Montag, 20. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

"Unterschätzen die Märkte das Virus?" - Dax mit kleinem Plus

f1f18ab54153627cb236713b3d7dcf49.jpg

(Foto: REUTERS)

Der heutige Handelstag hat verdeutlicht, dass es weiter Zweifel vieler Investoren an raschen Erfolgen im Kampf gegen das Coronavirus gibt. Dazu sorgte der kollabierende US-Ölpreis für zusätzliche Verunsicherung an den europäischen Märkten. "Die Frage ist, unterschätzen die Märkte das Virus in Bezug auf die langfristigen Folgen für die Wirtschaft", sagte der Chefstratege bei der Rabobank, Elwin de Groot, nur allzu berechtigt. Denn gemessen an den schwierigen Problemen für die Weltwirtschaft ging es an den Börsen heute relativ ruhig zu. Auf- und Abschläge hielten sich im Großen und Ganzen im Rahmen. Allerdings standen in Europa und den in den USA auch keine relevanten Konjunkturdaten an.

So legte auch der Dax eine gemäßigte Berg- und Talfahrt hin und schloss 0,5 Prozent höher bei 10.676 Punkten. Der MDax gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 22.461 Zähler. Der TecDax legte um 1,2 Prozent auf 2907 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 2902 Punkten.

Dax-Gewinner waren heute Fresenius Medical Care mit plus 3,9 Prozent. Das Dax-Ende zierte Eon mit minus 3,0 Prozent.

17:06 Uhr

Airline springt ab - Airbus sucht neue Käufer für Flugzeuge

Das gibt es auch in diesen Tagen: Airbus sucht vertraulichen Unterlagen zufolge neue Käufer für sechs fabrikneue Maschinen aus der A320-Familie, die eigentlich die malaysische AirAsia bestellt hatte. Die vier A320neo und zwei A321neo könnten im Juni in Deutschland oder Frankreich abgeholt werden, hieß es in dem Schreiben, dessen Echtheit von mehreren Insidern bestätigt wurde.

AirAsia hatte klargemacht, in diesem Jahr keine neuen Flugzeuge mehr zu brauchen. Die Maschinen sind nach Listenpreisen zwischen 111 und 130 Millionen US-Dollar wert. Airbus wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. Das MDax-Unternehmen hatte erklärt, viele Kunden bäten wegen der Corona-Krise zwar um eine spätere Lieferung, Abbestellungen gebe es derzeit aber nicht.

66112174.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

16:46 Uhr

Spanien droht "beispielloser" Konjunktureinbruch

dd5ca9583827cb5f92c636bf3b97691c.jpg

Leere Straße in Barcelona.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Auch Spanien steht durch die Corona-Pandemie ein historischer Wirtschaftseinbruch bevor. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung sei in der jüngeren Geschichte "beispiellos", teilte die spanische Zentralbank mit. Allerdings sei die Schätzung vorläufig und müsse an den weiteren Pandemie-Verlauf angepasst werde.

Die Notenbank ging bei ihrer Schätzung von verschiedenen Szenarien aus. Bei frühestmöglicher Lockerung der strikten Corona-Beschränkungen am 9. Mai könne der BIP-Rückgang zwischen 6,6 und 8,7 Prozent betragen. Bei längerem Stillstand der Wirtschaft könne er jedoch noch deutlich höher ausfallen und bis zu 13,6 Prozent betragen.

16:21 Uhr

Der grüne Dax als Alternative

Sollte man jetzt in den Markt investieren? Und wenn ja, wie geht das nachhaltig und ökologisch orientiert? Wie eine Investition in den Dax 50 ESG, den "grünen Dax", funktionieren kann, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Meyer zu Drewer von der Fondsgesellschaft Lyxor.

15:57 Uhr

Norwegian-Töchter gehen in Insolvenz

imago61364513h.jpg

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Vier Tochtergesellschaften der norwegischen Fluggesellschaft Norwegian melden Insolvenz an. Dies teilte die Airline auf ihrer Internetseite mit. Es handelt sich demnach um Gesellschaften in Dänemark und Schweden, bei denen die Piloten und das Kabinenpersonal beschäftigt sind.

  • "Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Luftfahrtindustrie sind beispiellos. Wir haben alles getan, um diese Entscheidung in letzter Konsequenz zu vermeiden", sagte Konzernchef Jacob Schram.
  • "Es ist herzzerreißend, dass unsere schwedischen und dänischen Tochtergesellschaften für Piloten und Kabinenpersonal nun gezwungen sind, Insolvenz anzumelden, und es tut mir wirklich leid, welche Konsequenzen dies für unsere Kollegen haben wird."

Betroffen seien 1571 Piloten und 3134 Kabinenmitarbeiter. Das norwegische Personal sei nicht von der Insolvenz berührt, weil der norwegische Staat aufgrund des Virusausbruches die gehaltsbezogenen Kosten übernehme.

15:41 Uhr

Wall Street geht mit Verlusten in die Woche

cc9152e7c9a2f5c0757bd107b7618a06.jpg

(Foto: imago images/UPI Photo)

Die US-Börsen sind schwach in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones verlor in den ersten Minuten 2,0 Prozent auf 23.755 Punkte. Mit dem marktbreiten S&P-500 ging es um 1,6 Prozent auf 2830 Stellen runter. Auf die Stimmung drückten die Turbulenzen am US-Ölmarkt. Der Preis für WTI-Öl sackte vor dem morgen anstehenden Kontraktwechsel auf das niedrigste Niveau seit 1998 ab. Zudem signalisierte der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) eine schwere Rezession in den USA.

An der Frankfurter Börse notierte der Dax am Nachmittag 0,9 Prozent tiefer bei 10.526 Punkten. Der EuroStoxx50 sackte um 0,7 Prozent auf 2868 Zähler ab.

15:11 Uhr

Index der Chicago-Fed weist auf schwere US-Rezession hin

38682ed58e062bb9c439dc004cd9725a.jpg

Chicago in diesen Tagen.

(Foto: REUTERS)

Dunkle Wolken am US-Konjunkturhimmel: Die Wirtschaftsaktivität hat sich in den Vereinigten Staaten mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im März stark abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von minus 4,19. Wenn der Wert unter minus 0,35 liegt, bedeutet dies, dass die Wirtschaft schrumpft. Für den Februar wurde der Indexstand auf plus 0,06 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,16 genannt worden war.

Der aussagekräftigere gleitende Dreimonatsdurchschnitt verschlechterte sich ebenfalls stark und notierte im März bei minus 1,47. Für den Februar wurde ein revidierter Wert von minus 0,20 ausgewiesen, nachdem zuvor ein Stand von minus 0,21 gemeldet worden war.

14:46 Uhr

Es geht noch tiefer: WTI-Öl für 11 Dollar und ein bisschen

Der Preis für Erdöl aus den USA ist am Montag weiter in die Tiefe gerauscht. An der Börse in London kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai am frühen Nachmittag nur noch 11,31 US-Dollar. Das war der niedrigste Stand seit 1998.

Grund für den Fall des Ölpreises ist die geringe Nachfrage nach dem Rohstoff wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Lager in den USA sind zudem gut gefüllt. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte der Ölpreis einen Höhepunkt von 114 Dollar pro Barrel erreicht.

14:21 Uhr

Maschinenbauer ächzen unter der Corona-Krise

Die deutschen Maschinenbauer bekommen dem Branchenverband VDMA zufolge immer stärker Auftragseinbußen durch die Corona-Krise zu spüren. Mitte April hätten in einer Erhebung 89 Prozent der befragten Unternehmen erklärt, von den Auswirkungen der Pandemie betroffen zu sein. Ende März seien es 84 Prozent gewesen.

Die Firmen berichteten unter anderem von Auftragseinbußen und Stornierungen. Laut VDMA meldeten 45 Prozent der Unternehmen merkliche, 32 Prozent der Befragten sogar gravierende Auftragseinbußen oder Stornierungen.

13:54 Uhr

Ölpreise im freien Fall - Ölförderer-Aktien verlieren massiv

Im Sog des erneuten Preisverfalls bei Rohöl sind die Aktien der Ölkonzerne unter Druck geraten. Der europäische Branchenindex fiel um 2,7 Prozent. In den USA verlieren die Titel von Exxon und Chevron vorbörslich bis zu 9 Prozent. Die Papiere von Schieferölförderern wie Chesapeake brachen sogar um knapp 19 Prozent ein.

Am frühen Nachmittag sackte der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent um 5,3 Prozent auf 26,59 US-Dollar je Barrel ein. Öl der US-Sorte WTI rutschte um 10,2 Prozent auf 22,48 Dollar ab und der morgen auslaufende Mai-Future stürzt sogar um fast ein Drittel auf 12,41 Dollar ab. So billig war WTI-Öl zuletzt vor 21 Jahren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:33 Uhr

Institut erwartet wegen Krise fallende Wohnungspreise

imago92227164h.jpg

(Foto: imago images / Alexander Pohl)

Die Preise für Wohnungen in Deutschland könnten laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wegen der Corona-Krise sinken.

  • "Ausgehend von möglichen Insolvenzen und vermehrter Arbeitslosigkeit dürften die zukünftigen Mietpreiserwartungen vermindert werden, weil den Haushalten insgesamt weniger Einkommen zur Verfügung steht", schrieb Studienautor Michael Voigtländer.
  • "Dies könnte sich tendenziell negativ auf die Wohnungspreise auswirken."

Laut Voigtländer wächst auch die Unsicherheit, was die Kaufpreise belaste. Je mehr die Wirtschaft einbreche, desto stärker dürften die Preise sinken. Stark sinkende Zinsen wiederum bremsten den Preisverfall, erklärte der IW-Immobilienexperte Voigtländer weiter. Denn dann würden Immobilien im Vergleich zu anderen Anlageformen attraktiver.

In einem schwachen Dax-Umfeld verloren Vonovia am frühen Nachmittag 0,9 Prozent. Im MDax notierten Deutsche Wohnen 0,7 Prozent leichter, Grand City Properties sackten um 1,6 Prozent ab.

13:13 Uhr

An der Wall Street drohen Verluste - Ölmarkt und Japan belasten

imago98627298h.jpg

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Rote Lichter in New York: Die Händler stellen sich auf fallende Kurse an der Wall Street ein. Der Aktienterminmarkt deutet einen schwachen Handelsbeginn am Kassamarkt an. Anleger trauen den zuletzt eher positiven Schlagzeilen zur Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie nicht so recht. In den USA hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 40.000 überschritten. Die Stimmung schwankt zwischen der Hoffnung auf ein schnelles Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Sorge, dies könne möglicherweise zu früh erfolgen und eine neuerliche Infektionswelle nach sich ziehen.

Belastet wird die Stimmung an den US-Börsen von den Turbulenzen am US-Ölmarkt, wo der WTI-Preis kurz vor dem morgigen Kontraktwechsel auf das niedrigste Niveau seit rund zwei Jahrzehnten abgestürzt ist. Für Ernüchterung sorgen zudem desaströse Handelsdaten aus Japan.

Derweil hat der Dax noch mehr an Boden verloren. Der Frankfurter Leitindex gab am frühen Nachmittag 1,2 Prozent auf 10.503 Punkte nach. Auch MDax und TecDax drehten nun in die Verlustzone.

12:55 Uhr

Cloud-Geschäft: Alibaba wandelt auf Amazons Spuren

Der chinesische Internetkonzern Alibaba steckt wohl in den kommenden Jahren viel Geld in das schnell wachsende Geschäft mit Datendienstleistungen über die sogenannte Cloud. Insgesamt will der Amazon-Konkurrent über drei Jahre 200 Milliarden Yuan (etwas mehr als 26 Milliarden Euro) in den Ausbau der Sparte stecken. So will der chinesische Konzern die Zahl der Rechenzentren erhöhen, um so die Cloud-Angebote in noch mehr Ländern anbieten zu können.

Das lukrative Cloud-Geschäft war im dritten Geschäftsquartal (Ende Dezember) mit einer Wachstumsrate von 62 Prozent das am schnellsten wachsende Segment von Alibaba. Mit einem Umsatz von knapp 11 Milliarden Yuan spielt der Bereich absolut aber noch eine untergeordnete Rolle innerhalb des Unternehmens, das sein Geld vor allem mit E-Commerce und Internetspielen macht. Mit dem Ausbau des Cloud-Bereichs eifert Alibaba dem US-Konzern Amazon nach. Der US-Internethändler hatte sehr früh auf das Cloud-Geschäft gesetzt.

12:34 Uhr

Dax lahmt nun wieder - nun im Minus

Die Erholung an der Frankfurter Börse ist erst einmal vorbei. Der Dax drehte ins Minus und verlor 0,7 Prozent auf 10.555 Punkte. Auch MDax und TecDax gaben ihre Gewinne vollständig ab und notierten kaum verändert. Der EuroStoxx50 sackte um 0,8 Prozent auf 2865 Zähler ab.

Grund sind deutlich negative Vorzeichen an der Wall Street. Dort werden zu Handelsbeginn deutliche Abschläge erwartet.

Dax
Dax 12.847,68

12:26 Uhr

Viele Dieselhalter gehen auf VW-Vergleich ein

Volkswagen hat sich im Rahmen des mit Verbraucherschützern ausgehandelten Vergleichs mit rund 200.000 Dieselhaltern auf eine Entschädigung geeinigt. An diese werde eine Gesamtsumme von rund 620 Millionen Euro verteilt, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. Der Montag war der Stichtag für die Vergleichsannahme.

Weitere 21.000 Fälle würden noch geprüft, hieß es Wolfsburg. Um weiteren Vergleichsberechtigten eine Registrierung und anderen das Nachreichen von Unterlagen zu ermöglichen, wurde die Frist bis 30. April verlängert.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:53 Uhr

Fortschritt bei Corona-Medikament - Pharma-Aktie schießt hoch

Grünes Licht für Phase-II-Tests eines möglichen Coronavirus-Medikamentes hat der Aktie von 4D Pharma den größten Kurssprung der Firmengeschichte beschert. Das Papier der Biotechfirma verzeichnete in London ein Plus von gut 77 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 69 Pence.

Dabei wechseln innerhalb der ersten zweieinhalb Handelsstunden fast 17 Mal so viele Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

11:37 Uhr

Insider: Condor bekommt weitere Geldtransfusion

658d25d82dd906a5d8f8db03046c43b9.jpg

(Foto: dpa)

Der ums Überleben kämpfende deutsche Ferienflieger Condor kann Insidern zufolge nach der gescheiterten Übernahme durch die polnische Lot mit weiteren Finanzspritzen vom Staat rechnen. Der Überbrückungskredit der Förderbank KfW von 380 Millionen Euro werde verlängert, zusätzlich bekomme Condor rund 200 Millionen Euro Liquidität, um die nächsten Monate zu überstehen, sagten zwei Insider gegenüber Reuters.

Eine Condor-Sprecherin sagte, man sei weiterhin in Verhandlungen mit der Bundesregierung. Das Bundeswirtschaftsministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Condor steckt angesichts des brachliegenden Tourismus in schweren Turbulenzen und hat Kurzarbeit angemeldet. Der Flugbetrieb ruht wegen der Corona-Krise fast vollständig.

11:24 Uhr

Versicherungssektor sehr fest - Dax mit kleinem Plus

Mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent hat sich der Stoxx-Versicherungssektor am Vormittag sehr fest präsentiert. Spezielle Gründe für die Stärke sind im Handel allerdings nicht bekannt. Ein Teilnehmer verwies auf den bevorstehenden EU-Gipfel am Donnerstag. Jede Andeutung Richtung Corona-Bonds wäre positiv für den Sektor. Eine Vergemeinschaftung der Schulden wäre daneben auch positiv für den Bankensektor, auf diesen rolle aktuell eine neue Welle fauler Kredite zu. Im Dax gewannen Allianz 2,0 Prozent und Munich Re 2,4 Prozent. Im MDax notierten Hannover Rück nach einer Kaufempfehlung 1,2 Prozent höher.

Derweil konnte sich der Dax kurz vor Mittag noch im Plus behaupten - er stieg um 0,3 Prozent auf 10.653 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 0,1 Prozent auf 2891 Stellen zu.

10:47 Uhr

Taylor Swift und Lady Gaga treiben Vivendi-Umsatz an

131517768.jpg

Lady Gaga

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Musiksparte mit den Sängerinnen Taylor Swift und Lady Gaga hat Vivendi einen guten Jahresstart beschert. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 4,4 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro. Das zum französischen Medienkonzern gehörende Musiklabel Universal, das seit Jahren den größten Anteil am Wachstum hat, kam auf ein Erlösplus von 13 Prozent. Die Vivendi-Aktie stieg in Paris am Vormittag um mehr als 3,5 Prozent.

Der Bezahlfernsehsender Canal Plus, der Stellen gestrichen und weitere Einsparungen vorgenommen hat, verbuchte ein Zuwachs von einem Prozent und die Werbesparte Havas schrumpfte um mehr als drei Prozent. Vivendi warnte vor den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Vor allem das Geschäft von Havas, die auch Live-Veranstaltungen organisieren, dürfte im laufenden Quartal belastet sein.

Vivendi
Vivendi 22,76

10:20 Uhr

Testerfolg für Schlafmittel treibt Aktie des Anbieters Idorsia

Idorsia
Idorsia 25,56

Gute klinische Testdaten für ein neuartiges Schlafmittel haben der Aktie von Idorsia Auftrieb gegeben. Die Anteile der Schweizer Biotech-Firma stiegen um 8,8 Prozent, nachdem Ergebnisse einer Phase-III-Studie die Wirkung des Medikaments Daridorexant belegten. Einen Rückschlag oder Entzugssymptome nach dem Absetzen des Mittels gebe es nicht.

Auf den Markt kommen soll das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprojekt von Idorsia, laut Firmenchef und Großaktionär Jean-Paul Clozel Ende 2021 oder Anfang 2022.

10:02 Uhr

Japan verzeichnet Einbruch bei Exporten

53026004.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der japanische Außenhandel schrumpft infolge der Corona-Pandemie. Durch den Einbruch der Auslandsnachfrage sind die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent gefallen, wie vorläufige Daten des Finanzministeriums in Tokio zeigten. Analysten hatten mit einem Rückgang von 10,1 Prozent gerechnet. Die Einfuhren fielen im März um fünf Prozent, Analysten hatten durchschnittlich einen Rückgang um 9,8 Prozent prognostiziert.

Nach Regionen gingen die Exporte nach China, Japans größtem Handelspartner, bis März um 8,7 Prozent zurück, was auf einen Einbruch bei Autoteilen, organischen Verbindungen und Elektro-Chips zurückzuführen sei. Der US-Absatz, ein weiterer wichtiger Markt für japanische Güter wie Autos und Elektronik, fiel im März im Jahresumschlag um 16,5 Prozent. Die Lieferungen nach Asien, auf die mehr als die Hälfte der japanischen Exporte entfallen, schrumpften um 9,4 Prozent.

09:40 Uhr

Schlacht um Rhön-Klinikum - Asklepios kontert B. Braun-Vorstoß

RTR37FLU.jpg

(Foto: REUTERS)

Im Streit um die Zukunft der Rhön-Klinikum AG lehnt der größte Aktionär Asklepios einen Vorstoß des zweitgrößten Aktionärs B. Braun nach Zahlung einer Abschlagszahlung von rund 134 Millionen Euro ab und verlangt ebenfalls eine außerordentliche Hauptversammlung, um die Forderungen des Melsunger Medizintechnikherstellers auszubremsen.

Asklepios will auf der außerordentlichen Hauptversammlung zwei Aufsichtsräte ablösen, darunter eine direkte Vertreterin von B. Braun. B. Braun will auf der Hauptversammlung sechs andere Aufsichtsräte ablösen, darunter den Vorsitzenden und früheren Rhön-Chef Eugen Münch. Ferner sollte es für Hauptversammlungsbeschlüsse künftig einer Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen bedürfen. B. Braun hält mit 25,3 Prozent eine Sperrminorität.

Hintergrund des Streits ist die Ende Februar erzielte Einigung zwischen dem Asklepios-Eigner und Gründer Bernard große Broermann sowie Münch über eine Fusion der beiden Klinikkonzerne. In sie soll B. Braun nach Medienberichten nicht eingebunden gewesen sein. Münch hatte eingewilligt, sein Lebenswerk dem langjährigen Rivalen Asklepios zu übertragen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:34 Uhr

Minus in Japan und Südkorea

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Die Angst vor schwachen Unternehmenszahlen und Wirtschaftsdaten hat die Kauflaune bei vielen Anlegern in Fernost gedrückt. Investoren befürchten, dass die Auswirkungen der Restriktionen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie immer stärker zu Buche schlagen dürften. Japan meldete, dass seine Ausfuhren im März gegenüber dem Vorjahr stark zurückgingen. Vorläufige Daten für April für die Produktion sind am Donnerstag fällig und werden voraussichtlich auch rezessionsähnliche Messwerte zeigen.

Die Börse in Tokio zeigte sich zum Wochenauftakt schwächer. Der Nikkei sank 1,2 Prozent auf 19.669 Punkte. In Südkorea gab der Kospi 0,8 Prozent nach. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen drehte erst im Handelsverlauf ins Plus. Hier stützte eine erneute Zinssenkung die Märkte.

09:28 Uhr

Goldpreis leidet unter festerem US-Dollar

Die Aufwertung des US-Dollar setzt dem Goldpreis mächtig zu. Weil das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA teurer wird, fiel der Kurs um 0,6 Prozent auf 1674,85 Dollar je Feinunze.

imago74610998h.jpg

(Foto: imago images / blickwinkel)

Wegen der Coronavirus-Pandemie decken sich Anleger vermehrt mit der Weltleitwährung ein. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,3 Prozent auf 100,073 Punkte.

09:13 Uhr

Dax mit gutem Start in die Woche - leichtes Plus

Dax
Dax 12.847,68

Kann der deutsche Aktienmarkt seinen Aufwärtstrend fortsetzen? Der Dax ist leicht gestärkt aus dem Wochenende gekommen und hat in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 10.674 Punkte zugelegt. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 22.490 Zähler, der TecDax um 0,8 Prozent auf 2893 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,4 Prozent auf 2899 Punkte.

Die Lage in Europa sei über das Wochenende relativ stabil geblieben, sagte ein Analyst. "Und selbst im Corona-Hotspot New York City gibt es Zeichen der Stabilisierung." Dadurch verbessere sich die Aussicht auf eine Lockerung der Virus-Restriktionen und eine Erholung der Weltwirtschaft.

Bei den Unternehmen stand Ceconomy im Rampenlicht. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens brockten der Saturn/MediaMarkt-Mutter einen Umsatzeinbruch und einen Quartalsverlust ein. Diese Zahlen seien keine Überraschung, sagte ein Händler. Die Aktie des Elektronik-Händlers büßte 1,7 Prozent ein.

08:47 Uhr

VW fordert schnelle Einführung von Kaufprämie für Autos

199b0caabdebd02fcd7326513db48e84.jpg

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Volkswagen drängt auf die schnelle Einführung einer staatlichen Förderprämie, um den Corona-bedingten Nachfrageausfall bei Neuwagen auszugleichen. "In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen. Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden", sagte der Chef der Marke VW, Ralf Brandstätter, dem "Handelsblatt". Der Zeitung zufolge ist am 5. Mai ein Treffen der Branche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant.

Brandstätter sagte weiter, ein neues Fördermodell könnte sich etwa an den eingesparten Kohlendioxid-Emissionen orientieren. An den bestehenden Klimazielen wolle Volkswagen auf jeden Fall festhalten: "Klimaschutz bleibt eine Menschheitsaufgabe. Daran ändert die Corona-Pandemie überhaupt nichts", sagte Brandstätter.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:37 Uhr

Will B. Braun den Rhön-Klinikum-Kurs nach oben treiben?

Die Forderung von Großaktionär B. Braun nach der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung sowie einer Sonderdividende von 2 Euro je Aktie könnte nach Einschätzung aus dem Handel die Rhön-Klinikum-Aktie stützen. Beantragt werden unter anderem eine Aussprache und gegebenenfalls Beschlussfassung über das Übernahmeangebot von Asklepios, die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite.

Asklepios hat die Forderungen zwar bereits abgelehnt, ein Händler schließt allerdings nicht aus, dass die Forderungen von B. Braun den Weg für eine Einigung bahnen könnte. Nicht auszuschließen sei, dass die mit 25,2 Prozent an Rhön beteiligte B. Braun, die gegen eine Übernahme des Unternehmens durch Asklepios ist, für den richtigen Preis bereit sein könnte, ihre Anteile zum Verkauf zu stellen, heißt es. "Es hat den Eindruck, als ob Herr Braun den Kurs der Rhön-Klinikum-Aktie nach oben treiben möchte", sagt ein zweiter Händler.

Rhön-Klinikum
Rhön-Klinikum 18,22

08:22 Uhr

Dax wird zum Start fester erwartet

Mit dem Dax wird es nach Lage der Dinge etwas nach oben gehen. Der Frankfurter Leitindex notierte vorbörslich 0,7 Prozent höher bei 10.698 Punkten. Am Freitag war er in der Hoffnung auf einen raschen Ausweg aus der Coronavirus-Krise 3,1 Prozent fester bei 10.625,78 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die Pandemie bleibt weiter das alles bestimmende Thema an den Börsen. In Deutschland wird zwar die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren, so sollen unter anderem bald kleinere Einzelhandelsunternehmen wieder ihre Türen öffnen dürfen. Doch andere Bereiche, vor allem das Gastgewerbe, stehen weiterhin still. Die Bundesregierung plant nun weitere Hilfen für besonders gebeutelte Branchen.

Auch Unternehmen leiden schwer - wie schwer, geht aus den Bilanzberichten hervor, die unter anderem von Philips, IBM und Vivendi folgen.

08:13 Uhr

WTI-Ölpreis stürzt weiter ab - tiefster Stand seit 1999

Rohöl WTI
Rohöl WTI 38,94

Die Ölpreise sind im asiatischen Handel am Montag gefallen. Während der Nachfrageeinbruch wegen der Corona-Krise weiter anhält, mehrten sich am US-Markt zuletzt die Sorgen, die dortigen Öl-Lagerstätten könnten ihre Kapazitätsgrenzen erreichen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,64 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank um 3,59 Dollar auf 14,68 Dollar und damit auf ein Tief seit 21 Jahren. Der Einbruch der Preise für US-Öl belief sich damit seit Jahresbeginn auf knapp 75 Prozent.

Die Sorgen in Bezug auf die Rohöllager ließen die Kurse im Vergleich zum Nordsee-Öl stärker einbrechen, hier beliefen sich die Abschläge in diesem Jahr zuletzt auf 68 Prozent. Wie Marktbeobachter der Australia & New Zealand Banking Group berichteten, stieg der Lagerbestand in Cushing, Oklahoma, seit Beginn des Monats März um satte 50 Prozent an. "Wir haben noch Hoffnung auf eine Erholung zum Ende des Jahres", äußerten die Experten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:06 Uhr

Novartis darf in den USA Medikament an Covid-19-Patienten testen

Novartis
Novartis 76,49

Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigt eine klinische Studie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis mit dem Medikament Hydroxychloroquine zur Behandlung von Covid-19-Patienten. An den Tests nehmen rund 440 mit dem Coronavirus infizierte, ins Krankenhaus eingelieferte Patienten an mehr als einem Dutzend US-Kliniken teil, wie Novartis mitteilt. Das jahrzehntealte Malariamittel hat von der FDA eine Notfallzulassung zur Behandlung der Erkrankung erhalten, aber bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es den Betroffenen hilft.

07:52 Uhr

Euro bleibt stabil

Der Kurs des Euro verändert sich im frühen Handel wenig. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,0866 US-Dollar. Sie notierte damit ungefähr auf dem Niveau vom Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0860 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

07:39 Uhr

Deutsche Post will sonntags Pakete zustellen

Deutsche Post
Deutsche Post 31,69

Die Deutsche Post will in der Coronavirus-Krise auch am Sonntag Pakete zustellen. "Es wäre hilfreich, wenn wir einen weiteren Tag bekommen könnten, um in der aktuellen Situation der Flut der Pakete Herr zu werden", sagt Thomas Schneider, der für das Bundesgebiet zuständige Betriebschef der Deutschen Post DHL, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, habe das Unternehmen in manchen Regionen bereits entsprechende Anträge bei den Behörden gestellt, so etwa in Berlin. Bislang sei man aber auf Ablehnung gestoßen. Nun erwäge die Deutsche Post Anträge in weiteren Bundesländern.

07:12 Uhr

Chinas Zentralbank senkt erneut den Leitzins

Die chinesische Zentralbank senkt zur Belebung ihrer schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Wirtschaft erneut ihre Leitzinsen. Die People's Bank of China (PBoC) senkt den einjährigen Kreditzins (Loan Prime Rate - LPR) von 4,05 auf 3,85 Prozent und die fünfjährige LPR von 4,75 auf 4,65 Prozent. Es ist bereits die zweite Senkung in diesem Jahr. Damit sollen die Kreditkosten für Unternehmen, insbesondere auch kleinerer Gesellschaften, gedrückt werden.