Der Börsen-TagHoher Inflationsdruck im Euroraum lässt etwas nach - schwierig für EZB
Die erhöhte Inflation im Euroraum hat sich vor der anstehenden Zinssitzung der EZB etwas abgeschwächt. Die Jahres-Teuerungsrate ging im Juni auf 2,8 Prozent zurück, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Damit wurde eine frühere Schätzzahl bestätigt. Im Mai war die Inflationsrate im Zuge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks noch auf 3,2 Prozent gestiegen.
Trotz der nachlassenden Teuerung im Juni verfehlt die EZB ihr Ziel einer Inflationsrate von 2,0 Prozent weiterhin deutlich. Nach erneuten Angriffen im Nahen Osten legten die Ölpreise mittlerweile wieder zu, was für Inflationsdruck sorgen dürfte. Die EZB will eine Verfestigung der Teuerung auf hohem Niveau unbedingt vermeiden. Für die am kommenden Donnerstag anstehende geldpolitische Entscheidung rechnen Experten zwar damit, dass der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde eine Zinspause einlegen wird. Doch könnte dies nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zu einer weiteren Erhöhung sein, die viele Beobachter für September auf dem Radar haben.