Der Börsen-TagPhilips schlägt Erwartungen
Philips hat im zweiten Quartal dank der Rückerstattung von US-Zöllen die Markterwartungen übertroffen und seine Jahresprognose angehoben. Für das Gesamtjahr werde nun eine bereinigte Ebita-Marge von 13,5 bis 14,0 Prozent erwartet, teilte der niederländische Medizintechnikkonzern mit. Zuvor war der Konzern von 12,5 bis 13,0 Prozent ausgegangen. Der freie Cashflow soll auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro steigen, nach zuvor angepeilten 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro.
Im abgelaufenen Quartal kletterte die bereinigte Ebita-Marge auf 16,4 Prozent, während Analysten im Schnitt mit 12,1 Prozent gerechnet hatten. Philips zufolge ist darin ein positiver Effekt aus den US-Zollerstattungen von 4,2 Prozent enthalten. "Wir haben den Prozess der Zollerstattungen in den USA im Quartal weitgehend abgeschlossen", erklärte Konzernchef Roy Jakobs. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte den Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig erklärt. Nun werden sie Schritt für Schritt zurückgezahlt.
Philips gehört zu den europäischen Unternehmen, die am stärksten von den US-Zöllen betroffen waren. Mehr als 40 Prozent seines Umsatzes erzielt der Konzern in Nordamerika. Im zweiten Quartal kletterte der vergleichbare Umsatz um vier Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.