Donnerstag, 29. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:18 Uhr

Zoom ist wertvoller als Exxon

Die Corona-Krise verschiebt die Maßstäbe: Zoom wird an der Börse höher bewertet als Exxon. Während der Anbieter der Videokonferenz-App eine Marktkapitalisierung von rund 146,7 Milliarden Dollar auf die Waage bringt, ist der Öl-Riese knapp 133,5 schwer.

Zoom wird damit seinem Ruf als Profiteur der Corona-Krise gerecht, da viele Konferenzen statt in Büros mittlerweile online stattfinden. Exxon leidet dagegen wie andere Ölproduzenten unter der verhaltenen Nachfrage angesichts der Pandemie.

17:02 Uhr

Flughafen Frankfurt verschiebt Start für Terminal 3

Der Frankfurter Flughafen nimmt sein drittes Passagier-Terminal frühestens im Jahr 2025 in Betrieb. Wegen der Corona-Krise bestehe seitens der Kunden keine frühere Nachfrage, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Die Bauarbeiten für das rund vier Milliarden Euro teure Projekt werden zwar fortgesetzt, könnten aber teilweise aus Kostengründen gestreckt werden.

Fraport
Fraport 49,12

Von der Verschiebung des Termins für die Inbetriebnahme auf das Jahr 2025 ist auch der weit fortgeschrittene Flugsteig G betroffen, der vor allem für Billigfluggesellschaften vorgesehen ist. Er sollte eigentlich schon zum Jahresende 2021 zur Verfügung stehen. Dieser Teilabschnitt könne bei einem früheren Bedarf innerhalb von zwölf Monaten startklar gemacht werden, sagte der Fraport-Sprecher.

Das gesamte Terminal 3 im Süden des Frankfurter Flughafens hat eine geplante Kapazität von rund 25 Millionen Passagieren, was Flughäfen wie Düsseldorf oder Berlin-Tegel entspricht. Es sollte das weitere Wachstum des größten deutschen Flughafens sichern, an dem im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Passagiere abgefertigt worden sind. In der Corona-Krise ist der Verkehr am Drehkreuz allerdings so drastisch zurückgegangen, dass zudem das kleinere der beiden bestehenden Terminals geschlossen worden ist.

16:28 Uhr

EZB bereitet Schritte gegen Corona-Schock vor

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picture alliance/dpa

Die Europäische Zentralbank bereitet angesichts der Verschärfung der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen vor. Die Notenbank sei dabei, alle ihre Instrumente unter die Lupe zu nehmen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach Beratungen des EZB-Rates. Es gehe darum, den "richtigen Mix" zu finden, der der Lage am besten gerecht werde. Die Risiken für die Konjunktur nähmen eindeutig zu. In der Dezember-Sitzung des EZB-Rates werden Entscheidungen erwartet. Volkswirte halten eine Ausweitung des Notkaufprogramms für Staats- und Unternehmensanleihen (PEPP) für wahrscheinlich.

15:55 Uhr

Roche will pro Monat Hunderte Millionen Schnelltests liefern

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will nach den Worten von Konzernchef Severin Schwan die Zahl der Antigen-Schnelltests zur Erkennung von Coronavirus-Infektionen hochfahren und schlussendlich pro Monat Stückzahlen im dreistelligen Millionenbereich erreichen. Bei den PCR-Tests zur Erkennung des Erregers würden die Stückzahlen im zweistelligen Millionenbereich bleiben, sagte Schwan. Der Markt für Coronavirus-Tests sei völlig ausverkauft.

Roche
Roche 302,00

Roche entwickle derzeit einen Schnelltest mittels Speichelprobe, so Schwan. Ein solcher Test könne auch von nicht medizinisch geschulten Personen durchgeführt werden und würde sich damit für Großveranstaltungen eignen. Derzeit ist für die Schnelltests, deren Ergebnis binnen 15 Minuten vorliegt, ein Abstrich im Nasen-Rachenbereich nötig, der ausgebildetes Personal erfordert.

15:23 Uhr

Spotify profitiert von Corona-Krise

Spotify baut in der Corona-Pandemie seinen Kundenstamm aus. Die Zahl der Premium-Abonnenten, die monatliche Gebühren zahlen und damit für den Großteil des Umsatzes stehen, stieg im dritten Quartal um 27 Prozent auf 144 Millionen, wie der schwedische Konzern mitteilte. Dies war mehr als von Analysten erwartet.

Spotify
Spotify 268,86

Dem ursprünglich vor allem in Europa starken Streaming-Anbieter gelingt es inzwischen, auch in Indien, dem Nahen Osten und seit Jüngstem auch Russland neue Hörer zu gewinnen. Darum führt Spotify den Markt ungefährdet an. Apple Music kommt abgeschlagen auf weniger als die Hälfte der Spotify-Kunden. Im wichtigen Schlussquartal wollen die Schweden die Zahl der Premium-Abonnenten auf 150 bis 154 Millionen ausbauen.

Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um 14 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Laut Spotify wuchs auch das Werbegeschäft wieder, das zuvor von der Corona-Pandemie und dadurch pausierende Anzeigenkampagnen belastet worden war.

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15:01 Uhr

Inflation ist nicht in Sicht

Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober unter der Nullmarke gehalten. Gedämpft von der Mehrwertsteuersenkung und sinkenden Energiepreisen lagen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Eine Jahresinflationsrate von minus 0,2 Prozent hatten die Statistiker auch im September errechnet. Im Juli lag die Rate bei Minus 0,1 Prozent.

Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln. Händlern und Dienstleistern steht es aber frei, ob und wie sie die niedrigeren Steuersätze an die Verbraucher weitergeben.

Deutlich weniger als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher im Oktober für Haushaltsenergie und Kraftstoffe zahlen (minus 6,8 Prozent). Die weltweite Nachfrage nach Rohöl ist in der Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie eingebrochen.

14:25 Uhr

Inphi-Aktien gehen durch die Decke

Der Halbleiterkonzern Marvell Technology übernimmt den Chiphersteller Inphi für insgesamt 10 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss der beiden Geschäfte stärkt Marvells Wettbewerbsposition auf den Märkten für Infrastruktur und Rechenzentren und schafft einen Konzern mit einem Unternehmenswert von 40 Milliarden US-Dollar.

Die Inphi-Aktien steigen nach der Ankündigung um 34 Prozent, während Marvell 4,6 Prozent abgeben.

Es ist die zweite große Akquisition in der Chipbranche in dieser Woche, nachdem AMD die Übernahme des Wettbewerbers Xilinx für 35 Milliarden Dollar in Aktien angekündigt hat.

Marvell Technology Group
Marvell Technology Group 37,59

Inphi
Inphi 126,00


13:37 Uhr

Moderna bereitet Start von Corona-Impfstoff vor

Die Aktien des Corona-Impfstoffentwicklers Moderna legen an der Wall Street 2,6 Prozent zu. Das Unternehmen bereitet sich nach eigenen Angaben darauf vor, seinen Impfstoff auf den Markt zu bringen. Mit den ersten dafür nötigen Studienergebnissen ist in den kommenden Wochen zu rechnen. Im dritten Quartal setzte das Unternehmen mit 157,9 Millionen Dollar außerdem mehr als doppelt so viel um wie erwartet.

"Wir bereiten uns aktiv auf den Start des Impfstoffs mRNA-1273 vor und haben eine Reihe von Liefervereinbarungen mit Regierungen auf der ganzen Welt unterzeichnet", sagte Vorstandschef Stéphane Bancel. Darunter ist etwa die US-Regierung, die EU-Kommission hat mit dem Unternehmen Sondierungsgespräche abgeschlossen.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 85,38

13:18 Uhr

China will unabhängiger werden

Nach viertägigen Beratungen hinter verschlossenen Türen hat die Führungselite der Kommunistischen Partei Chinas den neuen Fünf-Jahres-Plan auf den Weg gebracht. Zum Abschluss ihres Plenums in Peking billigte das Zentralkomitee den vorgeschlagenen Wirtschaftskurs, der China angesichts der Spannungen mit den USA und des globalen Konjunkturabschwungs durch die Corona-Pandemie weniger abhängig vom Rest der Welt machen soll.

Im Mittelpunkt steht die neue Strategie der "dualen Kreisläufe", die zwar weiter die Öffnung der zweitgrößten Volkswirtschaft betont, aber stärker die Förderung des heimischen Marktes als Hauptmotor und der eigenen Innovation für mehr Selbstständigkeit hervorhebt. Chinesische Staatsmedien bezeichnen das als "wesentliche Wende in Chinas Wirtschaftspolitik", auch als Antwort auf den "Druck der USA" und auf" Anti-Globalisierungs-Tendenzen".

Der Fünf-Jahres-Plan für die Zeit von 2021 bis 2025 soll auf der Jahrestagung des Volkskongresses voraussichtlich im März gebilligt werden.

12:43 Uhr

Kartellamt leitet Verfahren gegen Amazon und Apple ein

Das Bundeskartellamt hat ein Verwaltungsverfahren gegen Amazon und Apple eingeleitet. "Wir möchten klären, ob und inwieweit Amazon mit Markenherstellern zu Lasten von Dritthändlern kooperiert", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Nach Erkenntnissen des Amtes biete Amazon Markenherstellern die Möglichkeit, Dritthändler vom Verkauf von Produkten ihrer Marke auf dem deutschen Amazon-Marktplatz auszuschließen, wenn sie gleichzeitig Amazon als Händler beliefern. Bei manchen Marken würden pauschal alle Händler mit Ausnahme von Amazon selbst und dem jeweiligen Markenhersteller ausgeschlossen. Bei anderen Marken beziehe sich der Ausschluss nur auf bestimmte Dritthändler.

Mundt erklärte, prominentestes Beispiel für ein solches "Brandgating" sei die Kooperation von Amazon und Apple. "Seit Anfang 2019 ist der Verkauf dieser Produkte auf dem deutschen Amazon-Marktplatz nur noch autorisierten Apple-Händlern erlaubt. Auch Amazon ist zwischenzeitlich autorisierter Apple-Händler geworden und wird als Händler mit Apple-Produkten beliefert."

Mundt räumte ein, dass solche Vereinbarungen auch dem berechtigten Schutz vor Produktpiraterie dienen können. Sie müssten aber verhältnismäßig sein und dürften nicht zu einer Ausschaltung des Wettbewerbs führen.

Amazon teilte mit, man kooperiere mit den Behörden. "Wir werden weiter Innovationen vorantreiben, um unseren Store zu verbessern", hieß es. Man sei stets bestrebt die "Store vor unrechtmäßigen Waren schützen". Verkaufsberechtigungen würden "niemals ohne guten Grund" geändert.

Amazon
Amazon 3.098,39

Apple
Apple 113,85

12:02 Uhr

Online-Händler vergeigt Börsendebüt

Anleger machen beim Börsendebüt einen Bogen um die Aktien des Online-Taschenhändlers Fashionette. Die Papiere geben an ihrem ersten Handelstag 7,3 Prozent nach und notieren mit 28,75 Euro unter dem Ausgabepreis von 31 Euro. Ein Händler sagte, allgemein sei die Vorsicht derzeit groß, zumal auch andere Börsengänge in der jüngsten Zeit schlecht gelaufen seien. Zudem sei für ihn fraglich, ob Luxusgüter im Online-Handel nachhaltig mit Gewinn verkauft werden könnten.

Das Unternehmen hatte insgesamt gut 3,6 Millionen Aktien auf den Markt gebracht und damit 112 Millionen Euro eingenommen. Von dieser Summe gehen 37 Millionen Euro an Fashionette selbst. Die Firma will das Geld unter anderem für Zukäufe und die Expansion in weitere Länder ausgeben. Der Rest geht an den Mittelstands-Investor Genui, der 2015 die Mehrheit an Fashionette übernommen hatte und seinen Anteil mit der Emission auf 37 Prozent reduziert.

11:21 Uhr

Nokia richtet sich neu aus - Aktien brechen ein

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia kappt nach einem Auftragsverlust in den USA seine Jahresziele und richtet sich strategisch neu aus. "Wenn ich nach vorne schaue, stelle ich fest, dass die Fortschritte, die wir gemacht haben, nicht ausreichen", sagte der neue Firmenchef Pekka Lundmark. Im Gesamtjahr erwartet Nokia im Schnitt nun einen um 0,02 Euro je Aktie geringeren Gewinn. Am Aktienmarkt kommt diese Ankündigung gar nicht gut an. Der Anteilsschein bicht mehr als zehn Prozent ein.

Ins Kontor schlug bei den Finnen im dritten Quartal vor allem, dass Konkurrent Samsung Electronics das Rennen um einen wichtigen 5G-Teilauftrag von Verizon machte und Nokia leer ausging. Um künftig besser aufgestellt zu sein, bildet Nokia nun vier verschiedene Sparten wie Telekomnetze und Nokia-Technologien. Um nicht hinter den Rivalen Ericsson aus Schweden zurückzufallen und von den Sicherheitsbedenken beim umstrittenen chinesischen Marktführer Huawei zu profitieren, will Nokia künftig mehr in Forschung und Entwicklung im Bereich 5G investieren.

Nokia
Nokia 3,34

10:45 Uhr

Chinesen pumpen Millionen in deutschen Autozulieferer

Der Auto- und Bahn-Zulieferer Grammer bekommt eine 40 Millionen Euro schwere Kapitalspritze. Den Löwenanteil einer Kapitalerhöhung bei dem Sitze-Hersteller stemmt der chinesische Großaktionär Ningbo Jifeng, der mindestens 34,6 Millionen Euro beisteuert. Die übrigen Anteilseigner können von morgen an bis 12. November für je 14 Aktien drei neue Papiere zu 15,21 Euro zeichnen, wie Grammer mitteilte. Der Preis für die neuen Aktien liegt gut 13 Prozent unter dem Schlusskurs von gestern. Die Kapitalerhöhung war eine Voraussetzung für den dreijährigen Corona-Hilfskredit über 235 Millionen Euro, den sich Grammer im August über die Staatsbank KfW besorgt hatte.

Grammer
Grammer 16,85

10:29 Uhr

Der Dax stabilisiert sich nach Absturz

Der Dax hat sich nach seinem massiven Kursrutsch vom Vortag im Zuge der verschärften Corona-Krise etwas stabilisiert und gewinnt 0,1 Prozent auf 11.581 Punkte. Gestern war der Leitindex unter die Marke von 12.000 Punkten gefallen und anschließend weiter bis auf zeitweise 11.457 Punkte abgesackt - den tiefsten Stand seit Ende Mai. Auslöser waren die erwarteten Folgen von weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Dax
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Die Bilanzsaison ging heute weiter mit Zahlen aus dem Dax von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC), Volkswagen und MTU. Die Anteile des Gesundheitskonzerns Fresenius sind im Leitindex auf Platz zwei mit plus 2,4 Prozent, jene der Dialysetochter FMC mit plus 1,5 Prozent ebenfalls weit vorne. Am Markt ist die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne.

Delivery Hero sind erneut bester Dax-Wert mit plus 2,6 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits gesternvon einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Wie konnte es zu den vielen Corona-Erkrankten und dann zum Teil-Lockdown kommen? Mit aufwendigen Experimenten ergründet das die neue Doku "Corona - Die 2. Welle" auf TVNOW.

09:47 Uhr

Luxus-Hochzeit kann stattfinden

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REUTERS

Die US-Juwelierkette Tiffany und der französische Luxusgüterkonzern LVMH haben sich auf eine Übernahme geeinigt. Die Franzosen zahlen für Tiffany etwas weniger als zunächst ausgemacht, wie LVMH mitteilte. Je Tiffany-Aktie seien dies 131,50 Dollar statt 135 Dollar (insgesamt 16,2 Milliarden Dollar).

Die Einigung beendet einen Streit zwischen den beiden Unternehmen, der nach der zunächst gemeinsam angegangenen Tiffany-Übernahme durch LVMH entbrannt war. Nach Beginn der Corona-Krise wollten die Franzosen die Übernahme absagen. Beide Unternehmen überzogen sich mit Vorwürfen. Tiffany beharrte auf einer Einhaltung der Vereinbarung.

LVMH
LVMH 490,00

Tiffany
Tiffany 110,70

09:23 Uhr

Shell erleidet Gewinneinbruch

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AP

Der Ölkonzern Shell hat sich im dritten Quartal etwas erholt. Dennoch blieb der Gewinn weit hinter dem Vorjahreswert zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Ursache waren eine geringere Nachfrage sowie Preisdruck bei Öl und Gas sowie niedrigere Raffineriemargen. So sank die Produktion um 14 Prozent, wie es hieß. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 489 Millionen US-Dollar hängen. Das war nur ein Bruchteil der rund 5,9 Milliarden Dollar, die Shell im Vorjahr erzielt hatte.

Im zweiten Quartal hatte der Ölmulti wegen eines beispiellosen Nachfrage- und Preisverfalls einen Milliardenverlust verzeichnet. Bereinigt betrug der Nettogewinn in den Monaten Juli bis September 955 Millionen Dollar, ein Einbruch von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

08:56 Uhr

VW-Aktien gewinnen deutlich 

Die Aktien von Volkswagen notieren im vorbörslichen 2,7 Prozent fester. Dem Autobauer ist nach dem Corona-bedingten Geschäftseinbruch die Rückkehr in die Erfolgsspur gelungen. Nach dem Krisenquartal mit weitgehend stillstehender Produktion im Frühjahr erzielten die Wolfsburger im dritten Quartal ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 3,2 Milliarden Euro.

08:26 Uhr

Analysten erwarten Dax vor EZB-Entscheidung höher

In Erwartung neuer Hinweise auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte ihn die geplante Verschärfung der Pandemie-Restriktionen 4,2 Prozent ins Minus auf 11.560,51 Punkte gedrückt.

Wegen der explodierenden Corona-Infektionszahlen und des erneuten Stillstands in Teilen der europäischen Wirtschaft erhoffen sich Börsianer von den Führungsmitgliedern der EZB weitere Geldspritzen.

08:02 Uhr

Öl bleibt billig

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel wieder etwas stabilisiert. Am Mittwochabend hatte der Markt mit Sorge auf die neuen harten Maßnahmen reagiert, die Regierungen etwa in Deutschland und Frankreich zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkündet hatten.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 46,38

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 39,18 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um elf Cent auf 37,50 Dollar. Trotz der Stabilisierung ist Öl damit so günstig wie seit Anfang des Monats nicht mehr.

Eine Reihe wichtiger Länder der Eurozone hat neue Beschränkungen des wirtschaftlichen Lebens eingeführt. Auch in Deutschland, der größten Volkswirtschaft in Europa, soll es im November erneut deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. Daneben hatten am Vortag neue Daten zur Entwicklung der Ölreserven in den USA die Preise am Ölmarkt belastet. Offizielle Daten zeigten einen unerwartet starken Anstieg der Rohölreserven in der vergangenen Woche, zugleich stieg die Fördermenge stark an.

07:38 Uhr

Euro zeigt sich kaum verändert

Der Euro hat sich am Morgen zunächst wenig verändert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1755 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1727 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Heute stehen an den Finanzmärkten zwei wichtige Ereignisse an. Die EZB entscheidet über ihren geldpolitischen Kurs. Fachleute rechnen überwiegend nicht mit einer Reaktion auf die zunehmend angespannte Corona-Lage. Es wird vermutet, dass sich die Notenbank bis zu ihrer nächsten Sitzung im Dezember Zeit lässt.

In den USA gibt die Regierung eine erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im Sommerquartal bekannt. Nach dem drastischen Einbruch im Frühjahr infolge der ersten Corona-Welle wird mit einer starken Gegenbewegung gerechnet.

06:24 Uhr

Lockdown-Meldungen verderben Anlegern in Asien die Kauflaune

Die Aktienmärkte in Ostasien zeigen das gleiche Muster wie an den Vortagen. Sie folgen zwar den Vorgaben der Wall Street und Europas, allerdings werden die dort gesehenen heftigen Verluste nur teils nachvollzogen.

  • Am stärksten orientierte sich wie üblich Sydney an den westlichen Vorgaben, der S&P/ASX-200 sackte um 1,6 Prozent ab.
  • In Seoul verliert der Kospi 1,2 Prozent, in Hongkong der HSI 0,9 Prozent.
  • In Tokio büßt der Nikkei-Index aber lediglich 0,3 Prozent ein auf 23.349 Punkte.

Allen Plätzen ist gemein, dass die neuerlichen Lockdowns in vielen Teilen der Welt, allen voran stehen hier aktuell Deutschland und Frankreich im Fokus, keine Kauflaune aufkommen lassen, sondern Sorgen um die Konjunktur schüren. Ein Hoffnungsschimmer kommt aus Taiwan. Von dort wird gemeldet, dass es mittlerweile 200 Tage lang zu keiner Corona-Neuinfektion mehr gekommen sein soll.