Der Börsen-TagPassagierzahlen erstmals seit Corona wieder rückläufig
Hohe Kerosinpreise und Flugausfälle durch den Iran-Krieg beschleunigen den Schrumpfkurs des Luftverkehrs in Deutschland in diesem Jahr. Erstmals seit der Corona-Krise sank im ersten Halbjahr die Zahl der Passagiere um 0,8 Prozent auf 97,7 Millionen, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mitteilte. Das Sitzplatzangebot schrumpfte um ein Prozent auf 85 Prozent im Vergleich zu 2019. Der BDL spricht deshalb von schweren Turbulenzen. Dafür macht er neben dem Gegenwind durch den Krieg zu hohe Steuern und Gebühren für den Luftverkehr in Deutschland verantwortlich.
Im Winterflugplan 2026/27 werde das Angebot ab Deutschland bei 88 Prozent von 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise, liegen. Trotz eines Wachstums um fünf Prozentpunkte zum Vorjahreszeitraum vergrößerte sich dann die Lücke zur Erholungsrate im übrigen Europa auf 30 Prozentpunkte von 26 Prozentpunkten im ersten Halbjahr. Im Vergleich zu 2019 gebe es von Deutschland aus in diesem Jahr 456 Destinationen weniger und rund 350.000 weniger Flüge. Deutschland liege bei der Erholung seit der Pandemie auf Platz 30 von 33 Ländern in Europa.