Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWackelt die 18.000er-Marke?

25.04.2024, 06:30 Uhr

Lange sieht es zur Wochenmitte danach aus, dass der DAX seinen leichten Aufwärtstrend der ersten Handelstage dieser Woche fortsetzen kann. Der deutsche Börsenleitindex schnickt über die 18.200er-Marke, danach ist aber Schluss mit der Herrlichkeit. Aus dem Mittwochsgeschäft verabschiedet er sich mit einem Abschlag von 0,3 Prozent und 18.089 Zählern. Eine maue Wall-Street-Eröffnung ließ die Stimmung kippen. Heute dürfte deshalb vor allem die 18.000-Punkte-Marke im Fokus stehen.

Terminlich ist einiges los: Konjunkturseitig prognostizieren die Konsumforscher der GFK die deutsche Verbraucherstimmung für Mai. Volkswirte erwarten einen Anstieg des Barometers auf minus 26,0 Zähler von minus 27,4 Punkten. Es war im April bereits den zweiten Monat in Folge gestiegen. Die Erholung kommt jedoch nur langsam voran. Verunsichert von geopolitischen Krisen halten die Konsumenten laut den Nürnberger Konsumforschern in der anhaltenden Konjunkturflaute ihr Geld zusammen.

Am Nachmittag legt das US-Handelsministerium die vorläufigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal vor. Trotz der Hochzinspolitik der Notenbank dürfte die Wirtschaft weiter deutlich wachsen, wenn auch nicht mehr so stark wie vor der Jahreswende: Experten erwarten, dass der BIP-Zuwachs auf das Jahr hochgerechnet bei 2,4 Prozent liegen wird, nach 3,4 Prozent im vierten Quartal 2023.

Unternehmensseitig rückt mit dem Quartalsbericht der Deutschen Bank der Bankensektor in den Anlegerfokus hierzualnde. Deutschlands größtes Geldhaus wird voraussichtlich ein weiteres Gewinnquartal präsentieren. Das Institut dürfte nach von der Deutschen Bank veröffentlichten Analystenschätzungen für Januar bis März einen Gewinn nach Minderheiten von rund 1,2 Milliarden Euro ausweisen. Vor Jahresfrist waren es noch 1,16 Milliarden Euro gewesen. Die Bank dürfte dabei wie so mancher Konkurrent von besseren Geschäft im Investmentbanking profitieren.

Zudem veröffentlicht BASF seine Zahlen zum ersten Quartal und lädt die Aktionäre zur Hauptversammlung nach Mannheim. Vorstandschef Martin Brudermüller wird letztmals das Zahlenwerk erläutern und den Anteilseignern Rede und Antwort stehen. Dann übernimmt der bisherige Asienchef und Vorstandsmitglied Markus Kamieth das Ruder. Analysten rechnen für das erste Quartal im Schnitt mit einem Rückgang des operativen Gewinns (Ebitda) vor Sondereinflüssen auf 2,56 (Vorjahreszeitraum: 2,86) Milliarden Euro.

Nach US-Börsenschluss lässt es die Wall Street dann krachen: Bei den Quartalsergebnissen der drei US-Technologiekonzerne Alphabet, Microsoft und Intel steht erneut Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt. Microsoft, das wertvollste Unternehmen der Welt, und die Alphabet-Tochter Google liefern sich ein Wettrennen um die Marktführerschaft bei generativer KI wie ChatGPT. Gemeinsam mit Intel entwickelt Google KI-Spezialprozessoren, um die Abhängigkeit vom Weltmarktführer Nvidia zu verringern.

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