Der Börsen-TagDer nächste Dämpfer für den DAX
Nach den deutlichen Verlusten zur Wochenmitte hat sich der DAX im Donnerstagsgeschäft wieder stabilisiert und leichte Gewinne verzeichnet. Dennoch notiert der deutsche Börsenleitindex mit 15.617 Punkten noch immer unter dem Schlusskurs aus 2023. Sollte es zum heutigen Wochenschluss keine deutlichen Aufschläge geben, droht die erste Verlustwoche des frischen Börsenjahres.
Im Blick haben sollten die Anleger dahingehend vor allem US-Konjunkturdaten: So steht etwa der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung an. Volkswirte erwarten, dass sich der Stellenaufbau im Dezember abgeschwächt hat: Sie rechnen mit einem Stellenplus von 170.000, nach einem Zuwachs von 199.000 im November. Die Abkühlung des Arbeitsmarkts gilt der US-Notenbank Federal Reserve als wichtige Voraussetzung, um ihr Zwei-Prozent-Ziel bei der Inflation dauerhaft zu erreichen. Nach teils aggressiven Zinsschritten pausierte sie zuletzt dreimal in Folge angesichts des nachlassenden Preisdrucks und avisierte Zinssenkungen für 2024.
Aber auch schon davor steht einiges auf der Agenda. So gibt es am Morgen bereits frische Daten zur Entwicklung im deutschen Einzelhandel. Zudem veröffentlicht das europäische Statistikamt Eurostat Inflationsdaten für die Eurozone im Dezember. Volkswirte rechnen damit, dass die Inflationsrate in der 20-Länder-Gemeinschaft zum Jahresende wieder etwas zugenommen hat. Erwartet wird ein Anstieg der Verbraucherpreise von 3,0 Prozent, nachdem noch im November die Inflation auf 2,4 Prozent gesunken war. Damit würde das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent wieder etwas in die Ferne rücken. Ein Grund für den erwarteten Anstieg dürfte ein statistischer Effekt sein. Im Dezember 2022 waren die Gaspreise für die Verbraucher in Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Währungsraum, kräftig gesunken, da der Staat die Kosten für den Abschlag übernommen hatte. Weitere Wochentermine finden Sie hier.