Der Börsen-TagPowell und IG Metall als DAX-Taktgeber
Das nennt man wohl einen Stotterstart: Der DAX geht aus dem Montagsgeschäft kaum verändert, schließt mit einem Stand von 18.472 Punkten. Am Freitag hatte er sich mit 18.475 Zählern ins Wochenende verabschiedet. Die Wall Street hatte im Anschluss neue Rekorde beim S&P 500 und Nasdaq Composite vermeldet. Gestern zeigten sich aber auch die US-Anleger zurückhaltend.
Ein Grund dafür dürfte die heute anstehende Anhörung von Notenbank-Chef Jerome Powell vor den Senatoren des Bankenausschusses des Kongresses sein. Jüngst hatte er Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation ausgemacht, sich jedoch noch nicht auf eine nahende Zinswende festgelegt. An den Finanzmärkten wird für September damit gerechnet, zumal sich zuletzt auch Signale einer Konjunkturabkühlung mehrten.
Hierzulande beschließt der Vorstand der Gewerkschaft IG Metall seine Forderung, mit der er in die Tarifverhandlungen für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie gehen will. Im Juni hatte der Vorstand empfohlen, eine Lohnerhöhung von sieben Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit zu fordern. Das wurde seitdem in den regionalen Tarifbezirken der Gewerkschaft diskutiert. Die Arbeitgeber haben die Empfehlung als zu hoch zurückgewiesen. Die Tarifrunde beginnt im September.
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