Der Börsen-Tag
22. April 2022
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:38 Uhr

Dax schließt auf Tagestief - 360 Punkte verloren

Es war ein verlustreicher Tag am deutschen Aktienmarkt: Vor dem Wochenende haben die Anleger ihr Risiko nach unten gefahren. Ein Thema war natürlich der Krieg in der Ukraine und die unvorhersehbare Nachrichtenlage dazu. Ein Risiko ging auch von der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich aus. Und einhergehend mit der hohen Inflation belastete die Entwicklung an den Zinsmärkten.

Falkenhafte Kommentare aus den Reihen der Notenbanker verschreckten zusehends die Investoren. Deutliche Worte von Fed-Chef Jerome Powell zu den anstehenden Zinserhöhungen haben die Börsenlaune bereits seit dem Vorabend gedämpft. An der Börse wird nicht ausgeschlossen, dass die US-Notenbank bis zu viermal den Leitzins gleich um jeweils 50 Basispunkte anhebt und damit das bisher gute Wirtschaftswachstum belasten könnte. Aber in Deutschland wird nun auch mit mehreren Zinsschritten durch die EZB noch in diesem Jahr gerechnet.

So gab der Dax heute kräftig nach und ging 2,5 Prozent tiefer mit 14.142 Punkten - das bedeutet gleichzeitig Tagestief - ins Wochenende. Der Leitindex verlor damit 360 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte zwei Prozent leichter bei 3848 Stellen.

Am Vormittag gab es aus Europa erste Einkaufsmanager-Indizes (PMI) für den Industrie- und Dienstleistungsbereich für April. Hier überraschte ein besserer Index für den Servicebereich aus Frankreich sogar positiv. Ebenso ist in Deutschland dieser Bereich besser gelaufen, was Händler zum Teil auf die Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten nach Corona zurückführen.

Bei den Einzelwerten sackten SAP im Dax um zwei Prozent ab. Der Softwarekonzern hat zum Jahresbeginn zwar ein andauernd starkes Wachstum im Cloudgeschäft verzeichnet, beim Gewinn und der vielbeachteten operativen Marge aber spürbar geschwächelt. Belastender Faktor war der Rückzug aus Russland als Reaktion auf den Einmarsch in der Ukraine.

Die positive Dax-Ausnahme waren Heidelbergcement mit plus 0,8 Prozent. Die Titel des Baustoffkonzerns wurden angetrieben von einem optimistischen Ausblick des Konkurrenten Holcim, der mit weiter schwungvollen Geschäften rechnet.

Dax schließt auf Tagestief - 360 Punkte verloren
17:09 Uhr

"Zentralbanken geraten durch Preisanstieg unter Druck"

Der Internationale Währungsfonds sieht im Krieg in der Ukraine ein ernstzunehmendes Problem für die Finanzmärkte. Sandra Navidi von BeyondGlobal erklärt, welche Regionen besonders unter den Folgen leiden und warum eine Schuldenkrise drohen könnte.

"Zentralbanken geraten durch Preisanstieg unter Druck"
16:54 Uhr

Gap-Aktie erlebt heftigen Kurseinbruch

Zu den größten Verlierern am US-Aktienmarkt zählte zu Handelsbeginn Gap mit einem Kursminus von fast 20 Prozent. Wegen der schwächelnden Konjunktur und Problemen bei der Marke Old Navy rechnet die Modefirma für das erste Quartal mit einem Rückgang der Erlöse um bis zu etwa 15 Prozent. Bislang war ein Minus im hohen einstelligen Prozentbereich angekündigt worden.

Gap-Aktie erlebt heftigen Kurseinbruch
16:33 Uhr

Dax verliert kräftig

Am Nachmittag ist noch einmal Abgabedruck am deutschen Aktienmarkt aufgekommen. Ein Grund war auch der schwache Handelsbeginn an den US-Börsen. Der Dax sackte auf 14.163 Zähler ab - ein Minus von 2,3 Prozent.

Ein Blick auf die Zinsen zeigt, dass auch die Bundesanleihen nicht als sicherer Hafen gesehen werden. Die Kurse fallen. Im Gegenzug steigen die Renditen. Zweijährige Laufzeiten steigen entsprechend um sieben Basispunkte auf 0,24 Prozent. Die zehnjährigen Laufzeiten nähern sich der Marke von einem Prozent.

Dax verliert kräftig
16:12 Uhr

Kampf gegen die Inflation - Jetzt noch in den USA investieren?

Die US-Notenbank hat der Inflation den Kampf angesagt. Warum steht sie dabei unter besonders hohem Druck? Werden ihre Schritte die Wirtschaft ausbremsen? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Geldanlage? Darüber spricht Raimund Brichta mit Thomas Kruse von der Fondsgesellschaft Amundi.

Kampf gegen die Inflation - Jetzt noch in den USA investieren?
15:55 Uhr

Verluste an der Wall Street

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(Foto: AP)

Die Aussicht auf drastischere Zinserhöhungen der US-Notenbank hält Anleger von Engagements an der Wall Street ab. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu ein Prozent. Auf die Stimmung schlugen die jüngsten Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell, der für Mai eine Anhebung um einen halben Prozentpunkt signalisiert hatte.

In diesem Zusammenhang flogen auch US-Staatsanleihen aus den Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen T-Bonds auf bis zu 2,974 Prozent und damit in Schlagdistanz zu ihrem jüngsten Dreieinhalb-Jahres-Hoch.

Verluste an der Wall Street
15:38 Uhr

IWF mit schlimmer Prognose für Ukraine-BIP

Der Krieg in der Ukraine kann nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere europäische Länder dieses Jahr in eine Rezession stürzen. Am stärksten werde die Ukraine betroffen sein, deren Wirtschaftsleistung um 35 Prozent einbrechen dürfte, hieß es im IWF-Ausblick für Europa.

Für Russland, das nach dem Einmarsch in die Ukraine mit umfangreichen Sanktionen konfrontiert ist, dürfte es um 8,5 Prozent nach unten gehen. Viele wichtige Wirtschaftsnationen wie Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien werden laut IWF dieses Jahr zwei Quartale in Folge schrumpfen oder zumindest weitgehend stagnieren.

IWF mit schlimmer Prognose für Ukraine-BIP
15:16 Uhr

Verizon verliert Mobilfunkkunden

Der harte Wettbewerb im US-Mobilfunkgeschäft hat dem Telekommunikationskonzern Verizon im ersten Quartal zu schaffen gemacht. Das Unternehmen verlor Mobilfunkkunden. Im Festnetzgeschäft verzeichnete der Konzern dagegen das beste Quartal seit mehr als einem Jahrzehnt.

Der Umsatz stieg in den drei Monaten laut Mitteilung um 2,1 Prozent auf 33,6 Milliarden Dollar, was im Rahmen der Erwartungen lag. Der Serviceumsatz ging um 2,5 Prozent zurück. Der Nettogewinn sank in den ersten drei Monaten um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 4,58 Milliarden Dollar.

Verizon verliert Mobilfunkkunden
15:02 Uhr

Ferrari muss Autos in China zurückrufen

Der italienische Luxusautohersteller Ferrari muss in China mehr als 2000 Autos zurückrufen, weil in den Modellen Bremsflüssigkeit auslaufen könnte. Betroffen sind nach Angaben der chinesischen Aufsichtsbehörde 2222 Ferraris, die zwischen 2010 und 2019 importiert wurden. Ferrari verkauft in China jedes Jahr fast 1000 Exemplare.

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(Foto: AP)
Ferrari muss Autos in China zurückrufen
14:30 Uhr

American Express mit besserem Ergebnis als erwartet

Der Kreditkartenkonzern American Express hat im ersten Quartal von einer steigenden Ausgabenfreude der Karteninhaber profitiert. Der Gewinn sank zwar, übertraf aber die Erwartungen der Analysten. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Der Konzern verbuchte in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 2,1 Milliarden US-Dollar nach 2,24 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,73 Dollar. Analysten hatten 2,40 Dollar prognostiziert.

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(Foto: AP)
American Express mit besserem Ergebnis als erwartet
14:04 Uhr

Briten erlauben Zahlungen an Gazprombank bis Ende Mai

Großbritannien hat der russischen Gazprombank und ihren Tochtergesellschaften trotz Sanktionen eine Lizenz für Zahlungen bis Ende Mai erteilt. Damit sollen die Bezahlung von Gaslieferungen an die EU sichergestellt werden, wie aus einem Dokument des Finanzministeriums in London hervorgeht.

Demnach können Zahlungen im Rahmen von Verträgen fortgesetzt werden, die vor dem 21. April 2022 abgeschlossen wurden. Die Eröffnung von Bankkonten, um solche Zahlungen zu leisten, bleibt demnach möglich. Die Gazprombank ist einer der wichtigsten Zahlungskanäle für russisches Öl und Gas.

Briten erlauben Zahlungen an Gazprombank bis Ende Mai
13:42 Uhr

Zinserwartungen dürften Wall Street weiter bremsen

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(Foto: REUTERS)

An den US-Börsen zeichnet sich eine knapp behauptete Eröffnung ab. Die falkenhaften Äußerungen des Fed-Chefs Jerome Powell, die am Donnerstag die Aktienkurse kräftig gedrückt haben, dürften nachwirken. An Konjunkturdaten werden die April-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe in der ersten Lesung veröffentlicht.

Unter den Einzelwerten gibt die Snap-Aktie vorbörslich um 1,8 Prozent nach. Das Social-Media-Unternehmen hat im ersten Quartal einen Verlust verzeichnet, den Snap mit Störungen im digitalen Werbemarkt erklärte. Im Sektor fallen Pinterest um 1,1 Prozent. Die Aktie der Facebook-Mutter Meta tendiert dagegen gut behauptet.

Zinserwartungen dürften Wall Street weiter bremsen
13:19 Uhr

Audi-Chef befürwortet Ende der Plug-in-Kaufprämie

Audi-Chef Markus Duesmann hat ein mögliches Auslaufen der Kaufprämie für Plug-in-Hybride zum Jahresende begrüßt. Zugleich kritisierte er die von der Bundesregierung geplante Steuersenkung auf Benzin und Diesel und forderte von der Politik eine klare Unterstützung für das batterieelektrische Auto.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will die staatlichen Zuschüsse beim Kauf eines Plug-in-Hybriden schon Ende 2022 streichen. Das ist früher als geplant - und anders als im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung festgehalten. Der Verband der Automobilhersteller (VDA) hatte die Pläne heftig kritisiert.

Audi-Chef befürwortet Ende der Plug-in-Kaufprämie
12:50 Uhr

Bierbrauer fürchten Gas-Embargo

Der Vorstandsvorsitzende des Brauriesen Paulaner, Jörg Lehman, sieht gute Chancen für ein diesjähriges Oktoberfest. Die noch von Corona gebeutelte Branche ist durch die steigenden Rohstoffpreise bereits der nächsten Krise ausgesetzt, die sich auch bald beim Kunden bemerkbar machen dürfte.

Bierbrauer fürchten Gas-Embargo
12:34 Uhr

Schwierige Zinswetterlage bringt Dax zum Husten

Angst vor stark steigenden Zinsen hat für tiefrote Kurse an der Frankfurter Börse gesorgt. Der Dax vergrößerte sein Minus und fiel am Mittag um zwei Prozent auf 14.212 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 1,9 Prozent auf 3855 Stellen ab.

Die zuletzt stützende Berichtssaison brachte durchwachsene Nachrichten: Die ebenfalls dem Tech-Sektor zugerechneten SAP-Aktien gerieten wegen einer enttäuschenden operativen Gewinnmarge mit 4,6 Prozent kräftig unter Druck, auch wenn die Umsatzentwicklung des Softwarekonzerns am Markt als ermutigend bezeichnet wurde.

Doch es gab auch bessere Nachrichten: Dank anhaltend hoher Stahlpreise sowie einem gestiegenen Gewinnbeitrag der Beteiligung Aurubis hat Salzgitter die Ergebnisprognose für das laufende Jahr erhöht. Die Titel verloren in einem äußerst ungünstigen Umfeld dennoch 1,6 Prozent.

Schwierige Zinswetterlage bringt Dax zum Husten
12:18 Uhr

Bundesbank-Szenario zur Lage bei russischem Energielieferstopp

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280105591 (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Ein Stopp russischer Energielieferungen und ein Abbruch der Handelsbeziehungen zu Russland würde die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen der Bundesbank wegen des scharfen Anstiegs der Rohstoffpreise, negativer Vertrauenseffekte und des Fehlens von Rohstoffen schwer treffen - allerdings wohl nicht so schwer wie von manchen Ökonomen und Industrievertretern befürchtet.

Wie die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht für April schreibt, könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 unter gewissen Annahmen um gut zwei Prozent sinken. Volkswirte hatten zuletzt BIP-Zuwächse von zwei bis drei Prozent prognostiziert. Das BIP in der Eurozone könnte um 1,75 Prozent zurückgehen. Die Bundesbank nimmt in ihrem Mitte März entworfenen Szenario ein Ende der russischen Energielieferungen bereits für einen Teil des ersten Quartals an.

Bundesbank-Szenario zur Lage bei russischem Energielieferstopp
12:02 Uhr

Warum Öl nicht gleich Öl ist

Wir berichten zurzeit oft darüber, dass der Ölpreis steigt. Aber eigentlich gibt es diesen einen Preis gar nicht. Woran das liegt, wie der Ölmarkt funktioniert und wie Anleger mit der derzeitigen Situation umgehen sollten, darüber spricht Raimund Brichta mit Matthias Hüppe von der HSBC.

Warum Öl nicht gleich Öl ist
11:43 Uhr

Ölpreise kommen deutlich zurück

Die Ölpreise haben sich auf dem Sinkflug befunden. Marktbeobachter verwiesen auf eine insgesamt trübere Stimmung an den Finanzmärkten, die auch die Notierungen für Rohöl mit nach unten gezogen habe. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 106,52 US-Dollar. Das waren 1,7 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,6 Prozent auf 102,25 Dollar.

In den USA deutet sich eine stärkere Zinserhöhung an, was die Kauflaune an den Finanzmärkten bremst. Zuletzt schwankten die Preise am Ölmarkt deutlich. Entscheidend bleiben die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die harten Maßnahmen der Regierung in China im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Brent Rohöl I

Ölpreise kommen deutlich zurück
11:31 Uhr

Wann lohnt sich ein Investment in den Recycling-Markt?

Nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels wächst das Interesse an Recycling für Kunden und Betriebe. Auch an der Börse kann der "Milliardenmarkt" eine ernsthafte Option werden. Simon Frank, Pictet Asset Management, erklärt, worauf Anleger achten sollten.

Wann lohnt sich ein Investment in den Recycling-Markt?
11:15 Uhr

Gucci-Zahlen setzen Aktienkurs der Mutter kräftig zu

Mit Enttäuschung aufgenommene Umsatzzahlen von Gucci lassen die Aktien des Luxusgüterkonzerns Kering abrutschen. Die Titel der Gucci-Mutter fielen an der Pariser Börse um bis zu sieben Prozent. Gucci erzielte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 13 Prozent - Analysten hatten mit 18 Prozent gerechnet. Vor allem der Corona-Lockdown in China hat seine Spuren in der Bilanz des Aushängeschildes Gucci hinterlassen.

Der Kursrutsch von Kering zog auch andere Luxus-Modehersteller ins Minus. Burberry, Richemont und Hermes verloren jeweils rund zwei Prozent. Im MDax gaben die Papiere von Hugo Boss 2,3 Prozent nach.

Gucci-Zahlen setzen Aktienkurs der Mutter kräftig zu
10:53 Uhr

Hohe Inflation verhagelt Briten die Konsumlaune

Die Stimmung der britischen Verbraucher ist im April wegen der starken Inflation fast auf ein Rekordtief gefallen. Das Konsumbarometer brach im Vereinigten Königreich um sieben auf minus 38 Zähler ein, wie die GfK-Marktforscher zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilten. In der knapp 50-jährigen Umfragegeschichte gab es nur einmal einen noch schlechteren Wert, nämlich im Juli 2008 während der globalen Finanzkrise. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf minus 33 Punkte gerechnet.

Grund für die schlechtere Stimmung ist die hohe Inflation: Die Verbraucherpreise stiegen im März um sieben Prozent und damit so stark wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Hohe Inflation verhagelt Briten die Konsumlaune
10:29 Uhr

Was bringen Lohnerhöhungen als Inflationsausgleich?

Deutsche Verbraucher spüren es mittlerweile fast überall: Die Preise steigen kräftig. Laut einer Forsa-Umfrage machen die Preiserhöhungen rund 20 Prozent der Deutschen sehr stark zu schaffen. Doch wie gegensteuern? Sind höhere Löhne die Lösung?

Was bringen Lohnerhöhungen als Inflationsausgleich?
10:13 Uhr

Containerschiff-Stau: BGA-Präsident warnt vor Folgen

Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, warnt angesichts des Staus von Hunderten Frachtschiffen vor Shanghai vor ausbleibenden Lieferungen und steigenden Transportkosten, die die Verbraucher zu spüren bekommen könnten. "Von einer kurzfristigen Entspannung der Lage ist derzeit nicht auszugehen", sagt Jandura den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Chinas Zero-Covid-Strategie lähme den Hafenbetrieb mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft.

Sollte Chinas Eindämmungsstrategie an ihre Grenzen stoßen, werde sich die Lage für Groß- und Außenhändler weiter verschärfen, erklärte Jandura. In diesem Fall würden sich Lieferungen verzögern oder ausbleiben und die Transportkosten weiter ansteigen.

Containerschiff-Stau: BGA-Präsident warnt vor Folgen
09:59 Uhr

Rheinmetall-Aktie ist bislang eine große Gewinnerin 2022

Rheinmetall-Aktien im frühen Handel um bis zu 3,2 Prozent auf einen Rekordwert von 224,50 Euro geklettert. Ein Börsianer verwies auf eine Kurszielerhöhung der UBS. Die Analysten der Schweizer Großbank sehen die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns demnach nun bei 251 Euro. Seit Jahresbeginn haben die Titel von Rheinmetall bereits um 160 Prozent zugelegt.

Rheinmetall-Aktie ist bislang eine große Gewinnerin 2022
09:55 Uhr

"Uncle Sam" macht Aktien Konkurrenz

Wir berichten zurzeit oft darüber, dass der Ölpreis steigt. Aber eigentlich gibt es diesen einen Preis gar nicht. Woran das liegt, wie der Ölmarkt funktioniert und wie Anleger mit der derzeitigen Situation umgehen sollten, darüber spricht Raimund Brichta mit Matthias Hüppe von der HSBC.

"Uncle Sam" macht Aktien Konkurrenz
09:37 Uhr

Ifo sieht EU bei einem Ölembargo gegen Russland in der Klemme

Europa steckt dem Ifo-Institut zufolge in einer Zwickmühle bei der Frage nach einem Stopp der Ölimporte aus Russland. "Einerseits würde mehr Zeit der EU die Möglichkeit geben, sich besser vorzubereiten, indem sie alternative Energiequellen organisiert, die Nachfrage senkt und auch die Logistik der Energieströme innerhalb der EU und in den einzelnen Ländern optimiert", sagte Ifo-Forscherin Karen Pittel.

Andererseits sollte ein Ölembargo auch nicht ewig aufgeschoben werden. "Denn mehr Zeit würde es Russland erlauben, andere Abnehmer zu finden, während die Einnahmen aus der EU weiter fließen." Außerdem würden die Anreize in den EU-Staaten verringert, sich auf einen Stopp der russischen Energieversorgung vorzubereiten.

Ifo sieht EU bei einem Ölembargo gegen Russland in der Klemme
09:29 Uhr

Gewinnmarge von SAP enttäuscht

Der Softwareriese SAP liefert zum Jahresstart ein gemischtes Bild ab. Während der Walldorfer Dax-Konzern seine Umsätze dank der gestiegenen Nachfrage nach seinem Cloud-Angebot in die Höhe schraubt, fällt das Betriebsergebnis. Warum, erklärt ntv-Börsenreporterin Tosca Strassberger .

Gewinnmarge von SAP enttäuscht
09:10 Uhr

Dax kriegt auf die Mütze - Powell-Aussage belastet

Minuszeichen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax ist deutlich leichter in den Handel gestartet. Der Leitindex verlor in den ersten Minuten ein Prozent auf 14.354 Punkte. MDax, SDax und TecDax gaben zwischen 0,7 und 1,4 Prozent nach.

Deutliche Worte von Fed-Präsident Jerome Powell zu den anstehenden Zinserhöhungen belasten Stimmung an der Frankfurter Börse. "Die 50 Basispunkte liegen für Mai auf dem Tisch", sagte Powell auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds.

Dax kriegt auf die Mütze - Powell-Aussage belastet
08:45 Uhr

Zementkonzern meldet nach Rekordquartal

Preiserhöhungen und Zukäufe haben dem Zementkonzern Holcim im ersten Quartal 2022 Schub verliehen. Der Umsatz stieg von Januar bis März um ein Fünftel auf den Rekordwert von 6,44 Milliarden Franken, wie Holcim mitteilt. Der bereinigte operative Gewinn (wiederkehrendes Ebit) kletterte um 16,3 Prozent auf 614 Millionen Franken. Analysten hatten einer Umfrage des Schweizer Unternehmens zufolge im Durchschnitt ein operatives Ergebnis von 443 Millionen Franken und einen Umsatz von 6,1 Milliarden Franken erwartet.

Der HeidelbergCement-Rivale hob den Umsatz-Ausblick an. Für das Gesamtjahr peilt Holcim neu ein Wachstum von mindestens acht Prozent auf vergleichbarer Basis an. Bisher hatte der Konzern ein Plus von über sechs Prozent in Aussicht gestellt.

Zementkonzern meldet nach Rekordquartal
08:22 Uhr

Dieser MDax-Wert wird vorbörslich heiß gehandelt

Die Anhebung der Prognose lässt Anleger bei Salzgitter zugreifen. Die Aktien legen vorbörslich bei Lang & Schwarz gegen den Trend 0,8 Prozent zu und gehören damit zu den stärksten SDax-Werten. Nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal erwartet der Stahlkonzern nun für das Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn von 750 bis 900 Millionen Euro.

Dieser MDax-Wert wird vorbörslich heiß gehandelt
08:09 Uhr

Zinsängste drücken Asiens Technologie-Aktien

Verstärkte Zinsängste aus den USA nach Asien herüberschwappend belasten die Börsen der Region. Die Aussicht auf aggressive Zinserhöhungen in den USA einerseits und eine Abkühlung der Weltkonjunktur andererseits stellen eine für die Aktienmärkte äußerst ungünstige Gemengelage. US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatte auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds eine Anhebung des Leitzinses um 50 Basispunkte bei der nächsten Fed-Sitzung fast schon angekündigt. Doch Analysten halten selbst eine Anhebung um 75 Basispunkte für denkbar. In der Folge ziehen die US-Marktzinsen deutlich an.

Gleichzeitig kämpft China weiter mit der sich ausbreitenden Coronapandemie und neuen Lockdowns - diesmal in der Stahlhochburg Tangshan. Eisenerz-, aber auch Erdölpreise sinken daher, denn in China geht die Mobilität wegen der Abriegelungen merklich zurück. Die Maßnahmen in China trüben die Konjunktur weiter ein. Der noch immer regulierte Renminbi fällt auf ein weiteres Siebenmonatstief, weil in China wegen der angespannten Wirtschaftslage eher mit einer Lockerung der Geldpolitik zu rechnen ist, während die USA und andere Staaten diese merklich straffen.

Zinsängste drücken Asiens Technologie-Aktien
07:55 Uhr

Powell schickt Dax auf Tauchstation

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit einem Abschlag von 1,2 Prozent und Kursen um 14.320 Zähler taxiert.

Am Donnerstag hatte er dank starker Firmenbilanzen ein Prozent auf 14.502,41 Punkte zugelegt. An der Wall Street ging es dagegen bergab: Ein Bekenntnis von US-Notenbank-Chef Jerome Powell zu vergleichsweise aggressiven Zins-Schritten verschreckte die Investoren. Auch die asiatischen Börsen notierten am Freitag schwächer. Im Tagesverlauf rollt eine weitere Welle von Geschäftszahlen auf die Anleger zu. Neben dem Softwarekonzern SAP[nL2N2WJ18Q ]öffnen unter anderem der Autobauer Renault und der Nutzfahrzeug-Hersteller Volvo ihre Bücher. In den USA legt der Kreditkarten-Anbieter American Express Quartalsergebnisse vor. Daneben verfolgen Börsianer weiterhin aufmerksam den Verlauf des Krieges in der Ukraine. Relevante Konjunkturdaten stehen dagegen nicht auf dem Terminplan.

Powell schickt Dax auf Tauchstation
07:39 Uhr

SAP treibt Cloud-Erlöse nach oben

Das Dax-Schwergewicht SAP ist zum Jahresstart zwar bei der Umstellung auf das Cloudgeschäft vorangekommen, hat aber Abstriche beim Betriebsgewinn hinnehmen müssen. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) fiel von Januar bis März währungsbereinigt um sieben Prozent auf knapp 1,68 Milliarden Euro, wie der Softwarekonzern mitteilt. Es lag damit unter den Erwartungen von Analysten. SAP begründete den Rückgang mit Belastungen durch den Ukraine-Krieg sowie höheren Investitionen. Der Umsatz kletterte hingegen währungsbereinigt um sieben Prozent auf knapp 7,08 Milliarden Euro und die Cloud-Erlöse legten sogar währungsbereinigt um ein Viertel auf 2,82 Milliarden Euro zu.

"Wir hatten einen soliden Start in das Jahr und unser Ausblick bleibt unverändert", sagt der scheidende Finanzchef Luka Mucic. Im Gesamtjahr will SAP weiterhin auf ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis zwischen 7,8 und 8,25 Milliarden Euro kommen und die Cloud-Erlöse währungsbereinigt um 23 bis 26 Prozent auf 11,55 bis 11,85 Milliarden Euro erhöhen.

SAP treibt Cloud-Erlöse nach oben
07:23 Uhr

Gericht verdonnert Trivago zu Strafzahlung

Der Hotel-Suchmaschinenbetreiber Trivago ist in Australien wegen Irreführung von Verbrauchern zu einer Strafe in Höhe von rund 32 Millionen Euro (44,7 Millionen Australische Dollar) verurteilt worden. "Der durch die Verstöße von Trivago verursachte Verlust oder Schaden war erheblich. Dieser entstand dadurch, dass Verbraucher ein teures Top-Position-Angebot buchten, obwohl sie ein Zimmer im selben Hotel zu einem günstigeren Preis hätten bekommen können", schrieb der Bundesrichter Nathan Moshinsky in seinem Urteil.

Im Januar 2020 hatte das Gericht auf Antrag der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutz-Kommission (ACCC) festgestellt, dass das 2005 gegründete Düsseldorfer Unternehmen gegen das australische Verbraucherrecht verstoßen hatte: Die Suchmaschine verwendete einen Algorithmus, um nicht - anders als in Werbeanzeigen und auf der Website behauptet - die günstigsten Preise für die Verbraucher hervorzuheben, sondern die, von denen das Unternehmen die höchsten Provisionen bekam.

Gericht verdonnert Trivago zu Strafzahlung
07:15 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 128,42 Yen und legt 0,3 Prozent auf 6,4678 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9537 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,0839 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0339 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,3020 Dollar.

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Das ist los im frühen Devisenhandel
07:04 Uhr

Twitter-Deal: Elon Musk geht auf Finanzinvestor zu

Tesla-Chef Elon Musk führt angeblich Gespräche mit der Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo über eine Partnerschaft bei seiner geplanten Übernahme von Twitter. Die auf die Technologiebranche fokussierte Firma könne der Schlüssel dazu sein, dass Musk ein verbindliches Angebot für den Kurznachrichtendienst vorlege, berichtet die "New York Post" unter Berufung auf zwei Insider.

Die Zeitung hatte vor einer Woche berichtet, dass die Gesellschaft ein Gebot für Twitter prüfe. Musk hat nach eigenen Angaben 46,5 Milliarden Dollar für die Übernahme von Twitter gesichert und erwägt nun eine Kaufwerte.

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Twitter-Deal: Elon Musk geht auf Finanzinvestor zu
06:53 Uhr

Asien-Börsen drehen nach Powell-Rede ins Minus

Die Aussichten auf aggressivere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed und sowie die Auswirkungen der Lockdowns in China auf die Weltwirtschaft treiben am Freitag die Anleger in Asien aus den Märkten. Fed-Chef Jerome Powell kündigte auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an: "Ich würde sagen, 50 Basispunkte werden für die Sitzung im Mai auf dem Tisch liegen." Durch den anhaltenden Lockdown in Schanghai stauen sich die Containerschiffe, Investoren fürchten Auswirkungen auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Analysten der Citi Bank sind der Meinung, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des jüngsten Virus-Ausbruchs in China den Inflationsdruck in den kommenden Wochen und Monaten verstärken werden. "Wir sind weiterhin der Meinung, dass diese Inflationssorgen auf Währungen mit dovishen Zentralbanken lasten werden", schrieben sie in einer Notiz.

Der Nikkei-Index gibt im Verlauf 1,9 Prozent auf 27.033 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix sinkt 1,3 Prozent und lag bei 1903 Punkten. Der Shanghai Composite notiert 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,1 Prozent.

Asien-Börsen drehen nach Powell-Rede ins Minus
06:41 Uhr

Japans Verbraucherpreise steigen schnell

- Die japanischen Verbraucherpreise sind im März wie erwartet so schnell wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gestiegen. Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) stieg unter Ausschluss der schwankungsanfälligen Nahrungsmittelpreise im März um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Regierungsdaten zeigen. Dies entsprach der mittleren Prognose in einer Reuters-Umfrage und markierte den siebten Monat in Folge mit Zuwächsen. Der Anstieg im März war der schnellste Anstieg im Jahresvergleich seit Januar 2020.

Japans Verbraucherpreise steigen schnell
06:24 Uhr

Powell sorgt für Unruhe: Das wird für den Dax heute wichtig

Bis knapp unter die Marke von 14.600 Punkten ist es im Donnerstagsgeschäft für den Dax in der Spitze nach oben gegangen. Am Ende stand ein deutliches Plus von 140 Zählern oder einem Prozent sowie ein Schlusskurs von 14.502 Stellen für den deutschen Börsenleitindex in den Handelsbüchern. Allerdings ist es mit der Herrlichkeit nun offenbar schon wieder vorbei: Aktuell wird der Dax mit Kursen um 14.290 Punkten notiert. Ein deutliches Abdrehen der Wall-Street-Kurse nach dem Börsenschluss hierzulande hinterlässt Spuren. US-Notenbankchef Jerome Powell ist der Auslöser.

Nichts Gutes erwarten Experten von der Konjunkturseite. Hier stehen die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe etwa in Deutschland, der EU und den USA auf der Agenda. Die Zahlen sollten belegen, dass die Industrie wegen des Krieges in der Ukraine und der neuerlichen Lockdowns in China unter Druck steht, prognostiziert Commerzbank-Analyst Marco Wagner. Experten rechnen im April mit einem erneuten Rückgang.

Von Unternehmensseite dauert die Berichtssaison an: Bereits am Morgen wartet das Dax-Schwergewicht SAP mit Quartalszahlen auf. Holcim, Villeroy & Boch, Essilor-Luxottica und Volvo legen ebenfalls Geschäftsberichte vor. Der Dax-Konzern Merck hat die Aktionäre zu einer Online-Hauptversammlung geladen. Am Mittag öffnen dann noch American Express und Verizon ihre Bücher.

Powell sorgt für Unruhe: Das wird für den Dax heute wichtig