Montag, 26. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
18:00 Uhr

Dax zeigt sich zu Wochenbeginn nervös

Dax
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Der Dax kann seine frühen Gewinne zu Handelsschluss überwiegend halten. Nachdem eine neue Zollspirale im Handelskrieg zwischen den USA und China die Anleger vergangene Woche vergrault hatte, sorgen Nachrichten vom ungebrochenen Verhandlungswillen beider Seiten für Erleichterung. 

Nachdem der Dax am Nachmittag nur kurzzeitig ins Minus abgedriftet war, steht der deutsche Leitindex zum Handelsende mit 11.658 Punkten 0,40 Prozent höher.

Am Devisenmarkt wertet die chinesische Währung weiter ab. Der Dollar stieg im Gegenzug an den chinesischen Festlandbörsen um 0,8 Prozent auf ein Elfeinhalb-Jahres-Hoch von 7,1520 Yuan.

Vonovia SE
Vonovia SE 47,06

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählten die Immobilienwerte. Die Titel von Vonovia, Deutsche Wohnen oder Adler Real Estate fallen um bis zu fünf Prozent.

In der Hoffnung auf einen Konzernumbau griffen Anleger bei dem weltgrößten Brillen-Hersteller EssilorLuxottica zu. Die Aktien des "Ray Ban"-Anbieters klettern um bis zu 1,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 133,45 Euro.

17:03 Uhr

Rezessionssorgen belasten Euro kaum noch

Der Eurokurs fällt zu Wochenbeginn. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1117 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte der Euro noch rund einen halben Cent höher notiert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1116 (Freitag: 1,1065) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8996 (0,9038) Euro.

  • Nach der jüngsten Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China haben beide Seiten wieder versöhnlichere Töne angeschlagen. Davon profitierte der US-Dollar.
  • US-Präsident Donald Trump sagte am Rande des G7-Gipfels der großen Industrienationen im französischen Biarritz, die USA und China wollten "sehr bald" neue Verhandlungen in ihrem Handelskonflikt aufnehmen.
  • Auch China mühte sich, die Wogen wieder etwas zu glätten.
    Euro / Dollar
    Euro / Dollar 1,11

Wachsende Rezessionssorgen in Deutschland belasteten den Euro dann kaum noch. Vor allem der Handelskrieg zwischen den USA und China hatte das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima im August auf den tiefsten Stand seit 2012 gedrückt. Der Rückgang war zudem stärker als erwartet.

16:45 Uhr

Amgen legen nach Übernahme zu

Amgen
Amgen 200,20

Amgen steigen um 1,3 Prozent. Der Biotechnologiekonzern kauft Celgene für 13,4 Milliarden US-Dollar die weltweiten Rechte an dem Medikament Otezla ab.

Im Zuge der Celgene-Übernahme durch den US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb wurde, um grünes Licht für den Deal durch die Kartellbehörde zu erhalten, das Schuppenflechtemittel Otezla zum Verkauf gestellt. Celgene ziehen um 3,8 Prozent an, Bristol-Myers Squibb um 4,4 Prozent.

16:12 Uhr

Apple-Aktie taucht wieder auf

Apple
Apple 265,76

Am Aktienmarkt bewegen sich auch Apple mit plus 2,8 Prozent auf Erholungskurs, die Titel waren im Verbund mit den Technologiewerten zum Wochenschluss auf Tauchstation gegangen.

Qualcomm erholen sich mit plus 0,9 Prozent deutlich moderater. Das Halbleiterunternehmen hat erneut seinen Finanzchef verloren. Interim-CFO David Wise zieht sich in den Ruhestand zurück. Er führte das Finanzressort seit April, als der damalige CFO George Davis das Unternehmen nach sechs Jahren in dem Amt verlassen hatte. Neuer Interim-CFO ist Akash Palkhiwala, bislang Finanzchef von Qualcomm CDMA Technologies. Nach einem festen Finanzvorstand werde gesucht, so der Konzern. Analyst Stacy Rasgon von Sanford C. Bernstein & Co spricht von einem "ungewöhnlichen" Zeitpunkt des CFO-Abgangs.

16:06 Uhr

Vorsichtige Erholung an der Wall Street

Nach dem Absturz zum Wochenschluss in Reaktion auf wechselseitig neue Zollankündigungen im US-chinesischen Handelskonflikt stehen die Zeichen an der Wall Street auf leichte Erholung. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach Handelsbeginn 0,7 Prozent auf 25.797 Punkte.

Händler sehen in den moderaten Aufschlägen jedoch nur eine leichte Erholungsbewegung auf die Baisse vom Wochenschluss. Und die Indizes kommen auch schon wieder von ihren Tageshochs zurück. Denn von einer Lösung im Handelsstreit könne keine Rede sein.

15:42 Uhr

Corona-Brauer rechnet mit roten Zahlen - wegen Cannabis-Investment

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imago/Levine-Roberts

Canopy Growth
Canopy Growth 13,75

Das Investment beim kanadischen Cannabis-Produzenten Canopy Growth brockt dem Corona-Hersteller Constellation Brands rote Zahlen ein. Im laufenden Quartal werde deshalb ein Verlust von 54,8 Millionen Dollar anfallen, teilte das Unternehmen mit. Constellation Brands hatte mehr als vier Milliarden Dollar für einen Anteil von fast 56 Prozent an Canopy ausgegeben und auf boomende Geschäfte durch die geplante Legalisierung von Cannabis in mehreren Ländern gesetzt.

Canopy steckte derweil viel Geld in seine Expansion und neue Produkte und kommt nicht aus den roten Zahlen. Darüber sei man nicht erfreut, hatte Constellation zuletzt erklärt. Canopy-Chef Bruce Linton musste im Juli seinen Hut nehmen.

15:10 Uhr

Anleger geben Hoffnung nicht auf

Der Dax hält seine jüngsten Gewinne am Nachmittag überwiegend. Nachdem eine neue Zollspirale im Handelskrieg zwischen den USA und China die Anleger vergangene Woche vergrault hatte, sorgten Nachrichten vom ungebrochenen Verhandlungswillen beider Seiten für Erleichterung.

Angesichts dessen blieb ein unerwartet starker Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas ohne große Auswirkungen auf die Kurse. Bis zum Nachmittag legt der deutsche Leitindex um 0,40 Prozent auf 11.658 Punkte zu.

14:58 Uhr

Vonovia leidet unter Entwurf für Mietdeckel

Vonovia SE
Vonovia SE 47,06

Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia kritisiert die Pläne des Berliner Senats für eine Mietenobergrenze im geplanten Mietendeckel. Der DAX-Konzern kündigt im Falle einer Umsetzung zudem den Abzug von für die Modernisierung von Berliner Wohnungen vorgesehenen Geldern an. Die Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens hielten sich in Grenzen.

Die Aktie von Vonovia und anderen Immobilienkonzernen geben dennoch deutlich nach. Die im MDAX notierte Deutsche Wohnen verliert 3,7 Prozent.

14:43 Uhr

Keine Kapitalverkehrskontrollen mehr in Griechenland

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(Foto: picture alliance/dpa)

Gut vier Jahre nach der Verhängung von Kapitalverkehrskontrollen hat die konservative Regierung in Griechenland alle Beschränkungen im Geldverkehr aufgehoben. "Die Kapitalverkehrskontrollen sind ab heute Geschichte", erklärte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Damit können die Griechen wieder beliebig Geld ins Ausland überweisen.

Nach Ausbruch der Finanzkrise 2010 hatten viele Griechen aus Angst vor einem Zusammenbruch des Bankensystems große Summen von ihren Konten abgehoben, das Geld ins Ausland transferiert oder privat versteckt. Um diese Kapitalflucht zu bremsen, hatte die damalige linke Regierung unter Ex-Regierungschef Alexis Tsipras am 1. Juli 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt.

14:15 Uhr

Experte rechnet mit weiterer Yuan-Abwertung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wie geht es weiter mit dem Yuan? Julian Evans-Pritchard, Ökonom bei Capital Economics, rechnet angesichts der Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit mit einer weiteren Abwertung der chinesischen Währung. Ende des Jahres sieht er den US-Dollar bei 7,30 Yuan und im kommenden Jahr bei 7,50. Aktuell kostet er 7,1426 Onshore-Yuan. Seit Jahresbeginn hat der Yuan damit um 4,8 Prozent abgewertet, gegenüber seinem Jahreshoch im April sogar 6,7 Prozent.

Mit den nun zusätzlich erhobenen Strafzöllen dürfte der kumulierte Effekt die chinesische Wirtschaft annähernd einen Prozentpunkt an BIP-Wachstum kosten. Damit sei das Feld für geldpolitische Lockerungsmaßnahmen in China bereitet, und folglich für eine Abwertung des Yuan. Die chinesische Notenbank dürfte voraussichtlich den Zins für Ausleihungen an die Banken in den kommenden Quartalen um 0,75 Prozentpunkte senken, glaubt Evans-Pritchard.

13:45 Uhr

Amgen kauft für Milliarden Medikament von Celgene

Der US-Biotechkonzern Amgen kauft Celgene für 13,4 Milliarden US-Dollar in bar die weltweiten Rechte an dem Medikament Otezla ab. Im Zuge der Celgene-Übernahme durch den US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb wurde, um grünes Licht für den Deal durch die Kartellbehörde zu erhalten, das Schuppenflechte-Mittel Otezla zum Verkauf gestellt. Nach eigenen Angaben vom Amgen ist der Phosphodiesterase-Hemmer eine "strategische Ergänzung" für das eigene Portfolio.

Analysten hatten als mögliche Käufer des Medikaments neben Amgen auch Gilead oder Johnson & Johnson auf dem Radar gehabt. Mit dem Mittel setzte Celgene im vergangenen Jahr rund 1,6 Milliarden Dollar um.

13:14 Uhr

Volle E-Mobilität ohne Verkehrswende kostet Unsummen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Elektrifizierung aller Pkw in Deutschland bis 2050 würde ohne eine gleichzeitige Mobilitätswende bis zu 108 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Berechnung der Denkfabrik Agora Verkehrswende vor. Diese Summe sei nötig, sollten bis dahin weiterhin 45 Millionen Pkw auf den Straßen rollen und das Netz nicht intelligent gesteuert werden. Die Zahl berücksichtigt sowohl die Kosten für den Markthochlauf der Elektromobilität als auch die für den Ausbau der Verteilnetze.

Gelänge es indes, den Autoverkehr deutlich zu reduzieren und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, könnte unterm Strich gespart werden. Bei einem Volumen von 30 Millionen Elektro-Pkw auf den deutschen Straßen beliefen sich die Investitionen in Leitungen und Trafos auf 80 Milliarden Euro.

12:45 Uhr

Vorsichtige Erholung an Wall Street?

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Absturz zum Wochenschluss in Reaktion auf wechselseitig neue Zollankündigungen im US-chinesischen Handelskonflikt stehen die Zeichen an der Wall Street heute auf leichte Erholung. Der Aktienterminmarkt deutet einen Handelsbeginn am Kassamarkt rund 1 Prozent über Freitagsschluss an. Stützend wirken Aussagen von US-Präsident Donald Trump während des G7-Gipfels in Biarritz. Demnach will Peking eine "Rückkehr an den Verhandlungstisch". Trump beruft sich dabei auf chinesische Regierungsvertreter.

Doch sehen Händler in den sich andeutenden Aufschlägen nur eine leichte Erholungsbewegung auf die Baisse vom Wochenschluss. Denn von einer Lösung im Handelsstreit könne keine Rede sein. Die Abwertung des Renminbi spreche eine deutliche Sprache. Der Außen-Yuan in Hongkong geht aktuell auf einem Elfjahrestief um und könnte US-Präsident Donald Trump damit weitere Munition für Maßnahmen gegen China liefern.

12:34 Uhr

Bahn und Lufthansa einigen sich im Luftfracht-Kartellstreit

Die Deutsche Bahn und die Lufthansa haben ihren jahrelangen Streit um ein Luftfrachtkartell beigelegt. Damit beendeten die Unternehmen eine seit 2013 laufende Auseinandersetzung vor dem Landgericht Köln. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen lag die Entschädigungssumme für die Bahn deutlich unter 50 Millionen Euro.

Die Preisabsprachen zwischen 1999 und 2006 über Treibstoffzuschläge und Sicherheitsgebühren waren bereits vor über zehn Jahren aufgeflogen und hatten in vielen Ländern Strafen der Wettbewerbsbehörden ausgelöst. So verhängte etwa die EU im Jahr 2010 eine Strafe von insgesamt rund 800 Millionen Euro. In den USA summierten sich die Bußgelder auf etwa 1,5 Milliarden Dollar. Die Lufthansa kam als Kronzeuge der Absprachen um Zahlungen herum.

12:11 Uhr

Trumps Trade-Deal-Äußerung beflügelt Autowerte

Der G7-Gipfel im französischen Biarritz hat sich positiv auf das Handelsgeschehen in Frankfurt ausgewirkt. Auf dem habe US-Präsident Donald Trump auch einen Trade-Deal mit der EU besprochen, hieß es von den Agenturen. Dies sei positiv für deutsche Autowerte, sagt ein Händler.

BMW legen um 1,3 Prozent zu, VW um 0,8 Prozent und Daimler um 1,6 Prozent.

11:55 Uhr

Dax nimmt Fahrt auf

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Der deutsche Aktienmarkt ist im Verlauf des Vormittags deutlich ins Plus gedreht. Der Dax stieg am Mittag 0,7 Prozent auf 11.693 Punkte. Der MDax notierte mit 25.027 Zählern kaum verändert. Der TecDax kletterte um 0,4 Prozent auf 2731 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3357 Punkte nach oben.

Grund für den Kursaufschwung sind versöhnlichere Worte aus China und vor allem von US-Präsidenten Donald Trump, die auf eine Fortsetzung der Handelsgespräche deuten und damit eine Eskalation weniger wahrscheinlich machen.

11:38 Uhr

Tesla-Elektroautos werden in China wohl teurer

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(Foto: imago/VCG)

Der US-Elektroautobauer Tesla erwägt Insidern zufolge, bereits Ende August in China die Preise anzuheben. Sollte es neue Zölle auf Autos aus den USA geben, könnten zudem auch im Dezember nochmals Preiserhöhungen folgen, hieß es.

Anfang August hatte Reuters von Insidern erfahren, dass Tesla wegen der Abwertung der chinesischen Währung seine Preise ab September in der Volksrepublik anheben wolle. Tesla gab bislang dazu keine Stellungnahme ab.

11:14 Uhr

VP Bank: Ifo-Index auch von Umstellung auf E-Motor belastet

Die liechtensteinische VP Bank betrachtet den unerwartet deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex' vorrangig als eine Folge von Handelskonflikten und Brexit. Chefvolkswirt Thomas Gitzel macht aber auf einen weiteren Faktor aufmerksam: Die Umstellung vom Verbrennungsmotor auf den Elektromotor, die für die deutsche Autoindustrie eine tiefgreifende Zäsur bedeute. Fertigungsprozesse müssten umgestellt und neue Zulieferer ausgewählt werden. Darüber hinaus brauche aber auch der Verbrennungsmotor weiterhin Forschungs- und Entwicklungskapazität. Gleichzeitig komme es aufgrund der Technologieumstellung zu einer Kaufzurückhaltung.

  • "Für die Automobilhersteller bedeutet dies höhere Kosten bei einem schwächeren Absatz, Leidtragende sind in weiterer Folge die Maschinenbau- und Chemieindustrie", gibt Gitzel zu bedenken.
10:35 Uhr

Startup Megvii plant Börsengang in Hongkong

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(Foto: imago/blickwinkel)

Der chinesische Hersteller von Gesichtserkennungssoftware, Megvii,  treibt ungeachtet der Unruhen in Hongkong seine Börsenpläne in der Finanzmetropole voran. Insidern zufolge strebt die Firma einen Emissionserlös von mindestens 500 Millionen US-Dollar (445 Millionen Euro) an.

Die Einnahmen sollen hauptsächlich für Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb sowie für weltweite Expansions- und strategische Investitionsmöglichkeiten verwendet werden, heißt es im Verkaufsprospekt. An dem Unternehmen ist auch der chinesische Internetriese Alibaba beteiligt.

10:50 Uhr

ING sieht Deutschlands Industrie im freien Fall

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bank ING sieht die deutsche Industrie nach dem unerwartet deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex im freien Fall, Hoffnungen auf eine kurzfristige Erholung hat sie nicht.

  • "Hohe Lagerbestände und sinkende Auftragsbestände sind keine guten Vorzeichen für die industrielle Aktivität in den nächsten Monaten", schreibt ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski in einem Kommentar.

Bisher seien die Gewinnwarnungen von Unternehmen, eine höhere Kurzarbeit und das schwächere Verbrauchervertrauen nur vorsichtige Warnzeichen, aber die könnten sich schnell zu ernsthaften Problemen auswachsen, warnt Brzeski.

10:22 Uhr

Goldpreis erreicht höchsten Stand seit 2013

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(Foto: imago images / blickwinkel)

Der Goldpreis hat wegen der jüngsten Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und China in US-Dollar einen Höchststand seit 2013 erreicht. In der vergangenen Nacht wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) zeitweise für 1555,07 US-Dollar gehandelt. Damit war das Edelmetall so wertvoll wie seit April 2013 nicht mehr. In Euro gerechnet erreichte der Goldpreis sogar ein neues Rekordhoch bei 1393,68 Euro je Feinunze.

Bis zum Vormittag musste der Goldpreis aber wieder einen Teil der frühen Gewinne abgeben und wurde zuletzt bei 1533 Dollar gehandelt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump am Rande des G7-Gipfels überraschend eine Verhandlungslösung ins Spiel gebracht.

  • "China will einen Deal machen", sagte Trump im französischen Biarritz und sprach weiter von einem Telefongespräche zwischen Vertretern der US-Regierung und der Regierung in Peking, das laut Trump am Sonntag stattgefunden habe.
10:09 Uhr

Ifo-Index fällt erneut - "Anzeichen für Rezession mehren sich"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August den fünften Monat in Folge verschlechtert. Das Barometer des Münchner Ifo-Instituts für das Geschäftsklima fiel auf 94,3 Punkte von 95,8 Zählern im Vormonat. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 95,1 Punkte gerechnet. Mehr dazu lesen Sie hier.

  • "Die Anzeichen für eine Rezession in Deutschland mehren sich", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage schlechter. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate werden skeptischer gesehen.

Die deutsche Wirtschaft steht derzeit an der Schwelle zur Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Frühjahr um 0,1 Prozent.

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09:55 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Hindenburg-Omen überschattet die Börse

Die Turbulenzen der letzten Wochen haben den Markt gezeichnet und nun könnte auch der nahende  September erste Herbststürme mit sich bringen. Viele sprechen inzwischen vom Hindenburg-Omen, welches weiter fallende Märkte prophezeit. Ob diese Befürchtungen gerechtfertigt sind, diskutiert Bianca Thomas mit Matthias Hüppe von der HSBC und Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.

09:47 Uhr

Berliner Bausenatorin sorgt für sinkende Immobilienkurse

Zu den großen Verlierern in Frankfurt gehörten Immobilienfirmen. Hier sorgten die konkretisierten Pläne für einen Mietendeckel in Berlin für Verkäufe. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) plant Medienberichten zufolge für die Hauptstadt eine Deckelung der Monatsmiete auf maximal 7,97 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen, die bis 2013 gebaut wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Aktien von Vonovia und Deutsche Wohnen fielen um 2,0 beziehungsweise 3,4 Prozent. Letztere markierten kurz nach Handelsbeginn mit 28,61 Euro sogar ein Zweieinhalb-Jahres-Tief.

09:37 Uhr

KKR hat mehr als 40 Prozent bei Axel Springer

Der US-Finanzinvestor KKR hat sich beim Berliner Medienkonzern Axel Springer mit seinem Übernahmeangebot mehr als 40 Prozent der Aktien gesichert. Rund 45,9 Millionen Axel-Springer-Aktien seien bis zum 21. August zur Übernahme angedient worden, was einen einem Anteil von etwa 42,5 Prozent der ausstehenden Aktien entspreche, teilte KKR mit. Zusätzlich habe KKR eine Vereinbarung über den Erwerb weiterer 1,04 Prozent an Axel-Springer geschlossen. Die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent wurde damit deutlich überschritten.

Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2019 oder das erste Quartal 2020 erwartet. Europas größter Digitalverlag holt sich den US-Investor vor allem ins Haus, um sein langfristiges Wachstum zu finanzieren.

09:16 Uhr

Trump: China will neue Handelsgespräche

In den Handelsstreit zwischen den USA und China kommt offenbar neue Bewegung: US-Präsident Donald Trump sagte am Rande des G7-Gipfels im französischen Biarritz, Peking wolle eine "Rückkehr an den Verhandlungstisch". Das hätten ihm chinesische Regierungsvertreter mitgeteilt.

09:13 Uhr

Dax startet im Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist erwartungsgemäß mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax verlor 0,4 Prozent auf 11.569 Punkte. Der MDax gab um 1,0 Prozent auf 24.794 Zähler nach. Der TecDax sackte um 1,2 Prozent auf 2688 Stellen ab.

08:49 Uhr

Yuan-Kurs sackt ab - dickes Minus in Tokio und Hongkong

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA ist die chinesische Währung auf einen neuen Tiefstand gesunken. Auf dem Festland stand der Yuan im asiatischen Handel bei 7,1449 zum US-Dollar, das war der schwächste Wert seit Anfang 2008 und ein Rückgang von 0,69 Prozent im Vergleich zum Börsenschluss am Freitagabend. Über das Wochenende hatte sich der Handelskonflikt verschärft. Die chinesische Währung wird von der Zentralbank des Landes reguliert, die jeden Tag einen neuen Wechselkurs festlegt. Ein schwächerer Yuan begünstigt chinesische Exporte und mildert die Folgen der Strafzölle ab. Die USA und China liefern sich seit über einem Jahr einen Handelsstreit und überzogen sich seitdem gegenseitig mit hohen Strafzöllen.

In Tokio schloss die Börse wegen der Handelsstreitigkeiten über zwei Prozent im Minus. Der Finanzplatz in Hongkong gab zu Handelsbeginn um drei Prozent nach - was auch an den Protesten der Demokratiebewegung lag.

08:30 Uhr

Handelsstreit-Eskalation drückt Ölpreise runter

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,40

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn gesunken und haben damit an die Verluste vom Wochenschluss angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 58,76 US-Dollar. Das waren 58 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 61 Cent auf 53,56 Dollar.

Am Markt werden die fallenden Ölpreise mit der jüngsten Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China erklärt. Nur wenige Stunden nach einer Ankündigung neuer Strafzölle aus China hatte die US-Regierung angekündigt, ihre Strafzölle auf Importe aus China durchweg anzuheben.

07:31 Uhr

Familienfirmen an der Börse schneiden besser ab

Börsennotierte Unternehmen mit einer Beteiligung oder substanziellem Einfluss einer Familie sind an der Börse erfolgreicher als Konkurrenten. "Familienunternehmen verzeichnen ein höheres Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung", heißt es in der Studie der TU München im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen. Obendrein hätten diese Unternehmen eine "signifikant bessere operative Performance" - allerdings sind sie im Durchschnitt deutlich kleiner.

Die Studie untersuchte knapp 500 börsennotierte Firmen - bei 40 Prozent von ihnen war eine Familie beteiligt, bei einem Fünftel übte die Gründerfamilie noch entscheidenden Einfluss aus. Neben Traditionsunternehmen wie dem Keramikhersteller Villeroy & Boch oder der Baumarktkette Hornbach wurden junge Unternehmen wie der Online-Händler Zalando untersucht.

Mehr dazu lesen Sie bei n-tv.de.

06:42 Uhr

Handelsstreit zwischen China und USA drückt asiatische Märkte

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Die weitere Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat am Montag die Aktienmärkte in Asien deutlich ins Minus gedrückt. In Tokio sackte der Nikkei-Index 2,2 Prozent auf 20.259 Punkte ab. Der chinesische CSI300 verlor 1,3 Prozent.

Am Freitag hatten neue Zollankündigungen den Konflikt zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt verschärft. "Die Eskalation deutet darauf hin, dass die Unsicherheit weiterhin den Welthandel, die Industrieproduktion und die Investitionen belasten wird - ohne Aussicht auf eine Lösung", konstatierten die Analysten des Finanzhauses ANZ. "Es gibt das unbehagliche Gefühl, dass die sehr fragilen Verhandlungen außer Kontrolle geraten."

An den Devisenmärkten in Fernost fiel der chinesische Yuan zum Dollar zeitweise auf 7,1500 Yuan, das war der niedrigste Stand seit Februar 2008. Der japanische Yen notierte zum Dollar kaum verändert mit 105,40 Yen. Der Euro tendierte weitgehend stabil mit 1,1142 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9755 Franken je Dollar und 1,0870 Franken je Euro gehandelt.