Mittwoch, 23. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:00 Uhr

Dax gibt Gewinne größtenteils wieder ab

Dax
Dax 12.653,59

Der deutsche Aktienmarkt schließt mit leichten Aufschlägen. Der Dax gewinnt 0,4 Prozent auf 12.643 Punkte. Positiv aufgenommene Einkaufsmanagerindizes aus Europa stützten das Sentiment. Allerdings kam der Dax am Nachmittag deutlich von den Tageshochs bei 12.831 zurück. Nachgebende Notierungen an den US-Märkten belasteten. Daneben bleiben die Risiken weiter hoch: Neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, die stockenden Brexit-Verhandlungen, die Unsicherheit vor den US-Präsidentschaftswahlen und der US-China-Konflikt.

Adidas
Adidas 283,60

Nach sehr guten Nike-Zahlen ging es für Adidas um 4,4 Prozent nach oben, Puma schlossen 4,1 Prozent höher. Der Nike-Gewinn legte entgegen den Prognosen im abgelaufenen Geschäftsquartal zu. Den Umsatz konnte Nike nahezu halten, erwartet worden war hier ein deutliches Minus. Außerdem erhöhten sich die Internetbestellungen um 82 Prozent und damit noch stärker als im Quartal zuvor, obwohl nahezu alle Läden wieder offen waren.

Für Osram ging es um 14,1 Prozent auf 49,52 Euro nach oben. Osram hat sich mit seinem Mehrheitsaktionär AMS auf einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geeinigt. AMS bietet den ausstehenden Aktionären ein Abfindungsangebot von 44,65 Euro je Aktie. "Ein Grund ist sicherlich die Garantie-Dividende", sagte ein Händler mit Blick auf den über dem gebotenen Preis liegenden Kurs. Sie liefert bei netto 2,24 Euro jährlich eine hohe Dividendenrendite gemessen am Zinsumfeld. Extrem positiv sind die Analysten der Commerzbank für Osram: Sie haben ihr Votum auf "Kaufen" erhöht und das Kursziel auf 80 Euro verdoppelt und verweisen ebenfalls auf die sehr attraktiven Konditionen des Vertrags.

Für Allgeier ging es um 15,4 Prozent nach unten. Die Prognose für das laufende Jahr kam bei den Anlegern nicht gut an: Das Unternehmen rechnet für 2020 mit einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres, die bereinigte Ebitda-Marge soll bei 10 bis 12 Prozent liegen - am Markt wurde mit mehr gerechnet.

Nach einer Kaufempfehlung durch Warburg ging es dagegen für Wacker Chemie um 5,7 Prozent nach oben. Enttäuschend verlief das Börsendebüt des Wohnmobilherstellers Knaus Tabbert. Die Aktien wurden nach Reduzierung des Angebotsvolumens am unteren Ende der Spanne von 58 bis 74 Euro mit 58 Euro platziert und schlossen mit 54,50 deutlich unter diesem Niveau.

17:35 Uhr

Stößt Alibaba-Tochter Aramco vom Thron?

Der chinesische Finanzdienstleister Ant will Insidern zufolge bei seinem geplanten Börsengang in Shanghai und Hongkong bei Anlegern insgesamt 35 Milliarden Dollar einsammeln. Das Emissionsvolumen werde gleichmäßig auf die beiden Handelsplätze aufgeteilt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dabei gebe es anders als üblich keine gesonderte Tranche für Anker-Investoren, da Ant mit großem Interesse institutioneller Anleger rechne. Das Unternehmen wollte sich zu diesem Thema nicht äußern. Die Tochter des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba will zehn bis 15 Prozent ihrer Anteile anbieten.

Bleibt es bei diesem Emissionsvolumen, würde der Betreiber des Bezahlservice Alipay den saudi-arabischen Ölkonzern Aramco vom Thron stoßen. Dessen Börsengang im Dezember 2019 war mit 29,4 Milliarden Dollar der bislang weltweit größte.

16:49 Uhr

Neuer Haftbefehl: Ex-Wirecard-Chef kommt nicht frei

Nach dem Bilanzskandal beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard bleibt der frühere Vorstandschef Markus Braun vorerst in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München eröffnete dem österreichischen Manager einen neuen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft beantragt hatte, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte. Eine von Brauns Anwälten eingereichte Haftbeschwerde war damit erfolglos.

Braun sitzt seit 22. Juli hinter Schloss und Riegel, ebenso wie zwei weitere Wirecard-Manager. Der neue Haftbefehl ersetzt den bisherigen. Staatsanwaltschaften beantragen üblicherweise neue Haftbefehle, wenn neue Sachverhalte im Ermittlungsverfahren auftauchen. Was sich an den Vorwürfen gegen Braun geändert hat oder gegebenenfalls neu hinzugekommen ist, teilte das Gericht nicht mit.

16:21 Uhr

Tesla büßt gut fünf Prozent ein

Bei Tesla drückte die Enttäuschung über die Ankündigungen des Elektroauto-Pioniers auf dem "Batterietag" erneut auf die Kurse. "Das im Vorfeld so gehypte Event lieferte keine Hinweise darauf, ob Tesla den technologischen Vorsprung halten kann, der es zum meist beneideten, aber auch nachgeahmten Innovator der Autoindustrie gemacht hat", monierte Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets. Tesla-Titel büßten gut fünf Prozent ein.

Tesla
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16:18 Uhr

Nike-Kurssprung schiebt Wall Street an

Nike
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Gestützt auf einen Kurssprung bei Nike setzt die Wall Street ihren Erholungskurs fort. Wegen des parteipolitischen Tauziehens um ein neues Konjunkturpaket und der nahenden Präsidentenwahl scheuten Investoren aber größere Engagements, sagte Thomas Hayes, Manager bei der Investmentbank Great Hill.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 gewannen zur Eröffnung um bis zu 0,5 Prozent. Der technologielastige Nasdaq kam dagegen kaum vom Fleck. Unterdessen stiegen die Titel von Nike um elf Prozent auf ein Rekordhoch von 129,88 Dollar. Der weltgrößte Sportartikel-Hersteller hatte dank eines Booms im Online-Geschäft überraschend starke Quartalsergebnisse vorgelegt.

15:19 Uhr

Talfahrt der türkischen Lira nimmt kein Ende

Die türkische Währung fällt erneut auf ein Rekordtief. Im Gegenzug steigt der Dollar 0,4 Prozent auf 7,6898 Lira. Die Lira hat in diesem Jahr bereits mehr als 22 Prozent eingebüßt. Mit Spannung warten Analysten nun auf den am Donnerstag anstehenden Zinsentscheid der Zentralbank.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 7,97

15:08 Uhr

US-Börsen trotz Unsicherheit mit Aufschlägen erwartet

An den US-Aktienmärkten zeichnen sich zur Wochenmitte Gewinne zum Handelsbeginn ab. Der Terminkontrakt auf den Dow legt 0,8 Prozent zu, der Future auf den breiteren S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent. Damit dürfte sich die Erholung nach den Verlusten zu Wochenanfang fortsetzen.

Die Unsicherheit bei den Anlegern bleibt jedoch hoch. So sorgen steigende Corona-Infektionszahlen vor allem in Europa für neue Wirtschafts-Restriktionen im Kampf gegen die Pandemie. Die globale Wirtschaftserholung verläuft schleppend und droht sich mit einer neuen Corona-Welle weiter zu verlangsamen.

Hinzu kommt der an Schärfe gewinnende US-Präsidentschaftswahlkampf, der ein neues Stimulierungspaket für die angeschlagene US-Wirtschaft noch vor den Wahlen im November zunehmend unwahrscheinlich macht. Marktteilnehmer rechnen zudem damit, dass sich der Konflikt zwischen den USA und China im Zuge des US-Wahlkampfs zumindest rhetorisch verschärfen könnte.

14:20 Uhr

Bericht: JPMorgan verlagert 200 Milliarden Euro nach Frankfurt

Die US-Bank JPMorgan verlagert wegen des Brexits einem Agenturbericht zufolge Vermögenswerte von rund 200 Milliarden Euro nach Frankfurt. Damit steige die Bank an der Bilanzsumme gemessen zum sechstgrößten Geldhaus in Deutschland auf, berichtete Bloomberg. Bis zum Jahresende solle die Übertragung der Portfolien in die Frankfurter JPMorgan-Niederlassung technisch abgeschlossen sein. Eine Sprecherin von JPMorgan in Frankfurt wollte sich nicht dazu äußern.

13:25 Uhr

Daimler will wohl 4000 Stellen streichen

Daimler
Daimler 48,91

Der Autobauer Daimler will im Rahmen seines Sparkurses am Konzernstammsitz in Stuttgart-Untertürkheim nach Betriebsratsangaben bis zum Jahr 2025 rund 4000 Stellen abbauen. Ein Papier mit diesem Inhalt wurde von den örtlichen Arbeitnehmervertretern unter den Beschäftigten verteilt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Eine Daimler-Sprecherin ging auf Anfrage nicht auf diese Zahl ein. Sie sprach generell davon, dass die Kosten "optimiert" werden müssten, um die Rentabilität des Unternehmens zu sichern.

Die Corona-Krise sorgt für tiefrote Zahlen bei Daimler und zwingt den Autobauer zur Verschärfung seines ohnehin geplanten Sparkurses. Im zweiten Quartal fuhr der Konzern rund zwei Milliarden Euro Verlust ein, weil weltweit Fabriken stillstanden und Autohäuser schließen mussten.

12:56 Uhr

Britische Bänker müssen zurück ins Homeoffice

Wegen der steigenden Corona-Infektionen in Großbritannien haben Banken und Versicherungen einen Teil ihrer Mitarbeiter wieder ins Homeoffice geschickt. Bei der Bank Barclays etwa sind bis zu 1000 Mitarbeiter aufgefordert, von daheim zu arbeiten, wie ein Sprecher sagte. Die französische Société Générale erklärte, sich an den Richtlinien der britischen Regierung zu orientieren, die die Rückkehr ins Homeoffice empfohlen hat. Auch der internationale Versicherungsmarkt Lloyd's of London bat seine Mitarbeiter, von zu Hause zu arbeiten, auch wenn der Handelssaal für Marktteilnehmer geöffnet bleibt, wie ein Sprecher sagte. Einige Banken, darunter die NatWest Group, haben ihren Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie bis zum nächsten Jahr von zu Hause aus arbeiten können. Goldman Sachs schrieb in einem internen Memo, dass der Hauptsitz in Großbritannien geöffnet bleibe. Konzernchef Richard Gnoode verwies aber darauf, dass außer am Schreibtisch Masken zu tragen seien.

12:15 Uhr

Börsenboom lässt Vermögen von Menschen kräftig steigen

Das weltweite Geldvermögen ist einer Studie zufolge vor der Corona-Krise wegen höherer Aktienkurse so stark gestiegen wie seit Jahren nicht mehr. 2019 hab es um 9,7 Prozent und damit das stärkste Wachstum seit 2005 verzeichnet, geht aus dem veröffentlichten "Global Wealth Report" der Allianz hervor. "Angesichts der Tatsache, dass das Jahr 2019 von sozialen Unruhen, eskalierenden Handelskonflikten und einer industriellen Rezession geprägt war, ist diese Leistung mehr als erstaunlich", hieß es dazu. Grund für den Anstieg sei der Kursschwenk der Zentralbanken, die viel billiges Geld in die Wirtschaft pumpten. Dies habe zu einem kräftigen Plus von 25 Prozent der Aktienmärkte geführt.

Das Brutto-Geldvermögen der deutschen Haushalte stieg 2019 um 7,2 Prozent, was das größte Plus seit der Jahrhundertwende sei, aber immer noch unter dem westeuropäischen Schnitt von 7,6 Prozent liege. Auch die Verbindlichkeiten erreichten einen Rekord und wuchsen um 4,6 Prozent. Mit einem Netto-Geldvermögen pro Kopf von 57.100 Euro blieb Deutschland der Studie zufolge im Ranking der 20 reichsten Länder auf Platz 18.

11:40 Uhr

Börsengang von Knaus Tabbert hätte besser laufen können

Holprige Fahrt aufs Börsenparkett: Der Börsengang des Wohnmobilherstellers Knaus Tabbert hätte besser verlaufen können. Die Aktien wurden nach Reduzierung des Angebotsvolumens am unteren Ende der Spanne von 58 bis 74 Euro mit 58 Euro platziert und handeln aktuell sogar knapp unter diesem Niveau. Das Risiko bei dem Börsenneuling dürfte gleichwohl nach Meinung eines Marktteilnehmers begrenzt sein, denn zu 58 Euro habe es große Aufträge gegeben: "Das spricht für feste Hände", so der Experte.

11:14 Uhr

Gute Nike-Zahlen befeuern Adidas und Puma

Nach sehr guten Nike-Zahlen geht es für Adidas um 6,3 Prozent nach oben, Puma handeln 5 Prozent im Plus. Nike sprangen in den USA nachbörslich um rund 13 Prozent nach oben, nachdem der Gewinn entgegen den Prognosen im abgelaufenen Geschäftsquartal zugelegt hatte.

Den Umsatz konnte Nike nahezu halten, erwartet worden war hier ein deutliches Minus. Außerdem erhöhten sich die Internetbestellungen um 82 Prozent und damit noch stärker als im Quartal zuvor, obwohl nahezu alle Läden wieder offen waren.

10:24 Uhr

Continental und Osram ziehen die Reißleine

Der Autozulieferer Continental und der Lichtspezialist Osram wollen einen Schlussstrich unter ihr vor zwei Jahren gegründetes Gemeinschaftsunternehmen ziehen. Das Joint Venture mit 1500 Mitarbeitern an 14 Standorten soll aufgelöst und das Geschäft wieder auf Conti und Osram aufgeteilt werden.

Grund sei die schwierige Marktsituation in der Autoindustrie, die durch die Corona-Krise verschärft worden sei, begründete Conti die Entscheidung. Die Gewinnerwartungen für das Joint Venture könnten nicht erfüllt werden. Conti rechne nicht vor 2025 mit einer Rückkehr der weltweiten Fahrzeugproduktion auf das Vorkrisenniveau von 2017.

09:57 Uhr

VW-Tochter Traton macht gemeinsame Sache mit US-Spezialist

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton treibt die Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge voran und beteiligt sich dazu an dem auf diese Technik spezialisierten US-Unternehmen TuSimple. Traton und TuSimple hätten eine strategische Partnerschaft vereinbart, um autonom fahrende Lkw auf die Straße zu bringen, teilten beide Unternehmen mit. Erste Fahrzeuge sollten auf einer Teststrecke zwischen Södertelje und Jönköping in Schweden den Betrieb aufnehmen. Im Rahmen der Partnerschaft übernehme Traton eine Minderheitsbeteiligung an TuSimple.

09:37 Uhr

Dax baut Vortagsgewinne deutlich aus

Am deutschen Aktienmarkt nimmt die Erholung nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn Fahrt auf. Der Dax baut seine Vortagesgewinne deutlich aus und steigt um 1,10 Prozent auf 12.732 Punkte. Der Leitindex folgte so der zuletzt positiven Tendenz an der tonangebenden Wall Street. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel lag mit 0,92 Prozent im Plus bei 26 844,85 Punkten. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 1,2 Prozent an.

Dax
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09:15 Uhr

Chefvolkswirte: Wirtschaft erholt sich "überraschend schnell und stark"

Die deutsche Wirtschaft erholt sich den privaten Banken zufolge "überraschend schnell und stark" vom Corona-Schock. In ihrer veröffentlichten Herbstprognose erwarten die Chefvolkswirte einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr zwischen fünf und sechs Prozent. Dem soll 2021 ein Wachstum von vier bis fünf Prozent folgen.

"Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Pandemie bleibt groß", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Christian Ossig. "Das dämpft den privaten Konsum und die Investitionen der Unternehmen." Der BdB befürchtet zudem Spätfolgen - etwa die höhere Verschuldung von Unternehmen und Staaten sowie pandemiebedingte Änderungen beim Konsum und in der Produktion.

08:18 Uhr

GfK: Konsumklima stabilisiert sich

Trotz steigender Infektionszahlen und der Ankündigung Zehntausender Stellenstreichungen bessert sich die Stimmung der Verbraucher etwas. In der neuesten Studie des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK prognostizieren die Experten für Oktober wieder einen Anstieg ihres Barometers voraus - und zwar um 0,1 Punkte auf minus 1,6 Zähler. "Offenbar sind die umfangreichen Konjunkturpakete für Unternehmen und Verbraucher geeignete Maßnahmen, um Deutschland aus der schwersten Rezession der Nachkriegszeit zu helfen", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl zu der monatlichen Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern zu ihrer Konsumlaune.

08:05 Uhr

Dax ringt um weitere Stabilisierung

In Erwartung einer Reihe von Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte der deutsche Aktienindex als Reaktion auf vorangegangene Verluste 0,4 Prozent auf 12.594 Punkte zugelegt.

Dax
Dax 12.660,01

Zunächst gibt der GfK-Index Auskunft über die Kauflaune der deutschen Verbraucher. Experten rechnen für Oktober mit einer Verbesserung auf minus eins von minus 1,8 Punkten. Kurz darauf folgen die Barometer für die Stimmung der deutschen und europäischen Einkaufsmanager. Hier prognostizieren Analysten kaum veränderte Werte von 54,1 und 51,7 Zählern.

Händler rechnen mit einem weiteren Stabilisierungsversuch des Dax. "Die Belastungsfaktoren bleiben hoch", warnt jedoch ein Marktteilnehmer. Er verweist auf die neuen Maßnahmen gegen die Pandemie, die stockenden Brexit-Verhandlungen, die Unsicherheit vor den US-Präsidentschaftswahlen und die immer schärferen Töne im Streit zwischen den USA und China.

07:39 Uhr

Asien-Anleger wagen sich nicht aus der Deckung

An den Aktienmärkten in Asien haben sich die Anleger zurückhaltend präsentiert. Am japanischen Markt geht es nach unten, denn dort vollziehen die Anleger nach zwei Feiertagen die Schwächephase seit Wochenbeginn nach. In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent tiefer mit 23.253 Punkten.

Nikkei
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Neben der Sorge um die wirtschaftliche Erholung fokussieren sich die Anleger hier auf künftige Aussagen zum Wirtschaftsprogramm des neuen Premierministers Yoshihide Suga. Die tendenziell belastenden Faktoren außerhalb Asiens sind die alten: die Zunahme von Covid-19-Infektionen vor allem in Europa, die teils schleppende wirtschaftliche Erholung und die Unsicherheiten um ein US-Stimuluspaket, die US-Präsidentschaftswahlen und die US-chinesischen Spannungen.

Die Börse in Shanghai gab 0,3 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor ein Prozent.

07:06 Uhr

Euro taumelt weiter

Der Euro ist im asiatischen Handel weiter gefallen und deutlich unter die Marke von 1,17 US-Dollar gerutscht. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,1675 Dollar und kostete damit so wenig wie seit Ende Juli nicht mehr.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Bereits gestern war der Euro zeitweise weniger als 1,17 Dollar wert gewesen, konnte sich dann aber wieder etwas erholen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1740 (Montag: 1,1787) Dollar festgesetzt. Seit Anfang September hat der Euro etwas mehr als drei Cent eingebüßt, liegt aber immer noch sehr deutlich über dem Jahrestief von 1,0636 Dollar aus dem März.

Die aktuelle Schwäche begründen Experten unter anderem mit den wieder steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa. Neue Beschränkungen könnten die Erholung der Wirtschaft in der Eurozone belasten. Aus diesem Grund ziehen sich viele Investoren derzeit eher aus dem Euro zurück und setzen auf den US-Dollar.

06:25 Uhr

Palantir plant Börsendebüt für 30. September

Die US-Datenanalysefirma Palantir will am 30. September an der New Yorker Börse starten, teilte das Unternehmen in Denver mit. Das Management geht davon aus, im laufenden Jahr einen Umsatz zwischen 1,05 Milliarden und 1,06 Milliarden Dollar (894 bis 903 Millionen Euro) zu machen, was einem Wachstum von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Palantir hat sich darauf spezialisiert, große Datenmengen zu analysieren. Experten trauen der Firma einen der größten Börsengänge in der Corona-Krise zu. Das unter anderen für die CIA und andere Geheimdienste arbeitende Unternehmen wurde 2003 von dem in Deutschland geborenen Finanzinvestor Peter Thiel mitgegründet.