Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Preisdaten lassen DAX-Anleger frösteln

11.09.2024, 06:00 Uhr

Die laufende Handelswoche droht wie die vorherige zu einem Minusgeschäft für den DAX zu werden. Gestern gab der deutsche Leitindex 1,0 Prozent nach, schloss mit einem Stand von 18.266 Zählern. Damit zeigt der Trend deutlich in Richtung 18.000er-Marke, nachdem der Index am Montag vergangene Woche bis auf rund zehn Stellen an die 19.000er-Schwelle herangerückt war. Die Wall Street präsentierte sich indes uneinheitlich.

Auf dem Schirm haben sollten Anleger eine Woche vor der absehbaren Zinswende in den USA die frischen Inflationsdaten. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise im August nur noch um 2,6 Prozent zum Vorjahr gestiegen sind. Damit würde sich die Inflation der von der Notenbank angestrebten Marke von zwei Prozent annähern, nach einem Wert von 2,9 Prozent im Juli. Somit wäre die Tür für eine Zinssenkung weit offen. Fed-Chef Jerome Powell gab den Finanzmärkten im August das erhoffte Signal für die Zinswende: Er betonte, es sei an der Zeit, die Geldpolitik anzupassen.

Hierzulande beginnen indes - überschattet von der Krise bei Volkswagen - in drei von insgesamt elf Tarifbezirken der IG Metall die Tarifverhandlungen für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Mit Baden-Württemberg und Bayern starten zwei große Bezirke in die Gespräche mit den regionalen Arbeitgeberverbänden. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit. Sie begründet das mit gestiegenen Lebenshaltungskosten und einer Stärkung der Kaufkraft als Konjunkturmotor. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall lehnt die Forderung als überzogen ab. Die größte deutsche Industriebranche steckt seit Ende letzten Jahres in der Rezession.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de