Freitag, 30. Juli 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax trotz Linde schwach - bange Blicke Richtung August

Mit einer Handelsspanne von fast 180 Punkten verabschiedet sich der Dax ins Wochenende. Ein Minus gibt es obendrauf. Aber es hätte viel größer ausfallen können als die zum Schluss stehenden 0,6 Prozent auf 15.544 Punkte, denn bereits zum Start überwiegen die roten Vorzeichen. Schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten belasten zusätzlich, der Dax markiert bei 15.440 Zählern sein Tagestief. Dann kehren Anleger aber an den Markt zurück und der Leitindex kann sich spürbar von seinem Tief erholen.

"Die deutschen Wirtschaftsdaten sind kein Beinbruch - und so endet der Handelstag nicht ganz so schlecht, wie er begonnen hat", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Der Dax beendete die Handelswoche mit leichten Abschlägen, geht jedoch aus dem Juli in ziemlich ausgeglichener Verfassung", erläutert er und unterstreicht: "Gefangen zwischen 15.200 und 15.700 Punkten fehlt der Impuls, der die Richtung nach oben oder unten in den nächsten Wochen setzt, wobei der August statistisch betrachtet ein eher schwacher Börsenmonat ist."

Dax
Dax 15.248,56

Bei den Einzelwerten im Dax ziehen Linde nach überzeugenden Quartalszahlen samt Ausblick mit großem Abstand an die Spitze der Gewinner: Die Titel legen mehr als drei Prozent zu. Auf der Verliererseite notieren Fresenius und FMC, ebenfalls nach Zahlen. Die Aktien geben knapp und mehr als drei Prozent nach.

FMC
FMC 60,86
Linde plc
Linde plc 256,00

 

17:15 Uhr

Daimler-Aufspaltung nimmt Formen an

Daimler ebnet den Weg für seine Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat gaben Details des angekündigten Spin-offs der Truck-Sparte bekannt. Demnach sollen die Aktionäre für je zwei Aktien eine zusätzliche Aktie der Daimler Truck Holding AG bekommen. Daimler behalte einen Minderheitsanteil von 35 Prozent. Fünf Prozent davon sollen an den konzerneigenen Pensionsfonds übertragen werden. Die Aktionäre sollen das angekündigte Vorhaben auf einer außerordentlichen Hauptversammling am 1. Oktober beschließen. Die Erstnotiz der Daimler Truck Holding AG sei bis Jahresende geplant. Daimler soll später in Mercedes-Benz Group umbenannt werden.

Daimler
Daimler 76,19

16:33 Uhr

Corona-Lockerungen pushen P&G

Die allmähliche Lockerung der Corona-Auflagen hat dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) einen Umsatzsprung beschert. Das Wiederanlaufen des öffentlichen Lebens habe die Nachfrage nach Kosmetik- und Körperpflegeprodukten gestärkt und den Umsatz im Schlussquartal (per 30. Juni) um sieben Prozent auf knapp 19 Milliarden Dollar steigen lassen. Mit Schönheitsprodukten erzielte P&G ein Umsatzwachstum von elf Prozent. Für das Geschäftsjahr 2021/22 erwarte das Unternehmen, zu dem Marken wie Gillette, Pampers und Oral B gehören, bei steigenden Rohstoff- und Frachtkosten weiterhin ein Plus bei Umsatz und Kerngewinn, sagte der scheidende Konzernchef David Taylor. Die Aktien legen an der Wall Street mehr als zwei Prozent zu.

Procter & Gamble
Procter & Gamble 120,00

16:15 Uhr

Amazon-Kursrutsch bremst Kauflaune der US-Anleger aus

Enttäuschende Geschäftszahlen des Online-Händlers Amazon drücken die Wall Street ins Minus. Daran änderte selbst die überraschend große Kauflaune der US-Verbraucher wenig. Die Leitindizes Dow Jones und S&P-500 fallen zunächst bis zu 0,4 Prozent. Der technologielastige Nasdaq büße 0,8 Prozent ein. "Die Erwartungen an die Firmenbilanzen waren durch die Bank hoch", sagt Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Die Leute erwarten exponentielles Wachstum, was ehrlich gesagt überzogen ist."

Amazon steigerte den Quartalsumsatz um 27 Prozent auf 113 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg um fast die Hälfte und war mit 7,8 Milliarden Dollar der zweithöchste in der Firmengeschichte. Sowohl die Zahlen für das abgelaufene Quartal als auch die Ziele für das laufende Vierteljahr lägen unter den Erwartungen, kommentierte Analyst John Blackledge. Die wieder wachsende Mobilität der Verbraucher dämpfe die Nachfrage nach Online-Shopping. Amazon-Aktien brechen etwa 7,5 Prozent ein, so stark wie noch nie seit einem knappen Jahr.

Amazon
Amazon 2.833,00

15:53 Uhr

China setzt wachstumsfördernde Politik fort

Die Kommunistische Partei Chinas hat eine Fortsetzung ihrer wachstumsstützenden Konjunkturpolitik im zweiten Halbjahr in Aussicht gestellt. Stabilität, Kontinuität und Nachhaltigkeit würden weiter die Wirtschaftspolitik bestimmen, teilt die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua nach einer Sitzung des Politbüros unter dem Vorsitz von Präsident Xi Jinping mit. Das Wachstum solle in einem vernünftigen Bereich gehalten werden. Zudem müsse eine proaktive Fiskalpolitik noch effektiver gestaltet werden.

Das Politbüro sprach sich zudem dafür aus, das Kursniveau der Landeswährung Yuan im Kern stabil zu halten. Es bekräftigte auch seine Haltung gegenüber dem Immobiliensektor. Häuser seien zum Wohnen da, nicht zur Spekulation. Das Politbüro rief dazu auf, die Preise für Wohnimmobillien und die Markterwartungen zu stabilisieren.

15:39 Uhr

DIHK: Weg aus der Krise ist kein Selbstläufer

DerDeutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich nach dem Plus des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,5 Prozent im zweiten Quartal mahnend geäußert. "Die Erholung der Konjunktur macht ihren nächsten Schritt, nicht mehr und nicht weniger", sagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Das BIP liegt jedoch weiterhin deutlich unter Vorkrisenniveau. Das zeigt, dass der Weg aus der Krise kein Selbstläufer ist."

Vieles hänge jetzt vom weiteren Pandemieverlauf ab. Die deutsche Wirtschaft stehe zudem "vor einem Bündel an Herausforderungen". Die Ergebnisse der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage zeigten, dass die angespannte Finanzierungssituation vielen Unternehmen eine nachhaltige Rückkehr zur Normalität erschwere.

14:58 Uhr

Trotz Gewinnrückgang: MTU sieht sich auf Kurs

Der Triebwerksbauer MTU Aero Engines behält die Ziele für 2021 trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Halbjahr fest im Auge. Der Umsatz lag in den ersten sechs Monaten mit 2,00 Milliarden Euro fast wieder auf Vorjahresniveau, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging aber um 15 Prozent auf 190 Millionen Euro zurück, wie MTU imitteilt. Vorstandschef Reiner Winkler präzisierte die Prognose: Bis zum Jahresende soll der Umsatz auf 4,3 bis 4,5 Milliarden Euro steigen; bisher hatte MTU mit 4,2 bis 4,6 Milliarden gerechnet.

"Für das zivile Seriengeschäft und das Militärgeschäft sind wir etwas optimistischer als bisher, den Ausblick für die zivile Instandhaltung haben wir etwas zurückgenommen", sagte Winkler. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll 2021 mit 10,0 bis 10,5 Prozent nun in der oberen Hälfte der bisher genannten Spanne liegen. In den ersten sechs Monaten erreichte MTU eine Marge von 9,5 Prozent. Die Aktien des Dax-Konzerns geben etwa 1,2 Prozent ab.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 197,05

14:37 Uhr

Kryptobörse beendet Termingeschäfte in Europa

Der wachsende Regulierungsdruck macht der Kryptobörse Binance weiter zu schaffen. Die Plattform teilt mit, in ganz Europa das Futures- und Derivate-Produktangebot abzubauen. Nutzer in Deutschland, Italien und den Niederlanden könnten damit ab sofort keine entsprechenden neuen Konten mehr eröffnen. Mehrere Regulierungsbehörden haben in den vergangenen Wochen den Druck auf Binance erhöht, die nach Handelsvolumen zu den weltweit größten Börsen gehört. Hintergrund sind Sorgen über den Verbraucherschutz und den Standard der Anti-Geldwäsche-Kontrollen an Krypto-Börsen.

Marktteilnehmern zufolge könnte der Schritt zu weiteren Bedenken über die Zukunft des Handels mit Kryptowährungsderivaten für Kleinanleger beitragen. "Eine riesige Menge Geld bewegt sich ausschließlich wegen der Existenz und der Verfügbarkeit solcher Produkte auf Kryptomärkten", sagt Joseph Edwards von Enigma Securities, einem Kryptowährungsbroker in London.

13:51 Uhr

Corona verunsichert deutsche Wirtschaft

DZ-Bank-Analyst Christoph Swonke sieht nach dem unerwartet schwachen deutschen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal weiterhin Unsicherheit durch die Corona-Pandemie. "Grundsätzlich steht der weiteren wirtschaftlichen Erholung nichts im Weg - die Delta-Variante und weitere mögliche Mutationen sind aber weiterhin ein großer Unsicherheitsfaktor", schreibt Swonke in einem Kommentar. Neben der Pandemie gebe es außerdem große Lieferprobleme bei Vorprodukten wie Chips oder Halbleitern. "Der Aufschwung ist da - verschiedene Unwägbarkeiten können ihn aber bremsen", meint der Analyst.

13:31 Uhr

Corona-Tests beflügeln Siemens Healthineers-Geschäft

Die Übernahme des US-Krebsmedizin-Spezialisten Varian und das florierende Geschäft mit Corona-Schnelltests schieben Siemens Healthineers kräftig an. Der Umsatz schnellte im dritten Quartal 2020/21 (per Ende September) um 51 Prozent auf genau fünf Milliarden Euro, wie die Siemens-Tochter am Freitag in Erlangen mitteilte. Allein mit Antigen-Tests auf das Coronavirus erwirtschaftete Siemens Healthineers einen Umsatz von 650 Millionen Euro. Bis Ende September dürfte es rund eine Milliarde werden; bisher hatte man 750 Millionen Euro erwartet.

Die jüngste Entwicklung macht Siemens Healthineers für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis - also ohne Varian - um 17 bis 19 (bisher: 14 bis 17) Prozent zulegen. Neben dem Geschäft mit Corona-Tests laufe es auch in der Bildgebung (CT, MRT) besser als erwartet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie werde bei 1,95 bis 2,05 (bisher 1,90 bis 2,05) Euro liegen. Siemens Healthineers-Aktien geben knapp zwei Prozent ab.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 57,18

13:15 Uhr

Machen US-Anleger zum Monatsende Kasse?

Zum Start in den Freitagshandel zeichnen sich an der Wall Street Kursverluste ab. Zum Ende eines erfolgreichen Börsenmonats mit immer neuen Rekordständen dürften die Anleger Kasse machen. Neben den zuletzt wieder gestiegenen Corona-Fallzahlen haben Konjunkturdaten Befürchtungen geschürt, dass die Erholung der Wirtschaft von ihrem pandemiebedingten Einbruch ins Stocken gerät. So war das am Donnerstag veröffentlichte US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal zwar deutlich gestiegen, aber längst nicht so stark wie von Ökonomen prognostiziert.

Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben werden noch vor Handelsbeginn Auskunft über den für die US-Wirtschaft so wichtigen privaten Konsum geben. Nach Handelsbeginn folgen der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago und der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan.

12:59 Uhr

Linde-Kurs reagiert auf starkes Geschäftsquartal

Der weltgrößte Gasekonzern Linde hat im zweiten Jahresviertel dank eines Volumenwachstums und einer starken Entwicklung in seinem Amerika-Geschäft die Erwartungen übertroffen und erhöht abermals seine Jahresprognose. Für 2021 rechnet Linde nun mit einem bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie in der Spanne von 10,10 bis 10,30 US-Dollar, das wäre ein Wachstum von 38 bis 40 Prozent gegenüber dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 und 23 bis 25 Prozent besser als im Vorjahr. Vorher hatte Linde einen bereinigten Gewinn von 9,60 bis 9,80 Dollar in Aussicht gestellt.

Der Umsatz legte um 19 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar zu und das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 42 Prozent auf 2,70 Dollar. Das war besser als die Analysten nach einem Factset-Konsens erwartet hatten. Beim Umsatz lag die Prognose bei 7,38 Milliarden Dollar und je Anteilsschein schätzten die Beobachter verwässert 2,53 Dollar. Linde-Aktien ziehen zeitweise mehr als ein Prozent an.

Linde plc
Linde plc 256,00

12:44 Uhr

Verkauf von Potenzmitteln: FDA warnt Amazon

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den neuen Amazon-Chef Andy Jassy vor dem Verkauf von Produkten zur Potenzsteigerung und Gewichtsreduktion gewarnt, weil diese schädliche Inhaltsstoffe enthalten sollen. "Wir finden weiterhin potenziell gefährliche Produkte, die zum Kauf angeboten werden und fordern Geschäfte, Websites und Online-Marktplätze, einschließlich Amazon, auf, mehr für den Schutz der Verbraucher zu tun", so die Gesundheitsbehörde. Amazon hat daraufhin erklärt, dass die Produkte bereits aus dem Angebot entfernt worden seien und man mit der Behörde in Zukunft besser zusammenarbeiten wolle. Die FDA möchte, dass Amazon eine schriftliche Antwort über alle Schritte vorlegt, die das Unternehmen unternommen hat, um solche Verstöße zu beheben.

12:19 Uhr

Audi: Chip-Knappheit wirft Schatten

Die anhaltenden Engpässe bei wichtigen Halbleitern trüben trotz eines Auslieferungsrekords die Stimmung bei Audi. Für die kommenden Monate sei mit einer kritischen Versorgungslage bei den wichtigen Bauteilen zu rechnen, teilt die VW-Tochter mit. Schon im ersten Halbjahr habe Audi deswegen eine mittlere fünfstellige Zahl von Autos nicht bauen können, sagt Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. "Davon werden wir nur einen Teil aufholen können." Kurzarbeit sei auch im August und September möglich. "Die Situation ist volatil, so dass es immer wieder kurzfristig zu Produktionsausfällen kommen kann."

In den ersten sechs Monaten lieferte Audi mit knapp 982.000 Fahrzeugen so viele Autos an die Kunden aus wie nie zuvor. Fast jedes zweite Fahrzeug ging nach China. Der Umsatz schnellte um gut zwei Fünftel auf 29,2 Milliarden Euro nach oben, der Betriebsgewinn verbesserte sich auf 3,1 Milliarden Euro, die Umsatzrendite stieg auf 10,7 Prozent. Audi profitierte dabei auch von positiven Bewertungseffekten vor allem bei der Rohstoffsicherung. Im ersten Halbjahr seien die Preise für wichtige Rohstoffe wie Aluminium, Nickel oder Kupfer zum Teil auf Rekordniveau gestiegen, sagt Ritterberger.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 190,00

 

12:01 Uhr

Größte börsennotierte Bank der Eurozone mit Gewinnsprung

Die wirtschaftliche Erholung hat der größten börsennotierten Bank in der Eurozone, BNP Paribas, im zweiten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Der Überschuss kletterte um 27 Prozent auf 2,91 Milliarden Euro, wie BNP Paribas mitteilt. Zuwächse seien vor allem im Privatkundengeschäft erzielt worden. Im Investmentbanking und Firmenkundengeschäft seien die Einahmen dagegen zurückgegangen. Insgesamt stiegen die Erträge der Franzosen um ein Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Die Kosten gingen gleichzeitig zurück. Zudem profitierte BNP Paribas von einer deutlich geringeren Risikovorsorge für faule Kredite.

BNP Paribas
BNP Paribas 54,81

11:21 Uhr

Unicredit und Monte Paschi nach Gesprächen gefragt

Rückenwind für die staatseigene italienische Krisenbank Monte dei Paschi: Die Titel schnellen an der Börse in Mailand um bis zu elf Prozent nach oben, nachdem die zweitgrößte italienische Bank Unicredit Gespräche mit der Regierung über eine mögliche Übernahme aufgenommen hat. Unicredit-Titel ziehen in der Spitze um 6,3 Prozent an

Unicredit
Unicredit 11,43
Monte dei Paschi
Monte dei Paschi 1,10

 

10:59 Uhr

RWE hebt den Ausblick an: Aktien reagieren

RWE hat den Ausblick angehoben. Infolge tendiert die Aktie knapp ein Prozent im Plus. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro nach bisher 2,65 bis 3,05 Milliarden.

RWE
RWE 31,54

 

10:42 Uhr

Milliardär will Mobilfunkkonzern übernehmen

Der französische Telekom-Milliardär Xavier Niel will den von ihm gegründeten Mobilfunker Iliad übernehmen. Es würden 182 Euro je Aktie geboten, teilt Niel mit, der weiterhin die Kontrollmehrheit an Iliad hält. Das entspricht einem Aufschlag von 61 Prozent auf den Schlusspreis von Donnerstag. Nach der Übernahme plant Niel, Iliad von der Börse zu nehmen. Dort ist Iliad aktuell mehr als sechs Milliarden Euro wert.

ILIAD
ILIAD 181,90

10:27 Uhr

Fuchs Petrolub-Aktien unter Druck

Die Aktien von Fuchs Petrolub geben etwa zwei Prozent nach. Der Schmierstoffhersteller hat in den ersten sechs Monaten 2021 das Vorkrisenniveau übertroffen und seine Jahresziele angehoben.

10:02 Uhr

Deutsche Wirtschaft wächst wieder

Die deutsche Wirtschaft wächst nach dem Corona-Einbruch wieder kräftig. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von April bis Juni um 1,5 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt per Schnellschätzung mitteilt. Somit blieb eine Rezession aus, nachdem die Wirtschaft zu Jahresbeginn merklich geschrumpft war.

09:48 Uhr

FMC-Kurs sackt nach Zahlen ab

Die Titel von Fresenius Medical Care geben rund 6,5 Prozent nach und sind damit Schlusslicht im Dax. Die Dialysetochter des Gesundheitskonzerns Fresenius erwartet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr einen Gewinnrückgang von bis zu 25 Prozent. Fresenius-Aktien notieren vorbörslich 0,6 Prozent schwächer.

FMC
FMC 60,86

09:18 Uhr

Französische Wirtschaft wächst stärker als gedacht

Die französische Konjunktur ist mit der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft nach der akuten Corona-Krise im Frühjahr etwas besser in Schwung gekommen als gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt ()von April bis Juni um 0,9 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Insee mitteilt. Ökonomen hatten für das zweite Quartal lediglich 0,8 Prozent erwartet. Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaft stagniert. Der Aufschwung kam ab Mitte Mai mit dem Wegfall vieler Corona-Restriktionen in Gang. Da zahlreiche Läden, Geschäfte und Restaurants nach dem Ende des am 31. März verhängten Lockdowns wieder öffnen konnten, wurde der Konsum angekurbelt.

Dennoch dürfte die französische Wirtschaft im Frühjahr deutlich langsamer als die deutsche gewachsen sein. Von Reuters befragte Experten erwarten für die um 10.00 Uhr anstehende Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes für das deutsche BIP ein Plus von 2,0 Prozent.

09:08 Uhr

Amazon verhagelt Dax-Start

Nach zwei Tagen mit Kursgewinnen von insgesamt etwa 0,8 Prozent heißt es beim Dax wieder: Es geht abwärts. Zum Start in den Freitagshandel verliert der deutsche Börsenleitindex direkt einmal 0,8 Prozent auf 15.490 Punkte. Damit reißt er die charttechnisch wichtige 15.500er Marke.

"Die 15.500er Marke ist erst einmal dahin", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist auf vom Markt schwach aufgenommene Amazon-Zahlen: "Der Ausblick enttäuscht, da hatten Anleger wohl mehr erwartet - und es scheint nun, dass sie sich fragen: Ist der Zenit bei US-Technologiewerten überschritten?" Die Abgaben an den asiatischen Börsen seien zum Teil auch auf die Zahlen zurückzuführen, so Marggraf weiter. "Hierzulande haben Fresenius, FMC und MTU überzeigende Ergebnisse präsentiert, aber die Anleger halten sich dennoch zurück."

08:54 Uhr

Hermes-Chef: Wachstumssprung ist "außergewöhnlich"

Der für seine Luxustaschen und -textilien bekannte französischen Modekonzern hat im ersten Halbjahr einen Wachstumssprung verbucht und das Vorkrisenniveau deutlich übertroffen. Der Umsatz schnellte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 127 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro und lag damit um 33 Prozent über dem ersten Halbjahr 2019.

Hermes International
Hermes International 1.201,00

Allein in Asien (ohne Japan) schnellten die Verkäufe um 87 Prozent in die Höhe, in Amerika sogar um 115 Prozent. Die operative Umsatzrendite erreichte 41 Prozent. Firmenchef Axel Dumas nannte das Ergebnis außergewöhnlich und erklärte, Hermes habe anders als seine Wettbewerber die Corona-Pandemie genutzt, Geschäfte zu renovieren und neue zu eröffnen.

08:42 Uhr

Renault schreibt nach Milliardenverlust wieder schwarze Zahlen

Der französische Autobauer Renault hat im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie das Unternehmen mitteilte, betrug der auf den Konzern entfallene Nettogewinn 354 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Renault einen Verlust von 7,29 Milliarden Euro eingefahren. Dennoch blieb das Resultat hinter den 970 Millionen Euro Gewinn im ersten Halbjahr 2019, also vor der Corona-Krise, zurück.

Renault
Renault 31,36

Der Konzern sieht die Ergebnisse als Folge seines Sparplans. Der seit Mitte vergangenen Jahres amtierende Chef Luca de Meo setzt weniger auf Masse und will stattdessen eine höhere Rendite erzielen. Bis 2025 sollen 3 Milliarden Euro eingespart werden. Um aus der Krise zu kommen, hatte der Konzern im vergangenen Jahr den Abbau von 15.000 Stellen angekündigt. Zudem konnte das Unternehmen einen staatlich garantierten Kredit in Milliardenhöhe in Anspruch nehmen.

08:33 Uhr

Halbleitermangel: Porsche baut jetzt Dummy-Chips ein

Bleiben wir doch gleich mal bei Porsche. Erfinderisch muss man sein! Der Stuttgarter Autobauer hat eine - zugegebenermaßen vorübergehende - Lösung für den Halbleitermangel gefunden. Er behilft sich mit Dummy-Chips! "Wir steuern täglich mit hohem Aufwand und Kreativität unsere Produktionsprogramme und können darüber etwas abfedern - zum Beispiel produzieren wir Fahrzeuge mit sogenannten Dummy-Chips", sagte Porsche-Chef Oliver Blume der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Sobald die realen Chips verfügbar sind, rüsten wir diese Fahrzeuge nach."

Porsche SE
Porsche SE 84,26

Es gehe um eine niedrige fünfstellige Anzahl an Fahrzeugen. Porsche mache so "buchstäblich aus der Not eine Tugend", führte Blume aus. "Wir achten immer darauf, dass unsere Kunden nicht zu lange warten müssen." Porsche habe innerhalb des Volkswagen-Konzerns wegen seiner ergebnisstarken Modelle "eine gewisse Priorität", sagte Blume den Zeitungen. Im zweiten Halbjahr wolle das Unternehmen an den Wochenenden aufholen. "Aber auch das hängt von der Halbleiter-Verfügbarkeit ab."

08:20 Uhr

VW für 2021 vorsichtig – Porsche-IPO eher unwahrscheinlich 

Wegen des akuten Chipmangels bleibt Volkswagen trotz des glänzenden Halbjahresergebnisses für den Rest von 2021 vorsichtig. "Die Aussicht auf die weitere Entwicklung des Jahres bleibt wegen der Halbleiter-Situation eingeschränkt", sagte Finanzvorstand Arno Antlitz dem "Handelsblatt".

Zu einem möglichen Börsengang von Porsche äußerte sich Antlitz vorsichtig. Er ließ aber durchblicken, dass ein solcher Schritt im Moment eher unwahrscheinlich ist. "Wir wollen die Transformation aus eigener Kraft finanzieren, dabei spielt Porsche eine wichtige Rolle", sagt der VW-Finanzvorstand.

07:57 Uhr

Hier machen Anleger vor Börsenstart Kasse

Die Titel von Fresenius Medical Care geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 1,6 Prozent nach und sind damit Schlusslicht im Dax. Die Dialysetochter des Gesundheitskonzerns Fresenius erwartet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr einen Gewinnrückgang von bis zu 25 Prozent. Die Aktien von Fresenius notieren vorbörslich 0,6 Prozent schwächer.

FMC
FMC 60,86

07:52 Uhr

Rückkehr der Reiselust beschert Air France Umsatz satt

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM hat im zweiten Quartal von anziehenden Buchungen profitiert. Der Betriebsverlust (Ebitda) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als eine halbe Milliarde auf 248 Millionen Euro.

Air France-KLM
Air France-KLM 4,77

Der Umsatz legte um 64 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro zu. Angesichts der wiederkehrenden Reiselust durch weniger Reisebeschränkungen rechnet die Airline im laufenden Quartal sogar mit einem positiven Betriebsgewinn. Im Vergleich mit 2019 erwartet die Fluggesellschaft eine Auslastung zwischen 60 und 70 Prozent von Juli bis September. "Wir schließen die Lücke, aber es dauert. Die Corona-Krise und die verändernden Bedingungen behindern uns immer noch", sagte Finanzchef Steven Zaat.

07:47 Uhr

Airbus bläst bei Fracht zum Angriff auf Boeing

Airbus plant eine Offensive im Geschäft mit Frachtflugzeugen und will dem US-Rivalen Boeing stärker Konkurrenz machen. "Es ist ein sehr profitabler Markt, in dem Boeing bislang ziemlich allein auf weiter Flur war", sagte Finanzvorstand Dominik Asam dem "Handelsblatt".

Ab Mitte des Jahrzehnts werde es bei den Frachtflotten eine Welle der Erneuerung geben, auch getrieben durch die Notwendigkeit, weniger Treibhausgase zu emittieren. "Wir sehen hier die Möglichkeit, mit einem modernen Großraumfrachter auf Basis unserer effizienten A350-Familie deutlich schneller am Markt zu sein als unser Wettbewerber", sagte Asam.

07:38 Uhr

UniCredit fährt Milliardengewinn ein

Passend zum wohl solide ausgefallenenen Banken-Stresstest meldet die italienische Hypovereinsbank-Mutter UniCredit, dass sie im vergangenen Quartal mehr verdient als erwartet. Unterm Strich stand ein Gewinn von 1,03 Milliarden Euro nach einem Plus von 420 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Unicredit
Unicredit 11,43

Zugute kam dem zweitgrößten italienischen Geldhaus, dass die Risikovorsorge für faule Kredite deutlich unter dem Vorjahresniveau lag. Damals hatte die Corona-Pandemie gerade richtig Fahrt aufgenommen und die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung war groß. Mittlerweile zeigt sich, dass weniger Kredite ausgefallen sind als befürchtet. Auch viele andere Banken reduzierten deshalb ihre Risikovorsorge deutlich. Der Gewinn der deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) ging im Berichtszeitraum derweil um 39 Prozent auf 53 Millionen Euro zurück. Im Heimatmarkt Italien verdiente UniCredit mit 357 Millionen Euro mehr als drei Mal so viel wie im Vorjahr.

07:33 Uhr

EZB-Vize - "Europas Banken sind robust"

Kurz vor der Veröffentlichung des Banken-Stresstests durch die Europäische Bankenaufsicht EBA hat EZB-Vizepräsident Luis de Guindos einen ersten positiven Ausblick auf die Ergebnisse gegeben. "Europas Banken sind robust, sie sind widerstandsfähig", sagte er dem "Handelsblatt". Das ungünstigste Szenario sei diesmal noch anspruchsvoller gewesen als beim letzten Test 2018. Zudem hätten die Banken gerade das schwierige Jahr 2020 verkraftet. "Trotz dieser anspruchsvollen Ausgangslage erwarte ich, dass die Banken sich im Test im Großen und Ganzen gut geschlagen haben", sagte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. Die EBA veröffentlicht am Abend die Ergebnisse ihres Banken-Stresstests. Wegen der Corona-Krise hatten die Aufseher den Belastungstest um rund ein Jahr verschoben.

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07:27 Uhr

Raumflug von Boeing nach ISS-Vorfall verschoben

Die Weltraumagentur Nasa und Boeing haben den Start der Starliner-Kapsel des Konzerns verschoben, nachdem ein Vorfall mit einer russischen Kapsel die Internationale Raumstation (ISS) leicht aus ihrer Position gebracht hatte. Der seit Monaten vorbereitete Start der Starliner war für den heutigen Freitag angesetzt "Wir wollen sichergehen, dass sich die Raumstation in einer stabilen Konfiguration befindet und bereit ist für die Starliner", sagte Steve Stich von der Nasa. Die Boeing-Kapsel könnte nun am 3. August starten.

Die unbemannte russische Kapsel Nauka hatte, während sie an die ISS angedockt war, Schub gegeben und dafür gesorgt, dass die Raumstation leicht aus der erwarteten Position geriet. Gefahr für die Besatzung der ISS habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Boeing
Boeing 188,52

07:20 Uhr

Verdauungspause: Auf den Dax prasseln jede Menge Zahlen

Und was erwarten Banken und Brokerhäuser heute vom Dax? Zum Abschluss des Börsenmonats wird er ihren Berechnungen nach wohl im Tiefflug starten. Am Donnerstag hatte er 0,5 Prozent im Plus bei 15.640,47 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 15.248,56

Ihr Augenmerk richten Börsianer unter anderem auf die europäischen Inflationsdaten, nachdem die Teuerungsrate in Deutschland im Juli mit 3,8 Prozent den höchsten Wert seit 1993 erreicht hatte. Auf europäischer Ebene rechnen Experten mit einem Preisanstieg von zwei Prozent, nach 1,9 Prozent im Vormonat.

Vor dem Hintergrund des jüngsten erneuten Bekenntnisses der US-Notenbank Fed zu einer ultra-lockeren Geldpolitik werden Investoren auch die US-Konsumausgaben am Nachmittag (MESZ) genau unter die Lupe nehmen. Analysten sagen für Juni ein Plus von 0,7 Prozent voraus. Die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Daher versprechen sich Experten von diesen Zahlen Rückschlüsse auf den Zeitpunkt für eine Drosselung der Fed-Wertpapierkäufe.

Welche Unternehmen die Bücher öffnen, lesen Sie im Eintrag um 06:16 Uhr.

07:13 Uhr

Fresenius erhöht nach kräftigem Gewinnplus Jahresziele

Und prompt startet der Zahlenregen hierzulande: Bei Fresenius wächst nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal die Zuversicht. 2021 rechnet der Gesundheitskonzern nun mit einem Anstieg des währungsbereinigten Konzerngewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang hatte der Dax-Konzern mit einem Gewinn mindestens auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Die Umsatzprognose bestätigte Fresenius und erwartet weiter einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz um vier Prozent auf 9,25 Milliarden Euro zu, währungsbereinigt stand ein Plus von acht Prozent zu Buche. Der Konzerngewinn stieg um 16 Prozent auf 474 Millionen Euro. Die Dialysetochter Fresenius Medical Care, die wie Fresenius im deutschen Leitindex Dax gelistet ist, hielt an ihren Zielen fest. Sie erwartet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr einen Gewinnrückgang von bis zu 25 Prozent.

07:05 Uhr

Tokio: Konica und Fanuc gehen nach schwachen Zahlen baden

Werfen wir zum Auftakt einen Blick an die Asien-Börsen: Zum Wochenausklang stehen die Ampeln dort auf rot. Für Kaufzurückhaltung sorge das am Vortag berichtete und deutlich unter der Erwartung gebliebene Wirtschaftswachstum in den USA, berichten Händler.

In Tokio kommt als Belastungsfaktor hinzu, dass in Japan Berichten zufolge über eine Ausweitung der Lockdown-Maßnahmen wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie auf weitere Teile des Landes nachgedacht wird. Bislang gelten diese nur für Tokio und Okinawa. An den chinesischen Börsen dürfte auch eine technische Gegenreaktion nach den sehr starken Gewinnen der beiden Vortage eine Rolle spielen.

Der Tokioter Nikkei-Index verliert 1,6 Prozent auf 27.230 Punkte. Er wird zusätzlich belastet von der breiten Dollarschwäche, der damit auf das enttäuschend ausgefallene US-BIP reagiert.

In Tokio haben unter anderem Kyocera (-2,3%), Konica (-4,3%), Fanuc (-5,9%), Fujitsu (-9,2%), Daiichi Sankyo (-2,7%), Mitsui O S K Lines (+8,7%), Astellas Pharma (-6,0%), Daiwa Securities(+0,2%) und Panasonic (-2,7%) berichtet. Denso(+2,9%) hat den Ausblick angehoben und einen Aktienrückkauf angekündigt.

In Seoul (-1,1%) ist von nachlassender Begeisterung über die Quartalsergebnisse die Rede, nachdem die meisten großen Unternehmen mittlerweile berichtet haben.

Unter den Einzelwerten geben in Hongkong (HSI -2,1%) wie an den Tagen zuvor die volatilen Technologieschwergewichte den Takt vor, diesmal wieder nach unten. Meituan, Alibaba und Tencent verlieren zwischen rund 3 und 8 Prozent.

Und das sind die Vorgaben aus den USA:

06:16 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Nach zwei Gewinntagen in Folge rückt beim Dax wieder das Allzeithoch bei 15.811 Punkten in den Blick der Anleger. Am Donnerstag war der deutsche Börsenleitindex mit 15.640 Zählern aus dem Handel gegangen, während an der Wall Street der Dow Jones ein neues Rekordhoch bereits markiert hat. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass die Berichtssaison in den USA und auch hierzulande gut laufe. Allerdings drängt sich das Thema Inflation wieder mehr in den Vordergrund und könnte die Stimmung trüben.

Zum Wochenschluss stehen etwa Verbraucherpreis-Daten aus mehreren europäischen Ländern auf der Agenda und auch von der EU. Daneben gibt es Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung etwa Frankreichs oder Deutschlands. Aus den USA folgen am Nachmittag noch der Arbeitskostenindex, der Index der Einkaufsmanager Chicago, persönliche Einnahmen und Ausgaben sowie der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan.

Hoch her geht es noch einmal an der Zahlenfront der Unternehmen, die Berichtssaison läuft heiß: Aus dem Dax öffnen etwa Linde, Fresenius und FMC ihre Bücher. Bei den Nebenwerten liefern Fraport, Fuchs Petrolub sowie Siemens Healthineers Ergebnisausweise. Daneben stehen aber auch internationale Großkonzerne wie Glencore, Chevron, Exxonmobil, Procter & Gamble, Renault, BNP Paribas, Air France-KLM Unicredit oder Swiss Re auf der Agenda. Anleger dürften dabei auch Vergleiche zu den entsprechenden deutschen Konkurrenten ziehen - Kursauschläge inklusive.

Linde plc
Linde plc 256,00

Fresenius
Fresenius 41,11
FMC
FMC 60,86

 

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