Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagVon BIP bis Banken - DAX sollte auf der Hut sein

16.04.2024, 06:30 Uhr

Der DAX-Wochenstart kann sich sehen lassen: Der deutsche Börsenleitindex schaffte im Montagsgeschäft den Sprung zurück über die 18.000er Marke - wenn auch nur knapp. Das Plus belief sich immerhin auf 0,4 Prozent. Darauf lässt sich aufbauen. Aber ob es positiv weitergeht, entscheidet sich dabei heute nicht nur hierzulande, sondern auch in den USA und im Reich der Mitte.

China veröffentlicht die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal. Experten erwarten im Mittel, dass sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,6 von 5,2 Prozent im Schlussquartal 2023 abgeschwächt hat. Zum Vorquartal dürfte das BIP um 1,4 Prozent zulegen, nach einem Ende 2023 erreichten Plus von 1,0 Prozent. Die Immobilienkrise und eine schrumpfende Bevölkerung lasten auf den Wachstumskräften der Volksrepublik. Für 2024 sehen Experten auch wegen Gegenwinds für die Exporteure nur verhaltene Wachstumsperspektiven.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) legt zudem die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der Investoren im April vor. Dann wird sich zeigen, ob der Optimismus der Anleger weiter zunimmt oder nicht. Angesichts der absehbaren EZB-Zinswende beurteilten Börsenprofis die Konjunkturaussichten in Deutschland im März deutlich besser als zuvor.

Am Nachmittag wird der Internationale Währungsfonds seine neuen Prognosen für die Weltwirtschaft bekannt geben. Es wird dabei mit einer allmählichen Stabilisierung, allerdings auch schwachen Werten im langjährigen Vergleich gerechnet. Der IWF hatte zuletzt bereits mitgeteilt, dass sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft in diesem Jahr leicht aufgehellt haben. Zugpferde dürften die USA, China und Indien sein, während Deutschland zuletzt enttäuschte. Erwartet werden auch neue Prognosen zur Inflationsentwicklung.

Unternehmensseitig dürfte sich das Augenmerk der Anleger erneut auf den US-Bankensektor richten, denn mit Morgan Stanley und der Bank of America veröffentlichen die letzten beiden US-Großbanken ihre Quartalszahlen. Wie ihre Rivalen Goldman Sachs und JPMorgan dürfte vor allem die US-Investmentbank Morgan Stanley vom Aufschwung des Beratungsgeschäfts von Fusionen und Übernahmen profitiert haben, das Handelsgeschäft verlief dagegen mau. Analysten erwarten daher im Schnitt einen leichten Rückgang bei den Erträgen von 0,7 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Bei der Bank of America rechnen sie mit einem größeren Minus von 3,5 Prozent auf 25,46 Milliarden Dollar Ertrag.

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Quelle: ntv.de