Der Börsen-TagKrisengespräche bei VW - und scharfe Kritik
Während der VW-Vorstand seine Standorte-Tour zur Belegschaft fortsetzt, wird Kritik an einer fehlenden Perspektive laut. "Es ist meine klare Erwartungshaltung an den Vorstand, für ein tragfähiges Zukunftskonzept zu sorgen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies der dpa. "Werksschließungen und massenhafte Entlassungen können nicht die Lösung sein", kritisierte der SPD-Politiker.
Nach Ankündigung von Vorstandschef Oliver Blume, den Sparkurs zu verschärfen, wird beim größten Autobauer Europas um Zehntausende zusätzliche Jobs und vier ganze Standorte gebangt. Der mächtige Betriebsrat reagierte entrüstet und berief außerordentliche Betriebsversammlungen an insgesamt neun Standorten ein.
Nach dem Auftakt in Wolfsburg und Besuchen in den als bedroht geltenden Werken in Emden und Zwickau werden Vertreter des Vorstands heute im Motorenwerk in Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur in Dresden erwartet. In Dresden werden bereits keine Fahrzeuge mehr produziert. Neben Emden und Zwickau gibt es für das Nutzfahrzeugwerk in Hannover und den Audi-Standort in Neckarsulm keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre.