Wirtschaft

Werbegeschäft läuft bestens Facebook verdoppelt Quartalsgewinn

2,85 Milliarden Menschen auf der Welt nutzen Dienste des Facebook-Konzerns. Bei Online-Werbung führt folglich kaum ein Weg an dem Netzwerk vorbei. Im ersten Quartal laufen die Geschäfte prächtig - unsicher ist, ob das auch so bleibt.

Das in der Corona-Krise auf Hochtouren laufende Werbegeschäft hat Facebook zu einem Umsatzsprung verholfen. Von Januar bis März kletterten die Erlöse um 48 Prozent auf fast 26,2 Milliarden Dollar, wie das weltgrößte Internetnetzwerk nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn verdoppelte sich im ersten Quartal nahezu auf 9,5 Milliarden Dollar.

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Rund um den Globus werben immer mehr Firmen via Facebook, weil sie nur online ihre Kunden erreichen, die aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Läden von zu Hause shoppen. Facebook erlöst 97 Prozent seiner Umsätze mit Werbung.

Am Aktienmarkt kam der Umsatzsprung im ersten Quartal gut an. Die Facebook-Aktie stieg nachbörslich fast sieben Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf gab sich das 2004 gegründete Unternehmen äußerst vorsichtig. Im laufenden Quartal soll der Umsatz stagnieren oder leicht zulegen. In der zweiten Jahreshälfte könnte es hingegen "wesentlich" nach unten gehen.

Dies hängt zum einen mit den rasanten Zuwächsen im Vergleichszeitraum zusammen. Zum anderen sorgt sich Facebook wegen des jüngsten iPhone-Betriebssystems von Apple mit verschärften Datenschutzregeln. Nutzer müssen dem sogenannten Tracking von Online-Aktivitäten zustimmen, was dazu führen dürfte, dass einige dies ablehnen, was wiederum weniger Daten für personalisierte Werbung bedeutet. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Apple bereits vorgeworfen, wettbewerbsschädigend zu handeln.

Um auch künftig zu wachsen, kündigte Zuckerberg nun an, "weiterhin aggressiv zu investieren", unter anderem in virtuelle und erweiterte Realitäten und E-Commerce. Inzwischen zählt das Netzwerk, zu dem neben der gleichnamigen Plattform, Whatsapp, Instagram, Oculus und Giphy gehören, monatlich 2,85 Milliarden aktive Nutzer und damit zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist mehr als jeder dritte Bewohner der Welt bei dem US-Konzern angemeldet, der inzwischen mehr als 60.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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