Der Börsen-TagHeute zählen nur die nackten Zahlen - und ein Flaggschiff
Es ist, wie es ist: Der Dax beißt sich bislang an der 25.000-Punkte-Marke die Zähne aus. Zur Wochenmitte schloss der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent schwächer mit einem Stand von 24.823 Zählern. Die Zurückhaltung der Anleger war nicht verwunderlich, da erst nach Börsenschluss die Fed-Zinsentscheidung – alles bleibt, wie es ist - sowie Geschäftszahlen etwa von Tesla und Microsoft anstanden.
Und auch heute liegt das Augenmerk der Anleger auf der Berichtssaison. Im Fokus: mehrere Dax-Werte. So will etwa der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, den Investoren bei der Vorlage der Bilanz für das vergangene Jahr einen Milliardengewinn präsentieren. Knapp sechs Milliarden Euro hat das Institut Analysten zufolge 2025 unter dem Strich verdient - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Doch die Zahlen werden durch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft überschattet. Ausgerechnet am Tag vor der Bilanzvorlage durchsuchten Fahnder des Bundeskriminalamts Büros der Bank. Der Verdacht der Geldwäsche steht im Raum. Sewing wird dazu Stellung nehmen müssen.
Bei den Geschäftszahlen des Walldorfer Softwarekonzerns SAP liegt das Augenmerk wie üblich auf der Cloud-Sparte. Im dritten Quartal hatte sich deren Wachstum verlangsamt. Daher rechnet SAP für das Gesamtjahr 2025 mit Erlösen in diesem Bereich am unteren Ende der angepeilten Spanne von 21,6 bis 21,9 Milliarden Euro. Analysten sagen ein Volumen von 21,02 Milliarden Euro voraus.
Zudem präsentiert der Autobauer Mercedes-Benz die erneuerte Luxuslimousine S-Klasse in einer umfassenden Überarbeitung der vor fünf Jahren herausgekommenen siebten Generation. Das Flaggschiff-Produkt mit Verbrennungsmotor läutet eine Produktoffensive mit gut einem Dutzend neuen Modellen in diesem Jahr ein. Als wichtigster Gewinnbringer soll die S-Klasse der schwächelnden Marke mit dem Stern nach wirtschaftlich schwierigen Jahren Schub verleihen.
Und dann ist da ja auch noch Apple. Dank einer starken Nachfrage nach dem neuen iPhone 17 hoffen Anleger auf ermutigende Quartalsergebnisse. Dem Analysehaus Counterpoint zufolge ist der US-Konzern der weltgrößte Smartphone-Anbieter. Auch auf dem wichtigen chinesischen Markt habe er die Spitzenposition zurückerobert. Apple hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 136,73 bis 139,22 Milliarden Dollar vorhergesagt.