Der Börsen-TagUnionskrise verunsichert den Dax

Das zweite Halbjahr beginnt an den Börsen in einer Atmosphäre der Unsicherheit: Am deutschen Aktienmarkt richten sich Händler zum Beginn des dritten Quartals auf einen holprigen Start in die neue Börsenwoche ein. Die Aussicht auf eine Regierungskrise in Deutschland - der größten und einflussreichsten Volkswirtschaft der Eurozone - stellt für Investoren einen beträchtlichen Risikofaktor dar.
Der deutsche Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zur Eröffnung bei 12.249,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,5 Prozent entspricht.
Vor dem Wochenende war das Frankfurter Kursbarometer unter dem Eindruck der Asyl-Einigung beim EU-Gipfel noch 1,1 Prozent fester bei 12.306,00 Punkten aus dem Handel gegangen.
Abgesehen von den weiteren Entwicklungen im Unionsstreit, einem möglichen Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer oder gar einem Bruch der Unionsgemeinschaft müssen sich Börsianer auch mit den Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit auseinandersetzen. Daneben dürften Analysten auch den Kurs der Deutschen Bank nach dem US-Stresstest und die Ölpreise im Rohstoffhandel weiter im Blick halten.
Starke Signale von der Konjunkturseite sind zu Wochenbeginn nicht in Sicht. Auf dem Terminkalender des Tages stehen lediglich die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise aus der Eurozone sowie der Auftragseingang der US-Industrie im Mai.