Montag, 03. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Erst tief im Tal, dann obenauf: Dax schließt im Plus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der deutsche Aktienmarkt hat heute den Abwärtstrend stoppen können. Am Nachmittag rückten Befürchtungen der Anleger hinsichtlich der Handelsstreitigkeiten der USA mit China und Mexiko in den Hintergrund. Damit konnten Dax und MDax die Verluste abbauen und ins Plus drehen. Auch "ergrünende" US-Börsen trugen dazu bei.

Der Dax gewann 0,6 Prozent und schloss bei 11.793 Punkten. Der MDax stieg um 0,5 Prozent auf 24.891 Zähler. Der TecDax verlor dagegen 0,1 Prozent auf 2745 Stellen. Der EuroStoxx50 legte um 0,4 Prozent auf 3293 Punkte zu.

Einsames Dax-Schlusslicht waren Infineon nach Veröffentlichung eines milliardenschweren Zukaufsplans in den USA mit minus 8,0 Prozent.

17:13 Uhr

BMW gibt sicherheitsrelevante Verkehrsdaten frei

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(Foto: picture alliance / dpa)

BMW wird als erster Autohersteller für die Verkehrssicherheit relevante Daten aus seinen Fahrzeugen allen Interessenten zu Verfügung stellen. Vom 1. Juli an werden anonymisierte Echtzeit-Informationen zum Beispiel über Wasser und Glatteis auf der Fahrbahn oder liegengebliebene Fahrzeuge unter einer Creative-Commons-Lizenz bereitgestellt, wie der Dax-Konzern mitteilte.

BMW will zur Verbreitung die Plattform des Kartendienstes Here nutzen, den der Münchner Autobauer zusammen mit Audi und Daimler gekauft hatte.

16:35 Uhr

Aktie der Google-Mutter verliert kräftig

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Wegen eines möglichen neuen Kartellverfahrens gegen Google in den USA ist die Aktie des Mutterkonzerns Alphabet an der Wall Street steil abgerutscht. Zum Auftakt des Handels in New York verlor die Aktie im Technologieindex Nasdaq rund 6,3 Prozent.

Das "Wall Street Journal" hatte am Freitag berichtet, dass das US-Justizministerium Ermittlungen gegen Google wegen möglicher Wettbewerbsverstöße vorbereite. Dabei gehe es um Googles Aktivitäten im Bereich der Internetsuche und andere Geschäftsfelder.

16:28 Uhr

Wall Street dreht nach schwachem Beginn ins Plus

Die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und Mexiko haben die Anleger an der Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent schwächer bei 24.717 Punkten. Nach der Bekanntgabe von US-Konjunkturdaten wechselte er ins Plus und legte 0,2 Prozent auf 24.873 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,1 Prozent auf 2756 Stellen.

  • "Die Investoren werden sich Sorgen über den Handel machen, bis es eine Lösung gibt, besonders bei Mexiko", sagte Rick Meckler, Partner bei der Vermögensverwaltung Cherry Lane Investments.

Die Papiere von Boeing verloren 2,2 Prozent. Der Airbus-Rivale muss auf Anordnung der Flugaufsicht FAA bei Maschinen des Typs 737 fehlerhafte Bauteile austauschen. Boeing ist der wichtigste US-Exporteur nach China.

16:20 Uhr

US-Industrie überrascht mit abgeschwächtem Wachstum

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Industrie hat ihr Wachstumstempo überraschend gedrosselt. Der Einkaufsmanager-Index sank im Mai auf 52,1 Punkte von 52,8 Zählern im Vormonat, wie aus einer Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2016.

Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 53,0 Zähler gerechnet. Das Barometer zeigt bei Werten jenseits von 50 Punkten Wachstum an.

15:58 Uhr

n-tv Zertifikate: Auf den Monat kommt es an

Es gibt für Anleger gute Gründe, nur im ersten Monat des Quartals zu investieren. Das belegen Analysen von Charttechnikern. Solche Saisonalitäten können auf dem Parkett entscheidend für Chancen und Risiken sein. Matthias Hüppe von der HSBC erklärt, was sie bedeutet und wie sich Anleger danach richten können.

15:37 Uhr

Altria setzt auf Kautabak und kauft zu

Der US-Tabakkonzern Altria Group setzt künftig verstärkt auf Kautabak mit Geschmack und beteiligt sich mit 80 Prozent an Tochtergesellschaften der Schweizer Burger Söhne Holding AG. Konkret gehe es um die Gesellschaften, die den Kautabak ON! weltweit vermarkten, teilte Altria mit.

Altria, zu der unter anderem die Zigarettenmarken Marlboro, Bucks, Chesterfield oder L&M gehören, wird 372 Millionen Dollar in das Geschäft investieren. Die New Yorker rechnen damit, den Deal in der zweiten Jahreshälfte abzuschließen.

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15:17 Uhr

Dax baut Verluste vollständig ab

Dax
Dax 12.249,10

Dem Dax ist am Nachmittag mit 11.733 Punkten kurzzeitig ein Sprung ins Plus gelungen. Dem Frankfurter Leitindex gelang damit eine Aufholjagd um mehr als 100 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich unverändert bei 3280 Punkten.

  • "Ob sich die Aktienmärkte im Juni wieder fangen können, ist aufgrund der zahlreichen Risiken fraglich", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Denn US-Präsident Donald Trump habe mit Mexiko eine weitere Front im Handelskrieg eröffnet. Zudem habe sich das Verhältnis zu China noch einmal zum Schlechteren gewendet.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Infineon mit einem Kursabschlag von 9,1 Prozent am Dax-Ende. Infineon will für umgerechnet rund 9 Milliarden Euro den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor erwerben.

15:02 Uhr

Eni und Toyota kooperieren bei Wasserstoffautos

Der italienische Öl- und Gaskonzern Eni und die regionale Toyota-Motor-Tochtergesellschaft wollen in Italien mehr Wasserstoffautos auf die Straße bringen. Im Rahmen der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung werde Eni eine Wasserstoff-Tankstelle an seiner Service-Station in San Donato Milanese einrichten, so das Unternehmen.

Toyota Motor Italia werde dann eine Flotte aus zehn Wasserstoff-Autos auf die Straßen bringen, die hier aufgetankt werden könnten. Der an der Station verfügbare Wasserstoff werde mit erneuerbarer Energie durch Elektrolyse von Wasser erzeugt. Sollte das Projekt erfolgreich sein, will Eni auch an anderen Tankstellen Wasserstoff in den kommenden Jahren anbieten.

14:42 Uhr

737-Max-Startverbot macht Tui zu schaffen

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Tui 8,09

Tui haben die Verluste ausgebaut und gaben am Nachmittag um 3 Prozent nach. Ein Händler verwies auf Tui-Aussagen, laut denen sich die Gewinnbelastungen durch das 737-Max-Startverbot auf bis zu 300 Millionen Euro belaufen könnten.

Nach Einschätzung des Marktteilnehmers ist die Gewinnbelastung per se keine Überraschung. Allerdings sei das Sentiment für die Aktie und den Reisekonzern angeschlagen und reagiere auf negative Nachrichten. Die Tui-Aktie könnte sich im weiteren Verlauf erholen.

*Datenschutz

14:28 Uhr

Springer stockt Anteil an Purplebricks auf

Die Verlagsgruppe Axel Springer erhöht ihre Beteiligung an der britischen Immobilienplattform Purplebricks auf 26,6 von vorher 12,4 Prozent. Purplebricks teilte mit, dass der MDax-Konzern 43,7 Millionen zusätzliche Aktien zum Preis von einem Pfund je Stück gekauft habe. Von Axel Springer heißt es dazu, das zusätzliche Investment belaufe sich nach aktuellem Wechselkurs auf rund 49 Millionen Euro.

Purplebricks ist neben Großbritannien außerdem in Australien und den USA aktiv. Seit Ende 2015 ist das Unternehmen an der Londoner Stock Exchange notiert.

14:08 Uhr

Kraftstoffpreise im Mai auf bisherigem Jahreshöchststand

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mai ist für Autofahrer der bislang teuerste Monat des Jahres an der Zapfsäule gewesen: Ein Liter Super E10 kostete im Monatsdurchschnitt 1,508 Euro und damit 6,1 Cent mehr als im April, wie der ADAC mitteilte. Diesel verteuerte sich demnach um 2,3 Cent auf 1,302 Euro. Damit ist Benzin mittlerweile rund 18 Cent je Liter teurer als noch im Januar. Bei Diesel fällt der Anstieg mit rund sechs Cent deutlich moderater aus.

Der bislang teuerste Tag des Jahres für Benzinfahrer mit 1,531 Euro pro Liter Super E10 war der 23. Mai. Für Diesel mussten Autofahrer mit durchschnittlich 1,316 Euro am 21. Mai am meisten bezahlen.

13:43 Uhr

Nun amtlich: Post-Standardbrief kostet ab Juli 80 Cent

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(Foto: dpa)

Nun ist die Katze endgültig aus dem Sack: Ein Standardbrief der Deutschen Post kostet ab Juli 80 Cent. Außerdem werde das Porto für eine Postkarte im Inland von derzeit 45 auf 60 Cent steigen, teilte das Dax-Unternehmen offiziell mit. Diese Preise sollen demnach bis Ende 2021 unverändert gelten.

Was macht die Post-Aktie? Sie stieg am Nachmittag um 0,3 Prozent.

13:16 Uhr

Leoni-Aktie markiert Neunjahrestief

Leoni
Leoni 13,77

Die Aktie des Autozulieferers Leoni hat neue zyklische Tiefs markiert. Der Kurs fiel am frühen Nachmittag um 8,8 Prozent auf 12,78 Euro, damit notierte die Aktie erstmals seit neun Jahren unter 13 Euro. Die Umsätze sind dabei nicht allzu groß.

  • "Der geordnete Rückzug setzt sich fort", sagt ein Marktteilnehmer.
12:56 Uhr

Wall Street signalisiert sinkende Kurse

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(Foto: dpa)

Die US-Börsen dürften auch heute im Krisenmodus bleiben. Denn während der Aktienterminmarkt eine etwas leichtere Handelseröffnung am Kassamarkt suggeriert, zieht der Rentenmarkt weiter an - die Renditen fallen also.

Die Börsianer kämpfen noch immer mit der Zollankündigung gegen mexikanische Importe als Druckmittel in der Migrationsfrage. Eigentlich hatten Händler Zölle gegen mexikanische Importe nicht mehr auf dem Radar, weil es zuvor ein Handelsabkommen mit dem südlichen Nachbarn der USA gegeben hatte. "Das ist ein echter Game-Changer", sagt ein Händler. US-Präsident Donald Trump sei nun "unberechenbar" geworden, und das preisten die Märkte ein.

Doch so ganz überlassen Börsianer den Pessimisten nicht das Feld. Denn, so eine Hoffnung, sollte der US-Protektionismus auf das globale Wachstum drücken, könnte am Ende doch die Vernunft siegen und eine Einigung bei den diversen Handelsstreitigkeiten auf der Agenda stehen.

12:45 Uhr

Unsicherheit lässt Goldpreis steigen

Gold in USD
Gold in USD 1.430,18

Der Goldpreis ist derzeit der Gewinner der Risikoaversion. Heute stieg er um weitere 11 US-Dollar auf 1316 Dollar und markierte den höchsten Stand seit Ende März. Marktteilnehmer sehen weiteres Aufwärtspotenzial: Zum einen nimmt die Zinssenkungsfantasie in den USA zu angesichts der diversen Risikofaktoren für das globale Wirtschaftswachstum, was den Goldpreis in Dollar stützen dürfte. Zum anderen hat der Euro seine Abwärtsbewegung zum Dollar beendet, auch das gilt als möglicher Treiber für den Goldpreis.

Die Experten der Commerzbank sprechen daneben von technischen Käufen, nachdem die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie überschritten worden sei.

12:20 Uhr

Kier-Aktienkurs nach Gewinnwarnung fast halbiert

Kier
Kier 1,30

Gekappte Gewinnziele brocken Kier den größten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des britischen Baukonzerns fielen um bis zu 43 Prozent auf ein 20-Jahres-Tief von 158,6 Pence.

Dem Unternehmen zufolge, das unter anderem an der unterirdischen Londoner Bahnstrecke "Crossrail" in London mitarbeitet, wird der operativen Gewinn 2019 umgerechnet 28 Millionen Euro hinter den bisherigen Zielen zurückbleiben. Der Umsatz werde bei etwa fünf Milliarden Euro stagnieren. Grund hierfür seien steigende Kosten und eine schwächelnde Nachfrage. Mitte März hatten die Papiere noch rund 500 Pence gekostet.

12:03 Uhr

Dax berappelt sich - Großteil des Verlusts abgebaut

Dax
Dax 12.249,10

Der deutsche Aktienmarkt hat bis zum Mittag einen Teil seiner Verluste wieder abbauen können. Der Dax verlor nur noch 0,1 Prozent auf 11.713 Punkte. Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 24.681 Zähler, der TecDax 0,5 Prozent auf 2733 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3273 Punkte nach unten.

Dax-Spitzenreiter waren Wirecard mit plus 2,2 Prozent. Einsames Schlusslicht im Leitindex waren weiter Infineon mit minus 6,5 Prozent.

11:45 Uhr

Kommt im Juli eine US-Zinssenkung?

Die Spekulation um sinkende US-Leitzinsen nimmt mit den jüngsten Turbulenzen an den Märkten weiter zu.

  • "Die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinssenkung zur Sitzung am 31. Juli beträgt nun bereits 49 Prozent", sagt Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest. Damit habe sie sich binnen Wochenfrist mehr als verdoppelt.

Das Band für den Leitzins liegt derzeit bei 2,25 zu 2,5 Prozent, es könnte dann auf 2,00 zu 2,25 Prozent heruntergenommen werden.

11:18 Uhr

Britischer Industrieindex fällt unter kritische Marke

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(Foto: imago/Eckhard Stengel)

Die britische Industrie ist im abgelaufenen Monat auf Schrumpfkurs gegangen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Mai fiel auf 49,4 Punkte von 53,1 im Vormonat, wie das Institut IHS Markit berichtete. Damit liegt der Index zum ersten Mal seit Juli 2016 unter der kritischen Marke von 50 Zählern. Damals war das Referendum zugunsten des EU-Ausstiegs ausgegangen.

  • "Der Auftragseingang ging sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland zurück, da bereits hohe Lagerbestände bei Herstellern und deren Kunden zu Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung des Produktionsniveaus führten", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson.
  • "Die Nachfrage wurde auch durch die anhaltenden globalen Handelsspannungen beeinflusst."
10:50 Uhr

Türkische Lira nach Inflationsdaten volatil-schwächlich

Nach den Kursgewinnen am Freitag gibt die türkische Lira unter Schwankungen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Von neuen Preisdaten kommen eher ungünstige Daten, zumindest was die Aussicht auf steigende Zinsen betrifft. Im Mai sind die Verbraucherpreise mit 18,7 Prozent auf Jahresbasis so langsam gestiegen wie seit August nicht mehr. Im April betrug der Preisauftrieb noch 19,5 Prozent.

Im Monatsvergleich stehen 0,95 Prozent für Mai 1,7 Prozent für April gegenüber. Analysten hatten für Mai mit 19,1 beziehungsweise 1,28 Prozent Anstieg der Preise gerechnet. Ähnlich sah das Bild im Mai bei den Erzeugerpreisen aus.

10:21 Uhr

Infineon wird für Zukaufspläne abgestraft

Infineon
Infineon 14,90

Der deutsche Chipkonzern Infineon ist mit seinen Übernahmeplänen für den US-Halbleiterkonzern Cypress Semiconductor an der Börse durchgefallen. Die Aktie des Dax-Konzerns sackte am Vormittag um bis zu 6,5  Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 15,04 Euro ab. Anlegern stieß vor allem der gebotene Preis von neun Milliarden Euro sauer auf.

  • "Der Kaufpreis ist ambitioniert, insbesondere im Hinblick auf die aktuellen Marktunsicherheiten", sagte Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank.

Knapp ein Drittel des Übernahmepreises will Infineon nach eigenen Angaben außerdem durch neues Eigenkapital finanzieren.

10:12 Uhr

Industrie in Eurozone schrumpft weiter

Für die Industrie in der Eurozone war der Mai kein Wonnemonat. Ihre Geschäfte schrumpften wegen sinkender Aufträge und einer nachlassenden Produktion bereits den vierten Monat hintereinander, wie eine Umfrage des britischen Instituts IHS Markit unter Tausenden Unternehmen zeigte.

Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,2 auf 47,7 Punkte. Erst ab 50 zeigt das Barometer Wachstum an.

10:03 Uhr

Schweizer Franken auf Höchststand seit 2017

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Schweizer Franken hat zu Wochenbeginn zu einem neuerlichen Höhenflug angesetzt. Zum Euro legte er auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren zu. Der Euro sackte im Gegenzug bis auf 1,1127 Franken ab.

  • "Wir sehen eine zunehmende Flucht in sichere Häfen", begründete Sven Schubert von Vontobel Asset Management den Anstieg.
  • Grund sei der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China, der auf die Stimmung drücke. Da sich hier keine rasche Lösung abzeichne, könne der Franken auch in den kommenden Tagen weiter zulegen.

Auch zum US-Dollar gewann der Franken an Wert.

09:48 Uhr

Online-Modehändler Global Fashion Group plant IPO

Der in Luxemburg ansässige Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) will den Gang aufs Börsenparkett wagen und mit den Einnahmen daraus seine Expansion finanzieren. Das zur schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik und zum Berliner Startup-Investor Rocket Internet gehörende Unternehmen plane die Notierung am regulierten Markt in Frankfurt, wie GFG ankündigte. Durch die Ausgabe neuer Aktien an private und institutionelle Ivestoren solle ein Erlös von rund 300 Millionen Euro erzielt werden.

Mit dem frischen Kapital will der Börsenaspirant weiteres Wachstum finanzieren und in die Technologieplattform und den Kundenausbau investieren. Goldman Sachs, Morgan Stanley, Berenberg und HSBC begleiteten den Börsengang.

09:30 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie unter der Sechs-Euro-Marke

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,26

Unter Druck befand sich im frühen Handel auch die Aktie der Deutschen Bank. Sie rutschte erstmals unter die Marke von 6 Euro und verbilligte sich um 3,5 Prozent auf 5,87 Euro. Ein unmittelbarer Abstieg aus der ersten deutschen Börsenliga droht allerdings nicht, da vier andere Dax-Werte eine noch geringere Marktkapitalisierung aufweisen.

Die Deutsche Bank ist seit Jahren in der Krise. Vorstandschef Christian Sewing hatte auf der Hauptversammlung im Mai harte Einschnitte angekündigt. Außerdem spekulieren Anleger wegen des kostspieligen Umbaus des Investmentbankings auf eine erneute Kapitalerhöhung. Insidern zufolge will die Deutsche Bank dies allerdings verhindern.

09:18 Uhr

Dax geht weiter runter - Infineon-Aktie verliert kräftig

Der deutsche Aktienmarkt ist nach den kräftigen Verlusten am Freitag auch zu Wochenbeginn auf Talfahrt. Der Dax verlor kurz nach Handelsbeginn 0,7 Prozent auf 11.646 Punkte. Der MDax gab um 0,9 Prozent auf 24.551 Zähler nach, der TecDax um 0,8 Prozent auf 2726 Stellen.

Infineon befanden sich mit einem Minus von 6,0 Prozent am Dax-Ende. Der Chipkonzern will den US-Rivalen Cypress Semiconductor übernehmen.

08:25 Uhr

Rohstoffpreise geben nach: Öl-Experten erwarten Nachfrageeinbruch

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,63

Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt zu Wochenbeginn fort. Die Notierungen im Rohstoffhandel würden weiter vor allem durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet, erklären Marktbeobachter die Bewegung.

  • Die Sorge vor einem weiteren Abflauen der Weltwirtschaft verstärkt demnach die Aussicht auf eine schwächere Nachfrage nach Rohöl.
  • Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 61,33 Dollar. Das sind 66 Cent weniger als vor dem Wochenende.
  • Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 38 Cent auf 53,12 Dollar.

Seit Mitte Mai sind die Preise für US-Öl und für Rohöl aus der Nordsee in einer scharfen Abwärtsbewegung um jeweils etwa 16 Prozent eingebrochen. Vom Tiefpunkt aus dem Zeitraum vergangenen zwölf Monate ist der Brentpreis aber noch deutlich entfernt: Ende Dezember 2018 war Nordseeöl am Weltmarkt bis auf ein Niveau von 42,27 Dollar gefallen.

08:04 Uhr

Minuszeichen in Fernost: Asien-Anleger tauchen ab

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Brennende Konjunktursorgen zwingen die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt in die Knie: An den großen Handelsplätzen in Japan und Festland-China geht es mit den Kursen zum Start in den Börsenmonat Juni weiter nach unten.

  • In Tokio gibt der Nikkei-Index zu Wochenbeginn um 1,3 Prozent nach auf 20.327,70 Punkte.
  • In der chinesischen Handelsmetropole Schanghai zieht sich der Shanghai-Composite um 0,4 Prozent auf 2886,69 Zähler zurück.
  • In Hongkong büßt der Hang-Seng-Index ebenfalls 0,4 Prozent ein und notiert im späten Handel bei 26.808 Punkten.
07:43 Uhr

Großeinkauf in den USA: Infineon schluckt Chiphersteller

Infineon
Infineon 14,90

Der deutsche Hightech-Konzern Infineon sorgt mit einer milliardenschweren Übernahme für Aufsehen. Wie das Dax-Unternehmen am Morgen bestätigt, liegt der Übernahmevertrag mit dem US-Wettbewerber Cypress Semiconductor in trockenen Tüchern.

  • Infineon zahlt eigenen Angaben zufolge Cypress-Anteilseignern 23,85 Dollar je Aktie in bar.
  • Der Preis je Aktie liegt damit 46 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Insgesamt bewertet Infineon Cypress Semi damit mit rund 9,0 Milliarden Euro.
  • Der milliardenschwere Zukauf dürfte den Umsatz bei Infineon um neun Prozent und mehr anheben, hieß es. Mit einem Abschluss der Übernahme sei bis spätestens Anfang 2020 zu rechnen.
07:22 Uhr

Dax stolpert in den Börsensommer

Dax
Dax 12.249,10

Minuszeichen zum Start in den Juni: Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf eine anhaltende Abwärtsfahrt gefasst machen. Der Leitindex wird zum Wochenauftakt erneut schwächer erwartet.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen sehen Beobachter in Banken und Brokerhäusern den Dax zur Eröffnung nach dem verlängerten Himmelfahrtswochenende bei 11.642,50 Punkten starten, was einem Kursabschlag von 0,7 Prozent entspricht.
  • Am Freitagabend war das Frankfurter Börsenbarometer tiefrote 1,5 Prozent im Minus bei 11.726,84 Punkten aus dem Handel gegangen. Zeitweise lag der Dax im Verlauf sogar mehr als 2,0 Prozent in der Verlustzone.
  • Wichtigster Störfaktor im Aktiengeschäft bleibt der schwelende Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten USA und China.

Die chinesische Seite warf der US-Delegation zuletzt mehrere Rückzieher vor. Zugleich eröffneten die Wirtschaftslenker Einblicke in die Gegenmaßnahmen, mit denen US-Präsident Donald Trump und die Weltwirtschaft rechnen müssen, sollte es keine gütliche Einigung geben.

In Peking nahmen Ermittler die Geschäfte des US-Paketdienstleisters Fedex ins Visier. Zugleich schüren die Chinesen die Sorge, die US-Wirtschaft könnte von der Versorgung mit Hightech-Rohstoffen aus der Gruppe der Seltenen Erden abgeschnitten werden.

Angesichts der herrschenden Konjunktursorgen rückt der Datenkalender zu Wochenbeginn ins Blickfeld: Neben Stimmungsindikatoren aus der Eurozone stehen aus den USA die Bauausgaben und der ISM-Index an.