Der Börsen-Tag
18. August 2022
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

DAX steigt erst kräftig - dann überwiegt die Realität

Einen Tag nach den deutlichen Abschlägen hat sich der deutsche Aktienmarkt wieder auf der Überholspur befunden. Allerdings verlor die Erholungsbewegung schnell wieder an Schwung. Mit einer leichteren Handelseröffnung an der New Yorker Wall Street kamen auch die Notierungen an der Frankfurter Börse unter Druck.

So gewann der DAX am Ende 0,5 Prozent auf 13.697 Punkte. Sein Tageshoch stammte vom späten Vormittag und lag immerhin bei 13.776 Stellen. Der EUROSTOXX50 notierte 0,4 Prozent höher bei 3772 Zählern.

Unternehmensmäßig war die Lage heute äußerst übersichtlich. Gut liefen die Chemiewerte. Im DAX stiegen BASF um 1,8 Prozent, Covestro gingen um zwei Prozent nach oben. Probleme hatten dagegen Handelsaktien. Puma und Adidas gaben 1,1 beziehungsweise 0,9 Prozent ab. Klares Schlusslicht im Leitindex waren Zalando mit einem Abschlag von 4,7 Prozent.

Der Autoscheinwerfer-Hersteller Hella verspricht sich vom neuen Geschäftsjahr dank Rekordaufträgen eine deutlich bessere Entwicklung als zuletzt Die im SDAX notierten Aktien gewannen 2,7 Prozent. Für die Titel des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper ging es im MDAX nach dem Kursrutsch am Vortag weiter nach unten, zuletzt um 4,2 Prozent.

Positiv bewerten Marktteilnehmer den Zwischenbericht der Apothekengruppe Zur Rose. Der Kurs zog um kräftig an. Die Schweizer führten den positiven Ausblick unter anderem auf die Einführung des E-Rezepts zurück. Davon profitierten auch Shop Apotheke, die 3,4 Prozent gewinnen.

Mit SAF-Holland ging es um 2,7 Prozent nach oben. Der Nutzfahrzeugzulieferer ist bei der Übernahme des schwedischen Bremsenherstellers Haldex am Ziel. Zum Ende der Annahmefrist kontrolliert SAF-Holland gut 93 Prozent der Haldex-Aktien. Das Übernahmeangebot hatte unter der Voraussetzung gestanden, dass SAF-Holland 90 Prozent der Anteile erhält.

DAX steigt erst kräftig - dann überwiegt die Realität
16:31 Uhr

KaDeWe-Eigentümer legen sich britische Luxus-Kaufhauskette zu

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Eigentümer des Berliner KaDeWe und mehrerer anderer Handelsketten haben nach eigenen Angaben die Übernahme der britischen Luxus-Kaufhauskette Selfridges abgeschlossen. Das teilten die Unternehmen Central aus Thailand und Signa aus der Schweiz gemeinsam in einer Mitteilung mit. Weltweit hat die Kette demnach 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Beide Beteiligten sollen 50 Prozent der Anteile an der Selfridges Group halten. Der Kaufpreis soll bei vier Milliarden Euro liegen.

KaDeWe-Eigentümer legen sich britische Luxus-Kaufhauskette zu
16:10 Uhr

Wall Street startet schwächer

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(Foto: AP)

Die US-Anleger haben sich erneut zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag 0,2 Prozent tiefer bei 33.921 Punkten, während der S&P 500 bei 4273 auf der Stelle trat. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 12.897 Zähler. Die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs der FED treibt die Investoren nach wie vor um.

Auf Talfahrt gingen am Donnerstag die Aktien von Kohl's, nachdem der Einzelhändler seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Die Papiere rutschten um mehr als acht Prozent ab. Auch Titel des Kosmetikkonzerns Estee Lauder gaben 1,4 Prozent nach. Aufgrund von pandemiebedingten Lockdowns in China prognostizierte der Konzern Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr unter den bisherigen Schätzungen.

Wall Street startet schwächer
15:55 Uhr

Zinssenkung bringt Türkei-Lira unter Druck

Die türkische Lira ist nach der überraschenden Zinssenkung der Zentralbank in Ankara unter Druck geraten. Der US-Dollar verteuerte sich um rund ein Prozent auf 18,13 Lira. Damit notiert die türkische Währung weniger als zwei Prozent über ihrem im Dezember 2021 erreichten Rekordtief.

Zinssenkung bringt Türkei-Lira unter Druck
15:30 Uhr

Inflation und steigende Zinsen: Ist der Immobilienboom vorbei?

Die Immobilienpreise in Deutschland kannten lange Zeit nur eine Richtung, nämlich nach oben. Nun könnte sich das Blatt wenden, denn die Aktien von Immobilienfirmen sind dieses Jahr stark unter Druck. Was steckt dahinter? Und ist der Immobilienboom damit vorbei? Darüber spricht Raimund Brichta mit Henrik Muhle von der Fondsgesellschaft Gané.

Inflation und steigende Zinsen: Ist der Immobilienboom vorbei?
15:17 Uhr

US-Jobmarkt bleibt sehr robust

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 13. August etwas niedriger als erwartet gewesen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel sie saisonbereinigt um 2000 auf 250.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 260.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach unten revidiert, auf 252.000 von ursprünglich 262.000.

US-Jobmarkt bleibt sehr robust
14:51 Uhr

Gas-Steuersenkung verhindert wohl zweistellige Inflationsrate

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(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Gas dürfte die Inflationsrate nach Prognose von Ökonomen doch nicht über die Zehn-Prozent-Marke steigen. "Die Entlastung über die Mehrwertsteuer führt erfreulicherweise dazu, dass die gemessene Inflationsrate sinkt und damit das Risiko abnimmt, dass sie im Winter über die psychologisch wichtige Zehn-Prozent-Marke springt", sagte der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien.

Trete die Senkung von 19 auf sieben Prozent zum 1. Oktober in Kraft, dürfte die Teuerungsrate in den letzten drei Monaten dieses Jahres um etwa 0,7 Prozentpunkte niedriger ausfallen als dies ohne die Maßnahme der Fall gewesen wäre. Aktuell liegt die Teuerungsrate bei 7,5 Prozent. Tankrabatt und 9-Euro-Ticket haben die Inflation zuletzt etwas gezähmt, doch laufen diese staatlichen Maßnahmen Ende August aus.

Gas-Steuersenkung verhindert wohl zweistellige Inflationsrate
14:41 Uhr

Curevac grenzt Verlust ein - Impfstoffstudie angekündigt

Der Impfstoffhersteller Curevac hat im zweiten Quartal trotz eines Umsatzrückgangs die Verluste eingegrenzt. Die Einnahmen fielen um zehn Prozent auf 20,1 Millionen Euro, der operative Verlust belief sich auf 60,3 Millionen Euro, nach 147,8 Millionen vor Jahresfrist, wie das Unternehmen mitteilte.

Curevac kündigt an, eine klinische Phase 1-Studie mit dem modifizierten Corona-Impfstoffkandidaten CV0501 zu starten. Der Kandidat werde als Auffrischungsimpfung zu einer vorherigen Covid-19-Impfung verabreicht. CV0501 wurde in Zusammenarbeit mit GSK entwickelt.

Curevac grenzt Verlust ein - Impfstoffstudie angekündigt
14:11 Uhr

Uniper-Megaverlust ist noch nicht verdaut

Nach dem gestrigen rund zwölfprozentigen Kursrutsch ist es mit dem Uniper-Kurs weiter bergab gegangen. Das Papier des durch die Gaskrise taumelnden Energiekonzerns verlor 3,1 Prozent auf 6,59 Euro und war damit das MDAX-Schlusslicht. Die Zahlen und vor allem der Ausblick seien nochmal ernüchternd gewesen, sagte ein Börsianer.

Uniper hatte am Mittwoch im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 12,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Konzern rechnet damit, erst 2024 die Verlustzone wieder verlassen zu können. Seit Jahresbeginn haben Uniper-Aktien mehr als 80 Prozent eingebüßt.

Uniper-Megaverlust ist noch nicht verdaut
13:45 Uhr

Zinssenkung bei fast 80 Prozent Inflation in der Türkei

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Der Ortakcilar-Straßenmarkt in Istanbul. (Foto: Francisco Seco/AP/dpa)

Die türkische Zentralbank hat den Leitzins trotz hoher Inflation gesenkt. Der Wert werde von 14 auf 13 Prozent reduziert, teilte die Zentralbank in Ankara mit. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte in den vergangenen Wochen bereits einen solchen Schritt angekündigt.

Die Türkei kämpft mit einer Wirtschaftskrise und hoher Inflation. Im Juli lagen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 79,6 Prozent höher. Anders als viele andere Zentralbanken stemmt sich die türkische Notenbank gegen die Entwicklung jedoch nicht mit Zinsanhebungen. Fachleute nennen als Grund politischen Druck.

Zinssenkung bei fast 80 Prozent Inflation in der Türkei
13:26 Uhr

US-Daten lassen Ölpreise kräftiger steigen

Der deutliche Rückgang der Rohölbestände in den USA hat die Ölpreise wieder kräftiger angeschoben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich am frühen Nachmittag um 2,1 Prozent auf 94,77 US-Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 1,8 Prozent auf 88,89 Dollar je Fass.

Laut EIA-Daten sind die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 7,1 Millionen Barrel zurückgegangen. Analysten hatten nur mit einem Rückgang um 275.000 Barrel gerechnet. Zuletzt hatten Rezessionssorgen den Ölpreisen zu schaffen gemacht. Seit Ende Juli haben der Brent- und der WTI-Preis rund 14 Prozent verloren.

Brent Rohöl

US-Daten lassen Ölpreise kräftiger steigen
13:09 Uhr

Wall Street vorbörslich unentschieden

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(Foto: AP)

Wenig verändert dürften die US-Börsen in den Handel starten. Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der US-Notenbanksitzung vom Juli hatte keine neuen Erkenntnisse gebracht: Die Notenbanker waren sich demnach einig, dass die Zinsen weiter erhöht werden müssten, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen, deuteten aber auch an, dass sie das Tempo ihrer Zinserhöhungen verringern würden, wenn schwache Konjunkturdaten dies erforderlich machten.

Orientierungshilfe könnten zunächst die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche und der Philadelphia-Fed-Index für August geben. Etwas später folgen die Verkäufe bestehender Häuser und der Index der Frühindikatoren, jeweils aus dem Juli. Daneben stehen Auftritte einiger Fed-Vertreter auf der Agenda.

Wall Street vorbörslich unentschieden
12:50 Uhr

Hohe Eurozonen-Inflationsrate bestätigt

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juli auf hohem Niveau weiter beschleunigt und einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 8,9 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Dies ist die höchste Rate seit Einführung des Euro als Buchgeld 1999.

Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 8,6 Prozent gestiegen. Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 39,6 Prozent erhöhten. Der Schub war etwas schwächer als im Vormonat. Dafür beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln.

Hohe Eurozonen-Inflationsrate bestätigt
12:19 Uhr

Zahlungsdienstleister-Aktie stürzt ab

Das nennt man einen Kurssturz: Um 11,4 Prozent ist es für die Aktie des Zahlungsdienstleisters Adyen nach unten gegangen. Trotz eines fulminanten Volumenwachstum von 61 Prozent haben die Niederländer für die Analysten von Bryan Garnier enttäuschende Netto-Umsatz- und EBITDA-Zahlen veröffentlicht.

Die Verschlechterung der Marge um 2,7 Prozentpunkte sei dem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen um 47 Prozent geschuldet, was zu einem großen Teil auf die Einstellung von 395 Mitarbeitern zurückzuführen sei, so die Experten.

Zahlungsdienstleister-Aktie stürzt ab
11:57 Uhr

DAX richtet sich im grünen Bereich ein

Der DAX hat seinen gestrigen Rücksetzer gut verkraftet und bislang den Gang nach oben angetreten. Gegen Mittag lag der deutsche Leitindex mit 0,8 Prozent im Plus bei 13.736 Punkten. Der EUROSTOXX50 notierte 0,3 Prozent höher bei 3768 Stellen.

DAX richtet sich im grünen Bereich ein
11:34 Uhr

Kräftige Zinsanhebung in Norwegen - und es geht damit weiter

Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins wie erwartet um 50 Basispunkte auf 1,75 Prozent angehoben und zugleich eine Verschärfung ihres geldpolitischen Kurses angekündigt. Wie sie in ihrer geldpolitischen Erklärung mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise zuletzt stärker als erwartet und auf breiter Front, wodurch die Inflation für längere Zeit erhöht bleiben könnte.

"Dies deutet auf eine schnellere Anhebung des Leitzinses hin als im Juni prognostiziert", heißt es in dem Statement der Norges Bank weiter.

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(Foto: picture alliance / dpa)
Kräftige Zinsanhebung in Norwegen - und es geht damit weiter
10:51 Uhr

Modehändler-Aktienkurs schießt nach oben

Global Fashion Group gewannen nach ihrem Zwischenbericht mehr als 19 Prozent. Allerdings hatte der Kurs in der Baisse auch zeitweise deutlich mehr als 90 Prozent eingebüßt. Zwar war die Anzahl der aktiven Kunden im zweiten Quartal rückläufig, dafür bestellten die Kunden häufiger und zu einem höheren Nettowarenwert.

Für das Gesamtjahr erwartet der Modehändler ein Wachstum des Nettowarenwerts von zehn bis 15 Prozent auf 2,9 bis drei Milliarden Euro und einen Umsatz von etwa 1,9 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei drei bis fünf Prozent liegen. "Es ist positiv, dass es überhaupt einen Ausblick gibt", sagte ein Börsianer.

Modehändler-Aktienkurs schießt nach oben
10:29 Uhr

Aktie der Shop Apotheke auf (Zur) Rose gebettet

Kräftig nach oben ist es mit der Aktie der Shop Apotheke gegangen. Das im SDAX notierte Papier zog um bis zu 5,2 Prozent an. Damit profitierte es von dem positiven Ausblick der Apothekengruppe Zur Rose. Deren Kurs stieg um rund zehn Prozent.

Zur Rose führt den positiven Ausblick unter anderem auf die Einführung des E-Rezepts zurück. Davon sollte laut Händlern auch Shop Apotheke profitieren.

Aktie der Shop Apotheke auf (Zur) Rose gebettet
10:19 Uhr

Inflationsangst trifft DAX - FED-Protokoll hinterlässt Fragezeichen

Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt laufen aus, dafür kommt die Gas-Umlage auf Verbraucher zu. An der Börse in Frankfurt wachsen damit die Inflationssorgen. Derweil rätselt man an der Wall Street noch, welche Impulse vom Protokoll der US-Notenbank FED ausgehen.

Inflationsangst trifft DAX - FED-Protokoll hinterlässt Fragezeichen
10:02 Uhr

SAF-Holland-Aktie fester - Haldex-Übernahme erfolgreich

SAF-Holland zogen um 1,7 Prozent an. Der Lkw-Zulieferer hält nun 93 Prozent der Aktien von Haldex. Damit war das Übernahmeangebot erfolgreich. Die Frist wird nun bis zum 31. August um 17 Uhr verlängert.

SAF-Holland-Aktie fester - Haldex-Übernahme erfolgreich
09:45 Uhr

Grüne Geldanlage: Warum auf Klimavorreiter setzen?

Klimagerecht wirtschaften - viele Unternehmen machen das inzwischen. Es gibt aber auch Firmen, die regelrechte Klimavorreiter sind. Wodurch zeichnen sie sich aus? Und warum bieten sie sich für ein Investment an? Darüber spricht Raimund Brichta mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.

Grüne Geldanlage: Warum auf Klimavorreiter setzen?
09:22 Uhr

EZB wird zinsmäßig wohl wieder kräftig drauflegen

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(Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild)

Die EZB muss womöglich trotz Rezessionsgefahren auf ihrer nächsten Zinssitzung im September erneut die Zinsen kräftig anheben. Die Inflationsaussichten hätten sich seit der Juli-Sitzung nicht verbessert, sagte Notenbank-Direktorin Isabel Schnabel in einem Reuters-Interview. "Im Juli entschieden wir uns für eine Anhebung um 50 Basispunkte angesichts des Inflationsausblicks. Im Moment denke ich nicht, dass sich dieser Ausblick grundlegend geändert hat."

Schnabel weiter: "Wenn ich mir die jüngsten Daten anschaue, würde ich sagen, dass die Sorgen, die wir im Juli hatten, nicht zerstreut wurden." Die nächste EZB-Zinssitzung ist für den 8. September geplant.

EZB wird zinsmäßig wohl wieder kräftig drauflegen
09:10 Uhr

Nikkei schließt mit klarem Minus - Verluste auch in China

Die Kursverluste an der Wall Street haben der Kauflaune der asiatischen Aktienanleger einen Dämpfer verpasst. In Tokio verlor der Nikkei ein Prozent auf 28.942 Zähler, der breiter gefasste Topix sank um 0,8 Prozent. Auch an den chinesischen Märkten ging es bergab. Die Börse in Shanghai gab 0,5 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen 0,9 Prozent nach.

An der Wall Street hatte ein Gewinneinbruch beim US-Einzelhändler Target auf die Stimmung gedrückt. Die am Mittwochabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung ließen die Anleger eher ratlos zurück.

Nikkei schließt mit klarem Minus - Verluste auch in China
09:04 Uhr

DAX leckt Wunden - kleines Plus

Nach den kräftigen Verlusten am Mittwoch ist der deutsche Aktienmarkt nur leicht verändert in den Handel gestartet. Der DAX notierte 0,2 Prozent höher bei 13.658 Punkten. MDAX, SDAX und TECDAX lagen um ihren Vortagesschluss herum.

"Die Vorlagen sind neutral und die katastrophalen Inflationsdaten aus Großbritannien sind nun erst einmal in die Kurse eingearbeitet", so ein Marktteilnehmer. Das Protokoll der US-Notenbank sei "wenigstens nicht falkenhafter ausgefallen als befürchtet".

DAX leckt Wunden - kleines Plus
08:50 Uhr

Gewinneinbruch: Corona-Restriktionen und Chipknappheit setzen Geely zu

Die Corona-Restriktionen in China haben den Gewinn des Autobauers Geely einbrechen lassen. Im ersten Halbjahr sank das Ergebnis um ein Drittel auf umgerechnet 224 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte, das Anteile an Volvo Cars und Mercedes-Benz hält.

Der Autoabsatz sank um neun Prozent und lag damit Geely zufolge unter den Erwartungen des Managements. Neben den Corona-Einschränkungen spielte dabei die anhaltende Chipknappheit eine Rolle. Der Umsatz stieg dagegen dank höherer Preise um 29 Prozent auf umgerechnet 8,4 Milliarden Euro. Im Kampf gegen die Pandemie greift die Regierung in Peking immer wieder zu harten Lockdowns, die zeitweise auch die Wirtschaftsmetropole Shanghai lahmgelegt hatten.

Gewinneinbruch: Corona-Restriktionen und Chipknappheit setzen Geely zu
08:44 Uhr

Aufarbeitung von Wirecard - EY will Aufspaltungsplan vorlegen

Aus Konsequent aus dem Wirecard-Skandal will sich die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY aufspalten. Bis Ende September soll ein Plan vorgelegt werden. Das berichtet das "Handelsblatt". Die letzten Hürden seien überwindbar, werden Firmenkreise zitiert.

Aktuell geht es demnach um die Verteilung der Pensionslasten und die finanzielle Ausstattung einer eigenständigen Prüfungsfirma unter dem Namen EY. Deren Partner pochen noch auf eine finanzielle Kompensation. Ein Börsengang des abgespaltenen Beratungsgeschäfts könnte im Herbst 2023 erfolgen.

Aufarbeitung von Wirecard - EY will Aufspaltungsplan vorlegen
08:33 Uhr

DAX sollte sich berappeln

Marktbeobachter rechnen heute mit einer leichten Erholung an den Aktienmärkten. Der DAX wird zunächst gut behauptet erwartet bei 13.650 Punkten, beim Euro-Stoxx-50 sieht es ähnlich aus.

Nach dem deutlichen Rückschlag des Vortages zeichnet sich damit zumindest eine Stabilisierung im DAX oberhalb der 13.600er Marke ab. "Die Vorlagen sind neutral und die katastrophalen Inflationsdaten aus Großbritannien sind nun erst einmal in die Kurse eingearbeitet", so ein Marktteilnehmer. Das US-Notenbankprotokoll sei "wenigstens nicht falkenhafter ausgefallen als befürchtet". Die US-Notenbank will die Leitzinsen so lange erhöhen, bis die Inflation deutlich nachlässt, sie hat aber auch die Risiken einer zu straffen Geldpolitik im Blick.

Allerdings hat sich die technische Lage deutlich eingetrübt, da der DAX den seit Juni etablierten Aufwärtstrend nun gebrochen hat. Ob sich daraus eine längere Korrektur entwickelt, lässt sich laut Marktanalysten noch nicht ausmachen.

Hier mehr zur dramatischen Inflationsentwicklung in Großbritannien:

DAX sollte sich berappeln
08:27 Uhr

Zahl der Baugenehmigungen sinkt

Ist das Ende des Bau-Booms gekommen? Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland liegt im Juni um 4,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr in dieser Relation um 2,1 Prozent. Gleiches galt für die Zahl der Wohnbaugenehmigungen. Gegenüber dem Vormonat nahm die Zahl der Baugenehmigungen im Juni um 1,3 Prozent ab.

Die Zahlen bestätigen Prognosen, wonach die Baubranche vor einem herben Einbruch steht. Immer höhere Rohstoffpreise, steigende Zinsen und ausgelastete Handwerker machen den Bai eines Hauses zu einem unkalkulierbaren Risiko.

Hier mehr zum Thema:

Zahl der Baugenehmigungen sinkt
08:17 Uhr

Rekordaufträge: Autozulieferer Hella hängt die Latte höher

Der Autozulieferer Hella blickt trotz Umsatz- und Gewinneinbußen im abgelaufenen Geschäftsjahr optimistisch auf die kommenden Monate. Das Unternehmen, das mittlerweile zum französischen Konzern Forvia (bisher Faurecia) gehört, hat 2021/2022 allein im Automotive-Geschäft Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Milliarden Euro akquiriert, so viel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Besonders in Bereichen wie Radartechnologie, Batteriemanagementsysteme oder digitales Licht sei die Nachfrage hoch.

Für die zwölf Monate per Ende Mai 2023 plant das Unternehmen aus Lippstadt mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung.

Rekordaufträge: Autozulieferer Hella hängt die Latte höher
08:07 Uhr

Öl- und Gasaktien haben Luft nach oben

Mit guten Vorlagen könnten europäische Öl- und Gas-Aktien ihre Erholung heute fortsetzen. Die Branche führte am Vortag in den USA die Gewinnerliste an.

Die Öllagerbestände in den USA sind stärker zurückgegangen als erwartet. Auch die Ölpreise legen am Morgen bereits etwas zu. Einen technischen Widerstand im Stoxx-Sub-Index der Öl- und Gaswerte bietet das Augusthoch bei gut 337 Punkten. Aus dem Markt gegangen ist der Index am Mittwoch mit 331,20 Punkten.

Öl- und Gasaktien haben Luft nach oben
07:52 Uhr

Deutsche Bank sattelt bei Einstiegsgehältern ordentlich was drauf

Die Deutsche Bank wird die Einstiegsgehälter für ihre Nachwuchsbanker anheben und sich damit an ihren Konkurrenten in der Spitzengruppe der Banken orientieren, die ihre Gehälter im vergangenen Jahr alle mindestens zweimal erhöht haben.

Deutsche BankEbenfalls angehoben werden im Oktober die Gehälter für Analysten. Das berichtet die britische "Financial News" unter Berufung auf Insider. Die Gehälter im ersten Jahr sollen von 100.000 auf 110.000 Dollar (zwischen 98.000 und 108.000 Euro) und im zweiten Jahr von 105.000 auf 125.000 Dollar steigen. Die Erhöhung gilt für die Mitarbeiter der Corporate-Finance-Einheit der Deutschen Bank, nicht aber für das Marktgeschäft.

Absolventen, die meist über ein Trainee-Programm einsteigen, konnten bei der Deutschen Bank je nach Einsatzbereich bisher mit einem Gehalt zwischen 48.000 und 68.000 Euro im Jahr rechnen.

Deutsche Bank sattelt bei Einstiegsgehältern ordentlich was drauf
07:36 Uhr

Netzagentur: regionaler Gasmangel im Winter wahrscheinlich

Die Bundesnetzagentur rechnet damit, dass es im kommenden Winter zumindest regional einen Gasmangel in Deutschland geben könnte. "Vermutlich wären die Einschränkungen erst einmal temporär und können auch wieder enden oder mehrfach auftreten", sagte Behördenchef Klaus Müller dem Nachrichtenportal T-Online in einem Interview. In dem Fall müsse man dafür sorgen, dass Gas gut durchs Land transportiert werde.

Das Szenario eines regionalen Gasmangels sei wahrscheinlich, sagte Müller. "Womöglich aber läuft es sogar etwas besser." Dafür müsste gewährleistet sein, dass die Gasimporte im kommenden Jahr größer ausfallen - zum Beispiel, weil die zwei zusätzlichen privaten Flüssiggasterminals so früh wie möglich fertig sind oder Deutschland zusätzliches Gas aus Frankreich bekommt.

Hier mehr zum Thema:

Netzagentur: regionaler Gasmangel im Winter wahrscheinlich
07:29 Uhr

Amazon testet Tiktok-ähnliche App-Funktion

Amazon testet eine Funktion in seiner App, die den Nutzern einen Foto- und Video-Feed von Produkten im Stil von Tiktok anzeigt, damit die Käufer diese mit anderen Nutzern teilen können. An dem Test nehmen derzeit eine kleine Anzahl von Amazon-Mitarbeitern teil, wie Watchful Technologies, ein israelisches Unternehmen für künstliche Intelligenz, das Apps analysiert und die Funktion verfolgt hat, meldet.

Amazon schließt sich damit anderen großen Technologieunternehmen wie Meta und der Google-Muttergesellschaft Alphabet an, die versuchten das Engagement der Nutzer durch kurze Videos zu steigern.

Das unter dem internen Namen "Inspire" getestete Portal erscheine als Diamant-Widget auf der Startseite der Amazon-App, heißt es. Das Widget bringe die Kunden zu einem Feed, der einen Strom von Bildern und Videos von Produkten zeigt, wobei die Kunden die Möglichkeit hätten, Artikel gut zu finden, zu teilen und gegebenenfalls zu kaufen.

Amazon testet Tiktok-ähnliche App-Funktion
07:19 Uhr

Das soll das Launch-Datum für das Apple iPhone 14 sein

Apple will einem Agenturbericht zufolge voraussichtlich am 7. September seine neuesten iPhones und Smartwatches vorstellen. Das berichtet Bloomberg News unter Berufung auf den meist ausgesprochen gut informierten Redakteur Mark Gurman. Demnach plant der US-Konzern an dem Tag auch die Präsentation des iPhone 14, des iPhone 14 Pro und der Apple Watch Series 8.

Das iPhone 14 wird Berichten zufolge mit einer besseren Kamera ausgestattet sein, aber ansonsten nur geringfügige technische Verbesserungen aufweisen. Außerdem werde es eine Version mit einem 6,7-Zoll-Bildschirm geben, während Apple offenbar auf die 5,4-Zoll-Mini-Version des Modells verzichten wolle.

Laut dem Bericht sollen sich Mitarbeiter von Apple Stores auf einen großen Produkt-Launch am Freitag, dem 16. September vorbereiten.

Das soll das Launch-Datum für das Apple iPhone 14 sein
07:05 Uhr

Dämpfer für Asien-Börsen - Immobilienaktien in Hongkong schwach

In der Gemengelage aus Gewinnmitnahmen und ungünstigen Nachrichten tendieren die asiatischen Aktienmärkte überwiegend leichter. Der Nikkei-Index in Tokio büßt 0,9 Prozent auf 28.970 Punkte ein, an den Nachbarbörsen fallen die Abschläge mit rund 0,5 Prozent etwas kleiner aus.

Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung, das am späten Mittwoch veröffentlicht wurde, brachte keine neuen Erkenntnisse, die Notenbanker sehen sich demnach weiter auf Kurs einer strafferen Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation. Die Renditen am Anleihemarkt zogen deutlicher an, die Vorgabe der US-Börsen fiel darauf schwächer aus.

Dazu kommt aus China die Nachricht, dass dort nicht nur die steigende Zahl an Covid-19-Infektionen und die stringenten Maßnahmen dagegen die Produktion beeinträchtigen, sondern zunehmend der ungewöhnlich trockene Sommer die Energieproduktion und damit letztlich ebenfalls in einigen Regionen die Produktion in energieintensiven Betrieben bremst. Die Analysten von Goldman Sachs rechnen aber nicht damit, dass es ähnlich wie im vorigen Jahr zu Energieabschaltungen und schwerwiegenden Beeinträchtigungen kommen wird. Shanghai Electric Power verlieren 2,5 und Zhejiang Zheneng Electric Power 0,8 Prozent.

Unter den Einzelwerten verlieren Country Garden in Hongkong über 5 Prozent, nachdem das Immobilienunternehmen einen deutlichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr für das erste Halbjahr angekündigt hat. Das belastet tendenziell auch andere Branchentitel wie China Vanke (-1,5%) oder Longfor Group (-1,8%).

In Tokio legen Takeda Pharmaceutical um knapp 1 Prozent zu. Hier stützt die Nachricht, dass der Takeda-Impfstoff gegen Denguefieber vor der Zulassung stehen soll.

Dämpfer für Asien-Börsen - Immobilienaktien in Hongkong schwach
18:09 Uhr

Das wird heute für den DAX wichtig

Nach der Kurserholung der vergangenen Tage hat die Zinsangst gestern die Börsen zur Wochenmitte wieder fest im Griff. Der DAX rutschte nach einem freundlichen Start schnell ins Minus und weitete dann seine Verluste aus. Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex 2,04 Prozent tiefer bei 13.626 Punkten. Vor der für Mittwochabend erwarteten Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed gingen viele Anleger auf Nummer sicher und stießen Aktien ab.

Immer mehr Betriebe finden keine geeigneten Azubis. Welche Branchen sind vom Bewerbermangel besonders betroffen und was unternehmen die Betriebe, um gegenzusteuern? Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) informiert am heutigen Donnerstag in Berlin über aktuelle Zahlen. An einer Ausbildungsumfrage haben sich mehr als 15.000 Betriebe beteiligt. Der DIHK will darstellen, welche Branchen vom Bewerbermangel besonders betroffen sind und was die Betriebe tun, um gegenzusteuern, und welche Folgen die angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat.

Der Lichtspezialist Hella aus Lippstadt legt seine Jahreszahlen 2021/22 vor. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum französischen Autozulieferer Faurecia. Seit Februar firmieren die beiden Unternehmen unter dem Namen Forvia. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der siebtgrößte Automobilzulieferer weltweit mit über 150.000 Mitarbeitern.

Hier eine Zusammenfassung zum Geschehen an der Wall Street am Vorabend:

Das wird heute für den DAX wichtig