Donnerstag, 29. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax testet Richtung 15.000

Bis auf 15.330 Punkte schafft es der Dax im Donnerstagshandel nach oben. Er erreicht sein Tageshoch sehr früh, danach geht es aber abwärts. Am Nachmittag dann mit einer größeren Dynamik – trotz Rekordständen bei S&P-500 und Nasdaq an der Wall Street. Aus dem Handel verabschiedet sich der deutsche Leitindex dann wieder etwas über seinem Tagestief von 15.085 Punkten: Mit einem Stand von 15.154 Zählern verliert er 0,9 Prozent. Damit steht dem Dax die zweite Verlustwoche in Folge bevor.

"Anleger lassen momentan Vorsicht walten und nehmen Gewinne mit - trotz einer Rekordstimmung an der Wall Street", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Vor allem die Autoaktien bremsen den Dax heute aus. Die Chip-Knappheit wird zu einem immer größeren Problem", erläutert sie. "Alle Autowerte geben deutlich ab. Starke Zahlen wie bei BASF werden zudem zu Gewinnmitnahmen genutzt."

Dax
Dax 15.426,71

Die Dax-Verliererliste ist lang: Aktien der Autobauer und Zulieferer büßen bis zu etwa vier Prozent ein. Noch deutlicher fällt das Minus bei Munich Re aus, allerdings werden die Titel mit Dividendenabschlag gehandelt. Für Delivery Hero geht es mehr als drei Prozent abwärts. Nennenswerte Gewinne verbuchen Deutsche Bank-Papiere mit mehr als zwei Prozent.

Delivery Hero
Delivery Hero 104,40
Deutsche Bank
Deutsche Bank 11,74

 

17:23 Uhr

Chip-Knappheit: BMW fährt Produktion zurück

Der Autobauer BMW reagiert mit Produktionsanpassungen auf die Halbleiter-Knappheit. Wie der Konzern mitteilte, fährt er für einige Tage weniger Schichten in Regensburg und im britischen Oxford. In Oxford gilt die Senkung der Produktion von Freitag bis Mittwoch, in Regensburg diesen Donnerstag und Freitag. Das Unternehmen habe die benötigten Volumina für 2021 rechtzeitig bestellt und erwarte von den Zulieferern, vertragsgemäß zu liefern, sagt eine BMW-Sprecherin. BMW-Titel geben 3,2 Prozent ab.

BMW
BMW 84,52

17:02 Uhr

Ethereum setzt zum Sprung an

Ethereum flirtet mit der Marke von 3000 Dollar. Die zweitwichtigste Cyber-Devise steigt um 3,5 Prozent und markiert mit 2802,45 Dollar den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch. Weil der Krypto-Primus Bitcoin schwächele, griffen Investoren verstärkt zu Währungen aus der zweiten und dritten Reihe, sagten Börsianer. Bitcoin fällt um gut ein Prozent auf 53.709 Dollar.

 

16:20 Uhr

Dax rutscht tiefer ins Minus: Autotitel belasten

Der Dax baut die Verluste aus und liegt nun 0,8 Prozent im Minus und mit 15.175 Zählern auch unter der 15.200er Marke. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen die Rede. Insbesondere die Abgaben im Automobilsektor machten sich bemerkbar. Hier verlieren VW 2,6 Prozent, Daimler 1,8 Prozent, BMW ebenfalls knapp zwei Prozent. Conti büßen fast vier Prozent ein.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 211,30

Continental
Continental 114,46
Daimler
Daimler 74,18

 

15:47 Uhr

Wall Street feiert Rekordstände

124962445.jpg

picture alliance/dpa

Starke Geschäftszahlen von Apple. und Facebook geben der Wall Street Zusatzschub. Der breit gefasste S&P-500 und der technologielastige Nasdaq steigen um jeweils etwa ein Prozent und markieren mit 14.212 beziehungsweise 4219 Punkten jeweils ein Rekordhoch.

S&P 500
S&P 500 4.164,25

 

15:33 Uhr

US-Wirtschaftsmotor kommt auf Touren

Trotz der Folgen der Corona-Pandemie hat die US-Wirtschaft zu Jahresbeginn überraschend kräftig Fahrt aufgenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 6,4 Prozent, wie das Handelsministerium in einer ersten Schätzung mitteilt. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 6,1 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von 4,3 Prozent Ende 2020.

Da die Impfkampagne mittlerweile ins Rollen gekommen ist, stehen die Zeichen auf Aufschwung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der weltgrößten Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 6,4 Prozent voraus. Dazu soll auch das 1,9 Billionen Dollar schwere Konjunkturpaket der neuen US-Regierung beitragen, von dem auch wichtige Handelspartner wie Deutschland profitieren dürften. Im Rahmen des Programms haben bereits Millionen Amerikaner Barschecks vom Staat erhalten, was dem Konsum Auftrieb geben dürfte.

15:17 Uhr

Nokia übertrifft alle Erwartungen: Aktien werden zum Highflyer

Nokia-Titel schießen rund 14 Prozent nach oben. Die Ergebnisse zum ersten Quartal des Netzwerkausrüsters übertreffen die ohnehin schon optimistischen Prognosen. Vor allem der Nettogewinn von 375 Millionen Euro liegt weit über den Erwartungen von rund 100 Millionen Euro. Der Ausblick wurde bestätigt. Zudem soll die Saisonalität der Quartalsgewinne sinken. Bei der Citi rechnet man daher mit einer signifikanten Erhöhung der Konsensgewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2021 um einen Prozentsatz, der mindestens im oberen Bereich zwischen 15 und 19 liegen dürfte.

Nokia
Nokia 4,08

14:59 Uhr

Samsung rechnet mit boomendem Chip-Geschäft

Samsung Electronics bleibt nach einem Gewinnsprung zum Jahresauftakt vor allem für die Halbleitersparte zuversichtlich. Die Verkäufe von Speicherchips würden wegen der hohen Nachfrage durch Rechenzentren "signifikant" zulegen, teilt das südkoreanische Technologieunternehmen mit. Ganz anders dürfte es hingegen in der Handysparte aussehen. Nach einem starken ersten Quartal geht der Branchenprimus davon aus, dass Umsatz wie auch Gewinn wegen Lieferproblemen bei einigen Komponenten und geringeren Verkäufen von Smartphone-Flaggschiff-Modellen fallen. Vor allem Apple trumpft derzeit mit seinen neuen 5G-fähigen iPhones auf, rechnet nun allerdings wegen Chipengpässen mit möglichen Umsatzeinbußen zwischen drei und vier Milliarden Dollar im laufenden Quartal.

Von Januar bis März lief es noch rund bei den Südkoreanern. Der Betriebsgewinn kletterte um 46 Prozent auf 9,4 Billionen Won - umgerechnet sieben Milliarden Euro. Dazu trug wesentlich die starke Nachfrage nach den Galaxy-S21-Smartphones bei. Die Handysparte konnte ihren Gewinn sogar um 66 Prozent steigern. Die Aktien geben etwas mehr als ein Prozent im europäischen Handel nach.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 80.100,00

14:43 Uhr

Erhöht Drägerwerk die Prognose?

Der Medizintechnik-Konzern Drägerwerk kann sich nach einem unerwartet guten ersten Quartal eine Erhöhung der Prognose vorstellen. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei gestiegen, erklärte Dräger. Noch bleibe es aber bei einem erwarteten währungsbereinigten Umsatzrückgang um sieben bis elf Prozent und einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von fünf bis acht Prozent im laufenden Jahr. Dräger hatte 2020 wegen der Corona-Pandemie eine Sonderkonjunktur mit Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken erlebt. Im ersten Quartal 2021 sank zwar der Auftragseingang des Lübecker Konzerns um 45 Prozent, der Umsatz lag mit 792 Millionen Euro aber währungsbereinigt 27,5 Prozent über Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei 129 (2020: minus 0,6) Millionen Euro, was einer Ebit-Marge von 16,3 Prozent entspricht. Die Aktien gewinnen knapp ein Prozent.

Drägerwerk
Drägerwerk 75,25

14:23 Uhr

Corona-Impfstoff für Kinder: Biontech-Kurs springt an

Biontech-Aktien gewinnen fast vier Prozent und nähern sich der 150-Euro-Marke. Der Mainzer Biotechkonzern rechnet mit einer baldigen Zulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder. "Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung", sagt Biontech-Gründer und -Chef Ugur Sahin dem "Spiegel".

Am kommenden Mittwoch solle bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eine Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. Bei den bereits in der EU zugelassenen Corona-Vakzinen vergingen zwischen Antrag und Zulassung einige Wochen. Anfang April hatten die Impfstoffpartner Biontech und Pfizer die Notfallzulassung für diese Altersgruppe in den USA eingereicht. Sowohl in den USA als auch in der EU ist der Impfstoff bisher für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

Biontech
Biontech 160,40

14:02 Uhr

Unilever wächst stärker als erwartet: Aktienkurs springt an

Aktien von Unilver legen in London bis zu vier Prozent zu und markieren den höchsten Stand seit knapp drei Monaten. Ein überraschend starkes Wachstum im Quartal und ein geplanter Aktienrückkauf geben den Titeln Rückenwind.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern hat in der Corona-Pandemie vom Trend zur Versorgung zu Hause profitiert und im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. "Wir hatten einen guten Start in das Jahr. Wir wachsen schneller als unsere Märkte", erklärt Finanzchef Graeme Pitkethly. Der Umsatz legte im Zeitraum Januar bis März um 5,7 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar zu, während Analysten mit einem Plus von nur 3,9 Prozent gerechnet hatten. Dank der starken Nachfrage in Nordamerika und Europa stiegen die Erlöse allein im Bereich Lebensmittel um 9,8 Prozent.

13:37 Uhr

"Einige Ökonomen warnen vor Risiko einer Überhitzung"

13:10 Uhr

Wall Street atmet auf - zunächst

Die Wall Street steht am Donnerstag vor einem freundlichen Handelsbeginn. Dabei dürfte der US-Aktienmarkt ein bekanntes Muster zeigen, dass nämlich US-Notenbankentscheidungen oft erst am nächsten Tag Wirkung entfalten. Die Federal Reserve hatte am Vorabend ihre extrem lockere Geldpolitik erneut bestätigt und zugleich den Willen bekräftigt, diese bis auf Weiteres auch beizubehalten. Damit fuhr sie Zweiflern in die Parade, die angesichts der Inflationsentwicklung mit Signalen einer baldigen Straffung der Geldpolitik gerechnet hatten. Verstummen wollen diese gleichwohl nicht: Die US-Notenbank könnte weiterhin früher als geplant zu einer Straffung gezwungen sein, heißt es unverdrossen.

Doch der Markt atmet zunächst auf - auch weil US-Präsident Joe Biden zwar Steuererhöhungen noch einmal bekräftigte, in seiner Rede zur Lage der Nation aber die Schaffung von Arbeitsplätzen und billionenschwere Wirtschaftsstimuli betonte. Ein exzellenter Geschäftsausweis von Apple - vorbörslich plus drei Prozent - trägt ebenso zur guten Stimmung bei. Der Technologiegigant hat auf ganzer Linie überzeugt. "In diesem Umfeld ist es sehr schwer, bearisch zu sein", bringt es Investmentstratege Gregory Perdon von Arbuthnot Latham auf den Punkt. "Man lässt die Wirtschaft heiß laufen", ergänzt er etwas überrascht. geldpolitische Straffungen seien kurzfristig offenbar kein Thema.

Apple
Apple 104,58

12:52 Uhr

Dax-Rekord: Linde-Chef verdient am meisten

Steve Angel hat bei Linde im vergangenen Jahr so viel verdient wie kein anderer Vorstandschef eines Dax-Konzerns vor ihm. Seine Gesamtvergütung lag bei 53,4 Millionen Euro, wie die Vergütungsberatung hkp errechnet hat. Schon 2019 war der US-Amerikaner mit 43 Millionen Euro unangefochtener Top-Verdiener im Dax gewesen. "Linde ist faktisch ein US-amerikanisches Unternehmen, mit einem US-Chef, der nach US-Marktpraxis vergütet wird", kommentiert hkp-Partner Michael Kramarsch den Rekord. In den USA liegen Chef-Gehälter um ein Vielfaches über denen in Deutschland, wo die meisten Unternehmen die Boni deckeln.

Doch auch bei den in Deutschland ansässigen Dax-Konzernen gibt es einen neuen Rekordhalter bei der Vergütung. Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg kam im vergangenen Jahr auf insgesamt 45,7 Millionen Euro. Während sein Grundgehalt nur bei 350.000 Euro pro Jahr liegt, bekam er Aktienboni im Wert von 45 Millionen Euro für den Erfolg des Lieferdienstes der vergangenen Jahre ausbezahlt. Die Boni machen auch bei Linde-Chef Angel den Löwenanteil des Gehalts aus. "Wer sich über erfolgreiche Start-ups wie Delivery Hero freut, muss auch die Vergütungspraktiken solcher Erfolgsunternehmen akzeptieren", findet Kramarsch. Der Chef des im Nebenwerteindex MDax gelisteten Softwareanbieters Teamviewer, Oliver Steil, hatte 2020 sogar 71 Millionen Euro bekommen.

Linde plc
Linde plc 248,30
Delivery Hero
Delivery Hero 104,40

 

12:42 Uhr

Nach Analystenempfehlung: Aktien von Thyssenkrupp "on fire"

Bei Thyssenkrupp geht es dank einer Analystenempfehlung aufwärts. Die Papieren notieren 1,8 Prozent im Plus. Die Credit Suisse hat ihre Bewertung mit "Outperform" wieder aufgenommen und ein Kursziel von 14,50 Euro gesetzt. Die Aktien hatten am Mittwoch bei 11,07 Euro geschlossen.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 9,75

11:58 Uhr

Niedrige Gaspreise bescheren Gazprom Gewinneinbruch

Der russische Energiekonzern Gazprom hat im vergangenen Jahr aufgrund niedriger Gaspreise und einer coronabedingt geringeren Nachfrage starke Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Der Gewinn brach um 89 Prozent auf 135,3 Milliarden Rubel - rund 1,5 Milliarden Euro - ein, wie der Konzern, einer der größten Gaslieferanten der EU, mitteilt. Der Umsatz sank 2020 auf 6,3 Billionen Rubel von 7,7 Billionen Rubel im Jahr 2019. Für den Rückgang machte Gazprom die geringere Nachfrage nach Gas im Zuge der Pandemie aus. Auch habe der Gaspreis deutlich nachgegeben. Der staatlich kontrollierte Versorger geht davon aus, dass sowohl Produktion wie auch der Export im laufenden Jahr dank der weltweiten konjunkturellen Erholung wieder steigen werden. Die Aktien gewinnen knapp ein Prozent.

Gazprom
Gazprom 5,56

 

11:11 Uhr

Aktien von Ölkonzernen ziehen nach starkem Quartal im Plus

Anleger legen sich nach einem starken Jahresauftakt die Aktien der großen Ölkonzerne ins Depot. Höhere Öl- und Gaspreise bescheren Royal Dutch Shell, Total und OMV Umsatz- und Gewinnzuwächse. Die Papiere ziehen um bis zu drei Prozent an.

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 16,45
Total
Total 39,38

 

10:58 Uhr

Hoffnung auf Nachfrageerholung treibt Ölpreise

Die Hoffnung auf eine Nachfrageerholung hievt die Ölpreise nach oben. Die Nordseesorte Brent verteuert sich 0,5 Prozent auf 67,58 Dollar je Fass. Der größte Teil des Überhangs an Rohölbeständen sei bereits vom Markt absorbiert worden, stellten die Analysten des Bankhauses Citi fest. Allerdings seien die steigenden COVID-19-Fälle in Indien, Japan und Brasilien besorgniserregend und bremsten den Preisauftrieb.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,82
Rohöl WTI
Rohöl WTI 65,33

 

10:22 Uhr

Analysten setzen Aareal Bank-Kurs unter Druck

Nach einer Herabstufung durch das Bankhaus HSBC stehen Aareal Bank unter Druck. Die Titel verlieren rund 1,5 Prozent. Zum Vergleich: Der Kleinwerteindex SDax, in dem die Titel notieren, reagiert kaum, präsentiert sich nahezu unverändert. Die Analysten setzten die Bewertung auf "Hold" von "Buy" herab.

Aareal Bank
Aareal Bank 22,84

09:59 Uhr

Inflation wird auf allen Ebenen unterschätzt

Die entspannte Haltung der US-Notenbank gegenüber der steigenden Inflation wird im Handel als immer unrealistischer gesehen. "Da kommt global ein Mosaiksteinchen zum Nächsten", sagt ein Händler. Die Zeichen würde andeuten, dass ein struktureller Inflationsanstieg bevorsteht, und nicht nur, wie von EZB und Fed immer wieder betont, nur eine temporäre Spitze nach Corona. Darauf deuteten auch auf Mikroebene die Unternehmensaussagen wie aktuell von BASF über Fuchs bis Klöckner über steigende Rohstoffpreise. Sehr stark im Fokus stünden daher die Verbraucherpreise aus Deutschland und die Preiskomponenten im US-BIP am Nachmittag, so Marktteilnehmer. Die bereits vorgelegten Import-Preise in Deutschland schossen schon im März um 6,9 Prozent nach oben gegenüber dem Vorjahr. Erwartet waren nur 6 Prozent.

09:42 Uhr

Chipkonzern STMicroelectronics baut auf hohe Nachfrage

Der französisch-italienische Chipproduzent STMicroelectronics gibt sich wegen der weltweit hohen Nachfrage nach Halbleitern optimistisch. STM erwartet für dieses Jahr Umsätze von rund zwölf Milliarden Dollar, ein Ziel, dass sich das Unternehmen eigentlich für 2023 vorgenommen hatte. Zudem plant es Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Dollar. Der Konzern, zu dessen Kunden Apple und Tesla zählen, steigerte den Nettoumsatz im ersten Quartal um 35 Prozent auf gut drei Milliarden Dollar. Analysten hatten laut Refinitv mit 2,92 Milliarden Dollar gerechnet. STMicroelectronics-Aktien geben knapp drei Prozent ab.

STMicro
STMicro 29,27

09:14 Uhr

Dax startet verhalten

Dem leichten Aufgalopp zur Wochenmitte lässt der Dax zum Start in den Donnerstagshandel kaum weitere Gewinne folgen. Der deutsche Börsenleitindex verbessert sich nur wenige Punkte auf 15.259 Zähler. Positive Vorgaben aus Asien stützen. Dafür verantwortlich: die überzeugenden Quartalsberichte der US-Hightech-Werte und der Fed-Entscheid.

"Vorbörslich etwas robuster ist die Stimmung nach wie vor gut", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Sie verweist auf "überaus positiv vom Markt aufgenommene BASF-Zahlen" zum einen. Zum anderen hätten auch Apple, Facebook und Ebay mit ihren Quartalszahlen "vollends überzeugt". "Das gibt dem Dax Auftrieb."

08:51 Uhr

Öl wird teurer

Die Ölpreise sind leicht gestiegen. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,44 US-Dollar. Das sind 17 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt ebenfalls geringfügig um 14 Cent auf 64,00 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,70

Marktbeobachter verweisen auf die jüngste Entwicklung der Lagerbestände in den USA. Zwar seien die amerikanischen Ölvorräte in der vergangenen Woche etwas gestiegen. Allerdings gebe es bei den Beständen an Destillaten, darunter auch Diesel, einen unerwartet starken Rückgang. Dies stützte die Ölpreise. Außerdem wird am Markt mit einem stärkeren Anstieg der Ölnachfrage in China gerechnet.

Während auch die Aussicht auf eine bessere konjunkturelle Entwicklung in führenden Industriestaaten die Ölpreise stützt, werden die Notierungen gleichzeitig auch durch die Sorge vor der weiteren Entwicklung der Corona-Krise gebremst. Vor allem der starke Anstieg der Neuinfektionen in Indien beunruhige die Anleger, heißt es am Markt. Das Land zählt zu den weltweit wichtigen Ölimporteuren und hat wie kaum ein anderes Land mit der Corona-Pandemie zu kämpfen.

08:35 Uhr

Starke Nachfrage aus China erfreut Roboterhersteller 

114181244.jpg

picture alliance/dpa

Eine starke Nachfrage aus China und den USA treibt den Umsatz bei Kuka in die Höhe. Die Erlöse des Roboterherstellers lagen im ersten Quartal mit 721,6 Millionen Euro um 15,5 Prozent höher als vor Jahresfrist. Die Aufträge schnellten sogar um fast 30 Prozent in die Höhe. Vor Steuern verdiente wie der Automatisierungs-Spezialist 8,2 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 34,2 Millionen Euro verzeichnet wurde. Angesichts der besseren Geschäftslage sollen nun am Stammsitz in Augsburg weniger Stellen gestrichen werden als ursprünglich geplant.

08:03 Uhr

Moderna will Produktion seines Corona-Impfstoffs verdreifachen

Moderna plant die Investition von Milliarden von Dollar, um die Herstellung seines Covid-19-Impfstoffs zu steigern. Die Produktion soll hierdurch 2022 wohl um das Dreifache erhöht werden, um so die steigende weltweite Nachfrage nach dem Vakzin zu decken.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 133,50

Wie das US-Pharmaunternehmen mitteilte, könnten 2022 bis zu drei Milliarden Dosen des Corona-Impfstoffs produziert werden, gegenüber einer geplanten Produktion von bis zu einer Milliarde Dosen in diesem Jahr. Zudem teilte Moderna mit, dass 2021 mindestens 800 Millionen Dosen hergestellt werden könnten, zuvor hatte das Unternehmen mindestens 700 Millionen Dosen in Aussicht gestellt.

Moderna hat zuletzt mehr Lieferverträge für seinen Impfstoff abgeschlossen, der nicht von den Wirksamkeits- und Sicherheitsbedenken betroffen ist, die einige andere Covid-19-Vakzine umgeben. Auch die Herstellung ist weniger problembehaftet als bei anderen Impfstoffen.

In den vergangenen Monaten haben weitere Länder ihr Interesse bekundet, zusätzliche Impfstoff-Lieferung zu erhalten, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. So habe Moderna kürzlich einen neuen Liefervertrag mit Israel für 2022 abgeschlossen, der auch eine Option für Dosen gegen Virusvarianten beinhalte.

07:54 Uhr

KlöCo mit bestem Ergebnis seit Jahren

Klöckner & Co hat im ersten Quartal dank höherer Preise seinen operativen Gewinn deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor wesentlichen Sondereffekten habe 130 Millionen Euro betragen, nach einem Verlust von 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte der Stahlhändler mit. Das Konzernergebnis habe sich auf 86 Millionen Euro vervierfacht. Damit sei das Unternehmen mit dem besten Quartalsergebnis seit mehr als zwölf Jahren gestartet. Im zweiten Quartal strebt der Konzern operativ ein Ergebnis von 130 bis 160 Millionen Euro an.

Klöckner & Co
Klöckner & Co 11,32

07:42 Uhr

Dax vor freundlichem Start 

Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in den USA dürfte die Kurse am deutschen Aktienmarkt stützen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge leicht höher starten. Gestern hatte er 0,3 Prozent auf 15.292 Punkte zugelegt.

Die Fed hält die Erholung der Wirtschaft noch nicht für ausreichend, um eine geldpolitische Straffung (Tapering) zu rechtfertigen. US-Präsident Joe Biden warb indes in seiner Rede für seine billionenschweren Hilfen, um gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie anzukämpfen. "Die Pläne waren im Vorfeld bereits hinlänglich bekannt. Deshalb gehen davon im Moment kaum neue Impulse aus", meint Stratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Er sieht den Dax in seiner Handelsspanne der vergangenen Tage gefangen.

Munich Re und RWE werden mit Dividendenabschlag gehandelt.

Dax
Dax 15.426,71

07:37 Uhr

BASF verbreitet Zuversicht 

Eine gestiegene Nachfrage und höhere Preise haben dem Chemiekonzern BASF einen guten Jahresstart beschert. Für das Gesamtjahr erhöhte der weltgrößte Chemiekonzern seine Ziele deutlich: Vorstandschef Martin Brudermüller erwartet nun einen Umsatzanstieg auf 68 bis 71 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 5,0 bis 5,8 Milliarden Euro.

BASF
BASF 69,16

Bisher hatte BASF einen Umsatz von 61 bis 64 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 4,1 bis 5,0 Milliarden erwartet. "Den Rückenwind aus dem starken vierten Quartal 2020 konnten wir in das erste Quartal 2021 mitnehmen", sagte Brudermüller anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung, die heute stattfinden wird.

Im ersten Quartal kletterte das bereinigte operative Ergebnis um 42 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Damit übertraf BASF die Analystenschätzungen von im Schnitt 2,25 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Dabei profitierte BASF auch von der Erholung der Autoindustrie.

07:21 Uhr

Lufthansa verbrennt weiter Geld 

Die vom Staat gerettete Lufthansa hat auch im ersten Quartal dieses Jahres wegen der Corona-Flaute einen herben Verlust eingeflogen. Bei einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro blieb unter dem Strich ein Verlust von 1,05 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte.

Lufthansa
Lufthansa 10,72

Vor einem Jahr hatte der Verlust noch doppelt so hoch gelegen. Nachdem im März 2020 der internationale Flugverkehr nahezu zusammengebrochen war, hatte Lufthansa einen Verlust von 2,12 Milliarden Euro erlitten bei einem Umsatz von 6,44 Milliarden Euro.

Positive Beiträge flog nun vor allem die Frachtsparte Lufthansa Cargo ein, die im Quartal auf einen operativen Rekordgewinn von 314 Millionen Euro kam. Auch die Lufthansa Technik kehrte mit erstarktem Wartungsgeschäft in den USA und Asien wieder zurück in die Gewinnzone mit einem Plus von 16 Millionen Euro.

Der schleppende Impfverlauf in Europa und weiterhin bestehende Reisehemmnisse haben den Flugverkehr in den ersten drei Monaten dieses Jahres weiter gelähmt. Trotz einer leichten Belebung vor Ostern hat der Konzern nur 21 Prozent seiner Kapazität aus 2019 angeboten und mit 3 Millionen Passagieren nur ein Zehntel der damaligen Passagiere befördert.

Konzernchef Carsten Spohr rechnet mit einer scharf ansteigenden Nachfrage ab dem Sommer. Das Unternehmen hat derweil den operativen Geldabfluss im laufenden Geschäft besser in den Griff bekommen. Er lag laut Bericht bei 235 Millionen Euro monatlich und damit unter der Prognose von 300 Millionen Euro. Im zweiten Quartal soll der Wert auf 200 Millionen Euro sinken.

07:10 Uhr

Gewinne in China nach Biden-Rede 

Die Aktienmärkte in China sind nach der Rede des US-Präsidenten Joe Biden vor dem Kongress gestiegen. Biden warb nach knapp 100 Tagen im Amt für seine ehrgeizigen Großprojekte - billionenschwere Hilfen für amerikanische Familien und Bildung, Infrastrukturausgaben, die Bekämpfung von Rassismus und Polizeigewalt, eine Reform der Migrations-, Klima- und Steuerpolitik sowie der Umgang mit China.

Er "spricht alle wichtigen Punkte an", sagt John Milray, Anlageberater bei Ord Minnett. "Auch die Fed bleibt gemäßigt, alles sehr unterstützend." Die US-Notenbank hatte zuvor angekündigt, trotz anziehender Konjunktur die Zinssätze und ihr Anleihenkaufprogramm unverändert zu lassen.

Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,2 Prozent. Die Börsen in Japan sind wegen eines Feiertags geschlossen.

06:56 Uhr

Airbus verdient Geld 

Airbus ist trotz der anhaltenden Corona-Pandemie in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Nettogewinn lag im ersten Quartal bei 362 Millionen Euro, wie Airbus mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 481 Millionen Euro Verlust geschrieben. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich auf 694 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz blieb mit 10,5 Milliarden Euro fast stabil.

Airbus
Airbus 97,59

In den Zahlen spiegelten sich die stabilen Flugzeug-Auslieferungen, die Sparmaßnahmen und die positiven Beiträge aus dem Rüstungs- und Hubschrauber-Geschäft wider, sagte Vorstandschef Guillaume Faury.

An den Prognosen für das Gesamtjahr hält Airbus fest. "Das erste Quartal zeigt, dass die Krise für unsere Branche noch nicht vorbei ist und dass der Markt unsicher bleibt", so Faury. Von Januar bis März bestellten die Kunden 39 Flugzeuge, 100 wurden aber zugleich storniert. Airbus hat aber fast 7000 Maschinen in den Auftragsbüchern.

06:39 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax 

1ea11fc52d93c99615a338d36f52ba82.jpg

Die Lufthansa legt Quartalszahlen vor.

dpa

Die Berichtssaison hat an Fahrt aufgenommen, auch heute legen zahlreiche Unternehmen Quartalszahlen vor. Dazu gehören in Deutschland etwa Airbus, Lufthansa, BASF, Kuka und Aixtron. Aus den USA gibt es zunächst Zahlen unter anderem von Caterpillar, Merck & Co und McDonald’s. Nach Börsenschluss sind dann Amazon und Twitter an der Reihe. Für Gesprächsstoff dürften auch die gestrige Sitzung der US-Notenbank Fed und die Rede von US-Präsident Joe Biden vor beiden Kammern des Kongresses sorgen.

Dax
Dax 15.426,71

Im vergangenen Jahr hatte BASF vor allem die schwache Nachfrage der Auto- und Luftfahrtbranche in den ersten Monaten der Corona-Pandemie zu schaffen gemacht. Seit dem Schlussquartal 2020 läuft es dank einer anziehenden Nachfrage, insbesondere aus der Autoindustrie, wieder besser. Im laufenden Jahr peilt der Konzern Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an.

Und wie schlägt sich die vom Staat gerettete Lufthansa in der fortdauernden Corona-Pandemie? Antworten auf diese Frage erwarten Anleger vom Management des MDax-Konzerns, das in Frankfurt über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2021 berichtet. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem weiteren Abfluss von Barmitteln sowie dem Umfang der noch vorhandenen Reserven.

Der Konzern muss nach den Worten des Vorstandschefs Carsten Spohr in der Krise beweglicher, digitaler und nachhaltiger werden. Auf diesem Weg seien Einsparungen beim Personal und in der Flotte unumgänglich. Das Geschäftsjahr 2020 hat Lufthansa mit einem Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro beendet, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden im Vorkrisenjahr 2019. Der Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ein.

Beim Autozulieferer Continental schalten sich die Aktionäre heute zur Online-Hauptversammlung zusammen. Dabei soll es neben der Dividende, die diesmal aufgrund der Corona-Lage ausfallen soll, unter anderem um den formalen Beschluss gehen, die Antriebssparte des Dax-Konzerns abzuspalten und in das Unternehmen Vitesco auszugliedern. Dieser „Spin-off“ ist bereits vorbereitet und für das zweite Halbjahr geplant. Die neuen Aktien sollen den Anteilseignern von Conti direkt ins Depot gebucht werden.

Die aus der Kernsparte herausgelöste Antriebstechnik für Verbrenner und E-Autos konnte zuletzt zulegen, ihr Umsatz wuchs im ersten Quartal auf bereinigter Basis um 12,8 Prozent. Continental selbst will sich künftig stärker auf Sensorik, Software und Elektronik konzentrieren.

Derweil gilt der Arbeitsmarkt als einer der großen Stabilitätsanker in der Corona-Krise. Der Frage, ob er das auch weiterhin sein kann, geht die Bundesagentur für Arbeit in ihrer April-Statistik nach, die sie heute in Nürnberg vorstellt. Stichtag für die Erhebung der Daten war der 13. April.

Außerdem werden in den USA die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.