Der Börsen-Tag
15. April 2024
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:36 Uhr

DAX erst hoch hinaus, dann wieder zurück - Lufthansa tiefrot

Nach dem iranischen Angriff auf Israel rechnen die Anleger wohl nicht mit einer weiteren Zuspitzung der Lage in Nahost. An der Frankfurter Börse machte sich der DAX wieder auf in höhere Gefilde. Am Nachmittag gab er allerdings den größten Teil seiner Gewinne wieder ab.

"Unter den Investoren herrscht allgemein die Überzeugung, dass es nicht zu einer Eskalation kommen wird", sagte Robert Alster, Investmentchef von Close Brothers Asset Management. Die Mahnungen der Weltmächte zur Zurückhaltung hätten zur Beruhigung beigetragen.

So ging der DAX 0,5 Prozent fester mit 18.027 Punkten aus dem Xetra-Handel, sein Tageshoch lag bei immerhin 18.192 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,5 Prozent höher bei 4979 Stellen.

Das Rätseln, ob es nun zu einer Ausweitung des Krieges im Gazastreifen auf die gesamte Region kommt, gab unterdessen Aktien von Rüstungskonzernen kurze Zeit starken Auftrieb. Am Ende gewannen Rheinmetall im DAX 1,5 Prozent. Im MDAX legten Hensoldt um 0,1 Prozent zu.

Lufthansa verbilligten sich um 4,7 Prozent. Grund waren vorläufige Zahlen für das erste Quartal und eine Warnung für das Gesamtjahr. Für das Gesamtjahr rechnet die Airline nun nur noch mit einem EBIT von rund 2,20 Milliarden Euro - hier liegt die Schätzung der Analysten bei 2,52 Milliarden.

DAX erst hoch hinaus, dann wieder zurück - Lufthansa tiefrot
17:14 Uhr

Nach leichten Rücksetzern: Verschnaufpause oder Konsolidierung?

Der DAX bleibt weiter in Nähe seines Allzeithochs, auch wenn er zuletzt etwas abgegeben hat. Ist das nur eine Verschnaufpause oder steckt mehr dahinter? Wie Anlegerinnen und Anleger diese Situation für sich nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Nach leichten Rücksetzern: Verschnaufpause oder Konsolidierung?
17:06 Uhr

US-Einzelhändler steigern Umsatz unerwartet kräftig

Die Kunden der US-Einzelhändler zeigten sich im März trotz der hartnäckig hohen Inflation in Kauflaune. Der Umsatz der Geschäfte stieg um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten hingegen nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von 0,9 Prozent im Februar.

Ein Grund für die gute Kauflaune dürfte der Arbeitsmarkt sein. Dort wurden allein im März mehr als 300.000 neue Jobs geschaffen - deutlich mehr als erwartet.

US-Einzelhändler steigern Umsatz unerwartet kräftig
16:52 Uhr

Kontron bietet übrigen Katek-Aktionären Abfindung an

Vor dem geplanten Börsenrückzug von Katek bietet der Mehrheitsaktionär Kontron den übrigen Anteilseignern der IT-Firma eine Abfindung an. Diese erhielten entweder 15 Euro je Katek-Aktie in bar, teilte der österreichische Spezialist für die selbstständige Kommunikation zwischen Geräten ("Internet of Things, IoT") mit. Alternativ könnten sie jeweils vier Katek-Papiere in drei Kontron-Titel umtauschen. Das Abfindungsangebot gelte bis zum 13. Mai.

Kontron bietet übrigen Katek-Aktionären Abfindung an
16:31 Uhr

Wall Street grün - Goldman-Aktie nach Zahlen sehr stark

US-Anleger haben den jüngsten Rücksetzer ungeachtet der Krise in Nahost zu Aktienkäufen genutzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 zogen jeweils rund ein Prozent auf 38.362 beziehungsweise 5161 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg zur Eröffnung um 0,6 Prozent auf 16.271 Zähler.

Ein Gewinnsprung von 28 Prozent zum Jahresauftakt ließ Anleger bei den Einzelwerten zu Goldman Sachs greifen. Die Titel der Investmentbank zogen in der Spitze um sechs Prozent an. Die meisten Gewinntreiber hätten besser abgeschnitten als erwartet, konstatierten die Analysten von Oppenheimer. Damit habe es sich um ein "nahezu perfektes" Ergebnis gehandelt.

Wall Street grün - Goldman-Aktie nach Zahlen sehr stark
16:22 Uhr

Streiks torpedieren Lufthansa-Gewinnziel

Die vielen Streiks im Luftverkehr durchkreuzen die Gewinnpläne der Lufthansa. Nach einem unerwartet hohen Verlust im ersten Quartal rechnet Vorstandschef Carsten Spohr für das laufende Jahr nur noch mit einem operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) von rund 2,2 Milliarden Euro, wie der MDAX-Konzern überraschend in Frankfurt mitteilte. Das ist rund eine halbe Milliarde weniger als bisher angepeilt.

Im ersten Quartal kosteten die Streiks bei der Lufthansa selbst und an den Passagierkontrollen den Konzern den Angaben zufolge rund 350 Millionen Euro. Daher lag der operative Verlust nach vorläufigen Zahlen bei 849 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Minus lediglich 273 Millionen betragen.

Streiks torpedieren Lufthansa-Gewinnziel
15:53 Uhr

Bank Santander reduziert massiv Personal in Deutschland-Zentrale

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(Foto: dpa)

Der spanische Bankkonzern Santander will in seiner Deutschland-Zentrale in Mönchengladbach 500 Stellen abbauen. Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Als Erstes hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet. Begründet wird der Schritt unter anderem mit der Vereinfachung des Geschäftsmodells sowie dem Ausstieg aus dem Neugeschäft von Baufinanzierungen.

Die Bank will die Zahl der Stellen bis Ende 2026 demnach von rund 4100 auf 3600 reduzieren. Gerechnet wird mit Vollzeitstellen. Da auch Menschen in Teilzeit angestellt sind, dürfte die Anzahl der betroffenen Beschäftigten höher liegen.

Bank Santander reduziert massiv Personal in Deutschland-Zentrale
15:30 Uhr

Studie: Stabilere Zinsen sorgen für mehr Kauflust am deutschen Immobilienmarkt

Dank sinkender Zinsen nimmt das Interesse am Immobilien-Kauf in Deutschland einer Studie zufolge wieder zu. In vier von acht Metropolen seien die Angebotspreise bereits über dem Vorjahresniveau, teilte die Immobilien-Plattform ImmoScout24 mit. "Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse am Eigentumserwerb erheblich gestiegen - in den Metropolen sogar um 49 Prozent", erklärte ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford.

Der Angebots-Überhang am Kaufmarkt reduziere sich. "Daher nehmen wir an, dass die Kaufpreise in Zukunft steigen werden." Im ersten Quartal 2024 stiegen im deutschlandweiten Durchschnitt die Angebotspreise für Bestandswohnungen zum Kauf um 0,6 Prozent zum Vorquartal auf 2490 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen die Preise aber immer noch 2,5 Prozent unter dem Wert vor Jahresfrist.

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(Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)
Studie: Stabilere Zinsen sorgen für mehr Kauflust am deutschen Immobilienmarkt
15:12 Uhr

Goldman Sachs vermeldet Gewinnsprung

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im ersten Quartal vor allem dank florierender Geschäfte im Investmentbanking mehr verdient. Der Gewinn für den Zeitraum Januar bis März kletterte um 28 Prozent auf 4,13 Milliarden Dollar, wie die Bank mitteilte.

"Wir setzen unsere Strategie weiter um und konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen", sagte Konzernchef David Solomon. Die führende US-Investmentbank hatte als Berater einige der größten Fusionen und Übernahmen des vergangenen Jahres begleitet, unter anderem die Übernahme des US-Ölkonzerns Pioneer Natural Resources durch den Konkurrenten Exxon Mobil für 59,5 Milliarden Dollar. Im vorbörslichen Handel kletterte die Goldman-Aktie um drei Prozent.

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403297060 (Foto: picture alliance / CFOTO)
Goldman Sachs vermeldet Gewinnsprung
14:47 Uhr

"China wird kleine Zugeständnisse machen"

Bei seinem Besuch in China ist es unter anderem die Mission von Kanzler Scholz, für fairere Wettbewerbsbedingungen deutscher Firmen in der Volksrepublik zu werben. Wie viel Erfolg er damit haben wird und in welchen Bereichen China von Deutschland abhängig ist, erklärt der Volkswirt Horst Löchel.

"China wird kleine Zugeständnisse machen"
14:22 Uhr

BP streicht Jobs im Bereich E-Ladesäulen

Der Ölriese BP hat in seinem Geschäft mit E-Auto-Ladesäulen mehr als ein Zehntel der Arbeitsplätze abgebaut. Ein Großteil der über 100 betroffenen Mitarbeiter der Sparte BP Pulse sei in andere Abteilungen versetzt worden, hieß es aus Unternehmenskreisen. Entgegen der Erwartungen sei ein schnelles Wachstum in diesem Bereich nicht eingetreten.

BP Pulse hat sich nach Angaben des Mutterkonzerns aus zwei Dritteln seiner Märkte zurückgezogen und konzentriert sich nun auf die Kernmärkte USA, Großbritannien, Deutschland und China. Dort rechne BP mit dem schnellsten Wachstum im Geschäft mit E-Fahrzeugen.

BP streicht Jobs im Bereich E-Ladesäulen
14:09 Uhr

Aktiensturz vor Iran-Angriff: "Jetzt die Gegenbewegung"

Schon wieder ist die Geopolitik das größte Risiko für die Märkte, meint ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf. Kurz vor dem Angriff Irans auf Israel sind die "Aktien kräftig gefallen aufgrund der Sorge" vor einer Offensive. Nun zeichnet sich eine Gegenbewegung ab - ob der DAX weiter steigt, hängt aber von der Reaktion Israels ab.

Aktiensturz vor Iran-Angriff: "Jetzt die Gegenbewegung"
13:56 Uhr

Herabstufung drückt PC-Ausrüster-Aktie

Eine Herabstufung setzt die Aktie des Schweizer PC-Ausrüsters Logitech unter Druck. Die Titel büßen an der Börse in Zürich 2,7 Prozent ein. Die Experten der US-Großbank Morgan Stanley haben sie auf "Underweight" nach zuvor "Equal-Weight" gesetzt. Nach dem sprunghaften Umsatzwachstum während der Corona-Pandemie trete das Unternehmen in eine "neue Welt mit einem langsameren Grundwachstum", hieß es in der Erklärung.

Hintergrund sei nicht nur die wachsende Tendenz der Unternehmen, an IT-Ausrüstung zu sparen, sondern auch die immer stärker werdende Konkurrenz.

Herabstufung drückt PC-Ausrüster-Aktie
13:31 Uhr

"China wird sich nicht von Deutschland belehren lassen"

Deutschland will unabhängiger von China werden, ohne den wichtigen Handelspartner zu verprellen: Der Besuch des Kanzlers in der Volksrepublik ist ein Spagat. Dass Scholz in Sachen fairem Wettbewerb etwas erreichen kann, bezweifelt Max Zenglein. Es gehe vielmehr darum, ein Signal zu setzen, so der China-Experte.

"China wird sich nicht von Deutschland belehren lassen"
13:19 Uhr

Institut sieht Erholungszeichen in Deutschland

Die Konjunkturaussichten in Deutschland hellen sich laut dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung langsam auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den nächsten drei Monaten eine Rezession durchläuft, sei in den vergangenen Wochen "spürbar gesunken", teilte das IMK mit. Das beruhe vor allem darauf, dass sich die Produktion in der Industrie erholt habe.

Zudem hätten sich die Energiepreise stabilisiert. Das IMK geht daher davon aus, dass auch die Produktion in energieintensiven Branchen und insbesondere in der Chemieindustrie "ihren Tiefpunkt durchschritten" habe. Für eine weitere Erholung der Industrieproduktion sprechen demnach auch Zuwächse beim Export.

Institut sieht Erholungszeichen in Deutschland
12:51 Uhr

Geht die Everything-Rally dem Ende entgegen?

Die vergangenen Monate waren schon erstaunlich an den Märkten. Beinahe überall gibt es neue Rekordstände zu verzeichnen. Haupttreiber waren vor allem der Megatrend KI und die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen seitens der Notenbanken. Aber: Wie lange hält diese Phase noch an und werden die hohen Erwartungen auch erfüllt werden können? Friedhelm Tilgen diskutiert darüber mit Volker Meinel von der BNP Paribas und Nicolas Saurenz von Feingold Research.

Geht die Everything-Rally dem Ende entgegen?
12:27 Uhr

Berichte: Tesla baut Tausende Stellen ab

Der US-Elektroautobauer Tesla will Berichten zufolge weltweit mehr als jeden zehnten Arbeitsplatz streichen. Konzernchef Elon Musk habe den Stellenabbau in einer internen Mitteilung angekündigt, berichteten die Tech-Publikation "Electrek" und das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Schreiben. Demnach seien 14.000 Arbeitsplätze von dem Stellenabbau betroffen.

"Das wird uns schlank, innovativ und hungrig für die nächste Wachstumsphase machen", schreibt Musk den Berichten zufolge. Er hasse den Schritt, aber er sei nötig. Tesla äußerte sich noch nicht dazu.

Berichte: Tesla baut Tausende Stellen ab
12:10 Uhr

DAX wieder klar über 18.000

Kurze Wasserstandsmeldung von der Frankfurter Börse: Das israelisch-iranische Säbelrasseln wird von den Anlegern ignoriert. Der DAX stieg am Mittag um 0,8 Prozent auf 18.080 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,8 Prozent höher bei 4996 Stellen.

DAX wieder klar über 18.000
11:47 Uhr

Für Anleger "ist die Ampel gelb bis dunkelgelb"

Viele Börsen in Asien eröffnen im Minus, nicht so der DAX: Trotz des Iran-Angriffs auf Israel startet der deutsche Leitindex im Plus und überwindet die 18.000-Punkte-Marke. Aber die Unsicherheit in Bezug auf geopolitische Risiken sei zurück und werden das Verhalten der Anleger beeinflussen, meint Kapitalmarktexperte Tim Oechsner.

Für Anleger "ist die Ampel gelb bis dunkelgelb"
11:37 Uhr

Hedgefonds knöpft sich Novavax vor

Der US-Hedgefonds Shah Capital fordert offenbar beim US-Biotechunternehmen Novavax zwei neue unabhängige Mitglieder für den Verwaltungsrat. Shah Capital, das 6,7 Prozent an Novavax hält, wolle auch eine veränderte Verkaufsstrategie für den Covid-Impfstoff des Unternehmens erwirken, berichtet die "Financial Times" mit Verweis auf ein entsprechendes Schreiben. Novavax solle demnach Lizenz-Partnerschaften eingehen, um klinische Studien zu anderen Impfstoffen finanzieren und wiederaufnehmen zu können. Wie auch die anderen Anbieter von Covid-Impfstoffen hatte Novavax seit dem Ende der Pandemie mit einem Nachfrageeinbruch zu kämpfen.

Hedgefonds knöpft sich Novavax vor
11:25 Uhr

China-Firmen holen bei Smartphone-Absatz stark auf

Samsung Electronics hat im ersten Quartal zwar etwas weniger Smartphones verkauft, als führender Anbieter weltweit aber besser abgeschnitten als Apple. Zudem eroberten chinesische Unternehmen einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC zufolge einen größeren Anteil am Weltmarkt. Die weltweiten Lieferungen von iPhones fielen im Quartal um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 50,1 Millionen Stück, so IDC in seiner vierteljährlichen Auswertung. Die Auslieferungen von Samsung fielen um 0,7 Prozent auf 60,1 Millionen Geräte.

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Das neue Iphone 15 Pro kommt mit einem Gehäuse aus Titan und dem neuen Chip A17 Pro daher. (Foto: Apple/dpa-tmn)

Die Gesamtlieferungen von Smartphones stiegen laut IDC das dritte Quartal in Folge um 7,8 Prozent auf 289,4 Millionen Stück. Der Marktanteil von Apple sank auf 17,3 Prozent von 20,7 Prozent im Vorjahr. Bei Samsung ging er auf 20,8 Prozent zurück von 22,5 Prozent. Die chinesischen Unternehmen Xiaomi und Transsion konnten dagegen ihre Verkäufe steigern.

Xiaomi verzeichnete den weiteren Angaben zufolge einen Anstieg der Verkäufe um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr auf 40,8 Millionen Geräte. Die Lieferungen von Transsion kletterten sogar um 85 Prozent auf 28,5 Millionen. Oppo überholte Vivo und belegte im ersten Quartal den fünften Platz.

China-Firmen holen bei Smartphone-Absatz stark auf
11:13 Uhr

Trotz sinkender Gewinne: DAX-Konzerne schütten Rekordsumme an Anleger aus

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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland haben in diesem Jahr mit 53,8 Milliarden Euro so viel Geld an ihre Anleger ausgeschüttet wie noch nie zuvor. Die 40 DAX-Konzerne zahlten 2,4 Prozent mehr Dividende als im Vorjahr, wie die Beratungsfirma EY mitteilte. Und das, obwohl die Gesamtgewinne der Unternehmen in die entgegengesetzte Richtung zeigten und um sechs Prozent auf 120,9 Milliarden Euro sanken.

Der EY-Studie zufolge zahlten 23 Unternehmen in diesem Jahr mehr an ihre Aktionäre aus, neun kürzten die Ausschüttungen, bei acht Firmen blieben sie gleich und bei fünf Unternehmen gingen die Anleger leer aus. Die größten Dividendenzahler waren in diesem Jahr der Autobauer Mercedes-Benz mit 5,5 Milliarden Euro und der Versicherer Allianz mit 5,4 Milliarden Euro.

Trotz sinkender Gewinne: DAX-Konzerne schütten Rekordsumme an Anleger aus
10:45 Uhr

Immobilienwirtschaft geht Kommunen scharf an

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Die Baubranche steckt in der Krise. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Die deutsche Immobilienwirtschaft wirft den Städten und Gemeinden vor, den zügigen Ausbau von Wohnraum auszubremsen. "Der Anspruch von Kommunen, Grundrisse und andere Bauvorgaben mitzugestalten, hat sich trotz Krise nicht verändert", kritisierte der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Andreas Mattner, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir müssen die Kommunen stärker in die Pflicht nehmen, flexibler zu werden."

Sein Verband schlägt vor, dass sich die Kommunen künftig selbst dazu verpflichten, in neuen Quartieren mindestens zu 30 Prozent seriell oder modular bauen zu lassen. Er verwies dabei auf Pläne der Bundesregierung, für einen Durchbruch der Baukonzepte sorgen zu wollen. Er unterstütze das Vorhaben von Bundesbauministerin Klara Geywitz nach mehr seriellem und modularem Wohnungsbau.

Immobilienwirtschaft geht Kommunen scharf an
10:39 Uhr

Ölpreis sinkt nach Iran-Attacke - Hoffen auf "maßvolle" Reaktion Israels

Nach dem iranischen Angriff auf Israel sind die Ölpreise in der Hoffnung auf eine ausbleibende weitere Eskalation im Konflikt zwischen den beiden Ländern gesunken. Die Futures der Nordseesorte Brent für die Lieferung im Juni fielen um 0,5 Prozent auf 89,95 Dollar je Fass. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) für die Lieferung im Mai verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 85,14 Dollar pro Barrel.

"Der begrenzte Schaden und die Tatsache, dass es keine Todesopfer gab, bedeutet, dass Israels Reaktion vielleicht maßvoller ausfallen wird", begründete der Rohstoffexperte der ING, Warren Patterson, den Preisrückgang. "Aber es besteht natürlich immer noch eine große Unsicherheit, und alles hängt davon ab, wie Israel jetzt reagiert."

Ölpreis sinkt nach Iran-Attacke - Hoffen auf "maßvolle" Reaktion Israels
10:20 Uhr

Bitcoin verdaut den Kriegsschock

Die Digitalwährung Bitcoin hat sich nach einem stärkeren Kursverlust am Wochenende am Montag leicht erholt. Der Kurs stieg wieder über die Schwelle von 66.000 US-Dollar. Am Freitag war der Bitcoin noch mit rund 71.000 Dollar bewertet worden. Am Samstag stürzte er dann auf unter 62.000 Dollar.

Am Wochenende hatten nicht nur Kryptowährungen, sondern auch die Aktienmärkte nervös auf die Angriffe des Irans auf Israel reagiert. Dazu kamen beim Bitcoin Gewinnmitnahmen vor sogenannten Halving-Events. Am kommenden Samstag wird dabei die Belohnung für das Berechnen neuer Bitcoins halbiert - zum vierten Mal in der Geschichte der Währung. In der Vergangenheit folgten den Halvings stets neue Kursgewinne.

Bitcoin verdaut den Kriegsschock
09:52 Uhr

"Das würde aber auch den Iran stark treffen"

Das größte geopolitische Risiko durch die Eskalation in Nahost für die internationalen Märkte wäre laut Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, eine Blockade der Öltransporte in der Straße von Hormuz durch den Iran. "Das würde aber auch den Iran selbst stark treffen, deshalb werden die Mullahs voraussichtlich nicht so weit gehen", so der Kapitalmarktexperte. Abgesehen von der allgemeinen Verunsicherung sollte der aktuelle Konflikt zwischen Israel und dem Iran keinen starken Einfluss auf die Weltwirtschaft haben, zeigt er sich vergleichsweise gelassen. Der Prozess steigender Prognosen für die Weltwirtschaft setze sich fort, sagt er. Die Prognose für das Wachstum in den USA erhöht er für dieses Jahr auf 2,5 von 2,4 Prozent und für kommendes Jahr auf 1,8 von 1,7 Prozent. Auch für Deutschland verbessere sich die Nachrichtenlage: Im zweiten Halbjahr sollte die Wirtschaft um 0,4 Prozent wachsen, was für das Gesamtjahr auf ein leichtes Plus von 0,1 Prozent hindeute nach einem Minus in gleicher Größenordnung im vergangenen Jahr.

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"Das würde aber auch den Iran stark treffen"
09:35 Uhr

Ist Gold als "sicherer Hafen" gesucht?

Gold ist als "sicherer Hafen" zunächst nicht mehr gesucht. Am Freitag hatte das Edelmetall noch ein Rekordhoch markiert mit 2431 Dollar, ehe dann Gewinnmitnahmen einsetzten und den Preis deutlich drückten. Daneben dürfte der festere Dollar den Goldpreis belastet haben. Aktuell kostet die Feinunze wenig verändert 2356 Dollar.

Ist Gold als "sicherer Hafen" gesucht?
09:17 Uhr

"Märkte mögen keine Unsicherheit"

Der DAX startet mit einem Sprung über die 18.000er Marke ins Montagsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell 0,5 Prozent fester bei Kursen um 18.020 Punkte. Am Freitag war er mit 17.930 Zählern aus dem Handel gegangen, an der Wall Street waren die Kurse danach aber deutlicher abgerutscht - im Hinblick auf die Eskalation in Nahost. "Wenn die Märkte eins nicht mögen, dann ist es Unsicherheit", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer und verweist auf die Freitags-Wall-Street, wo der Dow-Jones-Index "deutliche Verluste" verzeichnet hatte. "Es war die schlechteste Woche seit über einem Jahr", erläutert sie. "In Asien verzeichnen die Indizes überwiegend nur leichte Abgaben, die Ölpreise zeigen sich zudem stabil."

"Märkte mögen keine Unsicherheit"
08:59 Uhr

Vola-Anstieg könnte Fonds zu Verkäufen zwingen

Vor einem weiteren Vola-Anstieg warnt ein Marktteilnehmer. "Eine weitere steigende Vola wird Fonds zwingen, das Exposure an den Aktienmärkten zu reduzieren", warnt er. Denn dann stünden nur noch die Risiken im Vordergrund. Das wiederum würde die Indizes dann weiter drücken, so der Börsianer weiter.

Vola-Anstieg könnte Fonds zu Verkäufen zwingen
08:36 Uhr

Wirtschaftliche Risiken des Nahost-Konflikts "sind immens"

Der iranische Angriff auf Israel dürfte auch an den weltweiten Finanzmärkten nicht ohne Folgen bleiben. Die Auswirkungen könnten dabei weit über einen Anstieg des Ölpreises hinausgehen. Besonders gravierend könnte es werden, sollte der Iran eine seiner Drohungen den Handelsverkehr betreffend wahr machen.

Wirtschaftliche Risiken des Nahost-Konflikts "sind immens"
08:18 Uhr

Hohe geopolitische Risikoprämie bestimmt Ölmarkt

Am Ölmarkt fällt die Reaktion auf die Eskalation in Nahost eher gelassen aus. Die Preise zeigen sich wenig verändert, Rohöl der Sorte Brent kostet aktuell mit 85,45 Dollar je Fass einen Tick weniger als am Freitag. Ein Anstieg der Ölpreise sei kurzfristig unwahrscheinlich, weil die OPEC über ausreichend freie Kapazitäten verfüge und die geopolitische Risikoprämie bereits hoch sei, erläutern die Energieexperten von ANZ.

Der Markt sei seit Oktober, als der Hamas-Israel-Konflikt begann, nervös, und eine mögliche iranische Beteiligung sei schon lange ein Grund zur Sorge. Während Teheran die Angelegenheit nun als abgeschlossen betrachten könnte, werde einiges davon abhängen, wie wiederum Israel nun reagiere, so ANZ weiter.

Hohe geopolitische Risikoprämie bestimmt Ölmarkt
08:01 Uhr

E-Auto-Dumping aus China - EU-Kommissionspräsidentin warnt

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht den wachsenden Import billiger Elektroautos aus China kritisch. Derzeit laufe "eine drastische Überproduktion elektrischer Fahrzeuge in China, gekoppelt mit massiven staatlichen Subventionen", sagt sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die USA schotteten ihren Markt jetzt ab, ebenso Brasilien, Mexiko und die Türkei. "Die EU kann nicht der einzige Markt sein, der für chinesische Überproduktion offen bleibt", erläutert von der Leyen. "Wir dürfen in Europa nicht dasselbe erleben, was bei den Solarpaneelen passiert ist: dass durch staatlich subventionierte Dumpingpreise europäische Hersteller unfair aus dem Markt gedrängt werden und die Produktion dann unterm Strich nach China geht."

Von der Leyen unterstreicht, Wettbewerb auf dem europäischen Markt auch von chinesischen Herstellern sei gewollt. "Aber die Bedingungen müssen fair sein." Ein ernstes Problem bestehe auch beim Thema Datenschutz. "Moderne Autos sind inzwischen rollende vernetzte Computer, die permanent Daten sammeln", so die Politikerin. "Und bei Produkten aus chinesischer Fertigung sollten wir uns des Risikos des Abflusses von Daten bewusst sein." Die neuen Technologien erlaubten das Erfassen von Bewegungsmustern von Einzelpersonen. "Informationen darüber sind in Europa prinzipiell Privatsache und sollen es auch bleiben."

E-Auto-Dumping aus China - EU-Kommissionspräsidentin warnt
07:43 Uhr

Steigende Kurse in Shanghai - dank Zentralbank

Die Eskalation im Nahen Osten nach dem erstmaligen direkten Angriff Israels durch Iran sorgt an den Aktienmärkten in Ostasien für Nervosität und fallende Kurse. Dabei fallen die Abgaben insgesamt aber eher moderat aus, nachdem sie zwischenzeitlich zumindest etwas deutlicher waren. Günstig sei, dass der iranische Angriff mit Drohnen und Raketen wohl nur überschaubare Schäden hinterlassen hat, dank der Luftabwehr Israels.

In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 1,1 Prozent nach unten auf 39.102 Punkte. Seoul tendiert 0,8 Prozent leichter, in Hongkong beträgt das Minus 0,7 und in Sydney 0,4 Prozent. Ausreißer nach oben ist Shanghai. Dort steigt der Index um 1,2 Prozent, nachdem die chinesische Notenbank den Zins für ihre einjährige Kreditfazilität unverändert bei 2,5 Prozent belassen hat. Unterstützung kommt von Goldman Sachs, wo man dem chinesischen Aktienmarkt in einer aktuellen Studie in den nächsten 12 Monaten ein Potenzial von zwölf Prozent zubilligt. Der nächste Impuls könnte in der Nacht zu Dienstag kommen, wenn die BIP-Daten aus China für das erste Quartal berichtet werden.

Positiv kommt in Schanghai laut Marktteilnehmern, dass die chinesischen Aufsichtsbehörden am Freitag ankündigten, die Hürden für Unternehmen, die sich um eine Börsennotierung bemühen, zu erhöhen. Dazu müssten Unternehmen, die Finanzbetrug begangen hätten, mit einem strengeren Vorgehen im Hinblick auf ein Delisting rechnen. Die Richtlinien dürften insgesamt für einen stabileren Aktienmarkt sorgen, so die Analysten von CICC.

Steigende Kurse in Shanghai - dank Zentralbank
07:25 Uhr

"Stimmung kann jederzeit umschlagen"

Die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts zwischen Iran und Israel stützt vorbörslich die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. DAX und Euro-Stoxx-50 werden ein paar Punkte höher erwartet. "Positiv ist, dass die Ölpreise nicht weiter steigen", so ein Marktanalyst. Allerdings meint er, trotzdem bleibe die Lage angespannt. "Die Stimmung kann jederzeit wieder ins Negative umschlagen", sagt er.

Aus technischer Sicht sei nach dem Reversal vom Freitag mit einer Fortsetzung der Konsolidierung im DAX zu rechnen. "Der Erholungs- oder Stabilisierungsversuch ist zunächst gescheitert", so der Marktanalyst. Er meint, die Konsolidierung werde sich nun zeitlich, möglicherweise aber auch räumlich ausdehnen.

Israel hat bisher auf einen Gegenschlag gegen den iranischen Angriff verzichtet, allerdings auch angekündigt, dass die Raketen- und Drohnenattacken nicht unbeantwortet bleiben würden. Laut Beobachtern drängt vor allem die Biden-Regierung Israel zur Deeskalation.

Neben der Geopolitik stehen zum Wochenauftakt Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen im Blick sowie die Erstquartalszahlen von Goldman Sachs.

"Stimmung kann jederzeit umschlagen"
07:06 Uhr

Unsichere Lage in Nahost - Tokioter Börse im Minus

Nach dem iranischen Angriff auf Israel am Wochenende tendiert die japanische Börse schwächer. In Tokio gibt der Nikkei 1,0 Prozent auf 39.114,19 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 2745,69 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt 1,5 Prozent auf 3064,90 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 2,1 Prozent auf 3548,21 Punkte.

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Unsichere Lage in Nahost - Tokioter Börse im Minus
06:52 Uhr

Chinas Zentralbank lässt wichtigen Referenzzins unverändert

Die chinesische Zentralbank hat einen wichtigen Referenzzins unverändert gelassen. Die People's Bank of China (PBoC) stellte dem Banksystem 100 Milliarden Yuan - umgerechnet 13,0 Milliarden Euro - über ihre einjährige mittelfristige Kreditfazilität (MLF) zu einem stabilen Zins von 2,5 Prozent zur Verfügung. Die Zentralbank stellte außerdem 2 Milliarden Yuan an Liquidität über siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte zu einem gleichbleibenden Zinssatz von 1,8 Prozent zur Verfügung.

Die unveränderten Zinsen signalisieren, dass die Loan Prime Rate (LPR), einer der Leitzinsen der PBoC, im April ebenfalls stabil bleiben könnte. Im Februar hatte die Zentralbank den fünfjährigen Referenzzins für Bankkredite (LPR) gesenkt. Er dient den Banken als Vorgabe für ihre Ausleihesätze.

Chinas Zentralbank lässt wichtigen Referenzzins unverändert
06:42 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt fällt die Reaktion gedämpft aus. Der Dollar zeigt sich wenig verändert, ist also als sicherer Hafen nicht stärker gesucht. Der Yen, der in Krisenzeiten ebenfalls oft gesucht ist, verliert sogar deutlich an Boden. Der Dollar hat die 153er Marke deutlich überschritten und kostet 153,80 Yen. Zuletzt hatte es vermehrt verbale Interventionen aus Japan zugunsten der eigenen Währung gegeben, die aber nicht gefruchtet hatten und auch bislang keine konkreten Maßnahmen am Devisenmarkt nach sich zogen.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:30 Uhr

Bestimmt nun die Eskalation in Nahost die DAX-Stimmung?

Nach den Raketen- und Drohnenangriffen des Iran auf Israel wächst die Sorge vor einem Flächenbrand in Nahost. Weltweit wird deshalb nach Möglichkeiten gesucht, eine Ausweitung des Gaza-Krieges auf die gesamte Region zu verhindern. Gefürchtet wird, dass die Kämpfe auch auf andere Bereiche übergreifen könnten.

Die neue Börsenwoche dürfte zudem zeigen, ob die abweichenden Erwartungen für den Zinskurs der Notenbanken dies- und jenseits des Atlantik gerechtfertigt sind. Die Investoren haben die Hoffnung auf eine erste Zinssenkung der US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung im Juni mittlerweile mehr oder weniger begraben. Auslöser war der US-Inflationsbericht am vergangenen Mittwoch, der einen überraschend starken Anstieg der Teuerungsrate im März zeigte. Die Inflation in der Eurozone näherte sich dagegen immer mehr dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. "Liegen Amerika und Europa auf unterschiedlichen Planeten?", so die Experten der Helaba. In Zeiten einer globalisierten Wirtschaft sei es zwar bereits gelegentlich zu abweichenden Entwicklungen zwischen beiden Kontinenten gekommen. "Aber derzeit scheinen die Unterschiede um einiges größer zu sein."

Auch die schwächelnde Konjunktur in der Eurozone schürte Hoffnungen auf eine baldige geldpolitische Lockerung der Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde. Die Notenbanker versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation zu bekämpfen, ohne der Konjunktur allzu sehr zuzusetzen. Die US-Wirtschaft zeigt sich indes nach wie vor widerstandsfähig. An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Lockerung der Fed bei ihren Sitzungen im Juni und Juli daher auf nur noch rund 25 beziehungsweise 55 Prozent geschätzt. Bei der EZB sind es knapp 80 und 90 Prozent.

Die Erwartung zunächst hoch bleibender Zinsen in den USA hat den Börsen in den vergangenen Tagen stark zugesetzt. Der DAX, der am Dienstag noch ein neues Allzeithoch jenseits der 18.500er Marke gesetzt hatte, war mit 17.930 Zählern unterhalb der 18.000 ins Wochenende gegangen. An der Wall Street waren die Kurse nach Börsenschluss hierzulande noch stärker unter Abgabedruck geraten.

Weitere Konjunkturdaten in dieser Woche dürften das Bild der Wirtschaft in Europa und den USA im ersten Quartal abrunden, sagt Commerzbank-Ökonom Christoph Balz. Wichtig seien dabei insbesondere die am Nachmittag anstehenden US-Einzelhandelsumsätze im März, die Experten zufolge leicht gestiegen sein dürften. "Dies würde unser Bild bestätigen, dass der private Konsum nur noch mit moderatem Tempo expandiert", kommentiert Balz.

Unternehmensseitig nimmt die Berichtssaison Fahrt auf: Nach den ersten Bilanzen der US-Großbanken für das Auftaktquartal stehen in der neuen Woche weitere Konzernergebnisse an. Im Fokus in den USA sind weitere Berichte wichtiger Geldhäuser wie Goldman Sachs, Bank of America und Morgan Stanley. Hierzulande legen etwa die DAX-Werte Beiersdorf und Sartorius Zahlen vor – allerdings erst am Dienstag und Donnerstag.

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Bestimmt nun die Eskalation in Nahost die DAX-Stimmung?