Der Börsen-TagKonsolidiert der DAX Richtung 17.200?
Der DAX hat den "Supermittwoch" mit einem Kursplus von 260 Zählern direkt gestern wieder abgehakt. Der deutsche Börsenleitindex sackte ab und schloss mit einem Minus von 2,0 Prozent oder 365 Zählern bei einem Stand von 18.266. "Die Konsolidierung weitet sich aus, und dabei geht die mittelfristige Aufwärtsdynamik raus", sagt ein Marktanalyst. Das deute auf eine deutliche Eintrübung hin. "Sollte der DAX auf 17.200 fallen, hätte er vom Top noch nicht einmal 10 Prozent verloren", erläutert er. Selbst das wäre noch im Bereich einer "normalen Konsolidierung".
Nach der EZB in der vergangenen Woche und der US-Notenbank zur Wochenmitte steht heute die Bank of Japan (BOJ) im Fokus, denn sie entscheidet über den Leitzins. Nach der ersten Erhöhung seit 17 Jahren im März blieb sie zuletzt in Warteposition. Experten erwarten trotz der Schwäche des Yen, dass sie vorerst stillhalten wird. Der Tagesgeldsatz dürfte somit in der Spanne von 0 bis 0,1 Prozent gehalten werden. Zugleich wird an den Finanzmärkten darüber spekuliert, dass die Zentralbank beschließen könnte, ihre Anleihenkäufe zurückzufahren.
Darüber hinaus gestaltet sich der letzte Handelstag der Woche eher ruhig. So setzen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Industriestaaten im italienischen Fasano ihren G7-Gipfel fort. Offiziell stehen auf dem Programm für Freitag die Themen Indopazifik, wirtschaftliche Sicherheit und Künstliche Intelligenz. Zudem wird es etwa Treffen mit dem Papst und dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi geben. Daneben wird etwa die EU-Handelsbilanz veröffentlicht sowie am Nachmittag in den USA der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan.
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