Der Börsen-TagRenditen von Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Jahrzehnten
Für Staaten wird es immer teurer, neue Schulden zu machen. Die Renditen wichtiger Staatsanleihen etwa aus den USA, Deutschland und Japan kletterten auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Hintergrund sind Inflationssorgen angesichts hoher Ölpreise und Bedenken wegen hoher Schuldenstände einiger großer Volkswirtschaften. In den USA, dem wichtigsten Anleihemarkt der Welt, erreichten die Renditen 30-jähriger Papiere mit 5,321 Prozent den höchsten Stand seit 2007. In Deutschland kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,248 Prozent, den höchsten Stand seit 2011. In Japan waren es bei zehnjährigen Anleihen knapp drei Prozent - so viel wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.
Kjersti Haugland, Chefvolkswirtin der Investmentbank DNB Carnegie, sagte, die Anleihemärkte träten in eine neue Ära ein. Es ende die Phase niedriger Zinsen und vergleichsweise niedriger Inflation nach der globalen Finanzkrise von 2008. "Dies fällt mit der sehr hohen Staatsverschuldung in vielen Ländern zusammen, insbesondere in Japan, den USA, Frankreich und Großbritannien."