Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagJapan erwägt Intervention am Devisenmarkt

30.03.2026, 10:41 Uhr

Angesichts des schwachen Yen verschärft die japanische Regierung ihren Ton. Sie stellte sowohl direkte Eingriffe am Devisenmarkt als auch eine baldige Zinserhöhung in Aussicht. Die Behörden müssten möglicherweise "entschlossene" Schritte ergreifen, wenn die spekulativen Bewegungen am Währungsmarkt anhielten, sagte Vize-Finanzminister Atsushi Mimura. Dies ist die bisher schärfste Warnung und das erste Mal, dass der oberste Währungsdiplomat des Landes diesen Begriff verwendete. Das wird von Händlern als Signal für eine Interventionsbereitschaft gewertet. Der Yen war zuvor auf den niedrigsten Stand seit Juli 2024 gefallen und hatte die psychologisch wichtige Marke von 160 zum US-Dollar durchbrochen.

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Japan kämpft gegen schwachen Yen an. (Foto: picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Die schwache Währung ruft nun auch die Ratingagentur S&P auf den Plan. Sie warnte Japan für den Fall einer weiteren deutlichen Yen-Schwäche mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Vorerst bestätigte S&P zwar die Bonitätsnote "A+/A-1" für die japanischen Staatsanleihen.

Quelle: ntv.de