Freitag, 10. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax schafft Rekordhoch noch nicht

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(Foto: imago/Sven Simon)

In der Hoffnung auf einen Wachstumsschub für die Weltwirtschaft sind die Anleger in die Aktienmärkte eingestiegen. Im Vergleich zum Wochenbeginn sei ein kompletter Stimmungsumschwung zu beobachten, sagte ein Analyst. Der Markt scheine davon überzeugt, "dass die Probleme in der Golfregion geklärt sind - zumindest vorerst". Die anstehende Unterzeichnung des Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China nährte die Hoffnung auf Rückenwind für den Welthandel. Einen Dämpfer erhielt die Kauflaune der Investoren von den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Ansonsten gab es keine relevanten Konjunkturdaten, die auf das Börsengeschehen hätten einwirken können.

In Frankfurt stieg der Dax im Tagesverlauf auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 13.548 Punkten und näherte sich damit seinem Rekordhoch vom Januar 2018 auf 48 Zähler an. Zum Handelsende hin fiel er aufgrund von Gewinnmitnahmen wieder etwas zurück und schloss 0,1 Prozent tiefer bei 13.483 Punkten. Der MDax ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 28.471 Zähler ins Wochenende. Der TecDax kletterte um 0,3 Prozent auf 3105 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent leichter bei 3790 Punkten.

17:07 Uhr

Bericht über Geely-Geldspritze treibt Aston-Martin-Kurs

Ein Zeitungsbericht über eine mögliche Geldspritze vom chinesischen Autobauer Geely beflügelt Aston Martin. Der Aktienkurs des Sportwagenbauers, dessen Fahrzeuge durch die "James Bond"-Filme bekannt geworden sind, stieg zeitweise um bis zu 11 Prozent.

Aston Martin
Aston Martin 5,05

16:51 Uhr

Just-Eat-Aktionäre sind für Takeaway-Deal

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(Foto: picture alliance/dpa)

Alles ist in Sack und Tüten. Nach den Aktionären von Takeaway haben heute wie erwartet auch die Just-Eat-Anteilseigner dem Zusammenschluss der beiden Essenlieferanten zugestimmt. Die niederländische Prosus, die sich mit Takeaway ein Übernahmegefecht geliefert hatte, hat damit den Kürzeren gezogen, zugleich aber eine Menge Geld gezahlt. Prosus hatte ihre Offerte mehrfach erhöht und zuletzt 8 Pfund in bar je Just-Eat-Aktie geboten.

Die Prosus-Aktionäre reagierten erleichtert auf das Scheitern reagieren. Die Aktie legte 2,9 Prozent zu.

16:30 Uhr

Dow Jones erstmals über 29.000

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(Foto: picture alliance/dpa)

Positiv gewertete US-Arbeitsmarktdaten hieven den Dow Jones erstmals über die 29.000er-Marke. Der US-Standardwerteindex stieg um 0,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 29.009 Punkten. Börsianer werten den überraschend geringen Anstieg der Löhne als Hinweis auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

16:03 Uhr

Wall Street eröffnet mit Rekordhochs

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(Foto: dpa)

Die schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten bringen US-Anleger nicht aus dem Konzept. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewannen zur Eröffnung bis zu 0,3 Prozent. Mit 28.988,50 Punkten, 9234,63 Zählern und 3282,21 Stellen markierten sie jeweils neue Rekordhochs.

Parallel zum Gesamtmarkt setzte auch Apple seinen Höhenflug fort. Die Aktien des Elektronik-Konzerns stiegen um 0,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 310,91 Dollar, nachdem die Bank Credit Suisse als eine der Letzten dank des starken iPhone-Absatzes ihr Kursziel für die Apple-Titel angehoben hatte. Bei den Eignern von Six Flags standen die Fahnen dagegen auf Halbmast. Die Aktien des Vergnügungspark-Betreibers stürzten um mehr als 15 Prozent ab und waren mit 37 Dollar so billig wie zuletzt vor fünfeinhalb Jahren. Wegen schwächelnder Besucherzahlen in den USA und Problemen mit Parks in China warnt das Unternehmen vor einem Rückgang des Quartalsumsatzes um acht bis zehn Millionen Dollar.

15:29 Uhr

VP Bank: Fed könnte US-Industrie unterstützen

Die VP Bank sieht im US-Arbeitsmarktbericht für Dezember Anzeichen dafür, dass die Notenbank Fed der US-Industrie unter die Arme greifen könnte.

  • "Wie Details des Datenmaterials zeigen, tut sich der produzierende Teil der USA mit dem Stellenaufbau schwer -im verarbeitenden Gewerbe wurden im Dezember sogar Stellen abgebaut", schreibt Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem Kommentar.

Seiner Meinung nach könnte Fed-Chef Jerome Powell gezwungen sein, mit weiteren geldpolitischen Lockerungen hilfreich zur Seite zu stehen.

15:08 Uhr

US-Jobaufbau verläuft langsamer als erwartet

Der US-Arbeitsmarkt hat vor der Jahreswende an Schwung verloren. Im Dezember entstanden 145.000 neue Jobs. Volkswirte hatten 164.000 neue Arbeitsplätze vorhergesagt. Im November wurden nach revidierten Zahlen 256.000 Stellen geschaffen. Einer Faustregel zufolge gilt bereits ein Stellenaufbau von 100.000 im Monat als ausreichend um mit dem Bevölkerungswachstum in den USA Schritt zu halten.

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote verharrte bei 3,5 Prozent. Dies entspricht praktisch Vollbeschäftigung - ein Ziel, das die US-Notenbank Federal Reserve ebenso wie stabile Preise explizit anstrebt.

14:40 Uhr

Telefónica hinkt bei 4G-Versorgung deutlich hinterher

Ein Mast mit verschiedenen Antennen steht vor blauem Himmel. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild)

Beim Ausbau des Mobilfunknetzes 4G (LTE) kommen die Betreiber unterschiedlich gut voran - und erfüllen dabei nicht alle vom Bund festgelegten Vorgaben. Vor allem bei Telefónica (O2) gibt es nach eigenen Angaben noch große Lücken, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht. Die drei großen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica mussten der für die Aufsicht zuständigen Behörde zu Jahresbeginn melden, wie viel Prozent der deutschen Haushalte sie mit dem schnellen LTE-Standard versorgen können.

Bundesweit melden die Telekom und Vodafone jeweils mehr als 98 Prozent, Telefónica hingegen nur gut 84 Prozent. Letzteres liegt weit unter den Vorgaben für das LTE-Netz, die die Netzbetreiber zum Jahreswechsel zu erfüllen hatten: Der Bund hatte die Unternehmen verpflichtet, bis dahin 98 Prozent der deutschen Haushalte mit mindestens 50 MBit pro Sekunde zu versorgen.

14:16 Uhr

Eli Lilly tätigt Milliardenzukauf

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Der US-Pharmakonzern Eli Lilly verstärkt sich mit einem Zukauf im Bereich Hautkrankheiten. Er erwirbt den Angaben zufolge die Dermira für rund 1,1 Milliarden Dollar. Je Aktie würden 18,75 Dollar in bar gezahlt. Der Kaufpreis entspreche einem Aufschlag von etwa 86 Prozent auf den gewichteten 60-Tages-Durchschnitt von Dermira am 9. Januar. Gegenüber dem gestrigen Schlusskurs ist es eine Prämie von 2,2 Prozent.

Dermira ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neue Therapien für chronische Hauterkrankungen entwickelt. Der Kurs von Dermira ist in den vergangenen drei Monaten um 235 Prozent in die Höhe geschossen.

13:48 Uhr

Anleger wetten wegen Buschbränden gegen Aussie-Dollar

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die verheerenden Buschbrände in Australien werden nach Einschätzung von Investoren zunehmend zur Belastung für die Wirtschaft des Landes. Einige Anleger wetten daher auf einen Kursrückgang der Landeswährung. "Die Feuer sind definitiv eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft, und sollten die Schwelle für die Notenbank senken, den Leitzins zu senken", sagte Terence Wu, Stratege bei der OCBC Bank. Er empfahl seinen Kunden Leerverkäufe auf den australischen Dollar, der derzeit bei 0,6880 US-Dollar notiert.

Die jüngsten Kursbewegungen lassen darauf schließen, dass Wu nicht alleine ist mit seiner Einschätzung: So hat der Aussie-Dollar allein in dieser Woche ein Prozent zum US-Dollar verloren, während viele asiatische Währungen aufgewertet haben.

13:22 Uhr

Hapag-Lloyd denkt über neue Großschiffe nach

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Hier mal eine Meldung zur Schifffahrt: Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd erwägt den Kauf von neuen Containerschiffen in der Klasse von mehr als 20.000 Containern Tragfähigkeit.

  • "Unsere Flotte sollte aus großen, mittelgroßen, mittleren und kleineren Schiffen bestehen", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen.

Hapag-Lloyd betreibt bei einer Gesamtflotte von rund 230 Schiffen nur sechs Großschiffe, die aus einer Fusion stammen. Da ist es laut Habben Jansen naheliegend, auf zwölf Schiffe aufzustocken, die für einen vollen wöchentlichen Containerdienst zwischen Europa und Asien erforderlich seien. Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen. Habben Jansen würde gern Schiffe bestellen, die mit flüssigem Erdgas LNG betrieben werden - "wenn es wirtschaftlich machbar ist".

13:07 Uhr

Wall Street fester erwartet - Arbeitsmarkt im Fokus

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Nach den gestrigen Rekordhochs zeichnen sich zum Start an der Wall Street weitere Gewinne ab. Die Anleger setzen in der Nahostkrise nach den moderaten Tönen von US-Präsident Donald Trump weiter auf Entspannung und hoffen außerdem auf positive Impulse im Umfeld der Unterzeichnung des "Phase-1-Abkommens" zwischen den USA und China in der kommenden Woche. Der Future auf den S&P-500 deutet auf ein Plus von rund 0,3 Prozent hin.

Mit ausschlaggebend für die Tagestendenz dürfte aber der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember werden, der noch vor Handelsbeginn veröffentlicht wird. Ökonomen erwarten eine deutliche Abschwächung beim Beschäftigungszuwachs und rechnen mit einer Zahl von 160.000 an neuen Stellen. Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 3,5 Prozent erwartet.

12:49 Uhr

SUV-Boom hilft VW gegen Marktschwäche in China

Dank einer deutlich gestiegenen SUV-Nachfrage hat Volkswagen im vergangenen Jahr in China trotz der Marktschwäche im Reich der Mitte zugelegt. Insgesamt wurden von der Marke VW einschließlich der neuen Billigmarke Jetta 3,16 Millionen Fahrzeuge und damit 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr ausgeliefert, wie der Dax-Konzern in Peking mitteilte.

China ist der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autobauer. Vor allem die Zahl der verkauften SUV zog bei VW mit einem Plus von 81,6 Prozent auf 812 500 Fahrzeuge deutlich an. Das waren 26 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke VW. Volkswagen profitierte dabei auch von der Markteinführung von Modellen wie dem T-Cross und dem Teramont X.

12:14 Uhr

Alternde Gesellschaft macht Brillenbranche froh

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Die deutschen Augenoptiker verzeichnen immer besser laufende Geschäfte. Grund für den Brillenboom ist die Alterung in der Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr war mit einem Umsatzanstieg von 5,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro das beste Jahr der vergangenen Dekade, wie der Industrieverband Spectaris in München berichtete.

Auch das Wachstum der Bevölkerung im Rest der Welt stimmt die Hersteller optimistisch - mehr Menschen, mehr Brillenträger. In Deutschland tragen nach Schätzungen gut 42 Millionen Menschen eine Brille, in etwa die Hälfte der Bevölkerung. Weitere drei Millionen bevorzugen Kontaktlinsen.

12:02 Uhr

Kohleauftrag in Australien: Siemens unter Druck

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Der Druck auf Siemens zum Verzicht auf die Lieferung eines Zugsignalsystems für ein riesiges Kohlebergwerk in Australien steigt. In einem offenen Brief fordert die Klima-Allianz Deutschland Konzernchef Joe Kaeser auf, den entsprechenden Auftrag abzulehnen. Bei einer Beteiligung setze sich Siemens einem Risiko für die eigene Reputation aus, warnt die nach eigenen Angaben aus 130 Organisationen von Brot für die Welt über Verdi bis zum WWF bestehende Klima-Allianz.

Das geplante Bergbau-Projekt des indischen Industriekonzerns Adani und der Beitrag von Siemens dazu stehen in der Kritik. Kaeser hat im Dezember angekündigt, den Auftrag auf den Prüfstand zu stellen.

11:35 Uhr

Dürr-Aktie läuft wie Schmidts Katze

Die Aktie von Dürr ist mit einem Plus von 7 Prozent Hauptgewinnerin im MDax. Den Kurstreiber liefert eine Kaufempfehlung der Société Générale. Die Analysten gehen davon aus, dass der Maschinen- und Anlagenbauer in Zukunft wieder höhere Margen erzielen wird. Die Restrukturierung bei der Tochter Homag (Kurs plus 4 Prozent) laufe, Stellen in Deutschland seien abgebaut und Teile der Produktion nach Polen verlagert worden.

Auch im Bereich Lackierung und Endmontage gebe es noch Luft nach oben. Zudem könne Dürr gleich doppelt von der Insolvenz des Wettbewerbers Eisenmann profitieren. Zum einen dürften Kunden gewonnen werden, zum anderen sei aber noch wichtiger, dass wichtige Mitarbeiter, wie zum Beispiel Ingenieure, nach Bietigheim-Bissingen gewechselt seien.

Dürr
Dürr 27,83

11:20 Uhr

Palladium-Preis steigt wegen Furcht vor Engpässen

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(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Palladium notiert 0,4 Prozent fester bei 2115,83 US-Dollar je Feinunze (31 Gramm) und steuert mit einem Plus von bislang mehr als sechs Prozent auf den höchsten Wochengewinn seit Mitte Juni zu.

Händler machen die Furcht vor Engpässen für den Anstieg verantwortlich.

11:00 Uhr

Dax macht kleine Schritte - RWE mit dickem Plus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Lahmer Handel in Frankfurt: An einem Tag mit bislang kaum konjunkturrelevanten Daten hat sich der deutsche Aktienmarkt bislang nur wenig bewegt. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 13.532 Punkte und wird nach Lage der Dinge heute kein neues Allzeithoch erreichen. Der MDax verzeichnete ein Miniplus von 0,1 Prozent auf 28.575 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,6 Prozent auf 3113 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 3791 Punkte nach unten.

Die RWE-Aktie war am Vormittag unangefochtene Spitzenreiterin im Dax - sie legte um 4,8 Prozent zu. Für den Versorger wird positiv gewertet, dass die Entschädigung für den Braunkohleausstieg höher ausfallen könnte als erwartet.

10:47 Uhr

Weniger Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist weiter rückläufig. Laut Statistischem Bundesamt meldeten die deutschen Amtsgerichte für Oktober 1592 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,0 Prozent weniger als im Oktober 2018.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es mit 254 Fällen (Oktober 2018: 274) im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 241 (280) Insolvenzanträge, im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 171 (175) Insolvenzanträge gemeldet und im Gastgewerbe 170 (191).
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf knapp 3,4 (1,1) Milliarden Euro.

10:26 Uhr

Superdry-Problem mit Ladenhütern - Kurs geht in den Keller

Superdry
Superdry 4,74

Mieser Tag für die Aktie von Superdry - ihr Kurs bricht in London um 18 Prozent ein. Die grelle Kleidung von Superdry liegt vielfach offenbar noch in den Regalen, die Textilhandelskette hat von einem schwachen Weihnachtsgeschäft berichtet. Auch zum sogenannten Black Friday wurde weniger geordert, als erwartet. In den zehn Wochen vor dem 4. Januar fielen die Umsätze um 16 Prozent, auch weil Wettbewerber mit Kampfpreisen unterwegs waren.

Die Jefferies-Analysten sprechen davon, dass das außergewöhnlich hohe Niveau der Werbeaktionen in der Bekleidungsindustrie Superdry einige Probleme bereite. Superdry arbeite an der Trendwende und fahre die Werbung herunter, um die Margen zu verbessern.

10:05 Uhr

Interne Boeing-Dokumente zeigen laxe Haltung zur Sicherheit

Im Zuge der 737-Max-Krise hat Boeing interne Dokumente veröffentlicht, denen zufolge Mitarbeiter des Flugzeugherstellers eine laxe Haltung in Bezug auf Sicherheit hatten sowie die Aufsichtsbehörden und Manager mancher Fluggesellschaften lächerlich machten. Die Mitteilungen in den 150 Seiten an Dokumenten zeigen, mit welchen Mitteln Boeing-Mitarbeiter Manager von Fluglinien und Regierungsbeamte davon überzeugten - und in einigen Fällen dies auch mit Täuschung versuchten -, dass für die 737 Max kein Flugsimulator-Training notwendig sei.

Laut Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA deutet nichts in den Emails auf neue, nicht identifizierte Sicherheitsrisiken hin. Aber der Austausch, vor allem zwischen den Boeing-Piloten und den am Max-Simulator beteiligten Mitarbeitern, dürfte weitere Kritiker an Boeing auf den Plan rufen.

09:46 Uhr

BMW steigert SUV-Absatz beträchtlich

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(Foto: picture alliance / dpa)

Und wieder eine erfreuliche Nachricht von BMW: Das boomende Geschäft mit SUVs hat dem Münchner Autobauer im vergangenen Jahr zu einem weiteren Absatzrekord verholfen. Die neuen oder überarbeiteten BMW X-Modelle hätten mit einem Absatzplus von insgesamt 21 Prozent auf knapp 959.000 Fahrzeuge signifikant zum Wachstum beigetragen, teilte der Dax-Konzern mit.

BMW nannte damit Details zu dem bereits am Mittwoch veröffentlichten Zuwachs von 1,2 Prozent auf konzernweit 2,52 Millionen verkaufte Autos im abgelaufenen Jahr. Die Kernmarke BMW legte um zwei Prozent auf 2,17 Millionen Autos zu, wie der Autobauer nun ergänzte.

09:35 Uhr

Deutscher Iran-Handel bricht ein

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die deutschen Exporte in den Iran haben sich im vergangenen Jahr wegen der US-Sanktionen in etwa halbiert. Von Januar bis November 2019 brachen sie um 48,2 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro ein, geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor.

Deutschland liefert vor allem Maschinen, chemische Erzeugnisse, Lebensmittel und pharmazeutische Produkte. Die deutschen Importe aus der Islamischen Republik fielen sogar um 54,7 Prozent auf nur noch knapp 191 Millionen Euro.

09:33 Uhr

Dax kratzt am Allzeithoch

Die Börsen befinden sich zum Jahresbeginn im Höhenflug. Der Dax steht kurz vor dem Allzeithoch und auch an der Wall Street schießen die Aktienpreise in die Höhe. Vor allem die US-Tech-Aktien boomen - das Papier von Apple liegt auf einem Rekordhoch.

09:18 Uhr

Ryanair-Aktienkurs hebt nach Gewinnprognose ab

Ryanair
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Kräftig aufwärts geht es heute mit der Aktie von Ryanair - ihr Kurs kletterte um 7,9 Prozent. Der irische Billigflieger ist nach einem starken Weihnachtsgeschäft zuversichtlicher für das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Ryanair hat deswegen die Gewinnprognose auf 950 bis 1050 von 800 bis 900 Millionen Euro erhöht.

Auch der Ausblick überzeugt: Für das erste Quartal liegen laut Ryanair die Buchungen über denen des Vorjahres. Die Analysten von Davy sprechen von einem starken Momentum, das bis in den Sommer anhalten könne.

09:08 Uhr

Dax setzt Klettertour fort

Der deutsche Aktienmarkt ist fester in den letzten Handelstag der Woche gegangen. Der Dax notierte 0,3 Prozent höher bei 13.531 Punkten - sein Allzeithoch liegt bei 13.596 Zählern. Der MDax gewann 0,2 Prozent auf 28.605 Punkte. Der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 3108 Stellen.

Dax
Dax 13.323,69

08:49 Uhr

BMW erklimmt Spitzenplatz in China

Trotz eines schrumpfenden Gesamtmarktes in China hat BMW im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent mehr Autos in der Volksrepublik verkauft als im Vorjahr. Die Münchner haben damit nach eigenen Angaben auf ihrem weltweit wichtigsten Absatzmarkt mit den Marken BMW und Mini den Spitzenplatz der Premiumhersteller vor Mercedes und Audi erobert. Ihr Absatz auf dem weltgrößten Automarkt stieg auf 723.680 Autos, wie BMW in Peking berichtete. China-Chef Jochen Goller sprach von einem "hochwertigen Wachstum".

Besonders die X-Familie trieb den Absatz mit einem Anstieg von mehr als 50 Prozent voran. Der neue X3 war mit mehr als 120.000 ausgelieferten Fahrzeugen ein wichtiger Wachstumstreiber. Von der X5-Serie wurden mehr als 173.000 Autos ausgeliefert. Von dem kleineren X1 wurden 96.000 Wagen verkauft. Auch der Absatz der elektrisch betriebenen Autos entwickelte sich sehr stark: Ein Plus von 34,1 Prozent auf 50.000 NEV (New Energy Vehicle).

BMW
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08:37 Uhr

Kursgewinne in Japan und China

Nach der Entspannung im Nahost-Konflikt haben Asiens Anleger auf ein stärkeres globales Wirtschaftswachstum gesetzt. Zusätzliche Impulse versprechen sie sich von einem Handelsabkommen zwischen den USA und China. Kommende Woche wird der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He in Washington erwartet, um ein erstes Teilabkommen zur Beilegung des Zollstreits zu unterzeichnen.

In Tokio schloss der Nikkei 0,5 Prozent fester bei 23.851 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit zwei Wochen. Auf Wochensicht hat er 0,8 Prozent zugelegt. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte außerhalb Japans stieg sogar auf den höchsten Stand seit Juni 2018. In China lagen die Kurse in der Nähe ihres Acht-Monats-Hochs.

08:31 Uhr

Mit den Ölpreisen geht es leicht abwärts

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,73

Mit den Ölpreisen ist es leicht nach unten gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,28 US-Dollar. Das sind neun Cent weniger als am Vorabend. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI fiel ebenfalls geringfügig um elf Cent auf 59,45 Dollar. Am Ölmarkt deutet sich ein ruhiges Ende einer turbulenten Woche an. Zuvor hatte die Iran-Krise für heftige Preisausschläge im Verlauf der ersten Handelstage des neuen Jahres gesorgt.

Nachdem die Ölpreise zunächst im Zuge einer Eskalation der Lage auf mehrmonatige Höchststände gestiegen waren, liegen sie mittlerweile wieder deutlich unter dem Niveau, das sie zum Zeitpunkt der gezielten Tötung eines ranghohen iranischen Generals in der vergangenen Woche hatten.

08:24 Uhr

Dax nimmt Kurs auf Bestmarke

Der deutsche Leitindex nimmt Kurs auf eine neue Bestmarke. Banken und Brokerhäuser rechnen damit, dass der Dax heute höher starten wird.

  • Die vorbörslich errechneten Indikationen sehen den Dax auf einem Niveau von 13.552,50 Punkten eröffnen, was einem Plus von 0,4 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war er 1,3 Punkte fester bei 13.495,06 Zählern aus dem Handel gegangen und lag zeitweise nur noch 70 Punkte unter seinem Rekordhoch vom Januar 2018.
  • Neben dem anhaltenden Konflikt zwischen dem Iran und den USA beschäftigt die Börse die Unterzeichnung des ersten Teilabkommens zwischen China und den USA. Auch Konjunkturdaten spielen heute eine Rolle, wie etwa die für den Nachmittag erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA.
Dax
Dax 13.323,69

   

08:03 Uhr

Euro hält trotz Iran-Konflikt still

Seit Donnerstag läuft der Handel am Devisenmarkt in vergleichbar ruhigen Bahnen - so auch beim Euro. Zuvor hatte die Iran-Krise für starke Kursbewegungen bei wichtigen Währungen gesorgt.

  • Der Kurs des Euro hat sich am Morgen kaum bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1109 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1110 Dollar festgesetzt.
07:39 Uhr

Asiatische Börsen starten optimistisch ins Wochenende

Die Krise zwischen dem Iran und den USA hat die asiatischen Börsen diese Woche stark bewegt. An diesem Freitag scheint die Stimmung jedoch positiv zu sein. Für Zuversicht dürfte sorgen, dass die USA und China in der kommenden Woche ihren sogenannten Phase-1-Deal zur Eindämmung des Handelsstreits unterzeichnen wollen.

  • Der Nikkei-Index in Tokio legt um 0,3 Prozent zu auf 23.813 Punkte, in Seoul geht es um ein halbes Prozent voran und Hongkong tendiert kaum verändert.
  • In Sydney ging der S&P/ASX-200 mit einem kräftigeren Plus von knapp 0,9 Prozent aus der Woche und damit auf Allzeithoch.
  • Wenig tut sich beim Öl und beim Gold. Dort tendieren die Preise nach einer volatilen Woche seitwärts.
Nikkei
Nikkei 23.215,71