Der Börsen-TagHSI gibt in Asien den Ausreißer
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich mehrheitlich mit leichten Abgaben. Von der Wall Street kamen negative Vorgaben. Hier wurden zwar neue Rekordstände erreicht, der Dow-Jones-Index hat erstmals die Marke von 40.000 Punkten überwunden, schließlich setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein. Aus den Reihen der US-Notenbank kamen zuletzt Signale, dass die Zinsen aufgrund der hartnäckigen Inflation länger auf hohem Niveau bleiben könnten.
In Asien hält sich die Börse in Hongkong am besten. Der Hang-Seng-Index legt leicht um 0,3 Prozent zu. Auf dem chinesischen Festland gibt der Shanghai Composite indessen um 0,1 Prozent nach. Neue Wirtschaftsdaten zeigen Licht und Schatten. Während die Industrieproduktion im April gegenüber dem Vorjahr stärker als erwartet um 6,7 Prozent gestiegen ist, blieben die Einzelhandelsumsätze, mit einem Anstieg um 2,3 Prozent im Jahresvergleich, hinter den Erwartungen von Ökonomen, die einen Anstieg um 4,0 Prozent erwartet hatten, zurück. Die Anlageinvestitionen stiegen im Zeitraum Januar bis April um 4,2 Prozent, lagen damit aber ebenfalls unter den Markterwartungen von 4,7 Prozent.
Etwas gestützt wird die Stimmung indessen weiterhin von Berichten über mögliche Stützungsmaßnahmen lokaler chinesischer Behörden für den angeschlagenen Immobiliensektor. Daten aus dem Sektor zeigen, dass die Preise für neue Häuser in China im April erneut gefallen sind. Sie sanken so stark wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Die Aktien von Immobilienwerten zeigen keine einheitliche Reaktion. So legen die Aktien von Longfor um 5,4 Prozent und China Vanke um 2,8 Prozent zu. China Overseas Land und China Resources geben indessen um bis zu 2,5 Prozent nach.
In Tokio notiert der Nikkei-Index 0,3 Prozent leichter bei 38.816 Punkten. Marktteilnehmer verweisen auf die Vorgaben von der Wall Street. Der Kospi in Seoul verliert 1,0 Prozent auf 2.727 Punkte. An der Börse in Sydney geht es nach den deutlichen Vortagesaufschlägen nun um 0,7 Prozent nach unten. Gestern hatte ein Anstieg der Arbeitslosenquote Befürchtungen zerstreut, die australische Notenbank könnte die Zinsen wieder anheben, um die hartnäckige Inflation zu bekämpfen.