Der Börsen-TagSamsungs Chip-Geschäft sorgt für Gewinnexplosion
Samsung rechnet mit einer Verschärfung des weltweiten Chipmangels bis ins Jahr 2028. "Der Engpass wird sich 2027 im Vergleich zu diesem Jahr voraussichtlich weiter zuspitzen und 2028 anhalten", sagte der Chef der Speichersparte, Jaejune Kim. Angetrieben vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) erzielte die Halbleitersparte im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 89,2 Billionen Won (rund 54 Milliarden Euro) - ein Anstieg um mehr als das 250-Fache. Sie machte damit auch den Großteil des Konzerngewinns von 89,5 Billionen Won aus, der höher lag als die Konzernergebnisse der letzten drei Jahre zusammengenommen.
Die stark gestiegenen Speicherpreise belasteten jedoch das Smartphone-Geschäft: Die Mobilfunksparte verbuchte mit einem Minus von 700 Milliarden Won erstmals in ihrer Geschichte einen Quartalsverlust. Die Samsung-Aktie legte in Seoul zunächst um bis zu acht Prozent zu, schloss dann jedoch 1,1 Prozent schwächer. Analysten lobten den Ausblick, der Sorgen über eine Abschwächung der KI-Investitionen dämpfte.