Freitag, 26. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:45 Uhr

Starker Februar, schwacher Abgang: Dax taumelt ins Wochenende

Mit einer Handelsspanne von mehr als 200 Punkten hat sich der Dax am letzten Handelstag im Februar präsentiert. Während der Leitindex sich nach dem schwachen Auftakt im weiteren Handelsverlauf zeitweilig erholen konnte, ging es im späten Handel mit den Notierungen wieder abwärts. Das Tagestief markiert der Dax bei 13.673 Punkten, das Tageshoch bei 13.881 Zählern. Ins Wochenende verabschiedet er sich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent und 13.786 Punkten. Insgesamt kann der Dax im Februar aber knapp drei Prozent zulegen und damit den Durchschnitt, der bei 0,3 Prozent liegt, deutlich übertreffen. Marktexperten zufolge ist es der beste Februar für den Dax seit 2015.

Dax
Dax 15.320,52

"Der Dax konnte sich von der kalten Dusche am Morgen wieder etwas erholen", kommentierte ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Sorgen der Anleger vor Preissteigerungen und Inflation bestimmten den Handel - und waren am Ende zu groß. Die sich hierzulande hinziehende Impf-Erholung sowie das nach wie vor offene Lockdown-Ende belasteten obendrein", erläutert sie. Ein optimistischer Ausblick von VW habe für einen Lichtblick gesorgt.

 

Volkswagen-Aktien gehören im Dax zu den Topgewinnern mit einem Aufschlag von rund 1,5 Prozent. Ähnlich stark präsentiert sich nur noch RWE. Die T-Aktien stemmen sich gegen das negative Marktumfeld, nachdem der Konzern erstmals die 100-Milliarden-Umsatzschwelle im vergangenen Jahr geknackt hat, und schließen nahezu unverändert. Größter Verlierer im Dax sind Deutsche Bank und Covestro mit jeweils rund minus 2,5 Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05
Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 16,10

 

17:08 Uhr

Gamestop-Saga geht mit Kurs-Rally weiter

Die Aktien des Videospiele-Händlers Gamestop springen um rund 15 Prozent an. Vorbörslich war das Plus sogar noch größer. Auf Wochensicht winkt aber noch immer eine Kurs-Verdreifachung. Anders als im Januar, als Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf einen Kursverfall der Papiere zwangen, haben Marktteilnehmer aktuell keine Erklärung für den Kurssprung.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 128,50

 

16:46 Uhr

Trotz Mega-Verlust: Airbnb-Kurs steigt deutlich

Nicht so schlecht wie befürchtet: So lautet der Tenor am Markt zu den Viertquartalszahlen von Airbnb. Auch wenn der Vermittler privater Unterkünfte aufgrund der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen rutschte, klettert der Aktienkurs an der Nasdaq rund drei Prozent.

16:24 Uhr

US-Tech-Aktien erholen sich

US-Anleger greifen einen Tag nach dem großen Ausverkauf bei Technologieaktien wieder zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert im frühen Handel 1,3 Prozent auf 13.298 Punkte. Die Stimmung am Gesamtmarkt blieb indes angeschlagen. Der breiter gefasste S&P-500 fällt 0,1 Prozent auf 3829 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,3 Prozent auf 31.310 Punkte.

Dow Jones
Dow Jones 33.815,90

Eine Beruhigung am Anleihemarkt nach dem raschen Anstieg der Renditen stimmte die Investoren wieder etwas risikofreudiger. Die Renditen der zehnjährigen Titel aus den USA fielen auf 1,462 Prozent, nachdem sie am Donnerstag auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr geklettert waren. Anziehende Bond-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Aktien der darauf besonders reagierenden Tech-Konzerne wie Apple, Amazon, Microsoft und der Google-Mutter Alphabet legen zu.

Unter den Einzelwerten sinken Salesforce rund vier Prozent. Der Softwareanbieter meldet einen Rekordumsatz im vierten Quartal und hebt den Ausblick an. Börsianer begründen die Abschläge mit dem negativen Umfeld für Technologiewerte. Dell hat mit Umsatz und Ergebnis im Schlussquartal die Markterwartungen übertroffen. Das Papier steigt zeitweise drei Prozent.

salesforce.com
salesforce.com 193,62

 

15:58 Uhr

BASF peilt Wintershall-Dea-Börsengang ab Herbst an

BASF peilt einen Börsengang seiner Beteiligung Wintershall Dea ab Herbst an. "Wenn Sie an die Vorlaufzeit für einen Börsengang denken, sprechen wir hier von der zweiten Jahreshälfte", sagt Finanzchef Hans-Ulrich Engel in einer Analystenkonferenz. Die zweite Jahreshälfte bedeutet ab September, ergänzte er. BASF hatte zuvor erklärt, von einer Erstplatzierung von Wintershall Dea im Jahr 2021 auszugehen.

Der Öl- und Gaskonzern entstand 2019 aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea zu Europas größtem Gas- und Ölproduzenten. Die Investorengruppe Letterone, die ehemalige Dea-Eignerin, hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 33 Prozent. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF ist mit 67 Prozent beteiligt. Der eigentlich für 2020 geplante Börsengang wurde wegen der Corona-Krise abgeblasen. Wintershall-Dea-Chef Mario Mehren hatte vor wenigen Tagen gesagt, über den genauen Zeitpunkt des IPO in diesem Jahr müssten die beiden Anteilseigner entscheiden.

15:23 Uhr

Rekordverlust bei British Airways-Mutter: Aktienkurs steigt deutlich

Ein Rekordverlust von 7,4 Milliarden Euro bringt die Aktien der British Airways-Mutter IAG nicht von ihrem Erholungskurs ab. Sie steigen in London um fünf Prozent. "Die Zahlen sind zwar unzweifelhaft schlecht, aber nicht überraschend", sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob das ertragsstarke Langstrecken-Geschäft bald wieder das Niveau vor Ausbruch der Pandemie erreiche. Im Windschatten von IAG gewannen die Papiere der Rivalen Lufthansa und Air France jeweils bis zu drei Prozent.

IAG
IAG 2,26

15:04 Uhr

Airbus legt Emissionsdaten vor

Die Flugzeuge des europäischen Herstellers Airbus stoßen etwas weniger CO2 aus als im Vorjahr. 2020 kamen die Maschinen auf einen CO2-Ausstoß von 63,5 Gramm pro Passagier-Kilometer, nach 66,6 Gramm im Jahr 2019, wie der Flugzeugbauer mitteilt. Für die 566 Flugzeuge, die Airbus im Corona-Jahr ausgeliefert hatte, wurden die gesamten Emissionen während der Lebenszeit von 22 Jahren auf 440 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt. Der Treibstoff allein dürfte rund 80 Millionen Tonnen ausmachen. Das ist deutlich weniger als im Jahr 2019, als Airbus mit 863 Flugzeugen so viele wie nie zuvor an die Kunden übergeben hatte, die zusammen auf 740 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß kommen.

 Airbus ist nach eigenen Angaben der erste Flugzeugbauer, der die Emissionsdaten zu seinen Jets veröffentlicht. Das Unternehmen will bis 2035 ein Flugzeug auf den Markt bringen, das Wasserstoff verbrennt und damit von fossilen Brennstoffen unabhängig ist.

Airbus
Airbus 99,02

14:47 Uhr

Volkswagen für 2021 optimistisch: Dividende bleibt stabil

Volkswagen blickt nach einem geringer als befürchteten Gewinneinbruch 2020 optimistisch ins laufende Jahr. Die Auslieferungen sollen "deutlich" und der Umsatz "signifikant" über dem Vorjahreswert liegen, wie der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilt. Die operative Rendite werde voraussichtlich zwischen 5,0 und 6,5 Prozent liegen, angestrebt werde das obere Ende des Korridors. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Betriebsgewinn vor Sondereffekten um 45 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 8,8 (Vorjahr 14,0) Milliarden Euro. Daraus sollen die Aktionäre eine zum Vorjahr stabile Dividende von 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Die Papiere notieren leicht im Minus um 170 Euro.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

14:29 Uhr

Aixtron-Anleger machen Kasse

Anleger nutzen die jüngste Rally bei Aixtron für Gewinnmitnahmen. Die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers fallen gut sechs Prozent, nachdem sie am Donnerstag als Reaktion auf starke Geschäftszahlen fast 14 Prozent zugelegt hatten.

Aixtron
Aixtron 18,56

14:12 Uhr

BVB rechnet noch mit jahrelangen Folgen durch die Corona-Krise

Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund sieht keine schnelle Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. "Ich rechne damit, dass es mindestens fünf Jahre braucht, um hinsichtlich der Verbindlichkeiten den Status quo vor der Corona-Krise zu erreichen", sagt Hans-Joachim Watzke dem "Handelsblatt. Das laufende Geschäftsjahr werde der Verein voraussichtlich mit einem deutlichen Verlust abschließen. Hauptgrund sind die Umsatzeinbußen aufgrund der vielen Heimspiele ohne Publikum. Der Aktienkurs fällt rund ein Prozent.


13:40 Uhr

Toyota baut neues Brennstoffzellenmodul

Der japanische Autokonzern und VW-Konkurrent Toyota hat ein neues Brennstoffzellenmodul entwickelt. Das System werde in einem verpackten Modul erhältlich sein, das als feststehender Generator genutzt werden könne oder in Lkw, Busse, Züge oder Schiffe eingebaut werden könne, teilt Toyota mit. Geplant sei, die Module an andere Firmen zu verkaufen, die diese dann in ihre Fahrzeuge einbauen könnten. Das System soll frühestens ab diesem Frühjahr erhältlich sein.

Toyota
Toyota 64,61

13:23 Uhr

E-Autos von Huawei? Insider berichtet über Pläne

Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei plant Insidern zufolge unter seiner Marke Elektroautos zu verkaufen. Dafür spreche Huawei mit dem staatlichen Autobauer Changan Automobile und der zu BAIC gehörenden BluePark New Energy Technology, sagten die Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Huawei wolle die Autos in deren Fabriken bauen. Erste Modelle könnte bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen. Ein Huawei-Sprecher dementierte die Informationen.

12:58 Uhr

Dax bricht stufenweise nach unten durch

Mit Sorge blicken Händler auf den Dax: Er baut sein Minus wieder auf 0,7 Prozent aus, nachdem er am Vormittag fast den Sprung ins Plus geschafft hatte. "Das sieht derzeit alles so aus, als würden wir gebrochene Unterstützungen nur von unten einmal anlaufen und dann wieder stufenweise abrutschen", kommentiert ein Händler. Denn soeben sei der Markt an der 13.900 von unten gescheitert, die Marke habe aus den Tiefkursen der vergangenen zwei Tagen bestanden. Am Donnerstag und Mittwoch sei auf dieselbe Weise die Marke von 14.000 Zählern negativ getestet worden. Sollte der Dax nicht schnellstens nach oben abdrehen, dürfte als nächstes die 13.700er-Marke brechen.

12:42 Uhr

Animiert Wall Street-Talfahrt Anleger zum Einstieg?

Nach der Talfahrt des Vortages deutet sich eine Stabilisierung der Wall Street an. Der Aktienterminmarkt lässt einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt vermuten. Die Rentenrenditen, die am Vortag den Ausverkauf am Aktienmarkt ausgelöst hatten, kommen ganz leicht zurück - verharren aber auf hohem Niveau in der Nähe der Marke von 1,50 Prozent für zehnjährige US-Staatsanleihen. Dem marktbreiten S&P-500 steht mit einem aktuellen Wochenverlust von 2 Prozent die schwärzeste Woche seit einem Monat bevor.

Die Furcht vor steigender Inflation hatte die Anleiherenditen nach oben getrieben auf das höchste Schlussniveau seit einem Jahr. Damit lieferten Anleihen eine Alternative zu risikoreicheren Aktien. Insbesondere Technologiewerte seien damit möglicherweise zu hoch bewertet. Denn der in der Regel hohe Fremdkapitalanteil im Sektor könnte bei steigenden Marktzinsen zum Problem werden, heißt es. "Das fundamentale Konjunkturbild ist robust. Es könnte sogar robuster sein als vor Beginn der Impfkampagne. Sollten sich die Renditen stabilisieren, könnten sich Risikovermögenswerte gut entwickeln", sagt Investmentstrategin Wei Li von Blackrock. Die jüngste Talfahrt könne Anleger daher zum Kauf animieren.

12:28 Uhr

Dax winkt größtes Februar-Plus seit Jahren

Am Mittag hat der Dax einen Teil seiner deutlichen Verluste vom Start abgebaut. Er notiert noch 0,4 Prozent im Minus bei 13.828 Zählern. Damit hat die Aktienrally zuletzt zwar an Schwung verloren, mit einem Plus von insgesamt gut drei Prozent seit Monatsbeginn steuert der Dax dennoch auf sein bestes Ergebnis in einem Februar seit 2015 zu. Gleiches gilt für den EuroStoxx50, der 5,5 Prozent gewinnt.

Dax
Dax 15.320,52

11:43 Uhr

Soja-Anleger nehmen nach Mehrjahreshoch Gewinne mit

Soja-Anleger nutzen die jüngste Rally bei dem Nahrungs- und Futtermittel für Gewinnmitnahmen. Der US-Kontrakt verbilligt sich um gut ein Prozent auf 13,90 Dollar je Barrel, nachdem er am Donnerstag mit 14,43 Dollar so hoch notiert hatte wie zuletzt vor mehr als sechseinhalb Jahren. "In den USA sind die Bestände niedrig und bedingt durch starke Regenfälle geht die eigentlich rekordhoch erwartete brasilianische Ernte 2020/21 nur stark verzögert voran", sagt Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl.

 

11:25 Uhr

Fallende Rohstoffpreise: Bergbau- und Ölkonzern-Kurse fallen

Der Preisverfall bei Rohöl und Industriemetallen macht Bergbaubetreibern und Ölkonzernen zu schaffen. Die Aktien von Anglo American, Antofagasta, BHP Billiton, Fresnillo, Glencore und Rio Tinto sowie von BP, Shell und Total fallen um bis zu drei Prozent.

Rio Tinto
Rio Tinto 70,80
Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 15,70

 

10:42 Uhr

Abgabedruck bei "Stay-at-Home"-Aktien: Wann kommt die Trendwende?

Die Verkaufswelle der ehemaligen Börsenlieblinge der "Stay-at-Home"- und Online-Aktien hält an. Delivery Hero fallen rund zwei Prozent auf ein neues Zweiwochentief, bei Shop Apotheke und Hellofresh geht es ein beziehungsweise 3,5 Prozent tiefer. "Da scheint noch eine Menge Material bei den Fonds zu liegen", kommentiert ein Händler. Eine Trendwende und auf welchem Niveau wieder mit stabilisierenden Zukäufen zu rechnen sei, sei noch nicht erkennbar..

Shop Apotheke
Shop Apotheke 182,90
Hellofresh
Hellofresh 71,00

 

10:18 Uhr

Commerzbank will Negativzins stärker weitergeben

Die Commerzbank will die Negativzinsen der EZB künftig in noch größerem Umfang an Firmenkunden weitergeben. "Wir werden unsere Regeln noch mal verschärfen müssen und Freibeträge in einigen Fällen senken", sagt der seit Januar amtierende Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer dem "Handelsblatt". "Im vergangenen Jahr haben wir von unseren Kunden Guthabengebühren in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro erhoben. 2021 wird dieser Betrag voraussichtlich noch mal leicht steigen."

Mit Negativzinsen kompensieren Banken, dass sie derzeit selber 0,5 Prozent Zinsen zahlen müssen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Etliche Institute geben die Kosten dafür seit geraumer Zeit an Firmenkunden und zunehmend auch an vermögende Privatkunden weiter. Der neue Commerzbank-Chef Manfred Knof, der den Frankfurter MDax-Konzern seit Januar führt, hatte bei der Bilanzvorlage Mitte Februar bereits angedeutet, dass mehr Kunden mit Strafzinsen rechnen müssen.

"Wenn wir keinen Weg finden, eine Geschäftsbeziehung profitabel zu gestalten, werden wir uns von Kunden trennen", betont Kotzbauer. "Ich bin aber zuversichtlich, dass das nur sehr selektiv der Fall sein wird." Die Bank habe Geschäftsbeziehungen mit rund 26.000 Firmenverbünden. "Vermutlich werden wir uns perspektivisch von einigen Hundert Kunden trennen. Das betrifft vor allem internationale Unternehmen ohne Geschäftsbezug zu Deutschland. In Deutschland rechne ich daher mit einer eher kleinen Zahl." Insgesamt gehe er von einer stabilen Kundenzahl in den kommenden Jahren aus.

 

Die Commerzbank hat einen harten Sparkurs eingeschlagen. Unter dem Strich werden 7500 Vollzeitstellen gestrichen, das Filialnetz in Deutschland wird auf 450 Standorte fast halbiert. Im Ausland gibt die Bank 15 Standorte auf. Welche das genau sein werden, ließ auch Kotzbauer offen. "Unter dem Strich werden wir in rund 40 Ländern präsent bleiben", sagte der Firmenkundenvorstand.

Commerzbank
Commerzbank 4,84

 

09:59 Uhr

BASF setzt sich hohes Gewinnziel

Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr will BASF 2021 wieder deutlich zulegen. Der Umsatz soll auf 61 bis 64 Milliarden Euro steigen und der bereinigte operative Gewinn (Ebit) auf 4,1 Milliarden bis 5,0 Milliarden, wie der Chemiekonzern mitteilt. Die Weltwirtschaft dürfte sich von dem starken Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie erholen. Die Unsicherheit bleibe aber "außergewöhnlich hoch".

BASF hatte bereits Ende Januar vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht, da der Konzern im vierten Quartal deutlich besser abschnitt als von Analysten erwartet. Der Umsatz lag 2020 mit 59,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau, das bereinigte operative Ergebnis sank um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 3,30 Euro je Aktie erhalten.

Am Aktienmarkt geht es für BASF-Titel mehr als zwei Prozent abwärts. Der Kurs fällt damit stärker als der Gesamtmarkt.

BASF
BASF 70,19

09:27 Uhr

Bitcoin verfällt erneut in Korrekturmodus

Bitcoin nimmt seine Talfahrt wieder auf. Die wichtigste Cyber-Devise fällt um gut fünf Prozent auf 45.515 Dollar und notiert damit mehr als 20 Prozent unter ihrem Rekordhoch vom Wochenbeginn. "Die Sorge um steigende Rentenrenditen an den Aktienmärkten scheint nun auch Bitcoin und Co erfasst zu haben", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Serie der Gewinnmitnahmen scheint noch nicht abgeschlossen."

Bitcoin
Bitcoin 52.155,44

09:06 Uhr

Dax sackt zum Start 185 Punkte ab

Nachdem der Dax im frühen Donnerstagshandel noch einmal bis auf 14.051 Punkte geklettert ist, am Ende sich aber mit 13.879 Zählern in den Feierabend verabschiedet hat, notiert er zum Freitagsstart nur noch bei 13.694 Zählern. Das Minus beträgt stolze 185 Punkte oder 1,3 Prozent.

"Tiefrote Vorgaben von Seiten der Wall Street und auch aus Asien drücken auf die Stimmung am Markt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist als Grund auf steigende Renditen am US-Anleihenmarkt - "vor allem bei den zehnjährigen Treasuries." Damit einher gingen Inflationssorgen, so Marggraf weiter.

08:52 Uhr

Nach Einjahreshoch: Ölpreise geben nach

Die Ölpreise geben zunächst nach dem Erreichen eines Einjahreshochs am Donnerstag nun leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet im frühen Handel 65,47 Dollar. Das sind 58 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fällt 43 Cent auf 62,97 Dollar.

Belastet werden die Erdölpreise durch die allgemein schlechtere Stimmung an den Finanzmärkten. Auslöser ist ein scharfer Anstieg der Kapitalmarktzinsen in den USA. Als Grund gilt das von der dortigen Regierung anvisierte Konjunkturprogramm in Billionenhöhe, das die Wachstums- und Inflationserwartungen nach oben treibt. Steigende Zinsen stellen häufig eine Belastung für riskantere Anlageklassen dar, zu denen Rohöl gehört.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25
Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,62

 

08:40 Uhr

Ausverkauf an Asien-Börsen: Nikkei rauscht vier Prozent abwärts

Aus Angst vor einer anziehenden Inflation flüchten Anleger aus asiatischen Aktienmärkten. Der japanische Nikkei-Index fiel um vier Prozent auf 28.966 Punkte. Das ist der größte Tagesverlust seit einem knappen Jahr. Die Börse Shanghai rutschte um zwei Prozent auf 3512 Zähler ab. Wegen eines möglichen Anstiegs der Teuerung flogen auch ertragsschwache Staatsanleihen aus den Depots. Dies hatte die Rendite der weltweit richtungweisenden zehnjährigen US-Bonds am Donnerstag auf ein 13-Monatshoch von 1,614 Prozent getrieben. Ihre japanischen Pendants rentierten mit 0,181 Prozent sogar so hoch wie zuletzt vor fünf Jahren.

Ein Großteil der Verluste bei Aktien seien allerdings Gewinnmitnahmen, sagte Soichiro Monji, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Nishimura. "Der Markt war zu stark gestiegen." Der Nikkei hatte vergangene Woche ein 30-Jahreshoch erreicht und die US-Börsen waren zuletzt vor Rekord zu Rekord geeilt. Vor diesem Hintergrund gerieten vor allem Technologiewerte unter Verkaufsdruck, nachdem an der Wall Street der Nasdaq um 3,5 Prozent abgerutscht war. So fielen die Aktien der Chipindustrie-Zulieferer Sumco und Lasertec um jeweils mehr als fünf Prozent. Aus den Depots flogen auch Immobilienfirmen, die unter steigenden Finanzierungskosten besonders leiden. Der japanische Index für diese Branche fiel um vier Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

 

08:29 Uhr

Deutsche Telekom knackt erstmals Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 16,10

Dank des Rückenwinds aus dem Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Konkurrenten Sprint hat die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr erstmals mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Die Erlöse kletterten um 25,4 Prozent auf 101 Milliarden Euro, wie Europas größter Telekomkonzern mitteilte. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) ohne Leasingaufwendungen stieg um 41,6 Prozent auf 35,0 Milliarden Euro und traf damit die im November von dem Bonner Dax-Konzern erneut angehobene Prognose genau.

Organisch - also ohne den Sprint-Zukauf - betrug das Plus beim Betriebsergebnis 7,9 Prozent. Für das laufende Jahr peilt die Telekom nun ein Betriebsergebnis ohne Leasingaufwendungen von rund 37 Milliarden Euro an, was einem Plus von etwa 5,7 Prozent zu 2020 entsprechen würde. Damit übertraf die Deutsche Telekom die Prognosen von Analysten leicht. Diese hatten in einer vom Unternehmen selbst in Auftrag gegebenen Umfrage im Schnitt für 2020 Erlöse von 100,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda von 34,94 Milliarden Euro prognostiziert.

08:01 Uhr

Dax niedriger erwartet - US-Daten im Blick

Dax
Dax 15.320,52

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er 0,7 Prozent im Minus bei 13.879,33 Punkten geschlossen. Investoren sind weiterhin hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen und der Furcht vor einer anziehenden Inflation. Daher werden sie die anstehenden US-Konjunkturdaten genau unter die Lupe nehmen. Auf dem Terminplan stehen die Einkommen und die Konsumausgaben. Bei Ersterem erwarten Analysten ein Plus von 9,5 Prozent nach einem Anstieg um 0,6 Prozent im Vormonat. Bei Letzterem sagen sie einen Zuwachs von 2,5 Prozent nach einem Rückgang von 0,2 Prozent voraus.

Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Daneben halten zahlreiche Firmenbilanzen Anleger in Atem. Aus dem Dax legen der Chemiekonzern BASF und die Deutsche Telekom Zahlen vor. Im Ausland öffnen unter anderem der Heidelbergcement-Rivale Lafargeholcim und die British Airways-Mutter IAG ihre Bücher.

07:40 Uhr

Tesla musste US-Produktion wegen Teilemangel stoppen

Tesla
Tesla 597,80

Tesla musste diese Woche seine Produktion in Kalifornien wegen fehlender Bauteile für zwei Tage anhalten. Am Mittwoch sei die Fertigung im Werk Fremont dann aber wieder angelaufen, twitterte CEO Elon Musk. Einen Grund für die Unterbrechung der Autofertigung nannte Musk nicht. Auf Anfragen antwortete Tesla kurzfristig nicht.

Autohersteller weltweit werden von dem Mangel an Halbleitern belastet. General Motors, Ford und Volkswagen haben einen Teil ihrer Produktion heruntergefahren. Teslas Finanzvorstand Zachary Kirkhorn hatte vergangenen Monat erklärt, dass man mit allen Mitteln gegen die Chip-Knappheit ankämpfe. Vorübergehend könne es aber zu Schwierigkeiten (in der Produktion) kommen.

07:35 Uhr

Trübe Marktstimmung wirkt sich auf Euro aus

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

Der Euro notiert weiter unter der Marke von 1,22 US-Dollar. Unter diese Marke war er am Donnerstagabend im Zuge einer allgemein trüberen Marktstimmung gefallen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2160 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,2225 Dollar festgesetzt.

Der Euro wurde vor allem durch den stärkeren US-Dollar belastet. Die amerikanische Währung profitierte von der trüberen Stimmung an den Aktienmärkten, ausgelöst durch steigende Kapitalmarktzinsen in den USA. Hintergrund sind steigende Wachstums- und Inflationsaussichten in den Vereinigten Staaten infolge des von der Regierung angepeilten Konjunkturprogramms in Billionenhöhe. Im Laufe des Tages stehen einige Wirtschaftsdaten auf dem Programm. In Europa werden Wachstums- und Preisdaten aus großen Volkswirtschaften wie Frankreich erwartet. In den USA stehen Zahlen zu den Konsumausgaben und zur Verbraucherstimmung an.

07:04 Uhr

Deal mit McDonald's stimmt Beyond-Meat-Anleger milde

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Beyond Meat versorgt den Fast-Food-Giganten für drei Jahre mit Buletten.

(Foto: REUTERS)

Beyond Meat
Beyond Meat 132,83

Die Corona-Krise hat dem Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat im Weihnachtsquartal stark zugesetzt und tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich machte das Unternehmen einen Verlust von 25,1 Millionen Dollar (20,6 Millionen Euro), wie es nach US-Börsenschluss in El Segundo mitteilte. Wie schon im Vorquartal fiel das Umsatzwachstum für Beyond Meats' Verhältnisse mager aus - in den drei Monaten bis Ende Dezember stiegen die Erlöse im Jahresvergleich nur um 3,5 Prozent auf 101,9 Millionen Dollar. Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet, die Aktie stürzte nachbörslich in einer ersten Reaktion um rund 15 Prozent ab.

Der Kurs drehte jedoch ins Plus, nachdem Beyond Meat eine Partnerschaft mit McDonald's verkündet hatte. Der Fleischersatz-Spezialist soll den Fast-Food-Giganten für drei Jahre mit Buletten für den veganen Burger "McPlant" versorgen. Zudem wolle man das Produktangebot gemeinsam weiterentwickeln. Beyond Meat gab auch eine Kooperation mit Yum! Brands bekannt, der Konzernmutter von Taco Bell, KFC und Pizza Hut.

06:29 Uhr

Nikkei auf dem tiefsten Stand seit drei Wochen

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst schwächer. Auf den Aktienkursen lastete wie schon in den USA die steigende Rendite von Staatsanleihen. Investoren warfen Bonds aus Furcht vor einer anziehenden Inflation aus ihren Depots. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen japanischen Anleihe stieg im Verlauf auf den höchsten Stand seit Anfang 2016.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,4 Prozent tiefer bei 29.446 Punkten, der tiefste Wert seit fast drei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,9 Prozent und lag bei 1889 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,3 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 105,91 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,4686 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9045 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2174 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,1014 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,4009 Dollar.

06:15 Uhr

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