Wirtschaft

Rezession immer wahrscheinlicher Ifo-Index auf niedrigstem Stand seit 2012

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Laut Ifo-Präsident Fuest mehren sich in Deutschland die "Anzeichen für eine Rezession".

(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Die deutsche Konjunktur lahmt. Laut dem Ifo-Institut bewerten Manager das Geschäftsklima hierzulande im August erneut negativ. Auch in der zweiten Jahreshälfte scheint keine Besserung in Sicht.

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August den fünften Monat in Folge verschlechtert. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 94,3 Punkte von 95,8 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 95,1 Punkte gerechnet.

"Die Anzeichen für eine Rezession in Deutschland mehren sich", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage schlechter. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate werden skeptischer gesehen.

Die deutsche Wirtschaft steht derzeit an der Schwelle zur Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Frühjahr um 0,1 Prozent. Geht es im Sommer das zweite Quartal in Folge bergab, wird von einer Rezession gesprochen. Die Bundesbank hält das für möglich.

"Die deutsche Konjunktur bleibt voraussichtlich auch im Sommer 2019 schwunglos", heißt es im aktuellen Monatsbericht. "Die gesamtwirtschaftliche Leistung könnte erneut leicht zurückgehen." Der exportabhängigen Industrie macht neben dem Ende Oktober anstehenden EU-Austritt Großbritanniens besonders der von US-Präsident Donald Trump entfachte Handelsstreit zu schaffen.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts