DAX steckt Jumbo-Zinserhöhung gut weg
Der DAX geht nach der Zinserhöhung der EZB kaum verändert aus dem Handel. Der Leitindex verliert 0,1 Prozent auf 12.904 Zähler. Die EZB stemmt sich mit einer so starken Zinserhöhung wie noch nie seit Einführung des Euro-Bargelds 2002 gegen die ausufernde Inflation im Euro-Raum. Die Zentralbanker um EZB-Chefin Christine Lagarde beschlossen, den Leitzins um außerordentlich kräftige 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent anzuheben.
Ganz mieser Tag für American Eagle Outfitters
American Eagle Outfitters steuern mit einem Kursminus von mehr als vierzehn Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief zu. Der Bekleidungshersteller hatte die Analystenerwartungen im zweiten Quartal verfehlt und wird seine vierteljährliche Dividendenzahlung aussetzen.
Lagarde sorgt für Kursverluste
Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde zu den Konjunkturaussichten Europas trüben die Stimmung an der Börse. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Verluste aus und verlieren jeweils mehr als ein Prozent. Das Wirtschaftswachstum werde sich deutlich verlangsamen, so Lagarde. Im späteren Jahresverlauf und dem ersten Quartal 2023 sei mit einer Stagnation zu rechnen.
"Wenn kein AdBlue, dann keine Versorgung der Bevölkerung"
US-Anleger machen Kasse
In Erwartung eines anhaltend hohen Zinserhöhungstempos der Notenbank Fed nehmen einige US-Anleger Gewinne mit. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fallen um ein knappes halbes Prozent.
Fed-Chef Jerome Powell hatte betont, die Notenbank wolle die Inflation in den Griff bekommen. Die Zinserhöhungen würden fortgesetzt, bis sie dieses Ziel erreicht habe. Zugleich warnte Powell davor, die Geldpolitik "voreilig" zu lockern.
Primark-Eigner will "Verbesserung der Arbeitseffizienz" in den Läden
Die britische Primark-Muttergesellschaft Associated British Foods ist offenbar unzufrieden mit ihren Geschäften in Deutschland. Die Umsätze der Billigmodemarke seien nicht auf das Niveau von vor der Corona-Pandemie zurückgekehrt, teilte ABF mit.
Das zu den größten europäischen Fast-Fashion-Ketten zählende Unternehmen werde die Preise nur begrenzt erhöhen können, da die realen Einkommen der preissensiblen Kunden wegen der hohen Inflation sinken würden. Hinzu kämen steigende Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten sowie ein stärkerer Dollar, was die Einkaufskosten in die Höhe treibe. ABF werde "signifikante" Maßnahmen zur Kostensenkung ergreifen, einschließlich einer Verbesserung der Arbeitseffizienz in den Geschäften, so der Konzern.
Die ABF-Aktien brechen an der Londoner Börse um rund acht Prozent auf ein Zehnjahrestief ein.
Warum Themen-ETFs immer beliebter werden
XXL-Zinsschritt macht Banken glücklich
Die Aktien von Europas Banken profitieren von der Zinserhöhung durch die EZB. Der europäische Sektorindex weitet seine Gewinne auf ein Plus von 1,3 Prozent aus. Die Aktien der Deutschen Bank gewinnen rund 3 Prozent, die der Commerzbank rund 5 Prozent.
EZB rechnet mit höherer Inflation
Die Europäische Zentralbank hebt angesichts des Preisschubs bei Energie, Lebensmitteln und anderen Gütern ihre Inflationsprognosen abermals an. Ihre Volkswirte gehen für das laufende Jahr nun von einer durchschnittlichen Teuerungsrate in der Euro-Zone von 8,1 Prozent aus. Noch im Juni lautete die Prognose auf 6,8 Prozent. 2023 werde die Inflation dann voraussichtlich bei 5,5 (Juni-Prognose: 3,5) Prozent liegen und 2024 dann auf 2,3 (Juni-Prognose: 2,1) Prozent sinken.
DAX reagiert gelassen auf Jumbo-Zinsschritt
Nach dem Zinsschritt der EZB verringert der DAX seine Verluste etwas und liegt 0,3 Prozent im Minus bei 12.867 Zählern. Vor der Ankündigung hatte er 0,7 Prozent schwächer tendiert.
Größte EZB-Zinserhöhung seit Euro-Bargeldeinführung
Die EZB stemmt sich mit dem größten Zinsschritt seit Einführung des Euro-Bargelds 2002 gegen die Rekordinflation. Die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde beschließen, den sogenannten Hauptrefinanzierungssatz um einen Dreiviertel-Prozentpunkt auf 1,25 Prozent zu erhöhen. Die Währungshüter reagieren auf die ausufernde Inflation, die zuletzt mit 9,1 Prozent einen Höchststand erreichte.
Für Autokonzerne gibt es gute Nachrichten aus China
Der Automarkt in China erholt sich auch dank einer hohen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter kräftig. Im August wurden in dem für deutsche Autohersteller äußerst wichtigen Land rund 1,9 Millionen Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert, das sind rund 28 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders stark stieg die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge, die mit 529.000 mehr als doppelt so groß ausfiel wie noch vor einem Jahr.
Darktrace-Aktien brechen ein
Für die Anleger von Darktrace sieht es - Achtung, Wortspiel! - finster aus. Die Aktien des britischen Cybersicherheitsunternehmens brechen um 34 Prozent ein und steuern auf ihren - Achtung, noch ein Wortspiel! - schwärzesten Börsentag zu. Der Grund: Die geplante Übernahme durch die US-Technologie-Investmentfirma Thoma Bravo ist geplatzt. Die Amerikaner gaben an, kein Angebot vorzulegen.
Mittelstand sieht "Todeskampf im Teufelskreis"
Wichtiger europäischer Gaspreis fällt kräftig
Der Preis für europäisches Erdgas ist vor dem Treffen der EU-Energieminister an diesem Freitag auf den tiefsten Stand seit etwa einen Monat gefallen. Die Ressortchefs wollen bei ihrem Treffen Lösungen gegen die extrem gestiegenen Energiepreise erörtern. Auch ein Preisdeckel für russische Gasimporte steht zur Debatte.
Vor diesem Hintergrund fällt der Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas zur Lieferung im Oktober um knapp acht Prozent. Mit rund 197 Euro je Megawattstunde lag der Preis erstmals seit Anfang August unter der runden Marke von 200 Euro. Der TTF-Kontrakt gilt als Richtschnur für das europäische Preisniveau am Erdgasmarkt. Anfang der Woche war der Gaspreis wegen des Lieferstopps über die wichtige Pipeline Nord Stream 1 noch in Richtung 300 Euro in die Höhe geschossen.
Philips im Visier der Staatsanwaltschaft
Wegen des Rückrufs von Beatmungsgeräten hat die Staatsanwaltschaft in Paris den niederländischen Medizintechnik-Konzern Philips unter die Lupe genommen. Es sei eine Voruntersuchung eingeleitet worden, so ein Sprecher der Behörde. Philips hatte 5,5 Millionen Beatmungsgeräte zurückgerufen, nachdem sich der dort verarbeitete Schaumstoff in einigen Fällen aufgelöst hatte und giftige Dämpfe freigesetzt hatte. Ein Philips-Sprecher sagte, der Konzern könne aktuell keine Stellungnahme abgeben.
"Große Pläne" - Russland will Anleihemarkt anzapfen
Die russische Regierung will erstmals seit Kriegsbeginn gegen die Ukraine wieder Staatsanleihen begeben. Der Markt solle zunächst einmal getestet werden, sagt Finanzstaatssekretär Timur Maksimow. Das Volumen werde daher zunächst sehr niedrig sein.
Russland hatte die Kreditaufnahme über Staatsanleihen, im Februar ausgesetzt - kurz bevor der Krieg gegen die Ukraine begann, der beispiellose westliche Sanktionen gegen Moskau auslöste. Das Finanzministerium habe "große Pläne" für die Kreditaufnahme im Jahr 2023, so Maksimow.
Riesiger Verlust droht - Juventus-Aktien rauschen in die Tiefe
Für die Aktien des italienischen Fußball-Clubs Juventus Turin geht es abwärts. Sie fallen an der Mailänder Börse um mehr als fünf Prozent auf 0,328 Euro. Aus den Halbjahresergebnissen des Mehrheitsaktionärs Exor ist herauszulesen, dass der Verein einen Verlust von rund 250 Millionen Euro für das Geschäftsjahr melden könnte.
Nach einem Kaufrausch im Sommer, um sein Team zu verjüngen, hatte Juventus zu Beginn seiner Saison 2022/23 nur zwei Siege in den ersten fünf Spielen der Serie A erreicht. Beim Auftakt in der Champions League gab es eine Niederlage gegen PSG.
Kommt der Jumbo-Zinsschritt?
Ihre Meinung ist gefragt!
Um die Rekordinflation einzudämmen, dürfte die Europäische Zentralbank heute die Zinsen erneut kräftig anheben. Die Notenbanker um EZB-Chefin Christine Lagarde diskutieren, ob sie einen Jumbo-Schritt von 0,75 Prozentpunkten beschließen sollen. Eine so starke Anhebung hat es seit Einführung des Euro-Bargelds noch nie gegeben. Experten zufolge gilt eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte als Mindestschritt.
DAX kämpft mit der 13.000er Marke
Vor der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank fällt der DAX nach einem kurzen Sprung über die 13.000 Punkte auf 12.907 Punkte zurück. Damit liegt der Leitindex wieder auf dem Niveau des Schlusskurses von gestern. "Möglicherweise fällt die Entscheidung erst nach der EZB-Sitzung", so ein Händler. Am Markt wird davon ausgegangen, dass die EZB die Zinsen um 0,75 Prozentpunkte anheben wird.
"Deutsche Wirtschaft befindet sich im Abwärtssog"
Rezession, Rekordinflation, Kaufkraftverlust: Wegen massiv steigender Energiepreise infolge der russischen Invasion in der Ukraine erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) ein extrem schwieriges Jahr 2023 für Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt werde dann um 0,7 Prozent schrumpfen, so die Kieler Forscher. Für das laufende Jahr rechnet das IfW noch mit einem Wachstum, das jedoch mit 1,4 Prozent deutlich niedriger ausfallen soll als noch im Sommer angenommen. 2024 könnte es dann wieder zu einem Plus von 1,7 Prozent reichen. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abwärtssog", fassen die Ökonominnen und Ökonomen ihre Prognose zusammen. "
Keine Entspannung erwartet das Institut bei der Teuerung. "Sofern die Preise für Strom und Gas für längere Zeit hoch bleiben – so wie es sich derzeit abzeichnet – wird die Inflation ausgehend von ihrem Rekordniveau von acht Prozent im laufenden Jahr voraussichtlich auf 8,7 Prozent im Jahr 2023 steigen", erwarten die Fachleute. Grund dafür sei, dass die Marktpreise für Strom und Gas erst verzögert bei den Verbrauchern ankämen. Erst 2024, wenn die Energiepreise wieder nachgeben, dürfte sich die Inflation beruhigen und auf 3,1 Prozent sinken.
Goldpreis erholt sich deutlich
Der Goldpreis legt kräftig zu. Die Feinunze kostet mit 1720 Dollar rund 1 Prozent mehr, nachdem sie gestern zeitweise unter die Marke von 1700 Dollar gerutscht war. Als wichtiger Widerstand gilt der Bereich um 1735 Dollar.
DAX startet zuversichtlich
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Tag. Der DAX steigt 0,6 Prozent auf 13.001 Punkte. Der MDAX legt 1 Prozent auf 24.996 Zähler zu, der SDAX 1 Prozent auf 11.803 Punkte.
Uniper bekommt noch mehr Geld
Der Gaskonzern Uniper erhält zusätzliche Kreditoptionen von der staatlichen Förderbank KfW. Ein Sprecher sagte dem "Handelsblatt", die Bank habe Anfang der Woche weitere 4 Milliarden Euro bewilligt. Bislang hatte die KfW dem Krisenkonzern einen Kreditrahmen von 9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Das reichte aber nicht: Uniper bekommt kein russisches Gas mehr und muss stattdessen teuer am Markt einkaufen. Die daraus entstehenden Verluste dürften noch in diesem Monat die Marke von 7 Milliarden Euro erreichen.
Ölpreise fangen sich wieder
Die Ölpreise sind nach den deutlichen Rückgängen in der laufenden Woche am Donnerstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 88,69 US-Dollar. Das waren 69 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 68 Cent auf 82,62 Dollar.
Am Mittwoch waren die Erdölpreise auf mehrmonatige Tiefstände gefallen. Ein Fass Brent kostete so wenig wie zuletzt im Februar, für ein Barrel WTI musste so wenig gezahlt werden wie seit Januar nicht. Hintergrund der Entwicklung sind zunehmende Konjunkturängste, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, den strikten Kampf vieler Zentralbanken gegen die hohe Inflation und die scharfe Corona-Politik Chinas. Im längeren Vergleich bewegen sich die Rohölpreise jedoch auf hohem Niveau.
Euro parkt knapp unter Dollar-Parität
Der Euro notiert vor der Zinsentscheidung der EZB knapp unter der Parität zum US-Dollar. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 0,9995 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch etwas tiefer auf 0,9885 Dollar festgesetzt. Der Donnerstag steht klar im Zeichen der Geldpolitik. Am Nachmittag trifft die EZB ihren Zinsentscheid. Dass die Leitzinsen weiter steigen, ist angesichts der sehr hohen Inflation so gut wie sicher. Allerdings ist nicht klar, in welchem Ausmaß die Zinspolitik gestrafft wird. An den Finanzmärkten setzen die Investoren eher auf einen größeren Schritt.
DAX kratzt an der 13.000
Was erwartet den DAX heute? Nach den starken US-Vorlagen dürfte der Index die 13.000er-Marke zumindest testen. Die Sitzung in Europa wird zwar laut Marktteilnehmer ganz im Schatten der EZB verlaufen, "diese hat aber ihren Schrecken verloren, der Markt hat eine große Zinserhöhung um 75 Basispunkten fest eingepreist", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf den erwarteten "Jumbo-Zinsschritt".
Die kräftig gestiegenen Umsätze vom Mittwoch zeigten, dass es sich bei dem Anstieg nicht nur um Short-Deckungen vor der Sitzung gehandelt habe. "Mit dem jüngsten starken Rückgang der Energiepreise sehen Investoren wieder Perspektiven", so der Marktteilnehmer. Die Inflation dürfte in den kommenden Monaten zurückkommen, meint er. Entsprechende Aussagen von Fed-Vizechefin Lael Brainard zur US-Inflation hatten auch die Stimmung an den US-Börsen gestützt. Aus technischer Sicht liegt der nächste Widerstand bei 13.050 Punkten, darüber wäre der Weg Richtung 13.300er-Marke frei. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 12.800 als erste wichtige Unterstützung.
Amazon bremst das Job-Wachstum etwas ab
Nach den vielen Neueinstellungen der vergangenen Jahre wird der Onlinekonzern Amazon das Tempo bei der Schaffung neuer Jobs wohl verlangsamen. "Ich glaube nicht, dass wir so viele neue Mitarbeiter einstellen werden wie bisher", sagte CEO Andy Jassy. "Aber wir werden einstellen", betonte der Manager.
Um die besonders während der Pandemie hohe Nachfrage der Kunden bedienen zu können, hat der US-Konzern das Personal in vielen Teilen der Welt teils erheblich aufgestockt. In seinem im Juni abgeschlossenen Quartal meldete das Unternehmen aber eine nachlassende Umsatzdynamik und das zweite Quartal in Folge einen Nettoverlust, da es nach einem Pandemie-Boom mit einer anhaltenden Schwäche in seinem Einzelhandelsgeschäft konfrontiert war.
Japans Wirtschaft wächst unerwartet stark
Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal aufgrund höherer Ausgaben von Unternehmen und Haushalten schneller als ursprünglich geschätzt gewachsen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China wuchs auf Jahresbasis um 3,5 Prozent, wie revidierte Regierungsdaten zeigten.
Die vorläufige Schätzung vom August hatte einen Zuwachs von 2,2 Prozent angezeigt. Im Zeitraum April bis Juni wuchs die Wirtschaft um revidiert 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die revidierten Daten zeigten, dass die Investitionsausgaben im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent gestiegen sind, während die erste Schätzung von einem Anstieg um 1,4 Prozent ausgegangen war. Der private Verbrauch kletterte um 1,2 Prozent und damit etwas stärker als der Anstieg von 1,1 Prozent in den vorläufigen Daten.
Asien-Börsen blicken hoffnungsvoll auf Powell-Rede
Die Anleger an den asiatischen Börsen sind vor der Rede von Fed-Chef Jerome Powell in Kauflaune – gedämpft allerdings noch immer von der Verunsicherung über die langfristigen Auswirkungen der chinesischen Null-Corona-Politik. Von der Powell-Rede erhoffen sich die Börsianer Anzeichen für ein Nachlassen der restriktiven Haltung der Zentralbank bei der Inflationsbekämpfung.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,1 Prozent höher bei 27.992 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2 Prozent und lag bei 1953 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 144,19 Yen und stagnierte bei 6,9677 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9778 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 0,9981 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 0,9761 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,3 Prozent auf 1,1496 Dollar.
Das wird heute wichtig für den Dax
Heute wird vor allem die Europäische Zentralbank für Gesprächsstoff sorgen. Nach der im Juli wegen der Rekordinflation eingeleiteten Zinswende steht die EZB vor der nächsten großen Zinserhöhung. An den Börsen wird mittlerweile davon ausgegangen, dass die Zentralbanker um Notenbankchefin Christine Lagarde einen bislang unvorstellbaren Jumbo-Zinsschritt von 0,75 Prozentpunkten beschließen werden. Eine so starke Zinsanhebung hat es - seit in der Währungsunion mit Euro bezahlt wird - noch nie gegeben. Aktuell liegt der Leitzins im Euro-Raum bei 0,50 Prozent.
Auf der anderen Seite des Atlantiks hat US-Notenbankchef Jerome Powell bei einer virtuellen Diskussionsrunde in Washington Gelegenheit, seine geldpolitische Linie vor der am 21. September anstehenden Zinssitzung zu erläutern. Er hat einen straffen Kurs über längere Zeit signalisiert, um die hohe Inflation im Land wirksam bekämpfen zu können.