Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Pharmahändler Abacus will an die Börse

Der Kurszettel der Frankfurter Börse soll noch im Herbst Zuwachs aus Dänemark bekommen. Der Kopenhagener Arzneimittel-Importeur Abacus Medicine kündigte an, mit einem Börsengang in Deutschland eine größere zweistellige Millionensumme einsammeln zu wollen. 40 Millionen Euro sollen dem Unternehmen zufließen, daneben verkauft die Gründerfamilie um Vorstandschef Flemming Wagner einen Teil ihrer Aktien. "Für den weiteren Ausbau unserer Plattform benötigen wir zusätzliches Kapital, das wir in neue Lizenzen und Märkte investieren wollen", begründete Wagner den Schritt. Nach dem Börsengang solle rund die Hälfte der Anteile im Streubesitz sein.

Das 2004 gegründete Unternehmen hat sich auf den sogenannten Parallelimport teurer verschreibungspflichtiger Arzneimittel spezialisiert und ist nach eigenen Angaben in zwölf Ländern aktiv. Größter Markt ist Deutschland.

Abacus Medicine importiert Medikamente etwa gegen Krebs, Multiple Sklerose oder Rheuma, die in der Apotheke zwischen 500 und 3000 Euro kosten, teilweise sogar mehr, aus EU-Ländern, wo die Pharmakonzerne sie günstiger anbieten. Das ist legal.

2017 setzte die Firma 253 Millionen Euro um und erwirtschaftete ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 9,9 Millionen Euro. 2018 soll ein Umsatz zwischen 315 und 345 Millionen Euro zu Buche stehen, das Ebitda soll auf bis zu 13,5 Millionen steigen.

Quelle: n-tv.de