Der Börsen-TagDeutsche Agrar-Erzeugerpreise sinken kräftig
Der Preisverfall für die deutsche Landwirtschaft hat sich im Mai weiter beschleunigt. Die Erzeugerpreise für Agrar-Produkte sanken um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über elf Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im April hatte das Minus bei 12,3 Prozent gelegen, im März bei 8,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat gaben die Preise im Mai um 1,5 Prozent nach.
Die Entwicklung auf Produzentenebene kommt meist verzögert über die allgemeine Inflation auch bei den Endverbrauchern an. Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Juni vor allem wegen des Tankrabatts nur 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Mai betrug die Inflationsrate noch 2,6 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich mit 0,4 Prozent unterdurchschnittlich. Viele Experten rechnen für Juli aber wieder mit einer stärkeren Jahresteuerung, da der erneut aufgeflammte Iran-Konflikt die Ölpreise bereits nach oben getrieben hat.