Der Börsen-TagÖlpreise mit größtem Wochenplus seit April
Nach erneuten Angriffen im Nahen Osten arbeiten sich die Ölpreise weiter nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich um jeweils rund ein halbes Prozent auf 84,60 und 79,64 Dollar je Fass (159 Liter). Auf Wochensicht kommen sie auf ein Plus von jeweils rund elf Prozent - das größte seit rund drei Monaten. Auslöser sind die zunehmenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran, die den Ölhandel durch die Straße von Hormus einschränken, sowie die Aufforderung Irans an die Huthi-Miliz, sich auf eine Schließung der Exportroute über das Rote Meer vorzubereiten.
"Die Gefahr, dass das Rote Meer zu einem weiteren Brennpunkt für Lieferunterbrechungen wird, verkompliziert die Aussichten für den globalen Ölmarkt zusätzlich", kommentiert Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Auch der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnt: "Wir sollten besorgt sein, und ich bin besorgt, wenn sich die Situation in den nächsten Wochen nicht verbessert."