Montag, 06. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax dämmt seinen Verlust noch ein

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(Foto: imago/Sven Simon)

Es gab dann schlussendlich doch kein Kursmassaker: Die Verschärfung des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat die Anleger zwar verschreckt. Nach der Dax-Rally der vergangenen Monate machten die Investoren nun Kasse. Allerdings konnte der deutsche Aktienmarkt zum Handelsende hin einen großen Teil seiner Verluste wieder abbauen.

Der Dax fiel um 1,0 Prozent und schloss bei 12.287 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex mit 12.435 Punkten den höchsten Stand seit September 2018 erreicht. Der MDax sackte um 1,2 Prozent auf 25.660 Zähler ab. Der TecDax verlor 1,3 Prozent auf 2850 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3462 Punkte nach unten. Im Dax verzeichneten heute nur Deutsche Börse, Adidas, Henkel, Beiersdorf und Eon Gewinne.

Das wär's für heute. Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

17:09 Uhr

Zu risikoreich: Schweden-Krone fällt auf Zehnjahrestief

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(Foto: picture alliance / dpa)

Einen miesen Tag erlebt auch die schwedische Krone - sie fiel zum Euro auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump schürten neue Sorgen im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit und trieben Anleger aus vermeintlich risikoreichen Anlagen, hieß es im Handel. Die Krone falle typischerweise in solchen Phasen.

Der Euro stieg aktuell auf 10,7315 Kronen. Am Freitag war die Gemeinschaftswährung noch klar unter 10,70 Kronen bewertet worden.

16:42 Uhr

SunExpress least Ersatz für Boeing 737 Max

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Der Ferienflieger SunExpress, eine Tochter von Lufthansa und Turkish Airlines, hat für den Sommerflugplan neun Ersatzflugzeuge für die eingeplanten acht Maschinen des derzeit gesperrten Boeing-Modells 737 Max geleast. Damit könne das Wachstum bei möglichst geringen Unannehmlichkeiten für die Fluggäste aufrechterhalten werden, so die Airline.

Die Freigabe der Boeing-Flugzeuge, die nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Todesopfern wegen vermuteter technischer Defekte weltweit aus dem Verkehr gezogen wurde, könne womöglich bis nach der Sommersaison auf sich warten lassen. Gleichwohl hält SunExpress daran fest, das neue Boeing-Modell anzuschaffen.

16:23 Uhr

Handelsstreit treibt Anleger zum Yen - Ölpreise sinken

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(Foto: picture alliance / dpa)

Am Devisenmarkt hat der japanische Yen als klassische Fluchtwährung von Befürchtungen profitiert, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China nicht beigelegt werden könnte. Der US-Dollar fiel auf etwa 110,90 Yen, zeigt sich damit aber erholt von seinem Tagestief, das bei 110,28 Yen gelegen hatte. Am Freitag hatte der Greenback allerdings noch rund 111,50 Yen gekostet. Der Euro notiert kaum verändert bei rund 1,1190 Dollar.

Die Ölpreise litten etwas unter Befürchtungen, dass der Handelskonflikt die chinesische Nachfrage nach Öl dämpfen könnte, und hatten im frühen Handelsverlauf allerdings schon deutlicher nachgegeben. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich am Nachmittag um 0,4 Prozent auf 61,67 Dollar. Der Preis für die Nordseesorte Brent fiel um 0,3 Prozent auf 70,66 Dollar.

16:05 Uhr

Trump drückt auch die Wall Street nach unten

Dow Jones
Dow Jones 26.568,00

Die jüngste Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China hat auch die Wall Street auf Talfahrt geschickt. In New York ging es kurz nach der Startglocke mit dem Dow-Jones-Index um 1,3 Prozent nach unten auf 26.157 Punkte. Der S&P-500 verlor 1,2 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,5 Prozent. Damit hielten sich die Verluste im Vergleich zu anderen Börsenplätzen in Grenzen. Andere Nachrichten spielen derweil nur eine untergeordnete Rolle am Markt. Wichtige US-Konjunkturdaten gab es heute nicht. Auch Unternehmensnachrichten waren rar, denn die Bilanzsaison nähert sich in den USA ihrem Ende.

Am Wochenende hat Berkshire Hathaway Geschäftszahlen zum ersten Geschäftsquartal vorgelegt. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway fiel um 1,9 Prozent. Die Boeing-Aktie gab um 2,7 Prozent nach. Hier dürfte neben der jüngsten Entwicklung im Zollstreit eine neue schlechte Nachricht zum Flugzeugtyp 737 Max, der mit zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate in die Schlagzeilen geraten war, den Kurs belasten.

15:44 Uhr

Störungen im Sommerflugverkehr? Easyjet baut bereits vor

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(Foto: REUTERS)

Die britische Billig-Airline Easyjet rechnet auch in diesem Jahr zur Hauptreisezeit mit Störungen im deutschen und europäischen Flugverkehr.

  • "Es wird sicher im Sommer zu Engpässen kommen", sagte der neue Deutschland-Chef Stephan Erler.

Easyjet sei aber gut aufgestellt, um mit den Herausforderungen umzugehen. Dies soll gelingen durch zusätzlich in Europa stationierte Maschinen, die notfalls einspringen könnten. Zudem habe man die Zusammenarbeit mit den Flughäfen verstärkt, um eine bessere Abfertigung zu erreichen.

15:19 Uhr

Xing-Aktie ignoriert Trump und geht auf Allzeithoch

Xing
Xing 373,45

Der US-chinesische Handelsstreit belastet die Aktie des Karrierenetzwerks Xing nicht. Die Aktie notierte mit 364,50 Euro auf Allzeithoch. Treiber dürften weiterhin die guten Quartalszahlen der Vorwoche sein.

Zur Vorsicht mahnten allerdings die Analysten von Warburg, die die Aktie historisch betrachtet als teuer einstufen. Aktuell handelt sie 2,7 Prozent höher bei 363,50 Euro.

14:57 Uhr

Frankfurt meldet weiter Kursverluste

Was macht der deutsche Aktienmarkt? Er befand sich auch am Nachmittag weiter tief im Minusbereich. Der Dax notierte 1,8 Prozent tiefer bei 12.185 Punkten - er baute damit seinen Verlust minimal ab. Der MDax verlor 1,9 Prozent auf 25.473 Zähler, der TecDax 2,1 Prozent auf 2828 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 1,8 Prozent auf 3440 Punkte ab.

Konjunkturdaten sind heute aus den USA nicht zu erwarten. An der Dax-Spitze notierten Eon mit minus 0,1 Prozent. Das Dax-Ende zierten BASF mit minus 6,4 Prozent, allerdings wurde die Aktie der Ludwigshafener heute ex-Dividende gehandelt.

14:45 Uhr

Insider: VW sondiert Verkauf von MAN Energy Solutions

Volkswagen denkt Insidern zufolge über einen Verkauf seiner Tochter MAN Energy Solutions nach. Der Konzern habe damit begonnen, mögliche Interessenten für den Hersteller von großen Schiffsmotoren und Stromgeneratoren anzusprechen, hieß es. Ein Verkaufsprozess sei noch nicht eingeleitet.

Bei den angesprochenen Interessenten handele sich um Unternehmen wie den US-Konzern Cummins, der Diesel- und Gasmotoren herstellt, den finnischen Spezialisten für Kraftwerke und Schiffsmotoren Wartsila, und die Firma Jenbacher aus Tirol.

14:20 Uhr

Gabriel warnt deutsche Autobauer vor Trump

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(Foto: imago images / Future Image)

Sigmar Gabriel war früher Ministerpräsident im VW-Stammland Niedersachsen und auch Bundesaußenminister - kein Wunder, dass auch er etwas zur US-Handelspolitik zu sagen hat. Der SPD-Politiker warnte vor einer Einführung von US-Zöllen auf deutsche Autos.

Er gehe davon aus, dass US-Präsident Donald Trump den Handelsstreit mit China bald beilegt, sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung.

  • "Dann wird er sich umdrehen und nach Europa und speziell nach Deutschland schauen."
  • "Trump hat schon sehr früh den deutschen Automobilmarkt, die deutschen Automobilhersteller, als seine Gegner identifiziert." Die Amerikaner kauften deutsche Autos aber nicht, "weil sie so billig sind, sondern weil sie besser sind".
14:00 Uhr

Deutsche-Bank-Spitze könnte Entlastung verweigert werden

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(Foto: dpa)

Der Deutschen Bank steht am 23. Mai wohl erneut eine turbulente Hauptversammlung ins Haus. Der US-Stimmrechtsberater Glass Lewis empfehle den Aktionären, gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu stimmen, zitierte Reuters aus einer Analyse. Die deutsche Glass-Lewis-Tochter Ivox rät den Anlegern, die Entlastung solle "mindestens kritisch hinterfragt werden". Den Aufsichtsrat kritisieren die Stimmrechtsberater unter anderem wegen der Gehaltspolitik und der Personalrochaden im Vorstand in den vergangenen Jahren.

Nach den Empfehlungen von Stimmrechtsberatern wie Glass Lewis richten sich viele Fonds und Großanleger, insbesondere aus den USA und Großbritannien. Gegen die Ansichten von Glass Lewis und dem einflussreicheren Konkurrenten ISS lassen sich daher kaum Beschlüsse durch die Hauptversammlung bringen.

13:40 Uhr

Sprecher: Chinesen wollen in die USA reisen

Aller US-Zolldrohungen zum Trotz: Eine chinesische Delegation bereitet sich nach Angaben des Pekinger Außenministeriums trotz der Auslassungen von Präsident Donald Trump darauf vor, zu Handelsgesprächen in die Vereinigten Staaten zu reisen. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, sagte zu Reportern, dass es solche US-Drohungen in der Vergangenheit mehrmals gegeben habe.

Er verwies auf die Verhandlungen der vergangenen Woche in Peking und sagte, dass es Fortschritte gegeben habe. Die chinesische Regierung hoffe, dass beide Seiten zusammenarbeiten könnten, um eine Einigung zu erzielen.

13:22 Uhr

Mögliche Wahlwiederholung drückt türkische Lira

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Spekulationen auf eine Wiederholung der Kommunalwahlen in Istanbul lasten auf der türkischen Währung. Ein US-Dollar kostete erstmals seit Oktober wieder mehr als sechs Lira. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte eine erneute Abstimmung, weil es seiner Ansicht nach Unregelmäßigkeiten gegeben haben soll. Die Republikanische Volkspartei CHP war bei den Wahlen am 31. März mit 0,2 Prozentpunkten Vorsprung auf den AKP-Kandidaten zum Sieger ernannt worden.

Für zunehmende Unsicherheit bei Türkei-Investoren sorgte auch die anziehende Inflation. Zwar fiel der Preisanstieg im April etwas geringer aus als von Analysten erwartet. Ein unklarer Kurs der türkischen Notenbank habe aber in den vergangenen Tagen für Nervosität unter Anlegern gesorgt, erläuterte Analyst Tatha Ghose von der Commerzbank. Die türkische Zentralbank hatte den Leitzins bei ihrer Zinsentscheidung Ende April konstant bei 24 Prozent gelassen und erwägt außerdem keine weitere Erhöhung.

13:03 Uhr

Cimic schickt Hochtief-Kurs in den Keller

Mit den deutschen Aktien ist es heute mitunter kräftig bergab gegangen. Dabei standen Hochtief vergleichsweise stark unter Druck - ihr Kurs gab mehr als 8 Prozent nach. Händler verwiesen dabei auf die Tochter Cimic, deren Aktien in Sydney bis zu 11 Prozent verloren hatten und 7 Prozent schwächer schlossen.

Grund war laut Händlern eine Note von GMT-Research aus Hongkong, nach der Cimic die Gewinne zu hoch ausgewiesen habe. Cimic habe die Vorwürfe zurückgewiesen mit der Mitteilung, das Unternehmen sei allen Verpflichtungen nachgekommen.

12:40 Uhr

Wall Street wird Asien und Europa ins Minus folgen

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die jüngste Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China dürfte heute auch die Wall Street auf Talfahrt schicken. Schon die Börsen in Asien und Europa waren heftig unter Druck geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zollerhöhungen auf chinesische Waren angedroht hatte. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes deuten eine sehr schwache Eröffnung mit Verlusten von durchschnittlich um etwa 2 Prozent auch an der Wall Street an.

Andere Nachrichten spielen derweil nur eine untergeordnete Rolle am Markt. Wichtige US-Konjunkturdaten werden heute nicht veröffentlicht. Auch Unternehmensnachrichten sind rar, denn die Bilanzsaison nähert sich in den USA ihrem Ende.

Am Wochenende hat Berkshire Hathaway Zahlen zum ersten Geschäftsquartal vorgelegt. Die Holding-Gesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett hat im Auftaktquartal einen Nettogewinn von 21,66 Milliarden Dollar erzielt, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Verlust von 1,14 Milliarden Dollar angefallen war. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway zeigte sich im vorbörslichen Handel zunächst unbewegt von den Zahlen.

Die Boeing-Aktie gab dagegen vorbörslich um 3,6 Prozent nach. Hier dürfte neben der jüngsten Entwicklung im Zollstreit eine neue schlechte Nachricht zum Flugzeugtyp 737 Max, der mit zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate in die Schlagzeilen geraten war, den Kurs belasten.

12:22 Uhr

Handelskonflikte bremsen Deutschlands Maschinenbauer

Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur haben den deutschen Maschinenbauern den Jahresauftakt verdorben. Verunsicherte Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte.

In den ersten drei Monaten gingen bei der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie preisbereinigt 10 Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahreszeitraum. Hinzu kamen im ersten Vierteljahr Sonderbelastungen im Inland wie die Schwäche der Autoindustrie, wie VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers erläuterte.

12:01 Uhr

Trump ist laut IfW-Chef "frustriert"

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(Foto: imago images / Xinhua)

Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, findet die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Einfuhrzölle auf bislang davon unbelastete chinesische Waren zu erheben, wenig glaubhaft.

  • "Hier meldet sich ein frustrierter US-Präsident. Er hat für letzten Freitag Erwartungen eines Durchbruchs im Handelsstreit mit China geweckt und konnte nicht liefern. Jetzt sucht er das Heil in neuen Drohungen", schrieb Felbermayr.

Er verwies darauf, dass Trump in der ersten Runde von Zöllen die aus US-Sicht günstigsten Waren belastet habe.

  • "Wenn er nun seine Strafzölle auf die restlichen importierten Produkte ausdehnt, dann trifft er zwangsläufig Güter, bei denen das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die US-Wirtschaft besonders schlecht ist", argumentiert Felbermayr.
11:38 Uhr

Trump setzt Dax kräftig zu

Nichts Neues aus Frankfurt: Die Furcht vor einem Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und China hat den Handel mit voller Wucht getroffen. Damit sei nun das gefährdet, "was man den Finanzmärkten bislang nahezu täglich als etwas verkaufen wollte, was sehr gute Fortschritte macht", sagte ein Analyst. Der Dax sackte bis kurz vor Mittag um 2,1 Prozent auf 12.155 Punkte ab. Der MDax verlor 2,1 Prozent auf 25.404 Zähler, der TecDax gar 2,4 Prozent auf 2821 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 2,1 Prozent auf 3429 Punkte nach.

Im Dax verbilligten sich alle Werte. Schwer traf es neben den Autowerten vor allem die Techwerte.

11:21 Uhr

Anleger fliehen aus Luxusgüteraktien

LVMH
LVMH 370,20

Deutlich kräftiger als für den Gesamtmarkt ist es am Vormittag mit den Kursen im Luxusgütersektor runtergegangen. Ähnlich wie im Automobilsektor ist China in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Wachstumsmarkt für die Branche geworden.

Entsprechend nervös reagierten die Anleger auf die erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen China und den USA. LVMH verloren 3,3 Prozent, Kering 3,3 Prozent oder Hugo Boss mit 2,7 Prozent. Hermes hielten sich mit Abgaben von 2 Prozent besser.

10:59 Uhr

Rezessionsgefahr in der Eurozone ist wohl gebannt

Die Stimmung der Investoren in der Eurozone hat sich im Mai kräftig aufgehellt. Das Barometer der Investment-Beratungsfirma Sentix stieg auf plus 5,3 Zähler von minus 0,3 Punkten. Das ist der dritte Anstieg in Folge und zugleich der höchste Stand seit November 2018. Die Einschätzung der Lage verbesserte sich deutlich auf plus 11,0 Punkte.

  • "Damit dürfte die Rezessionsgefahr gebannt sein, wenngleich die Erwartungswerte noch knapp im negativen Bereich notieren", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner zu der Befragung von 942 Anlegern.
  • "Nachdem die Gefahr eines ungeregelten Brexits bis mindestens Oktober gebannt ist, können sich diese globalen Faktoren auch in Europa zunehmend durchsetzen."
10:40 Uhr

Automobilsektor gleich doppelt in der Zange

Mit Abgaben von 3,1 Prozent führt der Automobilsektor die Verliererliste in Europa an. Eine erneute Eskalation im Handelsstreit und eine damit verbundene Wiederanhebung der chinesischen Strafzölle auf US-Autoimporte wären nach Einschätzung der Citigroup keine gute Nachricht für deutsche Premiumhersteller, insbesondere für BMW und Daimler. Die US-Bank schätzt die Belastung für die beiden Hersteller auf 500 bis 600 Millionen Euro auf annualisierter Basis ein.

Daneben verweist ein Händler auf die noch ausstehende Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ob der Import von Autos aus der EU eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA darstellt. Beobachter schätzen das Risiko als recht hoch ein, dass Trump EU-Autoimporte als Risiko einstufen wird, um den Sektor als Faustpfand in den noch zu führenden Handelsgesprächen mit der EU einzusetzen. Die USA verlangen im Gegenzug eine Öffnung des Agrarsektors, eine Forderung, der sich Brüssel bislang verweigert.

10:22 Uhr

Thyssenkrupp-Kurs fällt auf Siebenjahrestief

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,85

Spekulationen über ein Aus der Pläne von Thyssenkrupp, das Stahlgeschäft mit Tata Steel zusammenzulegen, haben die Aktien des Essener Konzerns auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gedrückt. Die im Dax notierten Titel rutschten um bis zu 4,5 Prozent auf 11,72 Euro ab. Aktien von Tata Steel büßten 1,8 Prozent ein.

Ein Händler sagte, Bedenken der EU-Kommission seien nichts Neues, jedoch sei nach wie vor unklar, wie es weitergehe. Die "Financial Times" hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass eine Untersagung der Pläne zunehmend wahrscheinlich sei - es sei denn, die Konzerne würden bei ihren Zugeständnissen nachlegen. Thyssenkrupp erklärte, in den kommenden Tagen sei ein weiteres Gespräch mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zur Bewertung der Transaktion geplant.

10:05 Uhr

Chinesische Zeitung: Handelsgespräche in USA ungewiss

Nach dem abrupten Kurswechsel von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China herrscht einer chinesischen Zeitung zufolge Unklarheit über die geplanten Gespräche in den USA. Die "South China Morning Post" berichtete zwar, Vize-Ministerpräsident und Verhandlungsführer Liu He könnte weiterhin wie vorgesehen diese Woche nach Washington reisen. Er könnte den Besuch jedoch verkürzen oder aber auch ganz absagen.

Zunächst hatte das Blatt unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen nur die Möglichkeit einer verkürzten Reise ins Gespräch gebracht, nicht aber eine Absage.

09:48 Uhr

VW prüft wohl Einstieg in E-Scooter-Sharing

Ein Mensch steht mit einem Fuß auf einem Elektro-Tretroller. Foto: Herbert Neubauer/Archiv

Ein Mensch steht mit einem Fuß auf einem Elektro-Tretroller. Foto: Herbert Neubauer/Archiv

(Foto: Herbert Neubauer/APA/dpa)

Volkswagen hat ein Auge auf das E-Scooter-Sharing geworfen – der Wolfsburger Autobauer prüft laut "Handelsblatt" einen Einstieg dieses Geschäft. VW lasse von einem Dienstleister bereits E-Scooter mit den Logos seiner Sharing-Plattform We Share für einen kommenden Testbetrieb bekleben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider. Dieser Dienstleister aus Dortmund kümmere sich neben dem Branding auch um die Beschaffung.

Der Dax-Konzern bestätigte, dass konkrete Projekte bezüglich Mikromobilität in Arbeit seien. Derzeit gebe es allerdings noch keine Entscheidung. Für das mögliche Angebot setze VW auf US-chinesische Technik, so das "Handelsblatt". Der Bundesrat will am 17. Mai über die "Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge" abstimmen, die E-Scooter auf deutschen Straßen erlauben soll.

09:30 Uhr

Tech- und Autowerte leiden unter Trumps Ankündigung

Zu den größten Verlierern gehörten in Frankfurt Techwerte wie die des Chipherstellers Infineon mit minus 4,3 Prozent. Im MDax rauschten die Papiere des Smartphone-Zulieferers Dialog Semiconductor um 5,2 Prozent in die Tiefe. Die Technologiefirmen würden besonders unter höheren Zöllen leiden.

Betroffen wären auch Autobauer, die stark vom Export abhängig sind. Titel von Volkswagen gaben 3,8 Prozent nach, BMW und Daimler verloren je gut drei Prozent.

Im Kleinwerteindex SDax brachen die Aktien von Stabilus um 8,2 Prozent ein. Der Automobilzulieferer senkte wegen der schwächelnden Autoindustrie vor allem in China seine Prognosen.

09:20 Uhr

Trump sorgt für einbrechende Kurse in China

Anleger in China haben zu Wochenbeginn wegen des drohenden Scheiterns der Handelsgespräche zwischen Peking und Washington die Flucht ergriffen. Das wichtigste Börsenbarometer CSI300 und der Shanghai-Composite-Index brachen jeweils um mehr als sechs Prozent ein. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rutschte um drei Prozent ab. In Japan und Südkorea blieben die Börsen wegen Feiertagen geschlossen.

Die chinesische Landeswährung Yuan fiel mit 6,7994 Dollar auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Als sicherer Hafen gefragt war hingegen der japanische Yen, der auf den höchsten Stand seit fünf Wochen kletterte.

09:08 Uhr

Dax startet mit dickem Minus in die Woche

Dax
Dax 12.228,44

Starke Verluste am deutschen Aktienmarkt nach Donald Trumps Strafzollankündigung gegen China: Der Dax ist mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 12.174 Punkte in die neue Handelswoche gegangen. Der MDax verlor 2,1 Prozent auf 25.421 Zähler, der TecDax 2,0 Prozent auf 2827 Stellen.

Dax Schlusslicht waren BASF mit minus 7,4 Prozent. Alle Dax-Werte notierten mit Verlusten.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich begleite Sie durch das heutige Marktgeschehen.

08:43 Uhr

Titelchancen wohl verspielt - BVB-Aktie verliert massiv

BVB
BVB 8,40

Reaktion auf die so gut wie verspielte deutsche Fußball-Meisterschaft: Die Aktie von Borussia Dortmund ist im Spezialistenhandel unter Druck geraten. Der Kurs brach vorbörslich um etwa 5 Prozent ein. Die Anleger reagieren damit auf das 2:2-Unentschieden des BVB bei Werder Bremen.

08:29 Uhr

Neuer Produktmix treibt Umsatz von Carl Zeiss

Carl-Zeiss Meditec
Carl-Zeiss Meditec 85,92

Der Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec profitiert von der weiter hohen Nachfrage nach Lasersystemen zur Sehschärfenkorrektur. Nach einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 peilt das Unternehmen für das Gesamtjahr nun einen Umsatz zwischen 1,35 und 1,42 Milliarden Euro an.  Zu der Verbesserung habe insbesondere eine positive Entwicklung des Produktmix mit einem hohen Anteil wiederkehrender Umsätze beigetragen, teilte das Unternehmen mit.

In den ersten sechs Monaten legt der Umsatz um 8,7 Prozent auf 667,2 Millionen Euro zu. Die im April angehobene Prognose, im Gesamtjahr eine Marge des Betriebsergebnisses (Ebit) in einer Bandbreite von 15,0 bis 17,5 Prozent erzielen zu wollen, wurde bestätigt.

08:04 Uhr

Iran-Sanktionen stützen Ölmarkt

Wti Oil
Wti Oil 57,93

Der Ölmarkt zeigt sich volatil, schließlich legen die Preise aber leicht zu. Einerseits stützen die in Kraft getretenen Sanktionen gegen den Iran.

Andererseits verwies ABN Amro auf Aussagen von saudischer Seite, den sanktionsbedingten iranischen Lieferausfall ausgleichen zu wollen.

Zudem würden die US-Lagerbestände wieder zulegen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt zum US-Settlement um 0,2 Prozent auf 61,94 Dollar, Brent gewinnt 0,1 Prozent auf 70,85 Dollar.

Am Morgen stehen die Ölpreise mit den neuen Zollandrohungen deutlich unter Druck.

07:34 Uhr

Börsenbeben in Asien beendet Erholungswelle

"Der Handelskrieg ist zurück auf der Agenda und das belastet die Märkte", sagt ein Händler zum Wochenbeginn. Das Börsenbeben in Asien wird die europäischen Märkte zwar voraussichtlich nur in abgeschwächter Form erreichen, die jüngste Erholungswelle ist aber erst einmal beendet. Erste Indikationen deuten auf ein Minus von knapp 2 Prozent hin, der Dax dürfte die Marke von 12.200 Punkten testen, wie der Handel im Future am Morgen zeigt.

Die für heute geplanten Quartalsberichte von Firmen wie Carl Zeiss Meditec, Qiagen, Stabilus und Compugroup sowie diverse Stimmungsindikatoren und Einzelhandelsumsätze für die Euro-Zone dürften in den Hintergrund rücken.  

07:05 Uhr

Finanzwelt fiebert Rekord-Börsengang entgegen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber gibt diese Woche sein Debut an der New Yorker Börse. Die Firma, die Mobilität und Transport revolutionieren will, strebt die höchstbewertete Börsenpremiere seit der von Alibaba im Jahr 2014 an. Anders als Chinas Online-Riese schreibt Uber bisher jedoch hohe Verluste.

  • Für Anleger stellt sich die Frage: Kann die hochgehandelte Firma aus Kalifornien schwarze Zahlen liefern? Uber-Chef Dara Khosrowshahi taugt hier nicht gerade als Mutmacher. "Wenn sie ein vorhersehbar profitables Unternehmen wollen, kauft eine Bank. Kommt nicht zu uns - ganz einfach", sagte er im Dezember.
  • Ihn interessiere nur die langfristige Perspektive. Auch im Börsenprospekt warnt Uber, möglicherweise nie Gewinne zu machen.

Fest steht dennoch bereits: Das Börsen-Debüt wird enorme Dimensionen erreichen. Uber peilt eine Gesamtbewertung von bis zu 90 Milliarden Dollar an, frühere Schätzungen lagen sogar noch deutlich höher. Die Preisspanne für die Aktien wurde zunächst auf 44 bis 50 Dollar festgelegt, sie könnte sich aber je nach Nachfrage noch ändern. Uber will 180 Millionen Anteilsscheine platzieren, wodurch nach aktuellem Stand ein Erlös von 7,9 bis 9,0 Milliarden Dollar herauskäme.

06:40 Uhr

Trump sorgt an asiatischen Börsen für Unruhe

Shanghai Composite
Shanghai Composite 2.982,07

Die chinesischen Aktienmärkte sind zum Wochenauftakt wegen des drohenden Scheiterns der Handelsgespräche zwischen den USA und China unter Druck geraten. Das wichtigste Börsenbarometer CSI300 gibt zum Wochenbeginn um 3,5 Prozent nach, während der Shanghai-Composite-Index 3,0 Prozent verliert. In Hongkong fiel der Hang-Seng-Index um 2,5 Prozent. In Japan und Südkorea blieben die Börsen geschlossen.

Die chinesische Landeswährung Yuan fällt im frühen Handel mit 6,7980 US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. Als sicherer Hafen gefragt war hingegen der japanische Yen, der auf den höchsten Stand seit fünf Wochen kletterte. Der Euro notierte im asiatischen Handel kaum verändert. Er hielt sich bei 1,1190 Dollar.