Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSchafft der DAX die Bodenbildung?

27.06.2023, 06:30 Uhr

Zum Wochenauftakt hat sich der DAX kämpferisch gezeigt, stabilisiert sich nach eienm Vorwochenverlust von mehr als drei Prozent im Bereich von 15.800 Punkten. Im Montagsgeschäft verlor der deutsche Börsenleitindex 0,1 Prozent, schloss mit 15.813 Zählern. Auch an der Wall Street gab es Verluste.

Heute steht nur wenig Kursbewegendes auf der Agenda: Am Morgen dürften Zahlen zu den IFO-Exporterwartungen die Anleger interessieren. Zudem: EZB-Präsidentin Christine Lagarde will auf dem jährlichen geldpolitischen Forum der Euro-Notenbank im portugiesischen Sintra eine Schlüsselrede halten. Erwartet wird, dass sich die EZB-Chefin zum weiteren Kurs im Kampf gegen die hohe Inflation äußern wird. Die EZB hat seit Sommer 2022 die Zinsen im Eiltempo bereits acht Mal um zusammengenommen vier Prozentpunkte erhöht - zuletzt Mitte Juni um 0,25 Prozentpunkte. Das mehrtägige EZB-Forum in Portugal steht dieses Jahr unter dem Motto "Makroökonomische Stabilisierung in einem volatilen Inflationsumfeld". Der Höhepunkt des Treffens dürfte dann am Mittwoch sein. Dann wollen Lagarde, Fed-Chef Jerome Powell, der britische Notenbankchef Andrew Bailey und Japans neuer Notenbank-Gouverneur Kazuo Ueda in einer gemeinsamen Diskussionsrunde über die Geldpolitik sprechen.

Unternehmensseitig liefert Walgreens Boots Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Der Visa-Konkurrent Mastercard hat seine Aktionäre zur Hauptversammlung geladen. Wichtig zudem: Im Strafprozess um den Abgasskandal bei Audi will das Landgericht München am Dienstag sein Urteil verkünden. Der frühere Firmenchef Rupert Stadler und zwei Mitangeklagte müssen mit einer Verurteilung wegen Betrugs rechnen. Bei Stadler und einem Ingenieur haben sich die Beteiligten auf Bewährungsstrafen von eineinhalb bis zwei Jahren sowie Geldauflagen verständigt. Stadler soll 1,1 Millionen Euro und der Ingenieur 50.000 Euro zahlen. Beim ehemaligen Audi-Motorenchef und späteren Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz hingegen hat sich die Staatsanwaltschaft gegen einen solchen Deal gesperrt und eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und zwei Monaten gefordert. Es handelt sich um einen der prominentesten Prozesse in dem 2015 aufgeflogenen Skandal um millionenfache Abgasmanipulationen im Volkswagen-Konzern.

Quelle: ntv.de