Der Börsen-Tag Ford setzt auf China-Partner Geely - ausgerechnet jetzt
Das nennt man wohl pikantes Timing für Ford: Während in Washington der "Connected Vehicle Security Act" beraten wird, der ab 2027 den Verkauf vernetzter Autos mit chinesischer Beteiligung ab 15 Prozent in den USA verbieten will, sucht Ford Europa einen neuen Partner in China.
Der US-Konzern will mit dem Volvo-Mutter Geely ein Gemeinschaftsunternehmen im Werk Valencia gründen. Ford hält 66 Prozent, Geely 34 Prozent. Geplant sind fünf Modelle, darunter Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Geely-Plattform. Geely soll zudem erstmals in Spanien zwei E-SUVs bauen. Ziel: Kosten senken und das Werk besser auslasten. In Valencia arbeiten noch 4000 Menschen - vor zehn Jahren waren es doppelt so viele.
Für das Kölner Werk gibt Ford-Chef Jim Baumbick Entwarnung. Die E-Modelle Explorer und Capri seien "ein entscheidender Teil des Portfolios". In Köln wird aber seit Jahren Personal abgebaut. Bis 2027 könnten es weniger als 8000 Beschäftigte sein. Vor zehn Jahren waren es noch 20.000.
Eine solche Kooperation würde sich Ford in den USA mit Blick auf das geplante Gesetz aktuell wohl kaum trauen.