massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie schüren die Sorge um die italienische Wirtschaft - und vor möglichen Ansteckungsgefahren auch für das Finanzsystem. Der Ökonom Jens Südekum vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie hält deshalb EU-Hilfen für Italien für unabdingbar: "Da muss dringend gesamteuropäisch geholfen werden", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Einerseits müsse sich die EZB darum kümmern, dass die italienischen Banken nicht in Bedrängnis gerieten, forderte der Wirtschaftswissenschaftler. Andererseits müsse der italienische Staat zur Not auch mehr Schulden aufnehmen, um die Unternehmen im Land zu stützen. "Die Situation dort macht mir große Sorgen", sagte Südekum. Er warnte in der Zeitung vor der ökonomischen Gefahr, die von Italien für Europa ausgehe: "Das Land hat viele Probleme gleichzeitig: Es ist massiv überschuldet und hat seit Jahren das mit Abstand schwächste Wachstum in Europa."

Derweil kehren Investoren den italienischen Staatsanleihen den Rücken. Die Rendite der zehnjährigen Bonds stieg im Gegenzug bis auf 1,380 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als gestern.

13:19 Uhr

Es geht weiter runter - US-Futures signalisieren kräftige Abschläge

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(Foto: AP)

Weiter steil nach unten dürfte es wegen der Coronavirus-Pandemie auch mit den Aktien an der Wall Street gehen. Die Futures auf die Aktienindizes bewegen sich nahe am Maximalverlust von 5 Prozent. Am Vortag waren die US-Börsen in einen sogenannten Bärenmarkt übergegangen, das heißt das Minus vom Hoch hat sich auf 20 Prozent aufaddiert - und dies binnen weniger Wochen. Neuen Anlass zur Sorge gibt ein 30-tägiges Einreiseverbot für Europäer in die USA, das von Präsident Donald Trump verfügt wurde, was erhebliche wirtschaftliche Einbußen nach sich ziehen dürfte.

Zudem macht sich Enttäuschung breit, dass Trump keine Details liefern konnte, wie er sein geplantes Stimulierungspaket über die Bühne bringen will. Erste Versuche waren unlängst am Kongress gescheitert. Mit Spannung warten Teilnehmer nun auf die Maßnahmen der EZB, die am frühen Nachmittag präsentiert werden sollen.

13:03 Uhr

Einbruch der RWE-Aktie überrascht Börsianer

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Alle Dax-Werte haben sich aufgrund der allgemeinen Lage rund um die Corona-Pandemie im Minus befunden. Dennoch hat der massive Verlust der RWE-Aktie doch überrascht - sie gab am frühen Nachmittag um 10,0 Prozent nach. Denn der Versorger legte heute Geschäftszahlen vor, die bei Analysten insgesamt gut ankamen.

Der Dax-Konzern hat das Ergebnisziel übertroffen und verspricht eine höhere Dividende. Kommentare von Analystenseite, die die Kursentwicklung erklären könnten, gibt es bislang nicht. Händler vermuteten "verzweifelte Gewinnsicherungsmaßnahmen" hinter dem hohen Kursminus. In Versorgeraktien sei in den vergangenen Wochen angesichts der Konjunkturzweifel umgeschichtet worden. Eon verloren 5,8 Prozent.

12:46 Uhr

Kupferpreis rauscht runter

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(Foto: imago/Panthermedia)

Die Furcht vor einem Konjunktureinbruch setzt den Kupferpreis unter Druck. Das Industriemetall verbilligt sich um bis zu 2,2 Prozent auf 5406 US-Dollar je Tonne. Damit ist es so billig wie seit November 2016 nicht mehr.

12:27 Uhr

Bitcoin stürzt kräftig ab

Auch der Bitcoin hat einen Hustenanfall bekommen. Der Ausverkauf am Markt macht auch vor der Cyberwährung nicht halt. Der Bitcoin-Kurs stürzte um 28,5 Prozent ab und fiel mit 5618 US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Mai 2019.

Die Oberfläche einer goldenen "Bitcoin-Münze" ist im Vordergrund zu sehen. Dahinter liegt ein Stapel mit weiteren. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

(Foto: Jens Kalaene/zb/dpa)

11:50 Uhr

Dax fährt U-Boot - alle Papiere im Minus - Autowerte gruselig

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Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt ist unvermindert weitergegangen: Der Dax notierte zum Mittag 5,6 Prozent tiefer bei 9850 Punkte. Der MDax fiel um 6,0 Prozent auf 21.272 Zähler. Der TecDax rauschte um 6,3 Prozent auf 2445 Stellen runter. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 5,6 Prozent auf 2741 Punkte nach unten.

Im Dax ging es unterirdisch zu. An der Indexspitze notierten Vonovia mit minus 2,3 Prozent. Einmal mehr bekamen die Autowerte kräftige Prügel: Daimler verbilligten sich um 9,1 Prozent, Continental um 8,6 Prozent, VW um 7,8 Prozent und BMW um 6,3 Prozent. Lufthansa rauschten um 9,1 Prozent nach unten.

11:34 Uhr

Wirecard-Aktie schmiert ab - Händler überrascht

Ganz schlecht ergeht es bislang der Aktie von Wirecard, sie notierte mit minus 12,2 Prozent klar am Dax-Ende. Daraufhin reagierten Händler etwas verwundert. Die Ankündigung einer Kooperation mit dem skandinavischen Zahlungsanbieter Klarna hätte eigentlich positiv ankommen sollen, hieß es. Wegen des höheren Betas der Aktie seien höhere Verluste als beim Dax zwar zu erwarten, nicht unbedingt aber in diesem Umfang.

  • "Wahrscheinlich versucht man noch Aktionäre auszuschütteln, um billig an Stücke zu kommen", so ein Börsianer.

Denn bis Ende des Monats soll der Bericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt werden, der Wirecard von Vorwürfen zweifelhafter Bilanzierungspraktiken wohl entlasten dürfte.

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11:21 Uhr

Massiver Einbruch bei deutschen Direktinvestitionen in Russland

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen stehen derzeit unter keinem guten Stern. Nach Jahren des Aufschwungs haben deutsche Unternehmen 2019 deutlich weniger in die russische Wirtschaft investiert. Das teilte die Deutsch-Russische Außenhandelskammer (AHK) in Moskau mit. Nach Zahlen der Bundesbank sind demnach die Netto-Direktinvestitionen 2019 in Russland auf rund 2,13 Milliarden Euro eingebrochen. Das waren 36 Prozent weniger als 2018 (3,26 Milliarden Euro).

Grund für den Rückgang seien unter anderem starke Bürokratie, die Sanktionen der EU und der USA sowie Protektionismus, also Handelshemmnisse, die russische Branchen vor ausländischer Konkurrenz schützen sollen.

Aktuell verschärfte sich die Lage in Russland noch einmal - nicht nur wegen der Krise durch das Coronavirus, sondern auch durch den Crash der Ölpreise. Dadurch verlor der Rubel gegenüber dem Euro und dem US-Dollar seit Wochenbeginn massiv an Wert.

10:45 Uhr

BVB-Aktie stürzt nach Paris-Pleite ab - Juve-Papier virusgeschädigt

Ganz schlecht ist es der Aktie von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gegangen - sie brach um rund 9 Prozent ein. Nach dem 0:2 gestern Abend bei Paris St. Germain vor leeren Publikumsrängen sind die Westfalen aus der lukrativen Champions League ausgeschieden.

Auch die Aktie des italienischen Fußball-Serienmeisters Juventus Turin blutet kräftig - sie fiel um 7,5 Prozent. Juve-Verteidiger Daniele Rugani wurde als erste Spieler in der Serie A positiv auf das Coronavirus getestet. Der 26-Jährige habe aber bislang keine Krankheitssymptome, teilte der Klub mit. Auch die Kontaktpersonen würden nun isoliert.

10:28 Uhr

Deutsche Chemiebranche im Sog von Coronavirus und Konjunkturschwäche

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(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Auch Deutschlands Chemie- und Pharmaindustrie leidet, sie sieht kein Ende ihrer Flaute. Während wichtige Industriekunden wie die Autohersteller weniger Chemieprodukte nachfragen, bleiben die Konjunkturaussichten trübe - und das Coronavirus verschärft die Lage. Dieses Jahr dürften Produktion und Umsatz stagnieren, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI).

In der konjunktursensiblen Chemie allein betrachtet sei mit deutlichen Rückgängen zur rechnen. Bisher hatte der VCI für dieses Jahr ein minimales Plus bei Umsatz und Produktion um 0,5 Prozent erwartet. 2019 musste die Chemie- und Pharmabranche eine schrumpfende Produktion hinnehmen, der Umsatz sank um 3,3 Prozent auf 196 Milliarden Euro.

Wie sieht es mit dem entsprechenden Werten aus? SGL Carbon fielen um 9,5 Prozent nach Vorlage der Geschäftsjahreszahlen. BASF, Bayer, Covestro und Lanxess sackten im Gleichschritt um je 6,5 Prozent ab, ebenso der Stoxx-600-Chemie-Subindex um 6,4 Prozent.

10:06 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie auf Rekordtief - auch Coba-Papier blutet

Im Sturzflug befand sich kurz nach Handelsbeginn einmal mehr das Papier der Deutschen Bank - es rauschte auf ein Rekordtief nach unten. Die Titel verloren in den ersten Handelsminuten 8,6 Prozent auf 5,46 Euro. Seit dem Beginn des Abwärtstrends an den weltweiten Börsen Mitte Februar verloren die Aktien fast die Hälfte an Wert. Die größte deutsche Bank ist an der Börse gerade noch 11 Milliarden Euro wert.

Ganz mies sieht es auch für die Commerzbank aus - die im MDax notierte Aktie sackte um 8,4 Prozent auf 3,63 Euro ab.

09:51 Uhr

Stopp an Frankfurter Börse für ausländische Gäste - Dax minus 7 Prozent

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronavirus-Pandemie hat auch die Deutsche Börse fest im Griff. Wie ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil aus Frankfurt berichtete, lässt das Dax-Unternehmen vorsorglich keine Gäste aus 28 Ländern mehr rein.

Wie sieht es kursmäßig in der Mainmetropole aus? Der Dax baute seinen Verlust weiter aus und stürzte um 7,1 Prozent auf 9700 Punkte ab. Der MDax verlor 7,2 Prozent auf 20.968 Zähler, der TecDax 7,6 Prozent auf 2405 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 7,3 Prozent auf 2697 Punkte abwärts.

09:41 Uhr

IfW sagt für 2020 schrumpfende deutsche Wirtschaft voraus

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(Foto: imago images/Eckhard Stengel)

Die deutsche Wirtschaft wird nach Prognose des Kieler IfW-Instituts in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals seit der Finanzkrise 2009 wieder schrumpfen. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 0,1 Prozent fallen, sagte das IfW in seinem Ausblick voraus. Bislang war es von einem Wachstum von 1,1 Prozent ausgegangen.

  • "Die Verbreitung des Coronavirus wird sich in erheblichem Maße auf die Konjunktur in Deutschland auswirken", sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths.
  • "Absehbar ist bereits, dass der Außenhandel in den kommenden Monaten deutlich in Mitleidenschaft gezogen werden wird."

Für das kommende Jahr rechnet das Institut aber bereits wieder mit einer deutlichen Belebung. Dann dürfte das Bruttoinlandsprodukt auch aufgrund von Nachholeffekten um 2,3 Prozent zulegen.

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09:24 Uhr

Alles rund um Reise und Flugverkehr bricht ein

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das US-Einreiseverbot für Europäer aus dem Schengenraum führt wie erwartet zu massiven Kursverlusten bei Aktien aus dem Reisesektor und anverwandten Branchen. Vor allem Lufthansa wird von Analysten als Leidtragende gesehen, die Aktie brach um 9,1 Prozent ein. IAG fielen um 9 Prozent, obwohl das Unternehmen als britische Airline davon kaum betroffen sein dürfte.

  • "Der Markt geht einfach von einem Passagierzusammenbruch aus, wie es die Fraport-Zahlen schon gezeigt haben", meint ein Händler.

Air France-KLM stürzten um 17 Prozent ab, Fraport um 9 Prozent, Flughafen Paris um 12 Prozent und Flughafen Zürich um 15 Prozent. Wie befürchtet fielen auch die Kurse der Flugzeugbauer und deren Zulieferer. Airbus sacken um 9, MTU um 6 und Rolls-Royce um 14 Prozent ab.

09:10 Uhr

Dax wird zum Lei(d)index - unter 10.000 Punkte

Tiefroter Auftakt an der Frankfurter Börse. Der Dax verlor kurz nach Handelsbeginn 5,3 Prozent auf 9888 Punkte. Damit notierte der Leitindex erstmals seit Sommer 2016 wieder unter die Marke von 10.000 Zählern. Der EuroStoxx50 fiel um 5,8 Prozent auf 2738 Stellen.

Dax
Dax 9.935,84

08:54 Uhr

Kursstürze in Asien - Nikkei unter 19.000

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Das Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump für Europäer in die USA hat die asiatischen Anleger verschreckt. Der Schritt sei überraschend gekommen, sagte Khoon Goh, Asien-Experte bei der Bank ANZ in Singapur. In Tokio ging Nikkei 4,4 Prozent schwächer bei 18.560 Zählern aus dem Handel. Auch in China, Hongkong und Südkorea sackten die Kurse ab.

Nun steigt auch der Druck auf die US-Notenbank Fed, nachzulegen. Am Geldmarkt wird mit einer aggressiven Zinssenkung gerechnet. Die entsprechenden Futures weisen nun auf eine Senkung von einem Prozent beim Entscheid in der kommenden Woche hin, bislang war noch von 0,75 Prozent die Rede. Die Fed hatte wegen der Virus-Krise erst kürzlich außer der Reihe die Zinsen gesenkt.

08:42 Uhr

Chinas Autoverkäufe sinken um rund 80 Prozent

Der chinesische Automarkt ist wegen Werksschließungen und der Kaufzurückhaltung infolge des Coronavirus-Ausbruchs im Februar eingebrochen. Wie der staatlich kontrollierte Herstellerverband China Association of Automobile Manufacturers mitteilte, wurden nur 310.000 Fahrzeuge verkauft. Das ist ein Einbruch um 79,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der weltgrößte Automarkt bleibt damit nach zwei Jahren mit sinkenden Verkäufen unter Druck. Die Misere im Februar kommt aber nicht überraschend, diverse Autohersteller haben bereits ihre Absatzzahlen für den vergangenen Monat mitgeteilt. So brach der Absatz bei Great Wall Motor und Honda Motor um 85 Prozent, bei Nissan Motor um 80 Prozent, bei der Volvo-Mutter Geely um 75 Prozent ein. Toyota hatte einen Verkaufsrückgang um 70 Prozent mitgeteilt.

08:31 Uhr

Ölpreise nach Trump-Ankündigung wieder im Sinkflug

Die Ölpreise sind im frühen Handel nach unten gegangen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel auf 34,37 US-Dollar. Das waren 1,43 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 1,39 Dollar auf 31,59 Dollar.

In der vergangenen Nacht sind die Ölpreise in kurzer Zeit jeweils bis zu etwa 2 Dollar abgerutscht. Ausschlaggebend war die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Reisebeschränkungen in die USA einzuführen. Die Ankündigung der US-Regierung sorgte für eine insgesamt trübe Stimmung an den Finanzmärkten, die auch die Ölpreise mit nach unten zog. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise befürchten Experten einen Rückgang der Nachfrage auf dem Weltmarkt.

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08:15 Uhr

Tiefrotes Signal im Dax - 10.000er-Marke fällt wohl

Dax
Dax 9.935,84

Am deutschen Aktienmarkt wird der Dax nach den neuerlichen Kurseinbrüchen in New York und in Tokio zum Handelsstart mit einem Minus von fünf Prozent und lediglich rund 9900 Punkten erwartet. Damit würde der deutsche Leitindex zum ersten Mal seit Juli 2016 unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern rutschen. Gestern hatte der Dax nach dem Ausverkauf der vorangegangenen Tage 0,4 Prozent im Plus bei 10.439 Punkten geschlossen.

Auf die Stimmung drückte die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, im Kampf gegen die Coronavirus-Krise einen vierwöchigen Einreisestopp für Europäer zu verhängen.

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Wenige Stunden vor dem EZB-Zinsentscheid wird der Dax wohl unterhalb der 10.000er-Marke starten.

(Foto: dpa)

Investoren rechnen fest damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Virus-Epidemie bei ihrer heutigen Sitzung den Zins für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,6 von minus 0,5 Prozent senkt.

Experten zufolge wird die EZB gleichzeitig den Freibetrag, ab dem der Strafzins greift, anheben, um die Belastungen für die Geschäftsbanken zu minimieren. Sie sagen außerdem eine Aufstockung des Wertpapier-Ankaufprogramms voraus, dessen Volumen bei derzeit 20 Milliarden Euro monatlich liegt. Für kleinere und mittlere Unternehmen, die keine Anleihen ausgeben, werde die EZB voraussichtlich zielgerichtete Liquiditätshilfen ankündigen.

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08:01 Uhr

Euro legt weiter zu

Der Kurs des Euro steigt weiter leicht an. Die Ankündigung eines Einreisestopps für Ausländer aus Europa in die USA belastet den US-Dollar, während der Euro im Gegenzug zulegen kann. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1293 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1336 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

In der vergangenen Nacht stieg der Eurokurs in wenigen Minuten von 1,1270 Dollar bis auf 1,1333 Dollar. Ausschlaggebend war eine Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die USA ihre Grenzen für Ausländer aus Europa für eine Dauer von zunächst 30 Tagen schließen.

An den Devisenmärkten zeigte sich nach der Ankündigung der Maßnahme darüber hinaus eine verstärkte Nachfrage nach Schweizer Franken und japanischen Yen, die beide als sichere Anlagehäfen gelten.

06:43 Uhr

Asien-Märkte brechen nach Trump-Rede ein, Ölpreis sackt ab

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Angesichts wachsender Sorgen über die Folgen des Coronavirus sind die asiatischen Märkte erneut eingebrochen. In Tokio sackte der Nikkei um mehr als 1000 Punkte ab und durchbrach die psychologisch wichtige Marke von 19.000 Punkten. Aktuell notiert das Börsenbarometer beim Zwischenstand von 18.693 Zählern. Am Vortag hatte der japanische Aktienindex für 225 führende Werte bei 19.416 Punkten geschlossen.

Der breiter angelegte Topix-Index sank in Tokio zeitweise auf 1319 Punkte. In Hongkong verlor der Hang-Seng-Index fast drei Prozent. Direkter Auslöser der starken Kursverluste waren die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump zur Bekämpfung der Corona-Krise. Trump hatte unter anderem ein 30-tägiges Einreiseverbot für Menschen aus Europa verkündet.

Auch der Ölpreis rutschte erneut stark ab. Der Preis für das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent sank auf 34,05 Dollar (30,15 Euro), der Preis für die US-Referenzsorte WTI (West Texas Intermediate) auf 30,91 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,09