Der Börsen-TagSo versucht Commerzbank-Chefin Orlopp die Anleger bei der Stange zu halten
Die Commerzbank sieht sich nach einem überraschend kräftigen Gewinnsprung im zweiten Quartal gestärkt für weitere Gespräche mit ihrer Großaktionärin aus Mailand. "Wir sind bereit für konstruktive Gespräche mit der Unicredit", sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. Nur ein gemeinsamer Ansatz habe das Potenzial, Mehrwert zu schaffen.
Von April bis Juni 2026 verdiente Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank unter dem Strich fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Der Überschuss kletterte von 462 Millionen Euro auf 898 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatten allerdings Kosten für den Abbau von Tausenden Jobs den Gewinn geschmälert.
Nach einem Rekordergebnis von 1,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr sieht der Vorstand die Commerzbank "voll auf Kurs, ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen". Der Frankfurter Dax-Konzern will nun weitere bis zu 1,2 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Mit Aktienrückkäufen und höheren Gewinnen wollte der Vorstand um Konzernchefin Orlopp die Aktionäre bei der Stange halten und so die Unabhängigkeit des 1870 gegründeten Instituts sichern.
Die Aktie notiert zuletzt 0,3 Prozent im Plus.