Freitag, 02. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Trump versetzt Dax kräftigen Hieb - rund 380 Punkte weg

Dax
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Land unter in Frankfurt: Für den deutschen Aktienmarkt gab es an einem weiteren "Trump-Day" nichts zu holen. Die vom US-Präsidenten betriebene weitere Eskalation im Handelskrieg mit China hat die Angst vor weiteren Rückschlägen für die schwächelnde Weltwirtschaft geschürt. Die beiden größten Volkswirtschaften drohen, sich trotz laufender Verhandlungen mit zusätzlichen Strafzöllen in Milliardenhöhe zu überziehen. Doch damit nicht genug: Mit Spannung wird nach Börsenschluss auf Nachrichten aus Washington hinsichtlich des Handelskonflikts der Amerikaner mit der EU gewartet. Europäischen Autobauern drohen ebenfalls Strafzölle.

Der Dax fiel um 3,1 Prozent und schloss bei 11.872 Punkten. Der Leitindex verlor damit heute rund 380 Punkte, sein Tagestief lag bei 11.837 Stellen. Der MDax sackte um 2,2 Prozent auf 25.626 Zähler ab. Der TecDax gab um 3,0 Prozent auf 2857 Stellen nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,2 Prozent auf 3377 Punkte nach unten.

Na, das war ja kein schöner Abschied von dieser Handelswoche. Haben Sie dennoch ein angenehmes und stressfreies Wochenende.

17:13 Uhr

Computerprobleme: Lufthansa muss Flugpläne ausdrucken

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(Foto: imago images / Hartenfelser)

Probleme bei der Lufthansa: Die Airline hat heute mit ihren Computern gekämpft. Check-In-Automaten seien ausgefallen und Crews hätten ihre elektronischen Flugpläne nicht abrufen können, erklärte ein Konzernsprecher in Frankfurt. Die Unterlagen seien dann ausgedruckt und in die Cockpits gebracht worden.

In der Folge sei es bei einzelnen Flügen zu Verspätungen von weniger als einer halben Stunde gekommen. Nach zweieinhalb Stunden seien die bei einem Dienstleister entstandenen Netzwerkprobleme dann behoben gewesen.

16:45 Uhr

Aufsichtsratschef kauft kräftig Deutsche-Bank-Aktien

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, hat für fast eine Million Euro Aktien des Frankfurter Geldhauses gekauft. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, gab Achleitner heute 992.380 Euro für Aktien der Deutschen Bank aus, die er im Xetra-Handel der Frankfurter Börse zum Stückpreis von 6,844 Euro erwarb.

16:20 Uhr

Dax bekommt noch mehr Prügel

Nach Eröffnung der US-Börsen ist es mit dem deutschen Aktienmarkt weiter nach unten gegangen. Der Dax fiel am späten Nachmittag um 3,1 Prozent auf 11.871 Punkte. Der MDax verlor 2,2 Prozent auf 25.616 Zähler, der TecDax um 2,6 Prozent auf 2869 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 3,0 Prozent auf 3384 Punkte ab.

15:59 Uhr

Trumps Zoll-Ankündigung setzt Wall Street weiter zu

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(Foto: dpa)

Die Eskalation im Zollstreit zwischen den USA und China macht der Wall Street erneut zu schaffen. Der US-Leitindex Dow Jones gab am Freitag zu Handelsbeginn 0,2 Prozent auf 26.528 Punkte nach. Der weiter gefasste S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf 2943 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,7 Prozent auf 8056 Stellen ein. Bereits gestern hatten die großen Börsenbarometer jeweils etwa ein Prozent verloren. Heutige Daten zum US-Arbeitsmarkt spielten nur eine untergeordnete Rolle.

Zu den Verlierern zählte mit einem Kursminus von 1,8 Prozent das Index-Schwergewicht Apple. Der iPhone-Anbieter gilt als einer der Haupt-Leidtragenden des Zollstreits. Die ebenfalls stark vom China-Geschäft abhängigen Chip-Hersteller AMD, Intel und Micron büßten bis zu 2,7 Prozent ein.

15:52 Uhr

n-tv Zertifikate: Nullzins gleich Rekordkurs?

Trotz der Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank gehen viele Dax-Aktien derzeit auf Talfahrt. Bei vielen wird die Sorge vor einer umfassenden Kurskorrektur immer größer. Wie Anleger vor diesem Hintergrund möglichst geschickt agieren können, klärt Bianca Thomas mit Daniel Saurenz von Feingold Research.

15:34 Uhr

US-Beschäftigung etwas schwächer als erwartet

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im Juli in etwa wie erwartet entwickelt, war aber in den beiden Vormonaten etwas schwächer als bisher gedacht. Die Arbeitslosigkeit blieb bei - einer höheren Beschäftigungsquote - unverändert, die Stundenlöhne stiegen etwas deutlicher als erwartet, aber die Wochenarbeitszeit ging leicht zurück. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, nahm die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 164.000 Stellen zu, und die Arbeitslosenquote blieb auf dem Vormonatsniveau von 3,7 Prozent.

Volkswirte hatten 165.000 zusätzliche Jobs und einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent prognostiziert.

15:14 Uhr

Insider: USA erhalten von EU garantierte Rindfleisch-Exportquote

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(Foto: imago/Peter Endig)

In den Handelskonflikt zwischen den USA und der EU kommt wohl Bewegung. US-Präsident Donald Trump werde noch heute bekannt geben, dass die USA von der EU eine Exportquote für Rindfleisch erhalte, sagte ein Insider Reuters. Bereits im Juni hatte es in EU-Kreisen geheißen, beide Seiten hätten sich darauf verständigt, dass die USA von der EU eine garantierte Exportquote von 45.000 Tonnen hormonfreiem Rindfleisch bekomme.

Die USA und die EU, die jeweils ihre größten Handelspartner sind, streben derzeit erneut ein Handelsabkommen an. Die US-Seite will dabei auch landwirtschaftliche Produkte einbeziehen, was vor allem Frankreich ablehnt. Die Vereinbarung zum Rindfleisch würde das aktuelle Importvolumen faktisch zwar nicht verändern, es könnte aber die Spannungen zwischen beiden Seiten lindern. Trump hat den Europäern mit Strafzöllen auf Autos und Autoteile gedroht, was die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen würde.

14:58 Uhr

China ist nicht mehr Top-Handelspartner der USA

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Juni leicht, aber geringer als erwartet gesunken. Zugleich wurde deutlich, dass China in der ersten Jahreshälfte seine Position als wichtigster Handelspartner der USA verloren hat, da die Importe und Exporte zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften wegen des andauernden Handelsstreits weiter zurückgingen. Die Importe aus China fielen nach Angaben des Handelsministeriums im Sechsmonatszeitraum um 12 Prozent, während die Exporte dorthin sogar um 18 Prozent absackten. Der Gesamtwert des bilateralen Handels von 289,69 Milliarden Dollar blieb damit zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt hinter dem mit Kanada und Mexiko zurück.

Für Juni alleine betrug das US-Handelsdefizit nach vorläufigen Berechnungen 55,15 Milliarden Dollar nach revidiert 55,34 (vorläufig: 55,52) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 54,60 Milliarden Dollar gerechnet.

14:50 Uhr

Deutscher Automarkt wächst im Juli kräftiger

An diesem Freitag mit überwiegend negativen Meldungen endlich ein Lichtblick aus wirtschaftlicher Sicht: Im Juli wurden nämlich in Deutschland 332.788 Pkw neu zugelassen. Das waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. In den ersten sieben Monaten ergab sich eine Zunahme um 1,2 Prozent auf 2,18 Millionen Neuwagen.

Zweistellige Zuwachsraten zeigten laut KBA die deutschen Marken BMW (+32,0 Prozent), Ford (+26,8), Opel (+23,2), Mercedes (+22,4) und Mini (+18,1). Zweistellig abwärts ging es für Porsche (-21,9 Prozent), Smart (-18,1) und Audi (-14,0). Auch Volkswagen stand auf der Verliererseite mit einem Minus von 6,9 Prozent, hatte mit 18,6 Prozent aber den größten Anteil an den Neuzulassungen. Bei den Importmarken ragten Land Rover mit plus 43,7 Prozent und Lexus mit plus 38,9 Prozent heraus.

14:28 Uhr

US-Einzelhandelsverbände laufen Sturm gegen Trumps Pläne

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(Foto: REUTERS)

Die neuen Strafzölle von Donald Trump gegen China verägern in großem Maße die US-Einzelhändler. Die Vereinigung, in der Riesen wie Walmart und Amazon vertreten sind, sprach von einer verfehlten Strategie, die schon jetzt das Wirtschaftswachstum bremse, für Unsicherheit sorge und vor Investitionen zurückschrecken lasse. Ein anderer großer Verband warnte vor steigenden Preisen für Kleidung, Spielzeug, Haushaltswaren und Elektronik.

Neue Zölle könnten nach Einschätzung von Experten die US-Notenbank Fed unter Druck setzen, die Zinsen weiter zu senken.

  • "Für die Fed erhöht sich durch die Trumpschen Maßnahmen der Handlungsdruck", schrieben die Commerzbank-Ökonomen Bernd Weidensteiner und Christoph Balz.
  • "Sollte sich durch eine neue Runde von Handelsstreitigkeiten der US-Ausblick eintrüben, würde sie die Leitzinsen rasch weiter senken."

Trump macht bereits Druck auf die Fed, noch weiter mit den Zinsen runterzugehen.

14:07 Uhr

Dax gräbt sich ein - Furcht vor weiteren Strafzöllen

Dax
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In Frankfurt dominierten auch am frühen Nachmittag die Minuszeichen. Der amerikanisch-chinesische Zollkrieg sorgte für schlechte Stimmung auf dem Parkett. Nun befürchten die Anleger, dass US-Präsident Donald Trump am Abend MESZ noch Strafzölle gegen europäische Autobauer ankündigt.

Der Dax hat sich mittlerweile halbwegs oberhalb der 11.900-Punkte-Marke stabilisiert und notierte 2,6 Prozent tiefer bei 11.929 Punkten. Spannend ist, wie der Leitindex auf die zu erwartenden Kursverluste an der New Yorker Wall Street reagiert. Der MDax verlor 1,8 Prozent auf 25.724 Zähler. Der TecDax sackte um 2,2 Prozent auf 2879 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,6 Prozent auf 3399 Punkte nach unten.

Im Dax verzeichneten lediglich die Papiere der Versorger Eon und RWE Zugewinne.

13:45 Uhr

Bei Ferrari hellen sich die Mienen auf

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(Foto: REUTERS)

Der Sportwagenhersteller Ferrari wird nach weiteren Zunahmen bei Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal etwas zuversichtlicher. Die Prognosespannen als solche wurden bestätigt, allerdings sei nun das Erreichen des oberen Endes wahrscheinlicher, teilte das italienische Unternehmen mit. Beim freien Cashflow im Industriebereich wurde das Ziel nach oben gesetzt.

Der Umsatz wuchs um 9 Prozent auf 984 Millionen Euro. Mit der gleichen Rate stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), und zwar auf 314 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) nahm ebenfalls um 9 Prozent auf 239 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn legte um 14 Prozent auf 184 Millionen Euro zu. Ausgeliefert wurden den Angaben zufolge 2.671 Autos, gut 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

13:20 Uhr

Sinkende Auto-Nachfrage bremst ZF-Wachstum

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(Foto: dpa)

Wegen weltweit sinkender Verkaufszahlen von Pkw rechnet der Autozulieferer ZF Friedrichshafen mit einem Rückgang seines Umsatzes in Milliardenhöhe. Im Gesamtjahr 2019 werde der Konzernumsatz zwischen 36 und 37 Milliarden Euro liegen, teilte ZF mit. Im April war das Unternehmen noch von 37 bis 38 Milliarden Euro ausgegangen. Auch die Gewinne werden laut ZF schrumpfen.

Der Umsatz von ZF ging im ersten Halbjahr 2019 um 1,7 Prozent auf rund 18,4 Milliarden Euro zurück. Die Erlöse vor Zinsen und Steuern blieben in den ersten sechs Monaten mit 646 Millionen Euro "unterhalb des prognostizierten Korridors", teilte ZF weiter mit. Gründe dafür seien neben der sinkenden Nachfrage - besonders in China - höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie die Kosten für den Aufbau neuer Standorte, insbesondere für Elektroantriebe.

13:00 Uhr

Griechische Notenbank für Ende der Kapitalkontrollen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Was ist eigentlich in Griechenland nach der Parlamentswahl los? Die dortige Zentralbank spricht sich einem Insider zufolge für eine vollständige Aufhebung der während der eskalierenden Schuldenkrise eingeführten Kapitalkontrollen aus. Eine entsprechende Empfehlung sei dem neuen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis gegeben worden, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kapitalkontrollen könnten im September oder Oktober abgeschafft werden. Derzeit würden noch die Folgen eines solchen Schrittes untersucht.

Die Vorgängerregierung unter Alexis Tsipras hatte die Kontrollen im Juni 2015 verhängt, um in der Schuldenkrise einen massiven Geldabfluss bei den angeschlagenen heimischen Banken zu verhindern.

12:41 Uhr

Trumps neue Zölle treffen erstmals US-Verbraucher

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(Foto: REUTERS)

Das ist wohl nicht geplant: Seit mehr als einem Jahr führt US-Präsident Donald Trump seinen Handelskrieg gegen China - doch mit den neuen Zöllen ab September dürften erstmals die Verbraucher in den USA spürbar betroffen sein.

  • "Das trifft die Verbraucher direkt", warnte der Präsident des US-Spielwarenverbandes, Steve Pasierb, direkt nach der jüngsten Twittertirade Trumps. "Hier geht's um fertige Produkte. Nicht um Rohstoffe."

Teurer werden dürften Haartrockner und Flatscreen-TV, Turnschuhe und Tampons, Kinderwagen und Spielzeug, erwarten Experten. Trump hat Strafzölle in Höhe von zehn Prozent angekündigt, aber gleich wissen lassen, dass sie auch auf 25 Prozent steigen könnten.

Stephen Lang, Chef der Firma "Mon Cheri" Brautmoden in New Jersey und Vorsitzender des US-Brautmodenverbandes, ist entsetzt:

  • "Das ist sehr unfair gegenüber den amerikanischen Verbrauchern. Das ist unfair gegenüber den Herstellern. Das sollte nicht passieren." Es gebe "zu viel Testosteron" in den Regierungen beiderseits des Pazifiks, findet Lang. "Und wir stehen im Kreuzfeuer."
12:29 Uhr

Wall Street erwartet weitere Abgaben

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(Foto: REUTERS)

Weiter abwärts, wenn auch mit etwas gebremster Dynamik, dürfte es zum Wochenausklang an der Wall Street gehen. Die überraschende Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump sollte die Stimmung weiter belasten. Zumal sich Trump am Abend europäischer Zeit auch zum Handel mit der EU äußern will - es besteht die Sorge, dass er bereits angedrohte Strafzölle gegen Autos ankündigen könnte. Andere Themen, wie der US-Arbeitsmarktbericht für Juli und die Berichtssaison, treten völlig in den Hintergrund.

Der Future auf den S&P-500 verliert 0,4 Prozent. Gestern war der Dow-Jones-Index von seinem Hoch um rund 600 Punkte zurückgefallen und hatte 1,0 Prozent im Minus geschlossen. Für den S&P-500 war es um 0,9 Prozent abwärts gegangen.

12:04 Uhr

Nachwahlergebnis setzt britischem Pfund zu

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

Ach ja, es gibt auch noch Großbritannien und den Brexit: Dort setzt die schwindende Unterstützung im Unterhaus für den neuen Premierminister Boris Johnson dem Pfund Sterling zu. Die britische Währung verbilligte sich um bis zu 0,3 Prozent und notierte mit 1,2089 US-Dollar nur knapp über ihrem Zweieinhalb-Jahres-Tief vom gestrigen Tag.

Bei einer Nachwahl in Wales hatten sich die europafreundlichen Liberaldemokraten durchgesetzt. Damit verfügt die konservative Minderheitsregierung von Johnson nur noch über eine Stimme Mehrheit. Die Tories sind allerdings auf die Unterstützung der nordirischen DUP angewiesen. Diejenigen, die auf Neuwahlen im Herbst setzten, dürften sich dadurch bestätigt fühlen, sagte Simon Derrick, Chef-Devisenanalyst des Vermögensberaters BNY Mellon.

11:45 Uhr

Luftverkehrsbranche setzt auf klimaneutralen Treibstoff

Lufthansa
Lufthansa 15,51

Es tut sich etwas in der deutschen Luftverkehrsbranche: Sie hat nämlich Vorschläge gebündelt, mit denen langfristig klimaneutrales Fliegen möglich werden soll. Als größten Hebel bezeichnet der Branchenverband BDL dabei die Entwicklung synthetischen Flugbenzins, für die eine industriepolitische Initiative der EU und ihrer Mitgliedsstaaten notwendig sei.

So könnte beispielsweise überschüssige Windkraft mit dem "Power to Liquid"-Verfahren zur Kraftstoffproduktion eingesetzt werden. In einer Erklärung zeigten sich die beteiligten Unternehmen bereit, sich an entsprechenden Pilotprojekten zu beteiligen. Der BDL, in dem unter anderem die Flughäfen und die größeren Fluggesellschaften organisiert sind, verlangt zudem, die deutsche Luftverkehrssteuer für die Förderung der regenerativen Kraftstoffe einzusetzen.

*Datenschutz

11:25 Uhr

Trump zieht auch die Technologiekurse runter

AMS
AMS 39,40

Wegen des immer schärfer werdenden amerikanisch-chinesischen Handelsstreits stehen auch die Aktien der Technologieunternehmen unter Druck.

  • "Als einer der ersten ist die Handelskette im Konsumgütersegment betroffen", heißt es zum Beispiel bei Merrill Lynch.

Wie bereits schon einmal zu beobachten, trennten sich Anleger reflexartig von Aktien von AMS (minus 10 Prozent), ST Micro, (minus 4,8 Prozent oder ASML (minus 3,8 Prozent. Für den Sektor der europäischen Technologiewerte ging es um 2,6 Prozent nach unten.

11:15 Uhr

Sandra Navidi: "Trump tut China fast einen Gefallen"

Donald Trump setzt im Handelskrieg mit China auf Eskalation: Er kündigt neue Strafzölle an. Warum der US-Präsident die Volksrepublik damit im Grund genommen stärkt, erklärt Sandra Navidi von BeyondGlobal im Interview mit n-tv.

11:09 Uhr

Nun streiten sich auch Japan und Südkorea erbittert

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Plakat am Eingang eines Restaurants im südkoreanischen Busan.

(Foto: dpa)

Zu allem Überfluss ist nun auch zwischen Japan und Südkorea ein handfester Handelsstreit entbrannt: Beide Länder kündigten nacheinander an, sich gegenseitig von ihrer Liste bevorzugter Handelspartner zu streichen. Die Regierung in Tokio begründete den Schritt mit Bedenken der nationalen Sicherheit und warf Südkorea vor, Exportregeln zu verletzen. Für hunderte als heikel eingestufte Produkte, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten, sollen damit nach Angaben aus Tokio ab Ende August schärfere Exportkontrollen gelten. Experten schätzen die Auswirkungen auf die südkoreanische Wirtschaft allerdings als gering ein und sehen in den Beschränkungen vielmehr einen symbolischen Effekt.

Hintergrund der Streitigkeiten ist Japans brutale Kolonisierung Koreas von 1910 bis 1945.

10:39 Uhr

Nun fürchten Europas Autobauer "Trumps Amoklauf"

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Donald Trump mischt einmal mehr die Weltwirtschaft auf. Nun haben auch die Anleger in Autoaktien und Zuliefererwerten eine Sorge mehr, denn nach den neuen Strafzöllen gegen China hat Trump angekündigt, sich heute Abend gegen 19.45 Uhr MESZ zum Handel mit Europa zu äußern. Die Befürchtungen sind groß, dass nun - wie angedroht - die europäischen Autohersteller mit Strafzöllen belegt werden könnten. Dies würde vor allem die deutschen Hersteller treffen.

  • "Der Markt muss nun mit allem rechnen", warnte ein Händler: "Trump befindet sich auf einem Amoklauf gegen die Weltwirtschaft."

Entsprechen hoch fallen die Verluste der Auto-Aktien und -Zulieferer aus: Infineon brachen fast 6 Prozent ein, die Zulieferer Valeo und Faurecia um je 5 Prozent, BMW und Porsche verloren 4 Prozent, Fiat Chrysler und Daimler je 3,3 Prozent und VW 3 Prozent.

10:28 Uhr

Dax vergrößert Verlust

Donald Trumps Eskalation im Handelskrieg mit China hat Europas Börsen auf Talfahrt geschickt. Auch in Frankfurt kam es zu kräftigen Abschlägen: Der Dax baute am Vormittag seine Verluste aus und notierte 2,5 Prozent tiefer bei 11.954 Punkten. Der EuroStoxx50 gab um 2,4 Prozent auf 3405 Stellen nach.

Aktien wurden querbeet verkauft, die Flut der Quartalszahlen fand selbst bei positiven Überraschungen kaum Berücksichtigung. Im Dax fielen Allianz 3,3 Prozent trotz eines überraschend starken Ergebnisses im zweiten Quartal. Vonovia kletterten hingegen gegen den Markt 0,9 Prozent, der Immobilienkonzern lieferte dank konstant steigender Mieten erwartungsgemäß gute Geschäftszahlen.

10:17 Uhr

Luftfahrtriese IAG wehrt sich gegen Millionenstrafe

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(Foto: REUTERS)

Der Luftfahrtkonzern IAG hat im zweiten Quartal den Gewinn kräftig gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts kündigte der Konzern, zu dem unter anderem die Fluglinien British Airways und Iberia gehören, auch an, gegen die von der britischen Datenschutzbehörde verhängte Millionenstrafe vorgehen zu wollen. Die Behörde hatte wegen der Verletzung von Datenschutzvorgaben eine Strafe von 183 Millionen Pfund verhängt. Bei einem Hackerangriff vor einem Jahr waren Kundendaten gestohlen worden.

Die Einnahmen von IAG stiegen im Quartal kräftiger als erwartet auf 6,77 Milliarden von 6,18 Milliarden Pfund. Analysten hatten nur mit 6,44 Milliarden Pfund gerechnet. Operativ verdiente IAG 960 Millionen nach 900 Millionen Pfund vor einem Jahr. Hier wurden am Markt nur 903 Millionen erwartet.

10:01 Uhr

Trumps neue Strafzölle: Peking keilt zurück

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(Foto: picture alliance/dpa)

Scharfe Reaktion aus Peking: Nach der Ankündigung neuer Strafzölle hat China den USA mit Konsequenzen gedroht.

  • "Wenn die Maßnahmen der USA zur Einführung von Zöllen umgesetzt werden, muss China notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Kerninteressen des Landes und die Grundinteressen der Menschen entschlossen zu verteidigen", sagte Hua Chunying, eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums. "Alle Konsequenzen werden von den USA getragen."

China werde keine "Einschüchterung und Täuschung" hinnehmen. Zudem warnte die Sprecherin, dass sich die weiteren Zölle negativ auf die Entwicklung der Weltwirtschaft auswirken würden. Das Vorgehen der USA sei eine schwerwiegende Verletzung der Vereinbarung über eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche, die beide Staaten am Rande des G20-Gipfels in Osaka getroffen hätten.

09:45 Uhr

Apple-Zulieferer will wohl wieder raus aus China

Inmitten des Handelsstreits zwischen China und den USA will der Apple-Zulieferer Foxconn Insidern zufolge seine neue Display-Fabrik in China bereits wieder verkaufen. Die taiwanische Foxconn suche derzeit Banken, die den Verkauf des knapp neun Milliarden US-Dollar teuren Projekts, das im Oktober mit der Produktion von LCD-Bildschirmen beginnen soll, organisierten, sagten zwei Insider. Die Gespräche über das Vorhaben seien in einem frühen Stadium und ein Preis für die Fabrik noch nicht festgelegt.

Foxconn hatte vor drei Jahren angekündigt, die Fabrik in der südchinesischen Stadt Guangzhou zu bauen. Produktionsstart war für dieses Jahr vorgesehen.

09:36 Uhr

Honda in den USA schwach - Gewinn fällt

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(Foto: REUTERS)

Quartal zum Vergessen für Honda: Der starke Yen und die schwächere Nachfrage aus den USA haben den Gewinn des japanischen Autobauers gedrückt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 fiel das operative Ergebnis auf 252,4 Milliarden Yen (umgerechnet rund 2,13 Milliarden Euro) von knapp 300 Milliarden Yen im Jahr zuvor.

In den USA ging der Absatz auf 407.000 Fahrzeuge von 425.000 zurück. Honda bestätigte allerdings die Gewinnprognose für das Jahr, die ein Plus des operativen Ergebnisses von sechs Prozent vorsieht.

09:13 Uhr

Trumps Handelskrieg lässt Dax unter 12.000 rauschen

Dax
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Die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China erschrickt auch die Anleger in Deutschland und Europa. In Frankfurt gab der Dax in den ersten Handelsminuten um 2,2 Prozent auf 11.981 Punkte nach. Der MDax verlor 1,8 Prozent auf 25.728 Zähler. Der TecDax sackte um 1,7 Prozent auf 2893 Stellen ab. US-Präsident Donald Trump erhob zum 1. September Sonderzölle auch auf bisher davon verschonte chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar.

Bei den Unternehmen stand die Allianz im Rampenlicht. Der Versicherer habe wie üblich solide Zahlen vorgelegt, sagte ein Aktienhändler. Dem allgemeinen Abwärtstrend könne sich die Aktie aber nicht entziehen. Allianz-Titel verloren 4,7 Prozent. Vonovia-Papiere hielten sich dagegen 1,2 Prozent im Plus. Das operative Ergebnis des Immobilienkonzerns sei stärker gestiegen als erwartet, schrieb Analyst Georg Kanders vom Bankhaus Lampe.

09:07 Uhr

Dickes Minus in China und Japan - Yuan unter Druck

Wegen der Eskalation des Zollstreits zwischen den USA und China ziehen sich Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurück. Die Börse Shanghai verlor 1,5 Prozent auf 2866 Punkte und der japanische Nikkei-Index gab sogar 2,1 Prozent auf 21.087 Zähler nach.

Die chinesische Währung Yuan geriet ebenfalls unter Druck. Im Gegenzug verteuerte sich der US-Dollar um bis zu 0,8 Prozent auf 6,9502 Yuan.

08:51 Uhr

Allianz übertrifft Erwartungen deutlich

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(Foto: picture alliance / Andreas Geber)

Ein deutliches Wachstum hat der Allianz im zweiten Quartal ein starkes Ergebnis beschert. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Dax-Konzern. Europas größter Versicherer erzielte im zweiten Quartal ein operatives Ergebnis von 3,159 Milliarden Euro, das waren 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten dem Unternehmen laut einem konzerneigenen Konsens nur 3,019 Milliarden Euro zugetraut.

Unter dem Strich verdiente die Allianz im zweiten Quartal mit 2,140 Milliarden Euro 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und auch deutlich mehr als von Analysten mit 2,020 Milliarden Euro erwartet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg auf 5,10 von 4,38 Euro.

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08:42 Uhr

Vonovia verdient dank Auslandszukäufen deutlich mehr

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(Foto: picture alliance/dpa)

Steigende Mieten und Zukäufe im Ausland haben bei Vonovia im ersten Halbjahr für deutlich mehr Gewinn gesorgt. Zudem profitierte Deutschlands größter Immobilienkonzern von seinem Geschäft mit der Immobilienprojektentwicklung sowie geringeren Kosten bei der Bewirtschaftung der Wohnungen. In den ersten sechs Monaten 2019 legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich um knapp 13 Prozent auf 609 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Die Mieteinnahmen stiegen bei einem weiterhin geringen Leerstand um 13,9 Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Die Nettomiete legte auf 6,64 Euro pro Quadratmeter zu - das sind 4,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vonovia wächst seit Jahren mithilfe von Übernahmen, zuletzt expandierte das Unternehmen auch ins Ausland. Mittlerweile gehören den Bochumern knapp 400.000 Wohnungen.

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08:35 Uhr

Ölpreise erholen sich vom Trump-Schock

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,06

Nach dem Kurseinbruch infolge der weiteren Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China haben sich die Ölpreise am Morgen ein Stück weit berappelt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 62,02 US-Dollar. Das waren 1,52 US-Dollar mehr als gestern Abend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,08 Dollar auf 55,03 Dollar. Trotz der Erholung kostete Brent damit aber immer noch fast zweieinhalb Dollar weniger als zum Höchstkurs vom Donnerstag. Bei WTI war es eine Differenz von knapp drei Dollar.

Ursache des Preisrutsches sind wieder hochgekochte Konjunkturängste, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle auf chinesische Waren ankündigt und Peking mit weiteren Schritten gedroht hatte.

08:00 Uhr

Dax schwächer erwartet

Dax
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Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Der Grund auch hier die neuen US-Zölle gegen China. Am Nachmittag werden neueste Daten zur Handelsbilanz der USA erwartet. Anleger blicken nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zudem gespannt auf die US-Beschäftigtenzahlen für Juli, von denen sie sich Rückschlüsse auf den Zustand der weltweit größten Volkswirtschaft versprechen. In Europa stehen die Einzelhandelsumsätze auf dem Terminplan. Außerdem rollt erneut eine Flut von Firmenbilanzen auf die Börsianer zu. In Deutschland veröffentlichte unter anderem die Allianz neueste Zahlen. Der Versicherungskonzern sieht sich auf Kurs zu seinen Zielen 2019.

07:38 Uhr

Trump lässt Asien-Börsen absacken

In seltener Eintracht geht es an den ostasiatischen Börsenplätzen abwärts, zum Teil massiv. Dabei verdrängt der amerikanisch-chinesische Handelsstreit alle anderen Themen. Denn US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag überraschend neue Sonderzölle auf chinesische Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar erlassen, die ab Anfang September erhoben werden sollen.

Trump zeigte sich ungehalten über China, unter anderem weil das Land nicht im versprochenen Ausmaß US-Agrarprodukte abgenommen habe. Am stärksten trifft es die Börsen in Schanghai, Hongkong und Tokio, wo zusätzlich der steigende Yen lastet.

In Schanghai fällt der Leitindex um 1,7 Prozent, in Hongkong um 2,4 Prozent. Die neuen Zölle sollen ab September 10 Prozent betragen, und können noch im selben Monat auf 25 Prozent angehoben werden. Im September sollten die Handelsgespräche wieder aufgenommen werden, wie am Mittwoch berichtet wurde.

Nikkei
Nikkei 22.492,68

Aktuell erhebt Washington bereits Sonderzölle auf Waren im Volumen von 250 Milliarden Dollar, Peking hat reagiert mit Zöllen auf US-Importe im Umfang von 110 Milliarden Dollar. In jüngster Zeit schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus China wurden bereits mit den Auswirkungen des Handelskonflikts begründet.