Der Börsen-Tag
23. November 2018
imageHeute mit Jan Gänger
Zum Archiv
17:43 Uhr

Dax hält sich wacker

Der Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende, der Leitindex legt 0,5 Prozent auf 11.192 Punkte zu. Für den MDax geht es 0,5 Prozent auf 23.210 Zähler nach oben, für den SDax 0,4 Prozent auf 10.375,45 Zähler. Der Tecdax steigt 1,3 Prozent auf 2536 Punkte.

Und was tut sich in Sachen Zertifikate? Das hier:

Dax hält sich wacker
17:01 Uhr

Der Euro verliert an Wert

Der Eurokurs gibt nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus dem Währungsraum nach. Zeitweise fiel die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,1338 US-Dollar, sie wird derzeit etwas höher bei 1,1352 Dollar gehandelt.

Am Morgen hatte der Eurokurs noch über der Marke von 1,14 Dollar gestanden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1352 (gestern: 1,1403) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8809 (0,8770) Euro.

Den entscheidenden Impuls lieferten Daten zur Stimmung in den Unternehmen in der Eurozone. Das britische Forschungsunternehmen Markit meldete, dass der Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager im November auf den tiefsten Stand seit knapp vier Jahren gefallen war. Besonders enttäuschend fielen die Zahlen aus Deutschland aus. Es deute sich an, dass die Wachstumsschwäche im dritten Quartal kein Ausrutscher gewesen sei, so Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt bestätigt, dass die deutsche Wirtschaft in den Sommermonaten geschrumpft ist. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent und damit erstmals seit mehr als drei Jahren gesunken, hieß es. "Sowohl der Außenbeitrag als auch der private Konsum belasten das Wachstum", kommentiert Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Daten. Die schwache Entwicklung der Exportgeschäfte habe sogar "massiv" belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88480 (0,88598) britische Pfund, 128,07 (128,80) japanische Yen und 1,1316 (1,1351) Schweizer Franken fest.

Der Euro verliert an Wert
16:25 Uhr

Bei Windeln.de läuft es nicht

Der in der Restrukturierung steckende Onlinehändler Windeln.de hat seine Prognose für das kommende Jahr zurückgenommen- und damit dafür gesorgt, dass der Aktienkurs um 34 Prozent einbricht.

Beim bereinigten EBIT werde die Gewinnschwelle erst Anfang 2020 erreicht, ein Jahr später als bislang geplant, teilte der auf Baby-, Kleinkinder- und Kinderprodukte spezialisierte Händler mit. Grund dafür sei eine langsamere Erholung des Geschäftes in China.

Zudem plant das Unternehmen eine Kapitalerhöhung und berief eine außerordentliche Hauptversammlung ein.

Bei Windeln.de läuft es nicht
16:16 Uhr

Fallende Ölpreise bremsen US-Börsen aus

Fallende Ölpreise und der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China belasten die Wall Street. Nach der Thanksgiving-Pause verliert der Dow-Jones-Index 0,8 Prozent auf 24.288 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gibt 0,7 Prozent auf 2632 Zähler ab. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,5 Prozent auf 6940 Punkte ein.

Energiewerte wie Exxon und Chevron verbilligen sich jeweils mehr als zwei Prozent. Der Grund: Am Rohstoffmarkt brechen die Ölpreise regelrecht ein.

Ebenfalls im Fokus stehen Einzelhandelsaktien. In den Vereinigten Staaten gilt der Brückentag nach dem Thanksgiving-Feiertag - der "Black Friday" - als umsatzträchtigster Tag des Jahres und Start ins Weihnachtsgeschäft. Viele Geschäfte und Online-Shops locken mit Sonderangeboten. Papiere von Amazon legen 0,9 Prozent zu, die Anteilsscheine von Walmart gewinnen ein halbes Prozent.

Fallende Ölpreise bremsen US-Börsen aus
15:58 Uhr

Israelis verklagen Airbnb

Israelische Anwälte haben nach Medienberichten eine Gemeinschaftsklage gegen Airbnb eingereicht, weil der Online-Unterkunftsvermittler israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland aus seinem Angebot nehmen will. "Das Gesetz in Israel verbietet Diskriminierung aufgrund des Ortes, an dem man lebt, und Airbnb hat auf jeden Fall aufgrund des Ortes diskriminiert, an dem man lebt", zitierte die Zeitung "Jerusalem Post" einen der verantwortlichen Anwälte.

Die Klage wurde beim Jerusalemer Bezirksgericht im Namen einer Betroffenen eingereicht, die in einem Siedlungs-Außenposten mehrere Gästezimmer über Airbnb anbietet. Rechtsanwalt Aviel Flint erwarte, dass die 200 Betroffenen im Westjordanland sich der Klage anschließen werden, so die Zeitung.

Airbnb hatte am Montag angekündigt, die Unterkünfte aus dem Angebot zu nehmen. Die Siedlungen befänden sich "im Zentrum des Streits zwischen Israelis und Palästinensern. (...) Viele in der internationalen Gemeinschaft haben betont, dass Unternehmen hier nicht tätig sein sollten, weil sie davon überzeugt sind, dass man keine Gewinne in Gebieten machen sollte, aus denen Menschen vertrieben worden sind."

Die Entscheidung betreffe rund 200 Unterkünfte. Israel hat während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem Ost-Jerusalem und das Westjordanland erobert. Die Palästinenser fordern die Gebiete dagegen für einen eigenen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Rund 600.000 Israelis wohnen in mehr als 200 Siedlungen im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem. Der UN-Sicherheitsrat hatte 2016 einen vollständigen Siedlungsstopp von Israel gefordert. Siedlungen wurden als Verstoß gegen internationales Recht und als großes Hindernis für einen Frieden in Nahost bezeichnet.

Israelis verklagen Airbnb
15:32 Uhr

Porsche will sechs Milliarden Euro mehr verdienen

Der Sportwagenbauer Porsche will einem Bericht zufolge den operativen Gewinn in den nächsten acht Jahren durch Kostensenkungen schrittweise um sechs Milliarden Euro ausbauen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) solle jedes Jahr um rund 750 Millionen Euro steigen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Damit wolle die Volkswagen-Tochter die Konzernvorgaben einer Umsatzrendite von 15 Prozent erfüllen. Erreicht werden solle das durch Effizienzsteigerungen und einen wachsenden Ergebnisbeitrag neuer Geschäfte.

Mit den Einsparungen wolle Porsche die Kostensteigerungen auffangen, die sich durch den Umstieg auf Elektroautos ergäben, heißt es weiter. So koste der viertürige "Taycan", der im nächsten Jahr auf den Markt kommt, in der Produktion 6000 bis 10.000 Euro mehr als ein vergleichbares Auto mit Benzinmotor. Die Kosten sollten aber nicht auf die Kunden abgewälzt werden. Ein Porsche-Sprecher wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu den Informationen äußern.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die profitabelste VW-Tochter einen operativen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 23,5 Milliarden. Das entspricht einer Rendite von mehr als 17 Prozent

Porsche will sechs Milliarden Euro mehr verdienen
15:06 Uhr

"Black Friday" lässt Kassen klingeln

Der aus den USA herübergeschwappte Einkaufstag "Black Friday" sorgt in Deutschland für volle Geschäfte und viele Online-Bestellungen. "Unsere Kunden in Deutschland kaufen auf Rekordniveau ein", so der weltgrößte Online-Händler Amazon. In den ersten zehn Stunden des Black Friday hätten die Kunden in Deutschland mehr als 200.000 Spielzeuge und 140.000 Produkte aus dem Bereich Computer & Zubehör bestellt. Auch in vielen Einkaufszentren größerer Städte war der Andrang groß, lockten die Geschäfte doch mit Preisnachlässen im zweistelligen Prozentbereich - manche auf das gesamte Sortiment, andere auf ausgewählte Produkte.

"Black Friday" lässt Kassen klingeln
14:42 Uhr

Ölpreis bricht ein

Für die Ölpreise geht es drastisch abwärts. Ein Fass der US-Sorte WTI kostet 51,47 Dollar und damit rund 5,8 Prozent weniger als gestern. Der Preis für die US-Referenzsorte liegt erstmals seit Oktober 2017 unter der Marke von 60 Dollar. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet 60,31 Dollar, das sind 3,6 Prozent weniger als gestern. Für den jüngsten Kursrutsch werden vor allem zwei Gründe genannt: Saudi-Arabiens Ölminister hatte mitgeteilt, dass die Förderung diesen Monat weiter zugenommen habe. Zudem sind die US-Lagerbestände weiter gewachsen.

Ölpreis bricht ein
14:28 Uhr

Flybe-Aktie hebt ab

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(Foto: REUTERS)

Die Aktie der britischen Regionalfluggesellschaft Flybe gewinnt kräftig an Wert. Das Unternehmen, das sich selbst zum Verkauf gestellt hat, verhandelt nach eigenen Angaben mit Virgin Atlantic. Der ebenfalls britische Wettbewerber im Besitz von Richard Branson könnte zumindest für einen Teil von Flybe eine Offerte abgeben. Die Flybe-Aktie schießt um 54 Prozent in die Höhe. Analysten von CMC Markets überrascht das Interesse nicht. Sie verweisen darauf, dass die beiden Airlines bereits ein Code-Sharing-Abkommen haben.

Flybe-Aktie hebt ab
13:53 Uhr

"Dann ist Weltuntergangsstimmung, Rezession in Europa"

Von den zwischenzeitlich erreichten Werten ist der Dax weit entfernt. Zollstreit zwischen USA und EU, Zoff zwischen EU-Kommission und Brüssel. Brexit und schwächelnde Schwellenländer setzen dem Frankfurter Leitindex zu. Und wie geht es weiter? Das bespricht Frank Meyer mit dem Analysten Martin Utschneider.

"Dann ist Weltuntergangsstimmung, Rezession in Europa"
13:32 Uhr

Dax stabilisiert sich

Am deutschen Aktienmarkt hellt sich die Stimmung zum Wochenschluss wieder etwas auf. Der Dax macht einen Teil seines Vortagesrutsches wieder wett und legt um 0,2 Prozent auf 11.169 Punkte zu. Gleichwohl bleibt der Leitindex angezählt. Auf Wochensicht steuert er auf ein Minus von rund 1,5 Prozent zu. Nach seinem Rutsch am Dienstag bis auf fast 11.000 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2016 hatte sich die Erholung zur Wochenmitte als Strohfeuer erwiesen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax bewegt sich mit minus 0,04 Prozent auf 23. 084 Punkte kaum vom Fleck. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es moderat nach oben.

Mit dem weiteren zwar soliden, aber moderateren globalen Konjunkturtrend und den anstehenden politischen Top-Events dürften die Finanzmärkte nervös bleiben, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Neben dem für diesen Sonntag geplanten EU-Sondergipfel zum Brexit sorgt ein anderes Ereignis für Gesprächsstoff: "Die Finanzmärkte hoffen bei den Gesprächen von Donald Trump mit Xi Jinping beim G20-Gipfel auf Lösungsansätze für den Handelskonflikt zwischen den USA und China." Der Gipfel beginnt am 30. November.

In den Vereinigten Staaten indes findet nach dem Feiertag "Thanksgiving", an dem die Börsen geschlossen waren, an diesem Freitag nur ein verkürzter Handel statt. Der Tag ist bekannt als "Black Friday" und besonders wichtig für das Weihnachtsgeschäft im US-Einzelhandel. Konsumenten werden mit hohen Rabatten in die Läden gelockt. Weil viele Marktteilnehmer den Feiertag und den "Black Friday" für ein langes Wochenende nutzen, geht es an den Börsen vergleichsweise ruhig zu.

Dax stabilisiert sich
13:05 Uhr

Kurs von Orchids Paper geht durch die Decke

Vor Eröffnung des Parketthandels in New York geht es für die Aktien von Orchids Paper vorbörslich um rund 158 Prozent nach oben. Der strauchelnde Hersteller von Hygienepapier wie Küchentüchern hatte sich mit Gläubigern auf eine Änderung der Kreditvereinbarung geeinigt. Das Unternehmen teilte zudem mit, dass es von einem großen Einzelhändler einen Auftrag an Land gezogen habe, diesen exklusiv mit aus Altpapier hergestellten Küchen- und Toilettenpapier zu beliefern.

Kurs von Orchids Paper geht durch die Decke
12:51 Uhr

Wall Street vor schwächerem Start

Die Wall Street dürfte heute etwas leichter in den "Black Friday" starten. Am Aktienterminmarkt deutet sich eine knapp behauptete Handelseröffnung an. Aufgrund des Feiertages gestern und dem verkürzten Handel zum Ende der Woche, ist mit einem eher unspektakulären Geschäft zu rechnen.

Im Fokus steht dabei vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die US-Regierung hat in ihrer Sorge um mögliche Spionage durch China eine Kampagne gegen den chinesischen Telekomausrüster Huawei gestartet. Sie versucht Mobilfunk- und Internetanbieter in anderen Ländern davon zu überzeugen, künftig einen großen Bogen um Telekomprodukte von Huawei zu machen, wie die Nachrichtenagentur "Dow Jones" berichtet. Huawei Technologies wird von US-Politikern verdächtigt, ein mögliches Werkzeug für staatlich geförderte Spionage zu sein.

Konjunkturseitig stehen die Einkaufsmanagerindexes verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen für den November auf der Agenda. Ökonomen rechnen bei ersterem mit einem leichten Rückgang auf 54,3 nach zuvor 54,8. Auch der Index für das verarbeitende Gewerbe wird etwas schwächer als noch im Vormonat erwartet.

Wall Street vor schwächerem Start
12:36 Uhr

Schaden durch "Phantom-Aktien" unklar

Der Schaden durch Steuertricksereien mit sogenannten "Phantom-Aktien" lässt sich dem Bundesfinanzministerium zufolge noch nicht beziffern. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch nicht möglich", sagte ein Ministeriumssprecher. Den Vorwürfen werde "mit Hochdruck" nachgegangen, sie müssten schnell aufgeklärt werden. Als Sofortmaßnahme sei das elektronische Steuer-Erstattungsverfahren "einstweilen" ausgesetzt worden, sagte der Sprecher.

"Süddeutsche Zeitung" und WDR hatten berichtet, die Staatsanwaltschaft Köln ermittle wegen einer bisher unbekannten Masche mutmaßlichen Steuerbetrugs. Dabei geht um in den USA gehandelten Aktienhinterlegungsscheine (ADR), die normalerweise mit Aktien unterlegt sein müssen. Der Handel mit diesen Ersatzscheinen statt mit den eigentlichen Aktien ist billiger und weniger aufwendig. In zahlreichen Fällen sollen ADR-Papiere aber ausgegeben worden sein, ohne dass die Banken die betreffenden Aktien besaßen - sogenannte Vorab-ADR. Deren Inhaber sollen dann vom deutschen Fiskus nicht gezahlte Kapitalertragsteuer auf Dividenden rückgefordert haben.

Schaden durch "Phantom-Aktien" unklar
12:09 Uhr

Gea-Aktie bricht ein

Der Anlagenbauer Gea blickt trotz der aktuell guten Auftragsentwicklung weniger optimistisch ins kommende Jahr. Das schickt die Aktien in den Keller, sie verlieren 14 Prozent und sind der mit Abstand schwächste Wert im MDax. "Das kann auch als schlechter Konjunkturindikator über die unternehmenseigenen Punkte hinaus gewertet werden und andere Branchenwerte belasten", sagt ein Händler.

Wie das Unternehmen mitteilte, werden die sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Kombination mit weiter steigenden Material- und Personalkosten die Geschäftsentwicklung belasten. Eine konkrete Prognose für das kommende Jahr hatte Gea bislang allerdings nicht gegeben.

Gea-Aktie bricht ein
10:32 Uhr

Venezuela steckt knietief in der Rezession

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Venezolaner warten am Grenzübergang zwischen Peru und Ecuador. (Foto: REUTERS)

Die Wirtschaftsleistung des südamerikanischen Erdölexporteurs Venezuela ist im vergangenen Jahr nach Angaben von Insidern stark zurückgegangen. Vorläufige Berechnungen der Zentralbank des Landes wiesen für 2017 ein Minus von 16,6 Prozent aus, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters zwei mit der Angelegenheit Vertraute in Caracas. Die Zentralbank reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.

Venezuela ist unter der linken Regierung von Präsident Nicolas Maduro in eine schwere Wirtschaftskrise geraten. Das Land leidet unter einer Inflation von 200.000 Prozent und einem Mangel an Grundnahrungsmitteln und Medikamenten. Die schwierige Lage hat zu einer Massenflucht in Nachbarländer geführt.

Venezuela steckt knietief in der Rezession
10:10 Uhr

Ghosn droht in Japan neuer Ärger

Dem wegen Untreue-Vorwurfs geschassten Nissan-Verwaltungsratschef Carlos Ghosn droht einem Medienbericht zufolge ein weiteres Verfahren. Die japanische Staatsanwaltschaft werde Ghosn wahrscheinlich auch beschuldigen, in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr und den beiden vorherigen Jahren zu niedrige Angaben zu seinen Einkünfte gemacht zu haben, berichtet die Zeitung "Asahi". Zusammen mit den bisherigen Vorwürfen solle Ghosn damit seit acht Jahren seine Einkünfte um rund acht Milliarden Yen (rund 62 Millionen Euro) zu niedrig angegeben haben. Ghosn war am Montag in Japan unter dem Verdacht der Veruntreuung von Firmengeldern festgenommen worden. Ein neues Verfahren könnte für eine Haftverlängerung sorgen.

Nissan hatte sich gestern von Ghosn getrennt. Der 64-Jährige ist auch Chef von Renault. Die Führungsgeschäfte dort hat einstweilen der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Thierry Bollore übernommen.

Ghosn droht in Japan neuer Ärger
09:44 Uhr

Samsung entschuldigt sich für Todesfälle in Fabriken

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Konzernchef Kim Ki Nam. (Foto: REUTERS)

Der Technologieriese Samsung hat sich für Todes- und Krankheitsfälle unter den Beschäftigten in seinen Chip- und Display-Fabriken entschuldigt. Firmenpräsident Kim Ki Nam äußerte laut südkoreanischen TV-Sendern zudem sein Bedauern darüber, dass sich das Unternehmen der Sache nicht früh genug angenommen habe.

Die Entschuldigung folgte einem jahrelangen Streit mit Vertretern der Opfer-Familien. Samsung versprach in diesem Monat, dem Beschluss eines Schiedsausschusses zu folgen, Schmerzensgeld an betroffene Mitarbeiter zu zahlen, wenn deren Erkrankung auf den Umgang mit Chemikalien am Arbeitsplatz nachgewiesen werden kann. Samsung hatte sich schon einmal im Mai 2014 bei einigen Beschäftigten und ihren Familien entschuldigt, die an Leukämie oder anderen Krebsarten erkrankt waren.

Samsung entschuldigt sich für Todesfälle in Fabriken
09:21 Uhr

Italiens Europa-Minister denkt an Rücktritt

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(Foto: REUTERS)

Italiens Europa-Minister Paolo Savona erwägt einem Zeitungsbericht zufolge seinen Rücktritt. Hintergrund der Überlegung sei die Entscheidung der Regierung in Rom, die EU-Kommission im Streit um die Neuverschuldung des Landes herauszufordern, berichtet die Zeitung "Corriere Della Sera". Die EU-Kommission hatte vorgestern auch den nachgebesserten Budgetentwurf aus Rom für 2019 wegen zu hoher Ausgaben abgelehnt. Die Regierung hat dennoch angekündigt, nicht einlenken zu wollen.

Italiens Europa-Minister denkt an Rücktritt
09:12 Uhr

"Dax spielt mit dem Feuer": Vorsicht ist Motto in Frankfurt

Zum Abschluss der Börsenwoche bleiben Anleger vorsichtig. Der Dax startete kaum verändert in den Handel mit 11.145 Punkten. "Der Dax spielt mit dem Feuer und es reicht ein kleiner negativer Funke aus und er dürfte sich die Marke von 11.000 Punkten von unten anschauen", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Einer der größten Verlierer im Dax waren die Aktien von VW mit einem Kursabschlag von 0,9 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Bild", wonach VW erstmals einem Kunden den vollen Kaufpreis für seinen von Abgasmanipulationen betroffenen Golf zurückzahlen soll. Das urteilte laut der Zeitung das Landgericht Augsburg. "Im schlimmsten Fall könnte das für VW wirklich sehr teuer werden, weil Millionen von Autos betroffen sind", sagte ein Börsianer.

Auf der Verliererseite standen auch die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel von Gea, der für das kommende Jahr weniger zuversichtlich gestimmt ist. Die Aktien rauschten um 8,9 Prozent nach unten.

"Dax spielt mit dem Feuer": Vorsicht ist Motto in Frankfurt
08:56 Uhr

Ölpreise bleiben im Sinkflug

Am Rohölmarkt hat der Sinkflug der Preise auch am Freitag angehalten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,86 US-Dollar. Das waren 74 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel noch deutlicher um 1,37 Dollar auf 53,26 Dollar. Seit Freitag vor einer Woche ist der Preis für US-Öl damit um mehr als drei Dollar gesunken.

Die Rohölpreise werden nach wie vor durch zwei Entwicklungen bestimmt. Zum einen gibt es ein hohes Angebot. Neue Zahlen des Ölriesen Saudi-Arabien haben dies am Donnerstag bestätigt. Das Ölkartell Opec dürfte deshalb auf seiner nächsten Zusammenkunft Anfang Dezember über eine Kürzung seiner Förderung diskutieren. Zum anderen geht es für die Ölpreise wegen anhaltender Wachstumssorgen nach unten. Immer wieder enttäuschen wichtige Konjunkturdaten aus großen Industrieländern. Dies deutet auf eine schwächere Nachfrage nach Rohstoffen wie Erdöl hin, was die Preise drückt.

Ölpreise bleiben im Sinkflug
08:30 Uhr

Einbruch bei Windeln.de mit verschobener Gewinnerwartung

Druck auf Windeln.de erwarten Händler. "Eine Kombination aus verschobener Gewinnschwelle und Kapitalerhöhung ist ja so ziemlich das Übelste was es gibt", sagt ein Händler. Der Online-Händler wird die Gewinnschwelle erst später als geplant erreichen. Neues Ziel ist "Anfang 2020", weil das China-Geschäft nicht läuft.

Zudem soll der Aktienkurs mit einem Reverse Split wieder erhöht werden und danach eine Kapitalerhöhung vorgenommen werden. "Die ist zwar klein, aber die Botschaft ist deutlich negativ", sagt der Händler. Die Aktie dürfte zweistellig verlieren.

Einbruch bei Windeln.de mit verschobener Gewinnerwartung
08:17 Uhr

Chinesische Märkte lassen Federn - kein Handel in Japan

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(Foto: dpa)

Börsianer in Asien haben vor dem Wochenende die Bremse gezogen. Die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen gaben rund zwei Prozent nach, die Leitindizes in Hongkong und Südkorea verloren je ein halbes Prozent. An den Börsen in Japan wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Anleger scheuten sich vor allem wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China vor Investitionen in Aktien, sagte Marktanalyst Prakash Sakpal von der Bank ING.

Unter Druck gerieten vor allem Technologieaktien nach einem Bericht des "Wall Street Journal". Die Zeitung schrieb, dass die US-Regierung ihre Verbündeten dazu bringen wolle, Produkte des Telekommunikations-Ausrüsters Huawei zu meiden. Einer der größten Verlierer waren die Titel von ZTE. Die in China gelisteten Papiere verloren 2,5 Prozent, an der Börse in Hongkong gaben sie 1,7 Prozent nach. ZTE stand schon häufiger im Fokus: im April hatten die USA Strafmaßnahmen gegen den Technologiekonzern verhängt, weil das Unternehmen gegen Iran- und Nordkorea-Sanktionen verstoßen haben soll.

Chinesische Märkte lassen Federn - kein Handel in Japan
07:55 Uhr

Eurokurs legt leicht zu

Der Euro ist etwas fester in den heutigen Tag gestartet. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1416 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1403 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen in Europa wie in den USA die Einkaufsmanagerindizes des Forschungsinstituts Markit auf dem Programm. Die Unternehmensumfrage gibt Hinweise auf die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung. Angesichts bestehender Konjunktursorgen dürften die Indikatoren auf großes Interesse stoßen.

Eurokurs legt leicht zu
07:38 Uhr

Gewinnwarnung dürfte Gea-Aktie belasten

Die Gewinnwarnung von Gea und die Bestätigung des zurückhaltenden Ausblicks aus dem Herbst dürften die Aktien des Anlagenbauers unter Druck setzen. "Das kann auch als schlechter Konjunkturindikator über die unternehmenseigenen Punkte hinaus gewertet werden und andere Branchenwerte belasten", sagte ein Börsianer. Vorbörslich sank der Kurs des Gea-Papiers um 9,4 Prozent.

Dass Gea im Milchbereich Probleme habe, sei zwar lange bekannt, aber die Margensenkung sei doch sehr deutlich. Gea sieht nur noch 6,5 bis 7,0 Prozent nach zuvor 8,5 Prozent. Stützend wirke nur, dass solche Meldungen die Position von aktivistischen Investoren unterstützen. Gea bezieht sich bei der Marge auf die operative Cash-Flow-Treiber-Marge auf Basis konstanter Wechselkurse.

Gewinnwarnung dürfte Gea-Aktie belasten
07:31 Uhr

Dax leidet unter impulslosem Handel

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(Foto: REUTERS)

Mit einer Seitwärtsbewegung rechnen Händler zum Wochenausklang an den europäischen Börsen. Schon am Vortag seien die Märkte in eine völlig impulslose Bewegung übergegangenen angesichts der geschlossenen US-Börsen. Der Dax pendelte knapp um die 11.150er-Marke, was immerhin ein Zeichen neuer Stabilität sein könnte.

Auch heute dürfte sich dies kaum ändern, im US-Handel dürfte nur auf Einzelhandelswerte angesichts des "Black Friday" geachtet werden. Viele US-Retailer sind mittlerweile mit Realtime-Kassen ausgerüstet und melden Umsatzerfolge auch gerne schon innerhalb des Tages.

Auch konjunkturell ist viel los für einen Freitag, vor allem die neuen Einkaufsmanager-Indizes von Europa bis zu den USA stehen im Fokus. Dazu dürfte der Geschäftsklima-Index aus Belgien als Vorlauf für den Ifo-Index in der kommenden Woche gesehen werden. In Italien legt die Banca d'Italia ihren Finanzstabilitätsbericht vor und beim deutschen BIP zum dritten Quartal sollte besser eine Abwärtsrevision vermieden werden.

Dax leidet unter impulslosem Handel