Mittwoch, 18. März 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
17:59 Uhr

Dax weitet Corona-Verlust auf über 5000 Punkte aus

Dax
Dax 9.935,84

Die beispiellose fast vierwöchige Talfahrt am deutschen Aktienmarkt setzt sich weiter fort. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sorgt nach wie vor für immense Unsicherheit. Der Dax rauscht um 5,6 Prozent auf 8442 Punkte abwärts. Es ist der niedrigste Schlussstand seit sechseinhalb Jahren.

Die Stabilisierung am Vortag ist damit schon wieder Makulatur. Die Verluste seit Beginn des Börsen-Crashs im Februar summieren sich mittlerweile auf mehr als 5100 Dax-Punkte oder fast 40 Prozent.

Der MDax fällt um 5,5 Prozent auf 17.909 Punkte. Erstmals seit fast vier Jahren war der Index der mittelgroßen Börsenwerte am Montag wieder unter die Marke von 20.000 Punkten gesunken. Europaweit und in den USA sah es heute nicht besser aus als hierzulande.

Unter den Dax-Einzelwerten brechen Deutsche Börse um 9,3 Prozent ein. Nicht nur haben viele Länder Leerverkäufe weiter eingeschränkt, hinzu gesellt sich die Befürchtung erzwungener Börsenschließungen. Mit einem Minus von 15,6 Prozent erwischt es MTU noch sehr viel schlimmer. Es wird der Ausfall der Dividende befürchtet.

17:49 Uhr

Krisengewinner - Walmart-Aktie steigt auf Rekordhoch

Es gibt immer auch Gewinner in einer Krise: Derzeit ist die US-Supermarktkette Walmart. Dem Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten zum Trotz klettern die Walmart-Aktien auf ein Rekordhoch. Die Titel des US-Einzelhändlers steigen um 7,4 Prozent auf 128,08 Dollar. Supermärkte gehören zu den wenigen Läden, die während der Beschränkung des öffentlichen Lebens durch die Coronavirus-Krise noch geöffnet bleiben dürfen.

17:28 Uhr

Fallende Ölpreise reißen Zuckerpreise mit

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,29

Der erneute Kursrutsch beim Rohöl drückt den Preis für Rohrzucker auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von10,73 US-Cents je Pfund. Wegen des Energiepreisverfalls verarbeitet der weltgrößte Produzent Brasilien Zuckerrohr verstärkt zu Rohrzucker anstatt zu Biokraftstoff.

Auch wenn die Verluste bei den Ölpreisen geringer ausfielen als an den vergangenen Handelstagen, lagen die Preise für wichtige Ölsorten zuletzt auf historisch niedrigen Niveaus. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,84 US-Dollar. Das waren 89 Cent weniger als am Vortag und der niedrigste Wert seit 2016. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI rutschte erstmals seit 2002 unter die Marke von 25 Dollar je Barrel.

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Zuckerrohr-Plantage in Südamerika.

(Foto: imago images/Nature Picture Library)

16:10 Uhr

Zweifel an Johnsons Krisenplan - Pfund stürzt auf 35-Jahres-Tief

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Premier Boris Johnson. Verglichen mit anderen europäischen Staaten sind die gesundheitspolitischen Maßnahmen in Großbritannien immer noch weniger streng.

(Foto: AP)

Das britische Pfund steht an den Finanzmärkten angesichts der Virus-Krise unter erheblichem Druck. Die Währung des Vereinigten Königreichs fällt zum amerikanischen Dollar auf den tiefsten Stand seit 35 Jahren. Mit 1,1757 US-Dollar wurde der niedrigste Wechselkurs seit 1985 erreicht. Unterboten wurde sogar der tiefe Fall nach dem Brexit-Referendum im Jahr 2016.

Marktteilnehmer begründen die extreme Pfund-Schwäche zum einen mit der aus Vorsichtgründen aktuell sehr hohen Nachfrage nach der Weltleitwährung US-Dollar. Zum anderen werden aber auch Zweifel laut an der Strategie der politischen Führung Großbritanniens gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Regierung um Premier Boris Johnson hat lange einen eher lockeren Umgang mit der Ausbreitung gepflegt und erst in den vergangenen Tagen einen rigideren Kurs eingeschlagen.

15:01 Uhr

US-Börsen brechen erneut ein - Dow Jones unter 20.000 Punkte

Die US-Aktienmärkte wechseln nach einer kurzen Erholung wieder in den Crash-Modus. Nach deutlichen Vortagesgewinnen geht es heute wieder abwärts. Der Leitindex Dow Jones Industrial stürzt gleich nach Handelsstart unter die Marke von 20.000 Punkten. Zuletzt notiert er noch 5,7 Prozent tiefer bei 20.022 Zählern, nachdem er am Dienstag um rund 5,2 Prozent gestiegen war.

Der marktbreite S&P 500 verliert zuletzt 5,49 Prozent auf 2390 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gibt um 4,55 Prozent auf 7134 Punkte nach.

14:56 Uhr

Deutsche Börse warnt vor Schließung der Märkte

Mit dem rasanten Verfall der Aktienkurse durch die Corona-Krise wird auch über das Schließen der Börsen nachgedacht. Der Betreiber und Dax-Konzern Deutsche Börse sieht dafür jedoch keinen Grund: „Die Folge einer Schließung der Märkte wäre Intransparenz. Die Folge hiervon wäre noch größere Unsicherheit“, sagte ein Sprecher des Marktbetreibers. Die Verwerfungen an den Märkten würden dann noch drastischer werden.

Zudem gibt es auch keine rechtliche Grundlage. Nur etwa bei technischen Störungenoder bei Hinweisen auf Marktmanipulation kann die Geschäftsführung der Börse der Handel insgesamt oder für einzelne Wertpapiere aussetzen. Ein solcher Schritt könnte allenfalls von der Bundesregierung beschlossen werden, was Marktexperten aber im aktuellen Fall für äußerst unwahrscheinlich halten.

14:14 Uhr

Corona-Krise erfasst MediaMarktSaturn-Mutter

Ceconomy
Ceconomy 1,99

Auch der Mutterkonzern der MediaMarktSaturn-Läden, Ceconomy, erwartet, wegen des grassierenden Coronavirus schlechter abzuschneiden als bislang kalkuliert. Nach der Schließung von MediaMarktSaturn-Läden in diversen Ländern kauften die Kunden zwar vermehrt online ein, teilte der Konzern mit. Dennoch erwarte der Vorstand Auswirkungen auf Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit).

Derzeit sind alle Filialen von MediaMarkt und Saturn in Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, Spanien, Polen, Luxemburg und jetzt auch in Deutschland vorerst geschlossen. Ceconomy wollte im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 ursprünglich ein leichtes Wachstum des währungsbereinigten Gesamtumsatzes erzielen. Das Ebitsollte - ohne Berücksichtigung von Ergebnissen der französischen Beteiligung Fnac Darty - zwischen 445 und 475 Millionen Euro liegen.

13:35 Uhr

Preise für Industriemetalle fallen - Kupfer unter 5000 Dollar

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Der Kupferpreis war am Vormittag zunächst von Spekulationen auf Angebotsengpässe durch Schließungen von Bergwerken in Peru gestützt worden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Aussicht auf eine weltweite Rezession infolge der Corona-Krise veranlasst Investoren zum Verkauf von Industriemetallen. Deren Preise gehen in die Knie: Die Tonne Kupfer verbilligt sich den dritten Tag in Folge und fällt um 5,5 Prozent auf 4863 Dollar - der größte Tagesverlust seit Juli 2015.

Kupfer gilt als Barometer für die weltweite Konjunktur und wird unter anderem von der Bauwirtschaft benötigt. Mit Abstand der wichtigste Importeur des Metalls ist China. In Asien fällt der Preis für das zur Stahl-Herstellung benötigte Nickel um 4,5 Prozent auf 94.480 Yuan je Tonne.

12:47 Uhr

Angst vor Shutdown - Dax mehr als 5 Prozent im Minus

Dax
Dax 9.935,84

Ein erneuter Tag mit herben Verlusten an den Aktienmärkten: Die Angst vor monatelangen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus lässt den Dax um mehr als fünf Prozent einbrechen, er fällt bis auf 8423 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gibt sechs Prozent auf 2378 Zähler nach.

Mittlerweile haben Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und zum Teil auch Großbritannien das öffentliche Leben weitgehend eingeschränkt, um die Ansteckungswelle in den Griff zu bekommen. "Die Frage ist, ob Gesellschaft und Weltwirtschaft eine so lange Phase mit den jetzigen Maßnahmen durchhalten können", sagt Jochen Stanzl, Marktanalyst bei CMCMarkets.

Der gestern verhängte Einreisestopp der Europäischen Union zieht vor allem Luftfahrtwerte nach unten. Airbus-Aktien brechen in Paris um bis zu 15,7 Prozent ein. Papiere von MTU Aero Engines fielen in Frankfurt um bis zu 17,9 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Experten der Investmentbank JP Morgan rechnen damit, dass es Jahre dauern wird, bis sich die Branche von dem Corona-Schock erholt.

11:52 Uhr

Ölpreise brechen erneut ein - bald bei 20 Dollar?

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,29

Die Ölpreise gehen den dritten Tag in Folge auf Talfahrt. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 4,1 Prozent und kostet mittlerweile nur noch 27,60 Dollar. Damit notierte der Preis so tief wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. US-Leichtöl WTI kostet mit 25,08 Dollar je Fass rund sieben Prozent weniger.

Die drastischen Einschränkungen bei Reisen und im öffentlichen Leben weltweit wegen des Coronavirus erhöhen das Risiko einer langanhaltenden Nachfrageschwäche. Die Experten der Investmentbank Goldman Sachs rechnen mit einem Einbruch des Brentpreises auf bis zu 20 Dollar im zweiten Quartal. Der Markt steht auch wegen eines von Russland und Saudi-Arabien angezettelten Preiskampfs unter Druck.

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Wie weit runter geht es mit dem Ölpreis noch?

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

11:30 Uhr

Samsung rechnet mit schrumpfendem Smartphone-Geschäft

Samsung Electronics
Samsung Electronics 47.850,00

Für den südkoreanischen Elektronikgiganten Samsung Electronics bringt die Coronavirus-Epidemie Vor- und Nachteile mit sich. Während der Konzern mit Belastungen für das Geschäft mit Smartphones und Unterhaltungselektronik wie Fernsehern rechnet, soll die gestiegene Nachfrage nach Rechenzentren sowie nach neuer 5G-Technik den gebeutelten Speicherchipmarkt wiederbeleben, wie Firmenchef Kim Ki Nam auf der Hauptversammlung sagte.

Die Halbleitersparte trägt rund die Hälfte zum operativen Ergebnis des Unternehmens bei. Im Gegensatz zu Marktführer Samsung hatten zuletzt Chipkonkurrenten wie Broadcom ihre Prognosen wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid-19 gekappt.

10:45 Uhr

Vier Krisen-Szenarien für Konjunktur - darunter ein Alptraum

Wie geht es weiter mit der deutschen Konjunktur angesichts der Coronavirus-Epidemie? Experten rätseln derzeit. Um unterschiedliche Entwicklungskurven nachzuzeichnen, verwenden sie gerne Buchstaben: Ein V, ein U, ein W oder ein L. Es sind demnach folgende Szenarien möglich:

  • V-Form: Das galt bis vor Kurzem noch als die wahrscheinlichste Entwicklung: ein steiler Absturz, dem sich nach kurzer Zeit eine ebenso rasche Erholung anschließt. In Deutschland hat es das zuletzt während der Finanzkrise 2009 gegeben.
  • U-Form: Ein drastischer Absturz, gefolgt von einer Phase der Stabilisierung auf einem allerdings sehr niedrigem Niveau, der sich nach einer kleinen Pause ein rascher Aufschwung anschließt. Dieser Verlauf gilt unter Experten inzwischen als viel wahrscheinlicher als ein V.
  • W-Form: Ein steiler Absturz, dem eine Erholung folgt, die aber rasch wieder endet und erst nach einem zweiten Absturz in einen kräftigen Aufschwung mündet - das sind die Kennzeichen für diesen Konjunkturverlauf.
  • L-Form: Das ist der Alptraum, den Politik und Notenbanken unbedingt verhindern wollen: ein kräftiger Absturz, dem sich eine lange Phase der Stagnation auf niedrigem Niveau anschließt. Dass das nicht ausgeschlossen ist, darauf deuten daher pessimistische Erwartungen von Anlegern und Analysten hin.
10:05 Uhr
Breaking News

BMW stoppt Betrieb in europäischen Werken

BMW stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant."

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:52 Uhr

Experte zu Krise: Immobilienpreise steigen nicht mehr

Experten rechnen angesichts der Corona-Krise mit einem Einfrieren der Preise für Wohnimmobilien. "Die Preise werden sich in den nächsten Monaten kaum bewegen", sagte der Generalbevollmächtigte Andreas Schulten vom Marktforscher Bulwiengesa, auf dessen Daten sich etwa die Bundesbank stützt.

"Die Preisentwicklung ist ausgesetzt." In den großen Städten habe sich die Aufwärtsdynamik schon vor der Krise verlangsamt. "Das wird sich jetzt auf ganz Deutschland übertragen." Allerdings dürfte dieser Zustand nicht ewig anhalten. "Gerade im Wohnimmobiliensektor wird es eine Weile sehr ruhig zugehen", sagte Schulten. "Aber dann wird es auf dem gleichen Niveau wie vor der Krise weitergehen."

Blick auf eine Häuserzeile im Nordend von Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

2008 gab es mit der Finanzkrise eine vergleichbare Situation - die Immobilienpreise kamen zum Stillstand.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

09:13 Uhr

Dax verliert zum Start fast 4 Prozent

Der deutsche Aktienmarkt nimmt nach seiner jüngsten Stabilisierung wieder die Talfahrt auf. Zum Handelsbeginn verliert der deutsche Leitindex Dax 3,7 Prozent auf 8610 Punkte. "Ein zeitnahes Ende der Gesundheitskrise ist nicht in Sicht und man muss damit rechnen, dass der Corona-Stillstand in Europa noch eine Weile anhalten könnte", sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. In den kommenden Wochen dürften daher weltweit Unternehmen ihre Prognosen nach unten korrigieren.

Bei den Einzelwerten geben BMW-Aktien in den ersten Handelsminuten 5,7 Prozent nach. Der Konzern fährt wegen der Coronavirus-Pandemie die Produktion herunter und erwartet im laufenden Jahr einen Rückgang von Absatz und Gewinn. Wegen der aktuellen Nachfrageschwäche und Engpässen bei Produktionsteilen hatten Volkswagen, Daimler und Ford bereits angekündigt, einen Großteil ihrer Werke in Europa stillzulegen.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:48 Uhr

Ölpreis gibt weiter nach

Brent Rohöl
Brent Rohöl 22,68

Die Ölpreise sind heute erneut gesunken. Im Vergleich zu den vergangenen Handelstagen hielten sich die Verluste im frühen Handel aber in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 28,44 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 50 Cent auf 26,45 Dollar.

Die Ölpreise konnten damit vorerst nicht von drastischen Maßnahmen der US-Regierung zur Eindämmung der Folgen der Coronakrise profitieren. Seit Anfang März werden die Ölpreise durch die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise und durch einen Preiskrieg der führender Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland stark belastet. Seit Beginn des Monats hat sich das für Europa wichtige Rohöl aus der Nordsee um etwa 45 Prozent verbilligt.

08:19 Uhr

"Helikoptergeld" setzt US-Dollar zu

Der Kurs des Euro ist heute gestiegen und hat damit einen Teil der starken Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1023 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der vergangenen Nacht bei 1,10 Dollar gelegen hatte. Am Vortag war der Euro um mehr als zwei Cent bis auf 1,0955 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,0982 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Marktbeobachter sprachen von einer Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug zuletzt wieder etwas Auftrieb verliehen hat. Die US-Regierung will die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise mit einer drastischen Erhöhung der Staatsausgaben und direkten finanziellen Hilfen für die Bürger des landes eindämmen. Als Teil eines billionenschweren Hilfspakets sollen auch Konsumschecks verteilt werden, eine Maßnahme, die auch als "Helikoptergeld" bezeichnet wird. Insgesamt will die Regierung in Washington nach Angaben des Finanzministers Steven Mnuchin rund eine Billion Dollar (900 Milliarden Euro) in die Wirtschaft pumpen.

07:42 Uhr

Dax setzt zur erneuten Talfahrt an

Nach seiner jüngsten Stabilisierung wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute die Talfahrt wieder aufnehmen. Gestern hatte der deutsche Leitindex dank geplanter neuer Geldspritzen der US-Notenbank Fed 2,3 Prozent im Plus bei 8939,10 Punkten geschlossen.

Von der US-Notenbank Fed sind vorerst keine weiteren Hinweise auf die Geldpolitik zu erwarten. Nach zwei Notfall-Zinssenkungen binnen weniger Tage und der Ankündigung neuer Wertpapierkäufe wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise fallen die für heute geplanten Beratungen aus.

Von den anstehenden Konjunkturdaten und Firmenbilanzen versprechen sich Börsianer keine größeren Impulse. Bei der Vorlage detaillierter Geschäftszahlen von BMW warten sie gespannt auf Aussagen zum Einfluss der Virus-Krise auf das Geschäft und zu einem möglichen Produktionsstopp. Volkswagen, Daimler und Ford legen einen Großteil ihrer Werke in Europa still.

07:05 Uhr

Airbus-Werk in Hamburg hält Produktion aufrecht

Die Airbus-Produktion in den deutschen Werken bleibt weitgehend aufrecht erhalten, und die Werkstore stehen Leiharbeitern, Kunden und Partnern weiter offen. Doch auch die deutschen Airbus-Standorte würden in dieser Woche an neue und veränderte Arbeitsabläufe im Kampf gegen das Coronavirus angepasst, sagte ein Airbus-Sprecher in Hamburg. Dabei halte Airbus strenge Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle ein. Bei den Vorgaben richtet sich das Unternehmen nach eigenen Standards ebenso wie nach den Regeln auf nationaler oder regionaler Ebene.

Airbus hatte gestern die Produktion in den Werken in Frankreich und Spanien für vier Tage heruntergefahren. Dadurch werde ausreichend Zeit gegeben, um entsprechend strengere Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen in Bezug auf Hygiene, Reinigung und Abstände umzusetzen sowie gleichzeitig die Effizienz des Betriebs unter den neuen Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Endmontagelinie in China habe den Betrieb Mitte Februar bereits wieder aufgenommen.

06:19 Uhr

Asiens Börsen legen leicht zu

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Die Börsenkurse in Japan und Südkorea unterliegen erneut großen Kursschwankungen. An der Leitbörse in Tokio legte der Nikkei-Index für 225 führende Werte heute um 296,80 Punkte oder 1,74 Prozent auf 17 308,33 zu.

Zwischendurch hatte das Börsenbarometer im Vergleich zu gestern im Minus gelegen. Auch an der Aktienbörse in Seoul lagen die Kurse um die Mittagszeit nach wechselvollem Handel wieder leicht im Plus. Der Leitindex Kospi notierte bei 1682,44 Zählern, das waren 0,6 Prozent mehr als gestern.