Der Börsen-TagMega-Zinsaufschläge schrecken Italien nicht
Die italienische Regierung wandelt was die Finanzen betrifft weiterhin abseits des Pfades der Tugend und schert sich nicht um die Konsequenzen ...
Nach den Worten des stellvertretenden Ministerpräsidenten Matteo Salvini will sie ihren umstrittenen Haushaltskurs selbst bei einem drastischen Anstieg der Risikoaufschläge für heimische Staatsanleihen nicht verlassen.
Das gelte auch, wenn der Abstand zu der für die Euro-Zone maßgeblichen zehnjährigen deutschen Bundesanleihe auf vier Prozentpunkte wachse, sagte der Chef der rechten Lega dem Radiosender RAI. Der Etat für das kommende Jahr sehe 16 Milliarden Euro für das Grundeinkommen und die Senkung des Renteneintrittsalters vor.
Die EU-Kommission kritisiert die Pläne für eine kostspielige Umsetzung von Wahlversprechen in dem hoch verschuldeten Land.
Derzeit liegt der Zins für die zehnjährige italienische Staatsanleihe bei mehr als drei Prozent, der für die Bundesanleihe dagegen nur bei gut 0,5 Prozent. Je höher der Zins, desto teurer werden neue Schulden, was den Handlungsspielraum der Regierung wiederum zusätzlich einschränkt.
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